Anne on Tour!

Besuch bei Woody - 17.-20.03.2010 - Wien

28. März 2010

Okay, eine göttliche Macht hat mich bewogen, einen Bericht vom Wien-Besuch zu schreiben. Dann werd ich mal loslegen. Und zum Leidwesen mancher fange ich natürlich mit der Bahnfahrt an ;) Wobei, wenn ich so nachdenke, fang ich eigentlich schon vor der Bahnfahrt an *g*hr

Der erstmalige Leser sei direkt gewarnt: es wird lang! Es wird detailreich! Es wird evtl sogar langweilig! Oder sinnlos! Belanglos! Aber anders kann ich nicht schreiben *schulterzuck und grins*

Evtl. wird er sogar langweiliger als alle bisherigen Berichte, weils keinen konkreten Inhalt wie ne AZ oder n Programm hat, aber ich wollte ja eigentlich auch nicht unbedingt schreiben *g*

Und noch eben kurz: die meiste Zeit hab ich zwar Andres geschrieben, aber ich glaub dann und wann auch mal Woody. Ist natürlich ein und dieselbe Person ;)

Iiiirgendwann hatte Woody-Andres gesagt, dass ich ihn doch mal besuchen kommen sollte. Klar, mach ich! Außerdem stand eine neue Tour von Thomas Godoj an, die im Frühling starten sollte, gerüchteweise im März. Und als es im Lidl Bahn-Tickets gab, dachte ich, dass sich das ja sehr gut verbinden ließe: Woody besuchen und an einem Abend zum TG-Konzert gehen. Also direkt mal 2 Tickets gekauft, das eine zum bei eBay verhökern (weil immer dann, wenn ich eins bei eBay kaufen wollte, waren die so teuer, also muss man ja selber auch mal teuer verkaufen ;) ). Also ein Ticket gilt übrigens für 2 Fahrten innerhalb Deutschlands+Österreichs incl. ICEs usw, außer freitags kann man jeden Tag damit fahren. Man trägt einfach den Start- und Zielbahnhof (oder Bushaltestelle *g*) ein und fährt los. 66€ kostet ein Ticket, für 33€ nach Österreich ist natürlich super (Sparangebot kostet sonst 39!). So, das eine Ticket hatte ich irgendwann bei eBay reingesetzt und 75€ oder so bekommen. Und dann irgendwann kamen endlich die Tourtermine für Thomas raus. Na toll, der Wien-Termin war gleich doppelt blöd. Erstens war er, wie alle andern Termine auch, nicht im März, sondern im April. Und zweitens am 29.4., wo ja schon die FedCon ist und ich quasi arbeiten „muss“ (bzw. darf ;) ). Also überlegt, was ich jetzt mit dem Ticket anstelle. Da das Lidl-Ticket nur bis Ende März gültig war und gerade irgendwie alle Leute versuchten, das Ticket noch bei eBay loszuwerden, bin ich meins dort nicht losgeworden (wollte es nicht für 40€ oder noch weniger verkaufen). Und auch sonst wollte es keiner haben. Ende des Monats wollte ich aber noch wo anders hinfahren, wo es sich definitiv nicht gelohnt hätte, mit dem Lidl-Ticket zu fahren (da reichen ja 30€ für beide Fahrten ^^), aber wir hatten ja schon Mitte des Monats. Falls noch irgendwer mitkommt *g* –> blöde Sache!

Hatte ja zwischendurch gedacht, ob ich nicht doch mal in Wien nachfrage, aber es wär ja sooo kurzfristig, das ist ja auch total blöd. Und: in der Zeit nach der Sommerparty hatten Andres und ich öfter mal über Facebook gechattet, aber jetzt schon seit ner ganzen Weile nicht mehr. 1. weil mein Facebook zur Zeit so dermaßen rumspinnt, dass das chatten furchtbar ist und ich den Chat so gut wie immer aus hab. Und 2. weil ich ja meine Bachelorarbeit geschrieben hab und da sowieso wenig Zeit für irgendwen hatte. Und wie sieht das denn aus: erst ewig nicht melden und dann „Hallo, kann ich übermorgen vorbeikommen?“, sieht doch aus wie „die kriegt ihr Ticket nicht verkauft und braucht jetzt ne Notlösung.“ Fuuuurchtbar, ich hasse es, wenn ich zu viel überlege und nachdenke, was wer wie warum denken kann! Kann man das irgendwie abstellen?

Judith schlug vor, ich sollte doch mal einen der Wiener fragen. Haha, weil ich ja so viele Wiener kenne *g* Sie meinte, die hätten bestimmt Zeit, weil die ja eh alle Studenten sind. Nagut, da Woody eh gerade bei ICQ online war, hab ich ihn halt gefragt, auch wenn er kein Student mehr ist ;) Mehr als Nein sagen kanner ja eh nicht ;) Aber das hatter nicht gesagt, drum stand ich ein paar Tage später dann morgens um viertel nach sieben am Bahnsteig in Marienheide *gääähn* Hätte auch ne Stunde eher fahren können und hätte dann nach Köln nicht mehr umsteigen müssen. Aber dann steig ich doch lieber einmal mehr um und kann länger schlafen.

Eigentlich stand ich auch noch nicht mal am Bahnsteig rum. Der Zug war ja schon da (steht schon immer ne halbe Stunde da rum) und ist auch nur ne Minute nach meiner Ankunft abgefahren, war schon wieder so spät dran (und konnte diesmal nichtmal was dafür).

So, was macht man jetzt früh morgens im Zug? Hatte mir zwar extra n Buch eingepackt, aber zum Lesen war ich noch zu müde (klar, ich hatte ja auch erst nachts um halb eins oder wann meinen Koffer gepackt *g*). Also erstmal Ticket ausgefüllt und ausm Fenster geguckt. Normalerweise hat der Zug selten Verspätung, nur auf der Rückfahrt. Aber es war ja klar, dass der heute Verspätung haben musste, wo ich nur 11min zum Umsteigen hab! Und wo ich Messe/Deutz umsteigen muss zu nem komischen Quer-Gleis wo man angeblich 10min braucht, um da hin zu laufen. Naja, die Verspätung war ca. 8min, das Umsteigen hat keine 2min gebraucht. Treppe runter, Tür auf, ICE fährt ein, eingestiegen, ICE fährt ab. Top! Wenn der jetzt keine halbe Stunde Verspätung bekommt, läuft alles super. Oder auch nicht ganz. Fuhren nämlich lauter Anzug- und Schlipsleute mit der Bahn, die natürlich alle ne Platzreservierung hatten. Ich nicht. Weil die paar Mal, die ich bisher eine hatte (wegen angebl. erhöhter Platznachfrage), hat sich das nicht gelohnt, weil der halbe Zug leer war. Nagut, hab ich mich auf meinen Koffer gesetzt, geht auch. Eine Frau fragte mich, ob die Treppe von der ICE-Tür noch frei wär. Klar *g* Also hat die sich in die Treppe gehockt.

Dann kam noch eine, fragte, ob Reservierungspflicht wär. Ich sagte, dass das nicht der Fall sei, aber man reservieren kann und ohne Reservierung halt gucken muss, ob noch ein Platz frei ist. Eine ganze Weile beobachtete ich einen leeren Platz, der reserviert war, aber auf dem noch keiner Platz genommen hatte. Wenn da keiner mehr kommen würde, wollte ich mich da hinsetzen. Doch das Mädel von eben machte mir einen Strich durch die Rechnung und setzte sich da hin. Ts! Aber mein etwas gemeiner Wunsch wurde erfüllt und der eigentliche Platzinhaber erschien noch und die kam zurück zu uns in den Gang, setzte sich erst wie ich auf den Koffer (halt hochkant stehend). Hm, ob der wohl hält? Sah sehr instabil aus, der Koffer. Und sie nicht gerade leicht. Achja, manchmal bin ich doch was fies. Aber sie setzte sich dann doch noch auf den Boden, packte nen Spiegel aus und fing an, sich zu schminken. Ach Gott, muss man das denn im Zug machen!? Ja da war ich ja am frühen Morgen schon angenervt. Später stellte sich aber heraus, dass die doch gar nicht so schlimm war. War eigentlich ganz ok und wir haben uns unterhalten, bis ich in Würzburg umsteigen musste. Sie kam aus Wuppertal und fuhr bis München und dann weiter nach Kitzbühel, wo sie zum Vorstellungsgespräch und Probearbeiten in einem Hotel eingeladen war. Irgendwie gut fand ich aber, dass sie für ihre Hinfahrt 140€ und die Rückfahrt 100€ bezahlt hat, obwohl sie genauso gut auch mit nem Lidl-Ticket hätte fahren können. Aber das kannte sie gar nicht. Hach, toll, hatte ich doch direkt das Gefühl, dass sich mein Ticket total gelohnt hat. Wobei sie sich aber eh nicht sicher war, ob sie nicht ne SMS an ihren Freund schicken sollte, damit der sie von München wieder abholt, weil sie ja jetzt für ganze 3 Tage von ihm getrennt ist und schon in der Frühstückspause seiner Arbeit nicht anrief. Oh Gott wie furchtbar *schnarch*

Na dann ist es ja auch voll sinnvoll, sich 700-800km weit weg von zu Hause zu bewerben, wenn man schon nach 5min die Krise kriegt. Also manchmal versteh ich die Leute echt nicht.

Bevor sie zum Essen ihre Hühnchen auspackte, fragte sie mich auch 3mal, ob ich nicht Vegetarier sei, nicht dass sie mir da was vorisst. Da musste ich ihr auch 3mal zeigen, dass auf dem Toast, den ich in genau diesem Moment aß, Wurst drauf ist. … ich hoffe gerade, dass die nicht durch irgendeinen dummen Zufall hier auf der Seite landet und das liest *lach* So schlimm, wie es sich wahrscheinlich liest, war es ja eigentlich nicht, aber die seltsameren Sachen sind besser zum erzählen, zumal ich den Rest eh schon wieder vergessen hab. Also nein, war nett, mit dir Zug zu fahren, auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit dir war (mir meinen Teil aber gedacht habe bzw. hier gerade hintippe *g*).

Sie war vorher noch nie in Kitzbühel gewesen, fragte mich aber ein bisschen aus, ob ich schonmal in Wien gewesen war. Jep, war ich, das ist aber ja auch schon bald 5 Jahre her. Ob ich da auch schon den besucht hätte, den ich jetzt besuchen fahr. Nö, da kannte ich den ja noch nicht (bzw. eigentlich ja schon, aber nicht direkt, ich wusste nur, dass er irgendwie existiert *g* - und noch nicht einmal das so direkt). Keine Ahnung, wie wir drauf kamen, jedenfalls hab ich ihr irgendwann erzählt, dass ich den ja erst im Sommer bei einer Freundin kennengelernt hab, die den kannte. Da hats wohl einmal zu viel „pling“ gemacht bei ihr, denn ein paar Minuten bevor ich ausgestiegen ist, wünschte sie mir dann viel Glück mit ihm oder für uns oder irgendwie was in der Richtung. Ich meinte, dass da wohl eher nix mit ist, da der Herr ja eine Freundin hat. Das hieße ja nix. Und dass der ja auch ein bisschen älter ist als ich. Da wollte sie wissen, wie viel älter denn und meinte dann, dass das ja schon sehr komisch wäre, dass man mit einem befreundet ist, der so viel älter ist (also … *rechne* ca. 14 Jahre). Meine Güte, was ist denn daran schlimm? Da müsst ich ja einen ganzen Haufen Freundschaften kündigen, wenn zu viele Jahre ein Problem sind. Wie viele Jahre sind denn da wohl legitim? Und da ich sie ja eh nie wieder sehen werde, sie mich nicht kennt und überhaupt irgendwie was, hab ich ihr auch direkt mal auf die Nase gebunden, dass seine Freundin ungefähr so alt ist wie ich. Ach du jemine, das fand sie ja ganz schlimm und auch nicht normal. Gut, dass ich dann aussteigen musste, wie engstirnig kann man denn sein? Sind ja jetzt nicht irgendwie 20 Jahre oder so. Naja, egal. Ach vorher war sie auch noch total verwundert dass ich schon 23 bin wie sie auch (jaaa, ich weiß, dass ich nicht ausseh wie 23, musst du mir das auch nochmal sagen) und dass ich Abi gemacht hab plus das Studium fertig, wie man das denn in der kurzen Zeit schaffen könnte. Rechne mal, Mädel. Ich hätt sogar n halbes wenn nicht gar ganzes Jahr eher fertig sein können. Achso und sie fand Herr der Ringe langweilig. Hatte aber immerhin das Buch gelesen, na wenigstens hat sie’s versucht.

So, in Würzburg bin ich dann ausgestiegen, kurz um die Ecke zur Post (Svenja hatte mir ja netterweise vorher beschrieben, wo die Post ist, Dankö :) ) und wieder zurück. Hatte ne halbe Stunde Zeit, drum dachte ich, kann ich mir ja für den nächsten Zug doch mal ne Sitzplatzreservierung holen. Tja, flötepiepe! Ging nicht, stand mind. 5min am Automaten und hab rumgedrückt und immer kam „nicht möglich“. Also mal zum Schalter gegangen, wo ich erfahren habe, dass das nicht mehr geht. Gut, später ist mir auch eingefallen, dass das wahrscheinlich ab dem Zeitpunkt nicht mehr geht, zu dem der Zug losfährt. Naja, also auf nen Sitzplatz gehofft und zum Gleis gegangen. Zug kam, war schon etwas voll. Und so ziemlich alle noch freien Plätze waren reserviert. Hmpf. Aber gegenüber der Gepäck- bzw. Koffer-Ablage waren noch 2 der 3 Klappsitze frei, von denen ich mir einen geschnappt habe und so bis zum Ende der Fahrt einen Sitzplatz hatte. Zwar nicht so bequem wie die normalen ICE-Sitze, aber besser als die Kinder, die gegenüber von mir in der Ablage saßen, besser als die Leute die vor der Ablage auf ihren Koffern saßen und besser als die Leute, die um mich rum auf dem Boden saßen. Und von hier ging dann auch alles super. Es hieß zwar, dass wir Verspätung hätten, aber die haben wir während der Fahrt wieder reingeholt und kamen pünktlich um 17:22 Uhr in Wien an, bis wohin ich mein Buch las und auch über 100 Seiten schaffte.

Am Bahnhof wollte Woody mich abholen und gerade als der ICE in den Bahnhof einfuhr, bekam ich eine SMS, dass er hoffte, dass ich Verspätung hatte, weil er sich verspätet hatte *gg* Ach, aber das ist ja kein Problem, hab ich n Weilchen gewartet, dann kurz mit ihm telefoniert wohin ich rauskommen soll und da kam er mir auch schon auf halbem Wege entgegen. Yay :D Und er hatte sogar schon einen Plan für den weiteren Abend, was fürn Service. Ich hatte mir ja nicht wirklich viel überlegt. Hatte vorher mal kurz bei Facebook gefragt, ob jemand ne Idee hat, aber da kam nur „Schnitzel“ und „Burgtheater“. Drum hätt ichs so gemacht wie in jeder Stadt, in die ich fahr: einfach mal drauf loslaufen, gucken wo man dran vorbei kommt und wenn einem ne Touri-Info übern Weg läuft, da mal reinschauen, was da so an Flyern rumliegt. Aber ich glaube, ich hätte dann nie so viel gesehen, wie ich jetzt gesehn hab, wäre wahrscheinlich auch gar nicht auf die Idee gekommen, so ein … wie auch immer man es nennen mag … sights-hopping zu machen ;) Doch der Reihe nach!

Vom Bahnhof gings erstmal Stück durch Wien, zu Andres nach Hause. Allerdings hat er da nur schnell meinen Koffer reingebracht und wir fuhren weiter zu ner U-Bahn-Station, wo geparkt wurde. Die Sache mit den Kurzparkzonen hab ich bis jetzt nicht wirklich kapiert, aber auf jeden Fall ist es cool, weil man ab irgendwann umsonst parken kann. Sollten die in Köln auch mal anschaffen. An der U-Bahn eben geguckt, was für ein Ticket für mich am besten ist, gekauft, abgestempelt, und ab in die U-Bahn und zum Naturhistorischen Museum. Tickets gekauft, noch kurz auf Kati (also Andres‘ Freundin) gewartet und dann gewartet, dass es losging. Eine Museumsführerin kam und meinte irgendwas wie: „Die erste Station ist am Ende der ersten Stiege.“ Stiege! *rofl* Ups, findet außer mir gar keiner lustig. Wir stiegen also die erste Treppe rauf (Muahaha, Stiege! Ok, ich hör schon auf zu lachen *g*), wo die Frau uns erstmal ein bisschen etwas übers Museum erzählte. Achja, österreichischer bzw. Wiener Dialekt ist schon toll irgendwie, aber Dame hatte schon fast ein bisschen zu viel davon, sodass ich anfangs die ganze Zeit über die Aussprache schmunzeln musste (ja, ihr dürft bloß nicht mit mir nach Sachsen fahren, den ersten Tag lang werde ich alle sprechenden Sachsen auslachen *lol*). Jedenfalls lernten wir u.a. dass der Herr Semper, den man sonst von der Semper Oper kennt, auch das Naturhistorische Museum gebaut (oder halt die Architektur entworfen) hat. Interesting. Das erste, was wir sahen, das der normale Museumsgänger nicht zu Augen bekommt, war der Schädelgang. Uns wurde gesagt, dass da halt lauter Schädel liegen, also erwartete ich 2-3 Regalreihen an der Wand, wo halt Schädel drauf liegen. Hmja, nö. Da stand ein ellenlanger Schrank, mindestens 2,50m hoch und um die 10-15m lang, über und über gefüllt mit Schädeln. Werden da irgendwie gesammelt und untersucht.

Weiter gings dann zu einem Balkon, noch drinnen, von dem aus man in einen Saal runterblicken konnte und durch den Saal noch eine Etage tiefer in den Eingangsbereich des Museum. Achja, da hing auch noch was von Darwin an der Wand, ein paar Bildhauereien, die beim Bau mehr oder weniger geheim dort hingehängt wurden. Ein Affe, der einem Jungen einen Spiegel hinhält, sowie ein Affe mit einem Buch, in dem „Abstammung des Menschen“ steht. Das sollte man ursprünglich gar nicht sehen, weshalb es in ausreichender Höhe und etwas angewinkelt angebracht ist, dass man es von unten nicht lesen kann. Das Betreten des Balkons ist noch nicht so lange möglich, drum wurde es lange nicht entdeckt ;)

Danach gings dann auf den richtigen Balkon – nämlich aufs Dach des Museums! Gut, dafür, dass es „Dachführung“ hieß, war es irgendwie ein enttäuschend kurzes Dach und dafür schon fast zu viel Eintrittspreis, aber die müssen ja auch irgendwie ihr Geld reinkriegen ;) Man hatte auf jeden Fall eine schöne Aussicht vom Dach runter auf die Straße und über ein Stück von Wien.

Andres und ich fotografierten um die Wette – die er mit Sicherheit gewonnen hat, hab die Fotos ja aber immer noch nicht gesehen ;) Aber ich find meine auch ganz ok, manche *g*Kati blieb wegen Höhenangst eher am inneren Teil des Dachs, aber ich denke, sie hatte bestimmt auch ne ganz gute Aussicht :) Anschließend gingen wir noch eine Runde durch das Museum. Das Ticket hierfür hatten wir ja immerhin auch gekauft, also warum nicht auch nutzen ;)

Das Museum war auch ganz interessant, ein großer Teil bestand aus ausgestopften Tieren, die wir als erstes ansahen. In einem großen Raum voller Vögel waren eine ganze Menge Vögel (ach was *g*), aaaaber: da war überhaupt kein Kiwi bei! Tse! So ne Sauerei. Naja, dafür aber jede Menge Geier und andere Vögel, die nicht unbedingt so durch Deutschland fliegen ;) Gab auch lauter Insekten, Tiere aus dem Meer, … sogar ein paar afrikanische Tiere wie Löwe und Giraffe, aber die waren nur für die Sonderausstellung über Charles Darwin da. Ach, ich weiß gar nicht mehr, was wir noch alles gesehen haben, das Museum war so voll *g* Steine, Edelsteine und solche Sachen waren auch zuhauf vorhanden, in einem abgedunkelten Raum fanden wir eine sich drehende Weltkugel im Sternenmeer. Vor der Kugel stand ne Tafel, auf der ein paar Informationen standen. Ich sah mir die Tafel an, auf der rechten Seite waren so runde Felder. Vorher hatte man oft Knöpfe drücken können, sodass nur gewisse Bereiche (wie zB bestimmte Fische in einem großen Glaskasten voller Fische) beleuchtet waren. Ich überlegte, ob man das hier auch machen könnte. Irgendwie sahen diese Felder nur nicht so ganz aus wie Knöpfe. Drück ich jetzt drauf oder nicht? Da drückte Kati aber schon drauf und es passierte – nix *gg* Waren nämlich keine Knöpfe, sondern nur aufgedruckte, runde Kreise. Upps. Ich verriet ihr aber direkt, dass ich auch schon draufdrücken wollte – war nur Glück, dass sie vorher draufgedrückt hatte *g* Irgendwo stand dann, dass die „Venus von Willendorf“ auch im Museum ausgestellt wurde, die vor 2 Jahren etwas größer in den Medien war (wegen 100 Jahre Venus-Fund). Kati hatte das irgendwo entdeckt und so begaben wir uns also auf die Suche nach der Venus-Statue. Treppauf, Treppab, von links nach rechts nach schrägvorne und hintenoben, quer durchs Muschelessen (was in dem großen Saal über der Eingangshalle stattfand), doch wo ist die ominöse Venus? Daaaa, endlich, in einer mysteriösen roten Box. In einer dicken Glaskiste. Eine winzige, nur knapp über 10cm große … Statue. Statuechen. Statürchen. Wie auch immer. Irgendwie hatte ich gedacht, dass das Ding größer ist *g* Aber ok, hab ich die auch mal gesehen ;)

Als wir das Museum verließen, sind wir noch kurz zur Sparkasse – ach nee, „Erste“ heißt die ja hier ;) Hatte vorher am Museum etwas erschrocken festgestellt, dass mein Portemonnaie nicht mehr so gut bevölkert war wie ich dachte (achja, ich war ja am Abend vorher noch einkaufen … das war ja auch noch so ne Aktion, aber die führ ich mal nicht mehr weiter aus *g*), drum wurde das schnell geändert, bevor es weiter ging. Hatte vorher mal im Internet geguckt, was man in Wien so machen sollte und total viele hatten von „Heurigen“ geschrieben – bloß hatte ich keine Ahnung, was das ist. Also gingen wir nach dem Museumsbesuch zu einem Heurigen gegangen, ein Stadtheuriger besser gesagt. Kann jetzt jeder selbst nachlesen gehen, was es ist (oder bei Facebook unterm Heurigen-Flyer-Foto lesen, was Judith, Ricky und Andres drunter geschrieben haben ;) ), bin zu faul, das jetzt hier zu erklären *g* Kurz gefasst ist das halt n Restaurant wo man hauptsächlich Wein trinken kann.

Ich nahm allerdings ein Radler, Andres & Kati tranken auch keinen Wein. Ich muss mal noch googlen, was ein „G’spritzter“ ist… Okay, da ist doch Wein drin. *g*

Nach tatkräftiger Übersetzungshilfe der halben Karte nahm ich Speckknödel zum Essen. Die sind ein bisschen ähnlich wie Kartoffelknödel, ist aber mit Speck-Füllung. Der Knödel an sich war sehr lecker. Die Füllung auch, bloß war die etwas trocken, sodass am Ende leider noch ein Stück Knödel (von zweien) und fast der ganze Krautsalat noch aufm Teller lag :oops: Na wenigstens hatte ich nach ner Weile mein Radler ausgetrunken und wir konnten gehen *g* Es war ja St. Patrick’s Day und ich glaub die beiden hatten vorher schon geplant, an dem Abend wegzugehn, was wir dann also taten und zum „Bockshorn“ gingen. Der älteste und gleichzeitig kleinste Irish Pub Wiens. So klein, dass natürlich kein Platz mehr drin war und schon ein ganzer Haufen Leute mit Guinness-Hüten vor der Tür stand. Noch bevor ich überlegen konnte, ob die da wohl auch kleine Gläser bzw. halbe Pints gibt, war Andres schon im Laden verschwunden und kam kurz darauf mit 3 randvollen ganzen Cider-Pints wieder raus. Oh Gott. Naja, dann fang ich mal an zu trinken. Ich mag Cider ja wirklich gern, aber ich war noch soooo voll vom Essen, dass ich nur so wenig geschafft hab, dass es wirklich schade um den schönen Cider war, dessen Rest dann kurz vor der U-Bahn-Station im Gulli verschwinden musste :-( Dafür haben wir das Glas einfach mitgenommen, welches im Rucksack transportiert auch kurz später ein neues zu Hause  fand. Etwas später mit U-Bahn und Auto ebendort angekommen saßen wir noch kurz auf der Couch rum, dann wurd noch das Schlafsofa ausgeklappt und bezogen und geschlafen.

Am nächsten Morgen (Kati war schon arbeiten, Andres musste nicht zur Arbeit)haben wir gefrühstückt und überlegt, was man am Tag machen könnte. Hm, vielleicht sollte ich mir nächstes Mal doch schon selber was überlegen – aber dann wäre ich wahrscheinlich nicht auf die gute Idee gekommen, den Kahlenberg zu besuchen (von dem ich ja noch nicht einmal wusste). Noch schnell überlegt, noch einen Cache zu suchen und los geht’s. Aber zuerst in den Türkenschanzpark, ein schöner Park mit viel Platz und ebenfalls einem schönen Geocache. Ich muss Andres kurz um sein GPS-Gerät beneiden, da es ein Farbdisplay, ein (glaube ich) einfacheres Menü hat, ein paar mehr Funktionen und vor allem: eine Art kleinen Joystick, mit dem man viel schneller da hin kommt, als mit meinen beiden Hoch-Runder-Knöpfen ;) Außerdem ist es kleiner und silber und strahlt nicht so leuchtend gelb durch die Gegend wie meins, ist etwas unauffälliger *g* Aber nagut, wir geben die Koordinaten ein und gehen los. Kurz mal falsch abgebogen, weil in irgendeinem Log stand, dass ein Turm in der Nähe sei. Joa, war er, aber direkt am Turm war falsch ;) Also weiter bis zu einer kleinen Brücke, die über einen Weg führte. Aah, in der Cache-Beschreibung stand auch was von Klettern und Gefahr bei nassem Wetter. Also sind wir neben der Brücke über die Steine geklettert, das GPS deutete uns die Ankunft und wir suchten zwischen den Steinen. Manchmal kamen ein paar Leute vorbei, also standen wir möglichst unauffällig in den Steinen herum. *lach* ist ja wohl voll normal, dass man mal komplett neben dem Weg in so Steinen rumklettert! Egal, Andres hatte sich irgendwann unter die Brücke vorgearbeitet und meinte irgendwann: „Ich glaub ich hab was!“ Yay :) Ich durfte die kleine Bonbon-Dose aus ihrem Versteck ziehen und wir loggten ein paar Steine weiter unseren Fund (es war sogar ein kleiner Bleistift in der Dose *g*). Anschließend gingen wir noch eine Runde durch den Park und fuhren dann zu einer BMW-Werkstatt, da Andres Reifen kaputt war und er dann einen Termin hatte. Doch er konnte das Auto nicht direkt wieder mitnehmen, so gingen wir ein Stück zu Fuß bis zur Wirtschaftsuniversität, einmal durch (vorbei an einer Info-Veranstaltung für u.a. BWL *grusel*) und gegenüber der Uni ins Restaurant „Selbstverständlich“. Erstmal n Radler, dann bestellen wir einmal Specknockerl (für zum Teilen) und einen Salat (für den Andres). Als wir es bekommen, stellt die Bedienung die Nockerl-Pfanne ohne zu fragen vor Andres, ich bekomme den Salat. Ts, warum müssen Frauen denn immer Salat essen? Schmeckt doch nach nix *g* Also tauschen wir bzw. stellen die Pfanne mit den Specknockerl in die Mitte. Zum Glück haben wir uns die geteilt, die halbe Portion war ja schon mehr als genug – aber sehr lecker :)

Dann gings zurück zu BMW, Auto abgeholt, Adresse versucht zu berichtigen (Frau am Schalter: *diktier Kundennummer*, Typ am PC: „Andreas …?“ Frau: „Ja!“ – äh, nö, n A zu viel? Aber das stand richtig drin, fehlte nur n Teil der Hausnummer ;) ) und auf zum Kahlenberg. Oben angekommen haben wir einen schönen Parkplatz gesucht und erstmal zur Aussichtsterasse. Wirklich schöne Aussicht über Wien, Andres erklärte mir auch gleich, was wo war. Den Stephansdom fanden wir zwar nicht, aber ziemlich viele andere Gebäude. Dann schnell die Koordinaten ins GPS eingegeben und den nächsten Cache gestartet. Das war ein Multi-Cache, also einer mit mehreren Stationen. Die erste Station war an der Stefanie-Warte, wo in der Sonne schon 1-2 Mädels  im Bikini davor lagen. Also es war zwar wirklich warm, wir hatten unsere Jacken vorher in der Stadt auch schon ausgezogen, aber SO warm war es eigentlich nicht. Nagut, sollen die mal machen. Und Andres hats wahrscheinlich eh nicht gestört *g* Aber wir mussten eine vierstellige Zahl finden, diese stand groß an dem Türmchen dran: 1887. Oder 1881? Die 7 sah komisch aus. Na zum Glück hat Andres ein Handy mit Internet, schnell mal Wikipedia befragt. Empfang war leider schlecht, aber schnell sahen wir, dass wir eh nur die ersten drei Ziffern brauchten und es demnach egal ist, ob 7 oder 1 (war aber übrigens ne 7). Von der Warte gingen wir wieder ein kleines Stück bergab, zurück zur Aussichtsplattform, vorbei am Hotel (Hotel! Wie geil ist das denn, da steht ein Hotel direkt aufm bzw. am Berg, man hat also aus dem Zimmer eine total geniale Sicht!) und zu einer Steintafel mit einem Gedicht drauf. Hier mussten wir die zählen, wie oft der Buchstabe G im Gedicht vorkam. 5mal wars glaub ich, neue Koordinaten ausgerechnet. Kurz von einem kleinen Vorsprung eine andere Ansicht der Aussicht genossen und auf zur nächsten Station. Die war ein ganzes Stück weg, wir gingen eine ganze Weile den Berg runter bis wir zu einer Kreuzung mit Bushaltestellen kamen. Eine dreistellige Zahl in 2,40m Höhe, die nachts erleuchtet ist. Andres wusste sofort: die Bushaltestelle! Tatsächlich, da war eine dreistellige Zahl. Aaaaber sie war nicht erleuchtet bzw. befand sich da keine Lampe dran. Hm, so Straßenlaternen sind ja manchmal numeriert. Zwei Laternen betrachtet, nix gefunden. Aber an der dritten dann, da hatte in 2,40m Höhe jemand was an die Laterne geschmiert, 3 Zahlen! Aha, deshalb also der Satz „especially for you“! Haben uns nur gewundert, ob der Cache-Owner da mit ner Leiter hinspaziert sind, um die Zahlen an die Laterne zu schreiben. Aber gut, neue Koordinaten eingegeben und weiter im Text ;) Natürlich sind wir dem Weg auf der falschen Straßenseite gefolgt… Also Böschung rauf, über die Straße, übern Graben gesprungen und ein Stück durch den Wald, bis wir wieder einen Weg fanden. Das brachte jetzt aber auch nicht sonderlich viel, weil wir nur kurz später wieder querfeldein (kann man eigentlich auch querwaldein sagen? *g*) durch den Wald gingen, weil da irgendwo im Wald ein Stein (ne Art Grenzstein glaub ich) rumstand, von dem wir eine Zahl brauchten.

Mit der rechneten wir die neuen Koordinaten aus, gingen zurück zum Weg und folgten ihm. Gut, ein richtiger Wander- bzw. Spazierengeh-Weg war das jetzt nicht, mit einem Kinderwagen oder Omma hätte man da sicherlich so seine Probleme gehabt *g* Steine, Wurzeln, steile Wegstrecken und teilweise auch nur so schmal, dass man nicht nebeneinander hergehen konnte. Juhu, solche Wege sind toll. Hätte eigentlich auch gerne noch ein bisschen unwegiger sein können ;) Aber trotzdem gut. Wir kamen am etwas tiefer gelegenen Leopoldsberg an, wo wir erneut eine schöne Aussicht auf die Donau hatten. Und zwischen Kritzeleien wir „ich war hier am “ und Namen in Herzchen fanden wir auch neue Koordinaten in einer Steinmauer eingeritzt. Somit hatten wir die finalen Daten und gingen ein Stück des Weges wieder zurück. Und natürlich wieder runter vom Weg, ab in die Botanik. Ein bisschen Gekletter am steilen Abhang voller Laub, schön die Bäume und Baumstümpfe durchsucht, doch nix. Erstmal. Nach ein paar Minuten hatte Andres am richtigen Baum gesucht, ich durfte aber wieder rausziehen. Diesmal wars auch nicht nur ein Döschen mit Logbuch (bzw. Zetteln), sondern eine etwas größere Butterbrotdose. Die war seit November nicht mehr gefunden worden, demnach war die Tüte auch ganz schön mit Matsch versifft, aber die Dose war in 2 Tüten verpackt, also war der Cache noch heile ;) Hatte vorher noch festgestellt, dass wir ja gar keine Trades dabei hatten, also nichts, was man in die Dose packen könnte, um etwas daraus zu tauschen. Aber es war eh nichts Interessantes drin. Oder wollte jemand einen Marmeladendeckel haben, in dem ein Spruch steht, den man sammeln kann? *g* In der Dose war aber u.a. auch ein schönes Logbüchlein. Woody nahm einen Ast und wir setzten uns drauf (hätten uns wahrscheinlich auch genauso gut auf den Boden setzen können, was der gleiche Effekt gewesen wär *lach*), lasen ein bisschen im Logbuch. Anscheinend hatten viele der Leute vor uns um einiges länger gesucht als wir. Eine Gruppe von 4 Mann schrieb gar von 45 Minuten! Gut, dass wir zu zweit nur 10-15min gebraucht haben. Bzw. gut, dass Woody so schnell am richtigen Baum gesucht hat *g* Also haben wir auch noch geloggt (hat was länger gebraucht, weil wir nicht wussten, was wir reinschreiben sollen, ohje, sind wir unkreativ!). Fertig geloggt gings dann zurück zum Auto. Hat einer gut aufgepasst? Richtig: wir sind fast die komplette Strecke nur bergab gegangen. Na super, also jetzt die ganze Schose wieder zurück. Bergauf. Herrlich! Naja, ich war etwas aus der Puste, als wir wieder oben ankamen, aber zum Glück stand ja da das Auto und ich musste erstmal nicht mehr laufen ;)

So fuhren wir also zurück nach Wien rein. Lustig, ich wusste gar nicht, dass es Hupverbot-Schilder gibt! Bzw. wusste ich auch nicht, dass es überhaupt Hupverbot gibt. Gibt’s das bei uns Innerorts auch? Hält sich ja eh keiner dran, noch nicht mal in Wien, da haben auch genug Leute rumgehupt.

Sind erstmal zurück zu Andres gefahren, erstmal kurz umziehen. War doch ein bisschen warm gewesen beim Laufen, und außerdem hatte sich eine nicht ganz geringe Menge Wiener Matsch auf meinen unteren Hosenbeinen niedergelassen. Hm, ich glaub wir haben nur kurz aufm Sofa rumgehockt, uns unterhalten (hui, ich glaube, die neue Wohnung von Andres+Kati wird ziemlich cool! Fast ein bisschen schade, dass das noch ein bisschen dauert, schon allein vom Grundriss her würd man da gleich mal besuchen fahren kommen ;) ) und dann aber schon bald auch wieder losgefahren, zum International Pub Shebeen, wo jeden Donnerstag Pub-Quiz ist. Sowas sollte es hier auch mal geben! So, erstmal 3 Runden um den Laden rumgefahren um nen Parkplatz zu finden, dann einen kostenpflichtigen genommen. Kati wartete schon im Shebeen, wo an der Bar sogar Plätze reserviert waren, weil die da immer hingehen. Bzw. Ruth, eine Freundin der beiden, die dann später auch noch kam. Aber erstmal was bestellen. Kati bestellte für sich und Andres (der nochmal kurz zum Auto war) und *zack* war der Tuppes auch schon wieder weg. Ähm. Hallo? Ich wollte auch noch was bestellen … bitte! Vielleicht hat er gedacht, da wir nur zu zweit da saßen, brauchen wir auch nur 2 Sachen zu essen, aber dann wäre es doch komisch, dass wir so weit weg voneinander saßen (der Stuhl zwischen uns war ja frei). Na egal, ich irgendwann konnte ich ihm dann auch nochmal zuwinken und er kam zurück ;) Ich nahm einen Cider (der im Laufe des Abends sogar leer wurde! *g*) und Chicken Nuggets. Als Andres wieder kam, holte er erstmal ein paar Zeitschriften sowie Gratispostkarten – die Zeitschriften zum Lesen und nochmal kurz etwas versuchen sich zu bilden, die Postkarten als Notizzettel für später. Achja, vorher bei dem kleinen Spaziergang am Mittag waren wir an einem Haus vorbei gekommen, wo „Kronen“ dranstand, eine Zeitung, von der Andres meinte, dass sie sehr schlecht ist. Vielleicht nicht so schlimm wie die Bild, aber trotzdem ein bisschen ähnlich. Die bekam ich im Pub dann auf den Tisch gelegt und Kati schimpfte gleich lachend ein bisschen mit Andres, warum er mir denn gerade die Zeitung hinlegte, dass ich da ja einen schlechten Eindruck bekommen würd. Aber dann konnte ich ja direkt mal mit der Bild vergleichen. Und ich muss sagen – ist eigentlich nicht vergleichbar mit der Bild sondern um Meilen besser. Weiß gar nicht, was die andern daran schlimm fanden, war eigentlich ganz ok *g*

Während des Lesens kam dann irgendwann das Essen mitsamt einer Flasche Ketchup. Andres wollte aber auch noch eine Flasche Essig, die aber gerade bei anderen Leuten an der Bar stand. Also fragte er den Typ hinter der Bar (achja, er hatte auch irgendeinen Namen, aber der ist mir auch schon wieder entfallen) nach Essig. Wir erinnern uns: wir befinden uns in einem International Pub. Das Personal spricht Englisch. Nur leider hatte Andres vergessen, was Essig heißt, hatte das aber selber noch nicht bemerkt. So meinte er: „Can I have the acid?“. Der Typ guckte verwirrt, fragte nochmal nach. Andres: „Can I have the acid?“ Bartyp fragt nochmal, was Andres haben will. Andres: „The acid!” und zeigt auf die Essigflasche. Typ: „Aaah, the vinegar!“ Andres: „Oh. Yes.“ Und lacht. Und bekommt seinen Essig ;) Wir haben dann also gegessen, irgendwann kam der Typ hinter der Bar nochmal vorbei und wollte wissen, ob er den Essig wieder mitnehmen konnte: „Are you finish with the acid?“ meinte er und schmunzelte belustigt. *rofl*

Irgendwann kam dann auch Ruth. Andres hatte mich vorher extra „gewarnt“, dass sie evtl. etwas komisch ist und dass ich manche Sachen von ihr nicht persönlich nehmen darf, sie aber sonst ganz nett ist. Ich weiß nicht, ob sie sonst anders ist als heute, aber eigentlich war sie ganz normal *g*

Das Quiz begann und die erste Frage war, mit wem Sam Mendes bis vor kurzem verheiratet war. Das ist ja einfach, ich hatte vorher beim Zeitunglesen gedacht, dass bestimmt ne Frage kommt, wie lange die verheiratet waren, also Kate Winslet und der, aber ok *g* Leider blieb es aber nicht so leicht. Schon bei der zweiten oder dritten Frage waren wir uns nicht sicher, wer hatte am letzten Sonntag die Formel 1 gewonnen? Puh. So’n Mist, in der Zeitung hatte irgendwas von Formel 1 gestanden, aber das wusste ich jetzt natürlich nicht mehr. Am Ende hatten wir Alonso hingeschrieben, Montoya wär aber richtig gewesen. Oder wars andersrum? Egal, wir lagen jedenfalls falsch. Irgendwann kam die Frage: „Which european countries are the two antipodes of New Zealand?“ – juhu juhu, Neuseeland! Weiß ich bestimmt! … Ääh … dings … was sind denn Antipoden? Nachdem ich das wusste, wusste ich dass ich das nicht weiß, was Neuseelands Antipoden sind. Hmpf! *g* Achja, irgendwann war noch ein Freund gekommen, der wohl immer mit im Team ist, der Christoph. Nach mehreren Überlegungen meinte er, dass es irgendwo da bei Spanien rum sein müsste. Hm, ich hätte eher gedacht, dass es was Nördlicheres sein könnte, Dänemark zB. Am Ende standen noch Spanien, Portugal und Frankreich, eins davon musste als noch gestrichen werden. Ich glaubte, Spanien+Frankreich, Christoph Spanien+Portugal. Portugal wurde durchgestrichen, war aber am Ende richtig, zusammen mit Spanien. Grmpf. Dafür wusste ich schon nach einer Sekunde die Antwort auf die Film-Frage. Da werden wohl immer eine oder zwei Minuten von einem Film gespielt (nur Ton) und man muss raten, welcher Film es ist. War aber piepseinfach, alle andern hätten es sicher auch bald erraten: war 8Mile, der Ausschnitt ein Stück vom Battle.

Es gab auch eine Rechen-Frage, da gings irgendwie um eine Schulklasse, wie viele was für Noten haben. Aso, dafür sind also die Notizzettelpostkarten. Andres schrieb alles mit und rechnete die Brüche schnell aus. Die Frage war eine der … quasi „Sonderfragen“, wo man einzeln was gewinnen konnte. Bei der Rechen-Frage gewinnt das Team, welches die Antwort als erstes abgibt. Noch bevor ich überhaupt mal nachdenken konnte, wie man da als erstes rechnen könnte (gut, hab auch nicht unbedingt mit nachdenken angefangen, weil ich eh schon wusste, dass ich zu lange brauche), da sprang Andres auch schon auf, lief nach vorne und gab die Lösung ab. Weiß nicht mehr, was die Aufgabe war, aber die Lösung war 3 *g* Das hatte Christoph auch raus, aber leider auch ein paar andere Teams, von denen mindestens eins schneller war. Naja. Es gab auch noch eine Musikfrage, bei der mehrere Lieder gespielt wurden und nach dem Erscheinungsjahr gefragt wurde. Dann gabs noch eine Kriegs-Frage (weiß nicht mehr) und die Frage, welche zwei Personen die einzigen waren, die noch lebend die Ehrenstaatsbürgerschaft der USA erhielten. Die ersten Ideen, ich glaube sie stammten von Ruth, waren Ghandi und der Dalai Lama … naja, ich glaub nicht. Später hatten wir dann glaub ich auch noch Albert Einstein da stehen. Andres ließ mal Winston Churchill fallen – doch blöderweise schrieben wir das nicht auf den Zettel, denn es wäre richtig gewesen. Außerdem noch Mutter Teresa (hm, ich glaub die hatte auch irgendwer angesprochen, aber … irgendwie schien uns das glaub ich zu unwirklich *g*). Hmm, was waren da denn noch für Fragen? Ich weiß nicht mehr. Außer eine Frage weiß ich natürlich noch ;) Das war die zweite der beiden Sonderfragen, bei der einzeln etwas gewonnen werden konnte (übrigens „a round of shots“). Es handelte sich hierbei um eine Schätzfrage und die Frage war: wenn es einen geraden Tunnel einmal durch die Erde durch gäbe und man dort hineinspringen würde, wie lange würde man brauchen, bis man am anderen Ende wieder heraus kommt? Natürlich Gesetz dem Fall, dass man durch die Schwerkraft nicht in der Mitte festgehalten werden würde. Während die anderen Teams um uns herum wahrscheinlich fröhlich schätzten, griff sich Andres die Notizzettelpostkarten und rechnete drauf los. Oha. Es fing ja erst noch fast harmlos mit ein paar Zahlen an, ein bisschen Dreisatz oder sowas ähnliches war glaub ich auch dabei. Dann kamen noch ein paar Brüche hinzu und dann auch noch ein Sigma (gut, dass Andres das an das Foto im Facebook-Album drangeschrieben hat, sonst wüsste ich bis heute nicht, was es ist *g*). Dann fielen die Zahlen weg und er rechnete mit Buchstaben weiter. Die ganze Zeit saß ich daneben, beobachtete das schnelle Gerechne und grinste in mich rein. Wie kann man sowas denn bitte schön im Kopf rechnen?! Ja gut halt im Kopf und auf dem Papier, aber ohne Taschenrechner und Mathematikbuch und sonstigem. Achja, ne Wurzel gabs auch noch! Und am Ende rechnete Andres dann aus, dass 5*n²-5n = 6700000 sind. Klar, ist ja auch voll logisch *am Kopf kratz* Dann hat er kurz überschlagen, noch was umgerechnet und dann doch geschätzt, dass es etwa 40min brauchen würde, um durchzufallen. Die richtige Lösung war 42 Minuten – und unser Team war Dank dieser tollen Rechnung am nähesten dran. Ausgesucht wurde dann eine Round of Jägermeister. Ach Gott ach Gott, na das wird ja was! Ich hatte noch nie Jägermeister getrunken, dafür aber vor allem auf den Ring*Cons nur allzu oft gehört, was für einen durchschlagenden Erfolg der so hatte. Na dann – Prost! Flasche auf, Deckel auf die Nase und weg damit. Aha, das ist also Jägermeister. Bisschen viel Alkohol und bisschen viel Kräuter *g* War nicht so schlimm, wie ich dachte, wird sich aber nicht in die Reihe meiner Lieblings-Alkoholischen-Getränke einreihen ;)

Achso, vor dem Jägermeister war noch die Auflösung vom Quiz, wo wir natürlich nicht gewonnen haben *g* Und kurz nach dem Jägermeister haben wir dann gezahlt und sind gegangen. Haben Ruth noch ein Stück mitgenommen, sind nach Hause gefahren und eigentlich so ziemlich direkt ins Bett gegangen.

Soo, am nächsten Tag ;) Da Andres noch was bezgl. neuer Wohnung klären musste, hab ich mich erneut ans Geocachen gemacht. Wir hatten zwei Caches rausgesucht, fuhren zusammen Franz-Josefs-Bahnhof, dann suchte ich den Eingang des Liechtensteinparks. Na toll, das war ja irgendwie klar, dass ich erstmal einmal fast komplett drumrum gelaufen bin, bevor ich ihn fand! Endlich im Park tippte ich die Koordinaten ein und ging los. Als ich nicht mehr ganz so weit vom Cache entfernt war, bekam ich eine SMS von Andres, der fragte, ob ich noch im Park sei, dann würd er auch dorthin kommen. Ups, also entweder war er schnell oder ich hatte zu lange zum Eingang suchen gebraucht – oder beides *g* Ich smste ihm also eine grobe Richtung und folgte weiter den Anweisungen des GPS-Gerätes. Zum Glück war fast nichts los im Park … nur ganz in der Nähe des Caches war so ein Gartenfritze beschäftigt und guckte mich komisch an, als ich stehen blieb und mich umsah. Irgendwie sah das, wo man da hingehen sollte, nicht so aus, als gehörte es noch zum öffentlichen Teil des Parks, sondern eher wie eine Art Werkstatt-Teil. Dort standen unter einer Überdachung mehrere Statuen um einen Schotterplatz herum. Naja, nach einem kurzen Abstecher auf einen Parkplatz (hätte ja auch da sein können) stand ich dann doch bei den Statuen. Faulerweise hatte ich mir vorher den Hint angesehen, der „Dach“ hieß. Grmpf, das Dach über den Statuen war schon ein bisschen hoch. Naja, schon niediger als normale Dächer, aber ich kam nur gerade eben so an den Dach-Anfang. Doch ein kurzer Blick nach links und schon wusste ich, wo der Cache stecken muss: da war noch ein Dach von einem kleinen Haus, schon allein die Regenrinne war niediger als Schulterhöhe (da ich mich auf einer Anhöhe befand, die bis ans Haus heranreichte). Kurz geduckt und unters Dach gestellt und da sah ich schon das Döschen hängen. Yay, das ging mal schnell! Als ich gerade das Logbuch (bzw. in dem Fall dann ja eher das Log-Röllchen *g*) aus der Dose gefischt hatte, sah ich etwas rotes durch den Park gehen – da war Andres ja schon! Da er mich nicht winken sah, tippte ich ihm also schnell noch eine SMS mit genauer Richtungsangabe und Ortsbeschreibung ;)

Das war ja mal gutes Timing, da konnte er doch glatt noch mitloggen. Anschließend hing ich das Döschen wieder an ihren Platz und wir verließen den Park. Noch eben den zweiten Cache machen. Das war ein Multicache, allerdings mit nur 2 Stationen. Das GPS-Gerät brauchten wir dazu überhaupt nicht (wahrscheinlich hätte es eh keinen Empfang gehabt, da der Cache im Bahnhof war). An der ersten Station sollten wir eine Zahl suchen. Diese fanden wir schnell, es war eine 5 mit Edding auf einen Betonklotz geschrieben. An Gleis 5 mussten wir nun also nach weiteren Hinweisen sowie dem Cache suchen. Problem: Das Gleis bzw. der dazu gehörige Bahnsteig war ja mal eeeewig lang! Und es gab keinen Hinweis, wir wussten also nur das Gleis! Sind es einmal komplett abgelaufen (bzw. zweimal, einmal hin und einmal zurück), haben manche Ecken mehrmals abgesucht. Gott sei Dank war hier keine Menschenseele, sodass wir überall ausgiebig gucken konnten: unter Metallgittern, hinter Rohren, an Geräten, an Schildern, sogar in so nem Abstell-Eck für Müllcontainer hat Andres geguckt, aber wir haben nix gefunden … Wir haben recht lange gesucht, doch dann irgendwann aufgegeben. Schade!

So haben wir als nächstes einen Stadtrundfahrtrundgang gemacht: sind mit der Straßenbahn hierhin und dorthin gefahren, hier und da ausgestiegen, hier und da hingegangen. Parlament, Burgtheater, TU, Johann-Strauss-Denkmal, … ach ich weiß gar nicht mehr, wo wir überall waren! Noch so n römisches Dingsbums (oder war das das, was nicht da war? Meine dieses Dingen an der Brücke in der Nähe von dem Denkmal) …. Am Ende landeten wir am Rathaus, wo wir uns auf eine Bank setzten, da Andres noch eben telefonieren musste. Eine Bank weiter lag was – ein Portemonnaie! *lol* Wie cool, das letzte Mal in Wien (Klassenfahrt inner 12) hab ich mit Manu auch eins gefunden. Waren aber glaub ich nicht einmal mehr 10 Euro drin und wir habens dann in nem Bahnhof abgegeben. Da Andres ja eh mit Telefonieren beschäftigt war, bin ich kurz rübergegangen und hab das Portemonnaie geholt. Ts, wie blöd. War kein einziger Cent mehr drin. Auch keinerlei Ausweise oder so, nur eine Art Bahncard für den ÖBB. Laaangweilig *g* Habs wieder da hingelegt. Wir haben dann noch kurz ein bisschen in der Sonne rumgesessen, bis wir uns entschieden, etwas essen zu gehen. Today: Schnitzel! Das war einer der wenigen Tipps gewesen, die ich bei Facebook bekommen hatte: Schnitzel bei Figlmüller. Andres und/oder Kati hatten vorher schon gesagt, dass das mehr so ein Touri-Laden ist und Schnitzel anderswo besser schmecken, drum gingen wir da heute auch nicht hin. Stattdessen gingen wir zum Schnitzelwirt. Am Tisch neben uns (bzw vor uns) saß eine Familie mit einem Kind, das Mädel war auch gerade am Schnitzelessen. Das Kinderschnitzel! Andres und Kati hatten vorher schon gesagt, dass ich ja eins nehmen könnte, aber eigentlich hatte ich das eher als kleine Ärgerei aufgefasst, weil ich vorher nicht aufgegessen oder nur so wahnsinnig langsam gegessen hatte *lach* Ich mein – was denkt sich denn dann die Kellnerin, wenn ich als Erwachsene ein Kinderschnitzel bestell? Also bestellte ich ein normales Schnitzel. Die Kellnerin fragte, was es denn dazu sein sollte, weils sonst nur das Schnitzel wär. Da nahm ich noch Pommes dazu. Und was bestellte Andres? Ein Kinderschnitzel! Ok, er hatte schon vor mir bestellt, aber da hatte ich nicht ganz zugehört, weil ich noch mit der Karte beschäftigt war.

An einem langen Tisch neben uns saß wohl eine Schulklasse, so ungefähr Oberstufe, waren aber nur Jungs und eine Lehrerin. Die Lehrerin hatte auch n Kinderschnitzel bestellt, die Jungs mein ich alle nicht. Dafür hatte aber einer das „Geheimnis des Hauses“ bestellt, was ein derart voller Teller war, dass nicht nur links & rechts alles runterguckte, sondern sich auch noch ein riesiger Berg auf dem Teller türmte. Na Gott sei Dank hatte ich das nicht bestellt! Aber mein Schnitzel war auch nicht schlecht, es bestand nämlich aus gar zwei Schnitzeln, die jeweils an mindestens drei Ecken über den Tellerrand ragten. Und eine Schüssel Pommes. Ohje. Na ich fing mal an. Andres hatte sein Schnitzel schon aufgegessen, da hatte ich wahrscheinlich nicht mal die Hälfte des einen Schnitzels geschafft *g* Am Ende war ich froh, wenigstens ein Schnitzel geschafft zu haben und die Pommesschüssel war immer noch fast voll. Und den Großteil derer, die weg waren, hatte Andres gegessen. Aber nachdem die Schachtel mit dem Verpackungspapier bei dem Jungstisch die Runde gemacht hatte (beruhigend, die meisten dort hatten ihren Teller auch nicht leer bekommen), nahm ich mir auch ein bisschen Papier raus, verpackte Schnitzel und Pommes darin und packte es in eine Tüte.

Vom Schnitzelwirt gingen wir zu einer Eisdiele … oh man, ich war so voll, dass da leider kein Eis mehr reinpasste :( Dabei gabs da so leckere Sorten! Wenigstens passten zwei Löffel von Andres Eis noch rein *g* Der ging anschließend kurz bei seiner Arbeit vorbeischauen, ich ging zum Haus des Meeres. War ja schon mehrere Male im Meeresmuseum in Stralsund gewesen, jetzt also mal ein anderes. Der Aufbau war komplett anders – in Stralsund ist das Meeresmuseum ja teils in einer alten Kirche, teils in angebauten Gebäuden untergebracht. Das Wiener Museum ist in einem alten Flakturm, was irgendwie ziemlich cool war, weil die Tiere auf 5 oder 6 Etagen verteilt waren. Wie auch in Stralsund gibt’s hier ein sehr großes Becken, allerdings nicht ganz so cool wie in Stralsund (und nicht annähernd so cool wie das riesige Fischbecken im Ozeaneum in Stralsund). Aber trotzdem ganz nett. Dafür gabs hier einen Stück Regenwald, den es in Stralsund nicht gibt. Hier liefen Äffchen rum, Schildkröten und jede Menge Vögel sowie Flughunde. War sehr interessant und man hätte viele schöne Bilder machen können – wenn die Fische mal still gehalten hätten, wenn man hätte Blitzen dürfen oder wenn da keine Scheiben gewesen wären ;) Naja, nächstes Mal dann vielleicht doch lieber wieder Filmkamera *g* Oben vom Dach runter konnte man dafür umso besser Fotos machen.

Irgendwann wieder unten angekommen waren meine Füße sooo platt! Draußen setzte ich mich auf eine Bank und nicht sehr viel später schrieb Andres, dass er in der Arbeit fertig sei und dann auch zum Museum kommen würde. Also blieb ich noch eine Weile sitzen, sah mir meine ganzen Fotos an, die ich bisher gemacht hatte und sortierte schonmal leicht aus. Und ich beobachtete Leute, was eine tolle Beschäftigung ist: da waren einmal die drei Kinder, vielleicht 6-8 Jahre alt, 2 Jungs und ein Mädel, die dort immer im Kreis um eine kleine Grünfläche herum fuhren. Als die beiden Jungs mal wieder vorbei kamen, hielt der eine an und meinte, er hätte ein Loch im Reifen. Das könne doch nicht sein, meinte der andere. Doch, das wäre ihm schonmal passiert, meinte der andere wieder und machte Anstalten, sein Fahrrad umzudrehen und auf den Sattel zu stellen. Nee echt, das sei dem schonmal passiert? Ja, da musste sein Vater das reparieren. Krass, und jetzt ist es schon wieder kaputt? Neiiin, jetzt ist das doch nicht kaputt, das war nur mal! Steigt wieder auf sein Rad und fährt weiter. Hä?! Na das ist natürlich auch ne gute Möglichkeit, einzuleiten was man unbedingt erzählen wollte aber nicht wusste, wie man anfangen soll *g* Dann waren da noch die beiden Tussis, die ihre Hunde auf dem Rasen ausführten. Ein Pitbull und ein weiß-ich-nicht-mehr. Sonst waren die Hunde die ganze Zeit nur hinter mir in einem eingezäunten Bereich gewesen, die nahmen ihre Tiere aber mit dort hin. Hatte mir nichts dabei gedacht, bis ein Mann vorbei kam, der den beiden Trullas sagte, dass sie mit ihren Hunden in die Hundezone gehen sollten. Die beiden zickten ihn an, dass es ihn ja nichts angehe und machten sich anschließend darüber lustig, dass er sie zurechtweisen wollte. Kurz darauf kam ein Polizeiauto angefahren (*lol* IM Park auf dem kleinen schmalen Schotterweg!). Da guckten die zwei ganz erschrocken, versuchten sich vor ihre Hunde zu stellen, aber die Polizei interessierte es gar nicht und fuhr weiter. Aber lustig, dass die Tussis da kurz Panik hatten. Und dann war da noch der Typ, der irgendwann ankam und sich mit zwei Mädels unterhielt, die schon die ganze Zeit hinter mir auf einer Treppe saßen, die in einen Keller führt (Folter-Museum), war mir nicht ganz sicher, ob die irgendwie auf der Straße lebten, auf jeden Fall waren sie ein bisschen asig und zottelig, allerdings noch nicht so ganz so runtergekommen ;) Der Typ hatte nen Hund dabei, der war sooo klein! Den konnte der mit einer Hand hochnehmen, der war vielleicht 20cm hoch, der Hund. Der Pitbull kam erstmal angelaufen, da hat der Typ den Hund erstmal hochgenommen. Naja, habe ich die ein wenig beobachtet und noch andere Menschen im Park, bis Andres irgendwann kam.

Wir gingen noch über den Naschmarkt, wo es massig Stände von Gewürzen und Obst und Gemüse und Käse und Fisch und überhaupt irgendwie alles, was man essen kann, gab. Z.B. auch so kleine Steinchen, die sich beim Essen als Schokolade entpuppten.

Danach gings zur Karlskirche und beschlossen, mal zum Donauturm zu gehen und zu gucken, was der denn kosten würde. Ich hatte vorher mal im Internet nachgeguckt und irgendwas von um die 5€ gelesen, aber Andres glaubte, dass das sicherlich mehr kostete. Der Bus, der alle halbe Stunde von der U-Bahn-Station zum Turm fuhr, hatten wir um ein paar Minuten verpasst. War ja irgendwie klar *g* Also sind wir zu Fuß durch den Park gegangen, haben auf halbem Wege noch ein paar Fotos gemacht (aaah, Spiegelreflex, warum bist du nicht mein Eigen?). Der Eintritt zum Turm kostete dann 5,90€ für Erwachsene, 4,70€ für Studenten. Da sich die Tante an der Kasse meinen seit zwei Wochen abgelaufenen Studentenausweis noch nicht einmal halbwegs ansah, konnte ich sogar für 4,70€ auf den Turm (Danke Andres für den Tipp *g*). Als Andres durch die Drehschranke ging, kam direkt ein Fotograf hervorgesprungen und machte Fotos von ihm. Dann stellte er fest, dass er ja gar nicht allein gekommen war und wir sollten uns mal schön hinstellen. So machte er dann noch ein-zwei Fotos. Hui, ob wir die wohl später beim Ausgang für 8 Euro kaufen konnten? Wir holten erstmal den Aufzug. Den darf man noch nichtmal alleine fahren, es ist auch ein Aufzugtyp drin, der für einen auswählt, ob man zur Aussichtsplattform oder zum Restaurant fährt. Wir wollten erstmal nur Aussicht. In dem Aufzug war übrigens ne Anzeige u.a. vom Gewicht, zu dritt haben wir 16% des Gewichtes ausgemacht, was in den Aufzug passt. Soso.

Die Aussicht war dann super! Total klasse! Einzig nicht ganz so super war: der Wind. Meine nicht vorhandene Frisur war sowieso direkt noch weniger vorhanden, aber leider konnte man auch den Fotoapparat nicht ordentlich festhalten, obwohl man ihn schon auf dem Geländer abstellte. Und schon auf den kleinen Displays konnte man sehen, dass Andres Bilder viel besser/schärfer wurden. Deprimierend. Aber manche von meinen wurden auch ganz gut. Trotzdem hätte ich da oben gerne dieses Gorilla-Stativ zum irgendwo dranhängen gehabt, vielleicht wären meine Bilder dann noch besser gewesen. Aber das hätte ich in Wien sowieso öfters mal gebraucht. Hab jetzt hier in Köln mal geguckt, da gabs das auch, für keine 20 Euro. Habs aber nicht gekauft – es war sehr viel rosa! Wer kauft denn ein rosa Stativ??? Wäh! Aber zurück auf den Turm ;) Nachdem wir eine Runde drumrum gelaufen waren und von hier und da Fotos gemacht hatten, gingen wir erstmal wieder rein, Haare retten *g* Das ist fies, bei Andres passiert da ja nix, oder nicht so viel … oder an sieht es nicht *g* Naja, ich war jedenfalls schön zerzaust und wir gingen eine Etage höher, ne Runde durchs Restaurant um den Turm (haben aber nix gegessen) und fuhren mit dem Aufzug wieder runter. Da hingen dann auch schon unsere Fotos bereit. Was für ne Verschwendung, die waren doch tatsächlich alle ausgedruckt, mehrfach! Vor allem auch das Foto von Andres allein, wenn man schon mindestens zu zweit kommt, kauft man sich doch keins von sich allein? Außerdem waren die Fotos als Postkarte ausgedruckt, mit Bild vom Turm und „Gruß aus Wien“-Druck. Schick…. Das Foto an sich war zwar ganz schön, aber wir hatten jetzt nicht so Lust, das für 6 Euro zu kaufen. Später fiel mir ein, dass man das ja einfach hätte abfotografieren können! Die hingen eh so um die Ecke, dass der Fotograf das gar nicht gesehen hätte. Gnmpf, zu spät! Wobei Andres meinte, ich könnt ja nochmal reingehen, das kostete ja nur 4,70€, wär ja billiger als 6 Euro *g* jo! Naja, wir gingen zur Bushaltestelle, sahen dass der jetzt nur noch stündlich fuhr und noch über ne halbe Stunde brauchte, um hier anzukommen. Also zu Fuß zurück zur Bahn und damit zurück nach Hause. Vor der Haustür begegneten wir noch Kati, die gerade auf dem Weg zu einer Party/Feier/Dings war.

Hm, das war ja auch noch blöd: die ganze Zeit schon lagen im Koffer ein paar Sachen rum, die ich den beiden als Dankeschön mitgebracht hatte. Hätte ich die mal besser direkt am ersten Abend ausgepackt! Jetzt waren irgendwie nie beide da. Gnaa!

Zum Abendbrot teilten wir uns mein zweites Schnitzel vom Mittagessen sowie die Restpommes (uuh, die waren aber irgendwie trocken, so gemikrowellt … nächstes Mal besser sofort essen … oder gar nicht erst bestellen *g*). Und als … „Gegenleistung“ machte Andres Cocktails, mmh :) Beim Essen guckten wir Fernsehen, „Die Millionenshow“ – quasi „Wer wird Millionär“, nur ohne Günther Jauch ;) Wir rieten mit, eine Frage war, in welchem Land Prinz William letztens erstmals auf Staatsbesuch war und in dem er mit einem Hongi begrüßt wurde. Neuseeland Neuseeland Neuseelaaand! Ha! Ich wussts schon, bevor die Antworten da waren! Warum hätte nicht so eine Frage beim Pubquiz kommen können, statt so eine blöde mit Antipoden? Da ich schon wieder so langsam aß (da waren jetzt aber die Pommes schuld!) setzte sich Andres irgendwann schonmal aufs Sofa und zeigte mir ein bisschen österreichische Comedy: Andreas Vitásek. Den hatte Andres vorher schonmal erwähnt und ich hatte mal gegooglet, irgendwie sieht der aus wie Heinz Hönig, vielleicht ein bisschen schlanker *g* Konnte leider nicht alles verstehen, da der Herr einen (für mich) etwas stärkeren Wiener Dialekt, aber das, was ich verstanden habe, war ganz lustig. Ich ging dann kurz duschen, setzte mich dann auch aufs Sofa und wir überlegten, was für einen Film wir gucken könnten, sahen dann Benjamin Button. So, hab ich den Film jetzt auch endlich mal gesehn! Wollte ihn ja eigentlich schon im Kino sehn, aber da bin ich irgendwie nie zu gekommen. Aber jetzt. Ja, doch, der war schon nicht schlecht. War ganz gut ;) Jetzt nicht ganz so der Überflieger, für den ich ihn nach den ganzen guten Film-Kritiken gehalten hatte, aber schöne Idee, gute Schauspieler, gute Umsetzung. Es war dann irgendwie so gemütlich, da so auf dem Sofa rumzuhängen, dass wir direkt noch nen Film gesehen haben. Ich weiß gerade nicht mehr, wie der hieß, irgendwas mit TV. Es ging um die Erstellung einer Pilotfolge für eine Serie (Pilotfolge = wird gedreht und dann nem Sender gezeigt um zu sehen, wie sie ankommt und ob der Sender sie kaufen würde). Der Film hat mir fast besser gefallen als Benjamin Button. Kam mir manches bekannt vor, war interessant. Einzig das Ende war etwas abrupt, aber sonst wars gut. Irgendwann während des Films kam auch Kati nach Hause, sah ein bisschen mit und ging dann aber bald ins Bett, da sie am nächsten Morgen arbeiten musste. Und was machten wir? Ach, wir saßen doch immer noch auf dem gemütlichen Sofa! Da haben wir doch direkt mal noch einen Film angemacht: Vergiss mein nicht. Sehr komischer Film. Ich kann nicht sagen, ob er gut oder schlecht war, weil irgendwie habe ich ihn nur zur Hälfte kapiert. Könnte evtl. auch daran liegen, dass ich aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit schon fast ein bisschen schläfrig wurde (und die eher liegende Position tat ihr übriges, mich noch müder zu machen ^^), dass ich vielleicht deshalb nicht alles so ganz mitbekommen habe. Aber: ich hab nochmal bei Wikipedia nachgelesen, worum es ging und eigentlich hab ich ja dann doch so ziemlich alles vom Film mitbekommen – es ist also anscheinend nur eine etwas wirre bzw. kompliziertere Geschichte.

Nach dem Film dachten wir, könnte man ja doch besser mal schlafen gehen, es war schon 4 Uhr oder so. Als wir gerade ausmachten, tapste Kati durch den Flur, war mal kurz auf Klo. Die dachte sicher auch, wir sind total bescheuert, dass wir bis mitten in die Nacht Filme gucken *g* Aber dann sind wir ja auch jeder in unser Zimmer verschwunden.

Irgendwann wachte ich auf, dachte dass ich von einem Fön wach geworden bin. Aber das war nur der Rechner, der ja Tag und Nacht lief (hab quasi im Arbeitszimmer geschlafen). Na toll, die Nächte vorher hab ich die gar nicht wirklich gehört, und jetzt, wo ich nur ein paar Stunden geschlafen hatte, da werd ich davon wach? Na egal, Woody war auch irgendwann wach und kam rein, wir haben noch n bisschen gelabert und ich hab dann irgendwann meine Koffer gepackt. Und die „Mitbringsel“ ausgepackt, sonst hätt ich sie wohl wieder mitgenommen, wenn ich noch länger gewartet hätte ^^ Bisschen Schokolade, bisschen Krugmann-Schnaps (einen Frosty). Mit dem Koffer zum Auto, mit dem Auto zum Caffe Latte, in dem Andres (und Kati, wenn sie nicht hätte arbeiten müssen) zum Brunch verabredet war mit Christine. Der Brunch war sehr nett und sehr lecker … auch wenn ich im Nachhinein vielleicht doch besser n Omelette genommen hätte … und die komischen Schokokugeln waren eklig!

Najoa, und irgendwann wars dann schon 14 Uhr rum und Andres brachte mich zum Bahnhof. Im Zug war genug Platz, die meiste Zeit hatte ich sogar zwei Plätze für mich alleine, sehr schön! Irgendne Frau, die in der Nähe saß, telefonierte und meinte: „Der Zug ist total überfüllt!“ – hallo? Die saß auch allein auf nem 2er-Sitz, aber das Beste: ihr Mann saß ebenfalls allein auf nem 2er-Sitz. Wo war denn da was überfüllt?! Naja, aber irgendwann wurds komplizierter. Und hier kopiere ich einfach mal das hin, was ich schon im Fotoalbum (Facebook/StudiVZ) unters letzte Foto kopiert habe, meine obligatorische Bahnfahrtodyssee:

Eigentlich hätt ich nur in Würzburg und Köln umsteigen müssen. In der Bahn hab ich aber gemerkt, dass die von Wien bis Köln durchfährt und ich nur in Köln umsteigen bräuchte. Käme bloß ca 5min später an als mit Umsteigen. Aber dann hatten wir Verspätung. Die einen meinten 30min, die andern meinten 5min. Also Schaffner gefragt. In Köln = 10min später ankommen. Na das reicht ja noch. 20-30min später nochmal nachgefragt: 20-25min Verspätung. Na toll. Hatte doch bloß 15min zum Umsteigen in Köln. Also doch besser umsteigen in Würzburg. In ICEs liegen ja immer die Zettel, wo drauf steht, welche Umsteigemöglichkeiten man an welchem Bahnhof hat. Draufgeguckt. Bei meinem geplanten Umsteige-ICE stand dran “Mo-Fr, So” - war ja aber Samstag. Nochmal den Schaffner gefragt. Ja nee der Zettel gilt, nicht das Internet. Ja super! Und die Verspätung? Ja ich kann in Frankfurt umsteigen *zeigt auf Zettel*. Würd ich da eher ankommen? Ja, der kommt ne Stunde eher an als der Zug in dem ich saß, meinte er. War aber eigentlich nur ne halbe Stunde, aber passt auch, ok. Der Zug, in dem ich saß, solte eigtl bis Dortmund fahren, fuhr jetzt aber wegen der Verspätung und irgendwelchen technischen Problemen nur bis Frankfurt. “Am gleichen Bahnsteig am Gleis gegenüber fährt ihr ICE über Köln nach Dortmund”. Außerdem hat der Umsteigemöglichkeiten angekündigt, u.a. den Zug in den ich umsteigen wollte. Da sagte er aber nur noch “bis Siegburg/Bonn”.

Ich also am Bahnsteig nen Bahntypen gefragt, ob der trotzdem nach Köln fährt. Ja klar. Ok. Hatte noch 15min, hab überlegt ob ich mir noch was zu essen kaufe. Bin aber stehn geblieben. Zum Glück. Bahntyp kam nochmal “Nee, der fährt heute doch nicht nach Köln, nehmen sie diesen Zug” und deutet auf den Ersatzzug von eben. Ich also noch schnell reingesprintet. Und überlegt, wie ich in Köln meine Bahn kriegen soll (=letzte Bahn in der Nacht). Schaffner gefragt, wann wir in Köln ankommen. Wusste er nicht, wollte aber eben Info holen und dann wieder kommen. Durchsage “nächster Halt Frankfurt Flughafen [blabla] Umsteigemöglichkeit xyz nach Köln”. Oh! Köln! Der Schaffner war aber noch nicht wieder zurück, um mir zu sagen wann wir denn ankommen würden. Also schnell Sachen zusammengepackt und zur Tür und da den Bahntypen gefragt: Ob der Zug der gerade angesagt wurde nach Köln fährt. Ja. Ob der schneller fährt als dieser. Ja. Ob der die kürzere Strecke fährt als dieser. Ja. Ob der also eher ankommt in Köln als dieser. Ja. Gut, also bin ich ausgestiegen mit noch n paar Leuten, die auch schon etwas angepisst waren.
Am Bahnsteig erstmal auf diesen gelben Bahn-Abfahrts-Zettel geguckt. ICE nach Köln, Abfahrt 22:25. Wir hatten 22:15 oder so, alles super. Gewartet bis ICE von vorhin weg ist, auf Anzeigetafel gestarrt. Neue Anzeige: ICE nach Köln, Abfahrt 22:47 uhr. Aaaaah!!! Und jetzt? Nochmal zum gelben Zettel gelaufen. Da standen mehrere Züge dran, also ausgerechnet, wie lang man brauchen würde, wie lang der andere braucht usw. aber - Gott sei Dank!! - fuhr der ICE ne viiiiel kürzere Strecke, sodass trotz der Verspätung ich pünktlich in Köln-Deutz ankam, noch 5-10min wartete und endlich in die letzte Bahn einstieg, von deren End-Bahnhof ich abgeholt wurde und keinen Umsteiger mehr brauchte. Puh. Um etwa 2 Uhr war ich dann auch endlich zu Hause, bin ins Bett gefallen und hab erstmal bis nach Mittag gepennt *g*


Thomas Godoj-Konzert - am 08.12.09 - Köln

12. Dezember 2009

Für nachmittags hatte ich mich mit Benita in der Innenstadt verabredet, wo sie mit Camelephant-Sonja shoppen wollte. Ich hab das Auto am späten Abend in der Nähe der LMH ab und verlief mich erstmal ne Runde. Bis ich endlich an der U-Bahn-Haltestelle ‘Äußere Kanalstraße’ ankam. Ne Ecke weg, aber egal. Damit gings zum Neumarkt, noch kurz mit Benita und Sonja telefoniert, die mich mit vereinten Kräften zu sich lotsten. Sind was Essen gegangen und wollten dann los, um spätestens um 19 Uhr an der Halle zu sein. Nach ein bisschen Ärger mit nicht vorhandenen Fahrstühlen an Bahnstationen mit sich kreuzenden Linien kamen wir irgendwann endlich in Ehrenfeld an. Während wir auf den Aufzug zugingen meinte Benita schon: “Der ist jetzt bestimmt kaputt.” BÄMM! Das war er auch. Na klasse! Einen anderen gab es nicht. Sonja rief die Störfall-Nummer an, die am Aufzug klebte. Die wussten schon Bescheid, dass der kaputt ist (ja, und warum repariert ihr den dann nicht?!). Meinte, wir sollten zum Hauptbahnhof fahren und von dort aus mit dem RE1 zurück, der am anderen Gleis ankommen würde, und dann den Aufzug nehmen. Hallo, haben wir Zeit oder was? Benita rief schonmal bei der Teddytante an, damit sie der Security Bescheid sagte, dass da noch wer im Rollstuhl kommen würde. Wir haben dann 2 Männer angesprochen und Benita zu viert die Treppe runtergetragen. Dann muss es halt so gehn, wir fahren doch nicht erst noch stundenlang durch die Gegend :P

Wir fanden schnell zur Halle und waren schnell drin. Der Typ am Eingang hat nicht einmal unsere Tickets kontrolliert. Kurz ein paar Leute begrüßt, u.a. Teddy. “Wir kennen uns ja noch nicht.” - nee, aber wir lesen uns viel ;) (jedenfalls hast du mich bei facebook geaddet, die Anne da bin ich ;) ). Aber gesehn haben wir uns noch nicht so wirklich, nö.
Sonja leitete uns durch die noch eher wenigen Leute, die in der Halle standen und wir gingen in die Kinder- und Rolli-Ecke. Nach einer winzigen Diskussion mit der aber sonst sehr einsichtigen Security hatten wir einen super Platz erwischt, Sonja und ich konnten sogar noch eine Weile auf Barhockern sitzen. Wir freuten uns schon, wie luxuriös sitzend wir das Konzert genießen würden, aber wir mussten sie später zur Seite stellen und uns hinter Benita platzieren. War aber auch super ;)

Jenni kam irgendwann noch vorbei, setzte sich dann an die Absperrung und das Konzert begann. Also erstmal die “Vorband” (wie nennt man das denn, wenn nur einer allein da vorher singt?? Vorsänger? *keine Ahnung*), Duncan Townsend. Nie davon gehört. War ganz ok. Bin jetzt nicht so der Gitarren-Fan, aber war trotzdem ganz gut. Bis auf dass Sonja und ich uns manchmal angähnten, weil die Musik die Stimmung nicht wirklich anheizte, sondern uns müde machte *g*

Aaaaaber dann gings richtig los. Die Band kam auf die Bühne: großer Applaus. Dann kam Thomas. Leider hab ich mir das nicht so gut merken können wie ihr, wann welches Lied kam. Drum schreib ich einfach mal hin, was mir zu den Liedern einfällt, keine Ahnung, in welcher Reihenfolge ;)

Allgemein haben mir viele Lieder viiiel besser gefallen, als auf er CD. Weil sie noch rockiger waren. Top! Ich fands auch gut, dass so wenige Lieder vom alten Album gespielt wurden. Das neue ist einfach viel besser, viel eigener, viel mehr in Richtung Thomas, ‘Richtung G’ eben ;)

Hab mich sehr über die vielen Wink-Lieder gefreut: Liebe zur Sonne, Explosion, Winterkinder - wunderbar :D Die Art, Winterkinder einzuleiten fand ich sehr schön. Ohne viel Gerede die Fakten per Leinwand vermittelt. Es war so leise in der Halle, alle lasen mit. Es war eine schöne, irgendwie schon fast “gruselige” Atmosphäre (ob der Fakten). Und dann wurde es laut. Fast ein bisschen schade fand ich es, dass bei Winterkinder so wenig mitgegangen wurde. Soweit ich es beobachten konnte, stand die Halle mehr oder weniger still, hat kaum mitgesungen, sich nicht bewegt. Warum? Weil es kein Thema zum Mitsingen ist? Weil es kein Thema zum Springen ist? Weil es kein Thema zum Spaß haben ist? Ich weiß es nicht.

Sonst war die Stimmung im Publikum jedenfalls immer sehr gut, dauernd waren alle Arme oben, irgendwann wurden die Wunderkerzen ausgepackt. Apropos Wunderkerzen: mal kurz zurück zum Duncan. War das jemand von euch, der die Wunderkerzen schon beim Duncan angezündet hat? Ich fands lustig, als die anwaren, er die Augen aber zu hatte. Dann öffnete er die Augen, sah die Wunderkerzen und musste grinsen :mrgreen:

Irgendwann kam “Walking on water”. Auf der CD fand ich es wunderschön, ohne viele Instrumente, fast nur Thomas Stimme pur. Aber dann gegen Ende dieses … wie soll man sagen … symphonische? Mit Musik und Chor? Ich hab beim ersten Mal echt gedacht “Ach du Kacke, was kommt denn jetzt!?”. Wirklich anfreunden konnte ich mich mit dem Teil nicht, aber ich fands irgendwann dann auch nicht mehr ganz so schlimm. Es ist ja nicht so, dass ich diese Art von Musik nicht mag, aber irgendwie passt es so gar nicht zu Thomas. Aber dann kam es halt beim Konzert. Ich war gespannt, wie es umgesetzt werden würde. Und es wurde SO TOLL umgesetzt! Es klang nun mehr wie eine Art Marsch (besonders unterstützt durch Torstens Schlagzeug) und alle standen sie auf der Bühne auf einer Höhe, war richtig Klasse! Ich hätt gern ne Konzert-Version von dem Lied, das ist viel besser als die CD-Version :mrgreen:

Joa, irgendwann erzählte Thomas dann lang und breit die Einleitung zu “Nicht allein”, woraufhin die Band feststellte, dass das ja noch gar nicht komme und begann einfach mit Let it be. Thomas hüpfte irgendwann von der Bühne und verschwand im Publikum. Auf der Bühne verblieb die Band, die irgendwann komplett am vorderen Bühnenrand stand und nach Thomas Ausschau hielt. Ein lustiger Anblick.

Hm, was war denn noch? Starschnitt gefiel mir noch sehr gut, das fand ich auch auf der CD schon sehr toll. Zehn-Meter-Brett auch. Und die Balladen auch. Eigentlich war alles toll ;)

Lustig war auch, als Thomas von einem Tonstudio in Köln erzählte, in dem er früher schon oft war und gearbeitet hatte. Auf dem Sofa darin hätte er in früheren Tagen schon mehrfach gepennt. Woraufhin René meinte, er hätte da jetzt auch noch drauf geschlafen und dass er ja dann jetzt auch wüsste, wovon die Flecken kämen. “Das sind Schweißflecken!” meinte Thomas sofort, “Nicht, was ihr wieder alle denkt!”

Ich weiß nicht mehr, ob das da war, aber irgendwann entgegnete René irgendwas und Thomas meinte belustigt: “Ach, der René kann reden?” und es gab Applaus und “René!”-Rufe :lol:

Statt “Zugabe!”-Rufe gab es übrigens “Ohohoh”-Gesang (den am Anfang von ‘Stückchen Ewigkeit’). Das fand Thomas lustig und machte zwischendurch immer mal “Oh-oh!”, konnte den Gesang des Publikums aber lange nicht beenden.

Mehr weiß ich gerade nicht zum Konzert, aber da haben andere ja auch schon bessere, bewegendere Dinge zu geschrieben.

Wir warteten kurz bis sich der Großteil der Leute in Richtung Ausgang begaben. Dann gingen auch wir in die Richtung, begegneten noch Wolle und sagten ihm Hallo. Benita verabschiedete sich dann schon, da ihre Mutter schon was länger wartete (das Konzert war n bisschen länger geworden, als gedacht). Sonja und ich drehten noch eine Runde durch die Halle und brachten dann unser Pfand weg.
Später hatte Sonja ihre Mitfahrgelegenheit gefunden und überlegte, ob sie trotzdem noch bleiben und auf Thomas warten will und dann später mit der Bahn fahren würde. Aber der Bequemheit halber fuhr sie dann doch mit und ich stellte mich in die wartende Masse. Ob es wohl diesmal mit einem Autogramm klappen würde? Nach mehreren DSDS-Sendungen und 2 Konzerten könnte es doch endlich mal funktionieren. Erst als ich sicher war, dass er bei mir vorbeikommen würde, klebte ich die Fotos in mein Auogrammbuch ein. Thomas arbeitete sich am Gitter entlang. Fast war er bei mir. Vor mir war nur noch ein blondes Mädel, das wartete. Und - zack! - machte Thomas einen Sprung und stand plötzlich wieder 2 Leute entfernt, aber auf der anderen Seite von mir. Er hatte uns einfach mal übersprungen! Naja, er würde ja sicher, am Ende des Gitters angekommen, wieder zurück gehen. Dachten wir. Tja, flötepiepe! Zwar hatte Thomas etwa 80% der Leute Autogramm- und Fotowünsche erfüllt, aber die restlichen 20% Leute bekamen nix. Autogrammversuch Nummer Acht unerfolgreich abgeschlossen.
Frage mich, warum er sich nicht einfach an nen Tisch setzt und sich alle da anstellen. Würde geordneter und somit auch schneller ablaufen, vielleicht würden dann auch mal alle was abkriegen. War bisher weniger in der Musik unterwegs (außer bei Bands, die sich ohne große “Gefahr” ohne Gitter zwischen ihren Fans bewegen konnten), sondern eher bei Comedy-Veranstaltungen. Da war es eigentlich nur so. Comedian hockt neben dem Merchandise-Stand und schreibt, bis der Letzte weg ist. Auch wenn das ausverkauft ist und sich gefühlte 1000 Leute anstellen. Und man kann nicht immer sagen, dass die sich weniger anstrengen, als Thomas ;) Naja, egal. Er muss ja selber wissen, was er für richtig hält ;) Finds nur irgendwie schade, dass nicht jeder dran kommt und er kurz vorher dann immer verschwindet.
Also versuche ich es beim nächsten Mal, mein allererstes Autogramm von Thomas zu bekommen *seufz*
Jeeedenfalls bin ich dann gegangen, als Thomas gegangen ist. Ab zum Auto und gegen das Einschlafen am Steuer Luxuslärm reingepackt. Irgendwie konnt ich das aber nicht hören. Dachte, Thomas würd mir bestimmt schon aus den Ohren rauskommen, aber musste es dann doch hören und bin mit Thomas im Player nach Hause gefahren.

War noch so hin und weg vom Konzert, dass ich doch direkt auch mal meine Autobahnausfahrt verpasst hab. Zum Glück kann man aber auch 2 Ausfahrten später abfahren. Was ich getan habe und kurz drauf erstmal geblitzt wurde. Na toll. Ich hoffe, ich war noch unter der Grenze und werde das Foto nie zu sehen bekommen ;)

Hmja, das war mein Konzert-Tag.

Ring*Con 2008 - 3.-5.10.2008 - Bonn

16. Juli 2009

Ha! Ich wusste doch, dass ich iiiiirgendwo einen RingCon-08-Bericht angefangen hatte. “Leicht” verspätet kommt er dann jetzt hier. Leider hab ich ihn nicht zu Ende geschrieben, er geht also bloß bis etwa zur Opening Ceremony … und trotzdem sinds 6 Word-Seiten *g* Hab ihn mir gerade nochmal durchgelesen und mir gedacht “ach du scheiße, was hast du denn da bloß geschrieben?” aber ich bin jetzt zu faul, da nochmal irgendwas zu ändern, damit es weniger peinlich wird. Vielleicht liegts auch einfach an der Con, dass ich danach immer so (positiv) durch den Wind bin *lach*

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Zuerst – wie immer – eine Auflistung derer, die da waren ;) Diesmal war nicht nur „Herr der Ringe“ (LotR) und wie im letzten Jahr erstmals „Fluch der Karibik“ (PotC) Thema, dieses Mal war auch „Harry Potter“ (HP) dazu gekommen.

Gast-Stars:
John Rhys-Davies (Gimli, LotR)
Brad Dourif (Grima Schlangenzunge, LotR)
Paul Norell (König der Toten, LotR)
Shane Rangi (Haradrim-Anführer und Ostling, LotR)
Jed Brophy (Sharku und div. andere Orks, LotR)
Lori Dungey (Mrs. Bracegirdle, LotR)
Mark Ferguson (Gil-galad, LotR)
Matt Appleton & Emily Sturrock (Mitarbeiter von Weta Workshop, LotR)
Lee Arenberg (Pintel, PotC)
Chris Rankin (Percy Weasley, HP)
Stanislav Ianevski (Vikor Krum, HP)
Jamie Yeates (Marcus Flint, HP)
Kate Madison, Danny George, Christopher Dane, Beth Aynsley (Darsteller, Produzentin + Regie vom großen Fanprojekt “Born of Hope”)
Marc B. Lee (Master of Ceremonies)

Hier dann noch eine Liste von denen, die sonst noch so öfters im Bericht auftauchen könnten.
DVD-Crew: Alex, Peter, René, Connie, Michael, Sebastian, Petra, Yasmine
Fellowship of the Board: Judith, Sarah, Rixi

Ich fange – wie immer ;-) – ganz vorne an. Ganz vorne beginnt bereits am Donnerstag, den 2.10., als ich bereits um 6:45 Uhr am Bus sein musste. Ich war ja die letzten knapp 2 Wochen in Sellin auf Rügen gewesen, wo wir eines der Praxis-Module für unser Studium hatten und für den Rügener Regionalsender „rügen campus“ gearbeitet haben. Gott sei Dank durfte ich aber bereits am Donnerstagmorgen abreisen, statt wie eigentlich vorgeschrieben am Freitag um 12 Uhr.
So stand ich also um zwanzig vor sieben völlig müde in der Kälte und wartete auf den Bus, der Verspätung hatte. Na toll! Wenigstens hat er in Bergen, wo ich in den Zug umsteigen musste, direkt am Bahnhof gehalten und nicht, wie ich dachte, am Busbahnhof, von wo aus man noch 2-5min laufen muss. Am Bahnhof gibt es nur einen Fahrkartenautomat und die Tante, die da vor mir dran war, kam voll nicht klar damit. Als ich endlich dran war und das Ticket rausgezogen hatte, sah ich schon den Zug anfahren. Zum Glück gibt es dort Aufzüge, mein Koffer war ja auch nicht gerade leicht. Ich also zum Aufzug gelaufen, runtergefahren, unten durch den Gang gerannt. Über den Treppenaufgang konnte ich sehen, dass die Bahn schon eingefahren war und die Leute ausstiegen. Den beiden Leuten, die als erstes die Treppe runterkamen, hab ich von unten zugerufen, ob die sich kurz in die Tür stellen könnten, bis ich im Zug bin. Die haben mich blöd angeguckt und sind einfach weitergegangen. Ich war leicht verzweifelt, hab denen noch ein ironisches „Danke!“ gesagt und dabei sowieso schon 1000mal auf den Aufzugsknopf gehauen. Der Aufzug kam dann auch, ich rein, nochmal 1000mal draufgedrückt, der ist im Schneckentempo hochgefahren, ich bin oben dann im Slalom durch die Leute durch, zum Zug gerannt, Knopf gedrückt, Tür ging auf, ich ging rein, Tür ging zu, Zug fuhr los. Puh!!! Warum muss das eigentlich dauernd so knapp sein?? Von Bergen aus bin ich dann bis Rostock gefahren, wo ich (natürlich!) fast eine ganze Stunde Aufenthalt hatte. Hab dann irgendwann die Bushaltestelle zum Flughafen gesucht und gefunden. Alter! Meine Fresse ist das teuer!! Zum Köln-Bonner Flughafen kann man ja auch mit S-Bahn und Bussen hinfahren, da kostet das ganz normal, aber hier!!! 9,90 hab ich bezahlt!!! 4,50 kostet die normale Fahrt (ist ok, ist auch ne ganze Ecke), aber darauf kommt dann nochmal die Flughafen-Shuttle-Gebühr oder sowas von 4,40. Schweinerei! Naja, wenigstens hat der meinen schweren Koffer in den Kofferraum geräumt und angekommen am Flughafen auch wieder raus. Dort musste ich dann noch etwa 2 Stunden warten, bis ich in den Flieger zum Flughafen Köln-Bonn steigen konnte. Der Flug war gut, leider sehr wolkig, aber auch schön. In Köln gelandet, habe ich erstmal meinen Koffer geholt. Warum müssen die Leute eigentlich alle so eng um das Förderband rumstehn?? Man kann doch auch mal 1 Schritt weiter weg stehn und dann einfach 1 Schritt nach vorne gehen, wenn der Koffer kommt! Nein, selbst wenn neben einem jemand nen Koffer runterzieht, geht man nicht mal nen Schritt an die Seite! Hab ich mir halt den Koffer zum was-weiß-ich wievielten Mal an den Knöchel gehauen ^^
Mit dem Koffer bin ich dann zur S-Bahn und wollte mir n Ticket holen. Die Tante da vor mir hat Eeeeeewigkeiten gebraucht und statt dass sie dann mal jemanden vorlässt, bis sie weiß, was sie für ein Ticket haben will, steht sie dann lieber davor rum und starrt den Bildschirm an. Als ich dann endlich mein Ticket hatte, bin ich runter zum Bahnsteig, wie gewohnt, da kam auch gerade ne Bahn, ich bin noch den Bahnsteig runtergerannt, rein in die Bahn, Tür zu und los. Es war ein RE, was ich super fand, da die ja nicht an jeder Ecke halten. Wo der wohl das nächste Mal hielt? Fragte ich mich noch so und glaubte dann an spätestens Köln-Frankfurter Straße. Köln!!??? Waaaah! So ein Mist, aus lauter Gewohnheit war ich in den Zug nach Köln gestiegen, aber ich musste doch jetzt nach Bonn!!! Ich hoffte, dass der RE schon in Porz halten würde, oder dann halt Frankfurter Straße, sodass ich zurück in die andere Richtung fahren könnte. Aber nein, der Zug fuhr durch bis Köln Deutz. Gut, hatte ich wenigstens eine kurze Aussicht auf den Dom, aber da hätte ich jetzt eigentlich auch ganz gut drauf verzichten können. Kein Aufzug, keine Rolltreppe und ein kaputtes Koffer-Laufband hatten dann zur Folge, dass ich leise schimpfend mit meinem dicken Koffer die Treppe runter ächzte und auf der anderen Seite wieder rauf. Wo mir dann aber geholfen wurde, jemand trug mir den Koffer den letzten Treppenabschnitt hoch. Danke schön!
Nur ein paar Minuten später kam dann ein weiterer RE, der nach Bonn fuhr. Zwar nicht zurück und über den Flughafen, aber einmal schräg durch Köln und über Hürth und Brühl nach Bonn. Fand ich dann eigentlich auch ganz gut. Der RE würde zwar in Hürth nicht halten, aber durchfahren war ja trotzdem schön. Für die, die es nicht wissen: in Hürth vor dem Bahnhof sind die MMC-Fernsehstudios, wo u.a. Schillerstraße, Genial daneben, Frei Schnauze usw. aufgezeichnet werden. Man sieht aus der Bahn die Gebäude (sind ja auch bloß ein paar Bahnschienen zwischen Bahnsteig und Parkplatz) und den „Magic Horst“ (wie auch immer das Einhorn, das MMC-Logo, richtig heißt *g*). Je näher wir nach Hürth kamen, desto langsamer wurde der Zug. Bis er schließlich in Hürth am Bahnsteig hielt und uns per Lautsprecherdurchsage mitgeteilt wurde, dass irgendwo auf den Gleisen Kinder spielen und wir jetzt nicht weiterfahren können. Wer eine rauchen will, kann kurz rausgehen. Top ^^ So standen wir da erstmal rum. Ich hatte zumindest eine super Aussicht, der große, blaue Buchstabe D (von Studio D, wo Schillerstraße aufgezeichnet wurde … *seufz* … *„nach Hause“ will*) war direkt vor meiner Nase, wenn ich mich zur Seite lehnte, hatte ich auch Magic Horst gut im Blick. Doch nach einer Weile wurde es schon langweilig, wie lange wollten wir denn da noch rumstehen? Wie lange dauerte es denn, um ein paar Kinder aus den Gleisen zu holen? Es dauerte exakt eine halbe Stunde… Meine Güte, und das nur, weil ich zu blöd war, am Flughafen in den richtigen Zug zu steigen.
Das wiederum Positive an der ganzen Aktion kam aber dann kurz darauf. Am Bonner Hauptbahnhof angekommen, holte ich erstmal einen sehr leckeren Nutella-Crêpe für nur 1 Euro, anschließend ging ich runter zur U-Bahn, um zu gucken, ob die vom Hbf. dahin fuhr, wo ich hinwollte, nämlich zur Telekom-Station. Und das tat sie, yeah! Während ich auf die Bahn wartete, kam ein bekanntes Gesicht um die Ecke: Marcel Bülles, Vorsitzender der Deutschen Tolkiengesellschaft, guckte auf den Fahrplan, dann auf die Anzeigetafel, wieder auf den Fahrplan und wieder zurück. Mein erster Gedanke war „Wuah, geil!“ (*lach* warum auch immer), mein zweiter war „Und nu?“. Also ging ich zu ihm hin und sagte ihm, dass er hier richtig sei, um zum Maritim zu kommen. So kam es dann, dass ich mit ihm gemeinsam bis zum Maritim gefahren + gegangen bin. Er erzählte mir, dass er vorher in Oxford war (*auch will*), dass er ein bisschen was für die DTG macht („ein bisschen“, klar *lol*) und fragte mich, ob ich durch mein Studium Dinge wie Webseiten designen kann. Dann unterhielten wir uns darüber, dass es wohl etwas schwierig ist, einen Imageclip über die DTG zu drehen (seitdem erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich drüber nachdenke, wie man doch einen machen könnte). Er fragte mich, ob es meine erste RingCon sei (klar, und ich habe vorher alle Gäste auswendig gelernt und mir die Gesichter eingeprägt, sodass ich sie am Bahnhof zwischen hunderten von anderen Leuten erkenne *g* ;-) Nee, aber ich hätte ihn ja vielleicht von ner anderen Tolkien-Veranstaltung oder allgemein von der DTG her kennen können) und fand es gut, dass ich schon von Anfang an auf jeder Con gewesen bin. Yeah, ich find das auch super, vielleicht sollte ich mir für nächstes Jahr n T-Shirt drucken? *g*
Kurz nachdem wir aus der Bahn ausgestiegen waren, meinte er dann so „Ich bin übrigens Marcel.“ Fast wäre mir ein „Ich weiß!“ rausgerutscht, aber zum Glück ist mir dann noch schnell eingefallen, dass er wohl weiß, dass ich weiß, wie er heißt – es ist ja auch nicht immer Trottel-Time angesagt bei mir *g* – und so hab ich ihm gesagt, wie ich heiße ;)
Als wir näher zum Hotel kamen, erzählte er, dass seine Schwester eine Zeit lang im Maritim war und ihre Ausbildung gemacht hat. Die Leute vom Maritim fanden die RingCon wohl ganz toll, da sie nicht so viel putzen mussten – da die Elben mit ihren Kleidern schon alles wegfegten *lach*
Im Maritim angekommen gingen wir dann jeder unseres Weges. Er traf sich sicherlich mit dem Rest der DTG um noch einiges vorzubereiten, ich latschte mit Sack & Pack zum Hauptsaal. Ich rief eben Alex an, der mich dann von oben mit meinem dicken Koffer in der Tür stehen sah und winkte. Ich parkte meinen Kram unten an der Seite und ging nach oben. Ich wurde sehr nett begrüßt und mir wurde das restliche, bis dahin anwesende, Team vorgestellt. Dann half ich noch mit, die restlichen Kabel zu verlegen und einmal quer durch den Saal mit Gaffa-Tape auf dem Boden festzupappen. Dann bekam ich ein Zimmer im Maritim (yeah!) und wir gingen etwas Essen. Bzw. versuchten wir es. Eigentlich sollte es zum Chinesen um die Ecke gehen. Der war allerdings geschlossen. Also latschten wir bestimmt 20 Minuten immer geradeaus einer Straße nach, bis da ein Grieche kam, bei dem wir schließlich etwas aßen. Später bezog ich mein Zimmer im Maritim. Leider war es kein Nichtraucher-Zimmer und meine Mitbewohnerin hatte dies auch schon ausgenutzt, sodass es nach Rauch stank. Ansonsten aber tiptop – liegt wohl vielleicht auch daran, dass ich selten in 4-Sterne-Hotels übernachte *lach* Ich glaube, meine Mitbewohnerin war Helferin auf der Con, jedenfalls hing dort ein Helfer-Shirt rum. Ansonsten habe ich nicht viel von ihr erfahren, wenn ich kam, lag sie meist schon im Bett, wenn ich aufstand war sie schon weg oder schlief noch ein Weilchen. Naja, egal. Ich beguckte mir jedenfalls erstmal das Zimmer und ging dann wieder runter. Es war übrigens sehr interessant zu sehen, wie die Deko nach und nach wuchs. Erst die Wände für die Hobbit-Tür, der Schornstein dafür, dann ein Haufen Blumen, der auf das „Dach“ gepflanzt wurde, außerdem Tische und Bänke, Blumen, Fähnchen, und alles mögliche, was irgendwie zu den Hobbits passt. Keine Ahnung, was wir dann gemacht haben, vielleicht haben wir auch erst dann die Kabel auf den Boden geklebt, später am Abend sind wir jedenfalls in die Bar gegangen. Ein paar Gaststars waren auch schon da, ich bestellte mir Kölsch. Juhu, wann hatte ich das letzte Mal welches? Ok, war doch noch nicht sooo lange her, immerhin habe ich mir nach den Sommerferien erst welches importiert und im Kühlschrank gelagert *g* Leider gab es hier kein Reissdorf, sondern nur Sion-Kölsch, aber war auch ok. Hm. Apropos Reissdorf. *zum Kühlschrank geh und eins hol* So, weiter geht’s. In der Bar haben wir halt noch eine ganze Weile gequatscht und n bisschen getrunken und ich weiß nicht mehr, ob wir irgendwann auch getanzt haben, aber ich glaube, dass ich so zwischen halb vier und vier im Bett war. Und das gleich am ersten Abend, na prost! Am nächsten Morgen war nämlich um 8 Uhr Treffen angesagt, beim Frühstück. Waaah, 4-Sterne-Frühstück ist toll!! Verschiedene Brötchen, verschiedene Mini-Gebäcke wie Apfeltaschen o.ä., Muffins, Brote, Marmelade, Honig, Nutella, Rübenkraut, viele Wurst- und Käsesorten, Quark, verschiedene Müslis, einen ganzen Haufen Obst, gekochte Eier, Rührei, Speck, kleine Würstchen, Kaffee, Tee, Saft … alles eigentlich! Ich wurde direkt erstmal ausgelacht, weil ich gleichzeitig ein kleines Würstchen und einen Schokomuffin auf meinem Teller hatte *grins* Na wenn man das da schonmal alles hat, muss man das doch auch auskosten ;) Wegen dem auf Rügen eingefangenen Schnupfen (oder von irgendwem angesteckt, eigentlich war ich doch warm angezogen!) hab ich mir dann nen Tee gemacht, Erdbeer-Himbeer-Geschmack. War lecker. Nach dem Frühstück sind wir dann in den großen Saal und haben … was haben wir eigentlich gemacht? Achja, erst saßen wir da rum und haben dem Soundcheck zugehört – sehr interessant: „Hey, yo, yo, yo hey! Hey! Hm! Hm! Ts! Ts! P! P!“ und so weiter ;) Danach ist Peter mit der Kamera in die Pressekonferenz gegangen, ich bin mit Petra mitgegangen und wir haben zugehört. Zunächst wurde der Presse erklärt, wofür die Spenden in diesem Jahr sind, nämlich für die Peter Maffay-Stiftung, die sich um missbrauchte Kinder kümmert. Peter Maffay würd ja auch gern kommen, aber er kann leider nicht (blablabla). Er sei zwar in Köln, aber bei ner Veranstaltung, sie würden aber versuchen, ihn noch wenigstens kurz nach Bonn zu holen (hmm, klar!). Naja, aber sonst ja eine gute Sache. Danach kamen die Leute von „Born of Hope“. Das ist ein Fan-Projekt, sie drehen die Geschichte von Aragorn (aus den HDR-Anhängen). Als ich auf der RingCon-Homepage gelesen hatte, dass da gleich 4 Leute kommen sollten, fand ich das doch schon recht doof. Warum brauchen wir denn so viele Gäste und vor allem Fanfilme, davon gibt es so viele und die sind meist schlecht. Ha! Falsch gedacht! Das ganze Teil ist ein riesengroßes Projekt, sie bekommen viel Unterstützung und sogar Richard Taylor (der Chef von Weta) hatte von ihnen gehört (!!!). Anwesend war die Produzentin, Kate Madison, die gleichzeitig auch Regisseurin und Schauspielerin in dem Film ist, und 3 der Hauptdarsteller, Christopher Dane, Beth Aynsley und Danny George. Die vier haben einiges über das Projekt erzählt und es klang echt interessant. Es gab auch einen Trailer und eine Art kleines Making-of zu sehen. Wow, das Ding ist eine No-Budget-Produktion und die arbeiten mit ner Steadicam! Die haben wirklich gute Sponsoren gefunden! Lustig war, als Kate erzählte, wie sie den Baby-Aragorn „organisierte“. Eine Freundin von ihr war schwanger, ein paar Tage nach der Geburt rief sie sie an und sagte sowas wie: „Hallo, herzlichen Glückwunsch! Ist alles super? Ja? Können wir in 2 Wochen mit deinem Baby drehen? Das wird in einem Dorf mitten in der Pampa sein mit Blut und Dreck und so.“ und die Antwort der Freundin war: „Wow, ja klar, natürlich!“ *lach*Das Baby im Trailer ist also gerade mal 2 Wochen alt ;)
Anschließend sollten die ganzen Schauspieler reinkommen. Die Namensschildchen standen schon bereit und einer nach dem anderen kam rein. War lustig, jeder hatte immer einen gewandeten Besucher dabei, die reihten sich dann neben dem Tisch auf, die Schauspieler setzten sich an den Tisch. Irgendwie fingen die ersten jedoch an, sich direkt am Eingang auf den ersten Platz zu setzen und so reihten sich die Leute von links nach rechts auf. Die Schildchen standen jedoch von rechts nach links *lach* So mussten die noch eben die Schilder umstellen. Fand ich aber gut so, denn so hatte ich Lori, Jed und vor allem Mark viel besser im Blick ;)
Welche Fragen genau gestellt wurden in der Pressekonferenz, weiß ich auch nicht mehr so genau. Ich hab aber direkt den Zwiebelwurst-RTL-Parvis „entdeckt“ (war ja auch kaum zu übersehen), der uns 2003 ein bisschen die Con versaut hat. Wir hatten uns zwar freiwillig gemeldet, als Protagonisten für seinen RingCon-Bericht mitzumachen, aber wer konnte wissen, dass es so bescheuert wird? Er hing uns den ganzen Tag an den Fersen und warum? Weil dann 3 von uns 12 Leuten zumindest mit den Füßen im Fernsehen zu sehen waren und er lieber Bilder von Schwertern von Verkaufsständen reinpackte, die überhaupt nichts mit HDR zu tun hatten. Blödmann. Na egal. Jedenfalls stand er da mit seinem Deppen-Akku-Gürtel und stellte Fragen in schlechtem Englisch, fragte dann alle und schwenkte die Reihe aber nicht ab – heißt: die Leute links haben geantwortet, das Kamerabild war aber starr auf die Wand geradeaus gerichtet. Aber hauptsache mal was fragen ^^
Lori erzählte irgendwann, dass sie sich freute, die alten Gesichter wieder zu sehen und dass sie herausgefunden hatte, dass Paul Norell quasi um die Ecke von ihr wohnte.
Shane zeigte, wie toll er in einem Schluck eine halbe Cola-Flasche leeren konnte, woraufhin Mark ihn fragte, ob er ein Sponsorship von CocaCola hätte *g* Mark meinte, da er ja nun schon das *räusper* siebte Mal *räusper* auf der Con sei, erübrige sich eigentlich die Frage, ob er die Con mag und er freue sich schon auf die RingCon 47, denn dann würde er auch da sein (*lach* auja, Mark ist fast 90 und kommt trotzdem noch zur Con). Er erzählte auch noch irgendwas von einer tollen Entwicklung der RingCon und endete dann, indem er auf dem Tisch nach einer Flasche suchte, von der er ja gesponsert sein könnte.
Nach der Pressekonferenz stellten sich alle noch zu einem Gruppenfoto, von dem ich auch noch ein paar Fotos machte. Leider war das Licht hier nicht so toll wie im Esperanto, sodass die Fotos nicht so genial sind wie in Fulda, aber macht auch nix ;)
Als erstes Panel stand dann das von Matt Appleton und Emily Sturrock von Weta Workshop auf dem Plan. Zum Warm-werden filmten wir diese, aufgezeichnet wurde aber glaube ich nicht. Ich weiß allerdings gerade auch nicht mehr so genau, was da so war. Irgendwann haben sie ja ne Slideshow gehabt, aber war das direkt im ersten Panel?
An einer Stelle erzählte Emily jedenfalls, dass Legolas so einen Puschel an das Ende seines Bogens gepappt bekam, damit er mit der Spitze irgendwas nicht zerkratzte, unter dem er an einer Stelle vorbeiging. Ich weiß nicht mehr, ob es ne Kamera war oder irgendwas anderes vom Equipment oder irgendwelche Deko oder was auch immer. Jedenfalls war es beim Dreh in Helms Klamm. Emily hatte mit ihrem Assistenten abgesprochen, dass der den Puschel vom Bogen abziehen sollte, wenn Orlando vorbeigeht, dann sollte er den Puschel über eine Mauer werfen, wo Emily stand und diesen auffing (warum auch immer, hab ich vergessen, um ihn wieder draufzumachen? Keine Ahnung). Die ersten 3 Takes gingen auch gut, beim nächsten stand Emily hinter der Mauer und wartete darauf, den Puschel aufzufangen. Und sie wartete und wartete und nichts kam. Sie musste dann mit dem Puschel auch schnell um die nächste Ecke verschwinden, da sie ansonsten mitten im Set stehen würde. Statt dem Puschel kamen dann irgendwann Aragorn und Gimli vorbei – und Legolas mit dem dicken Puschel oben am Bogen. Viggo stand da dann wohl so, guckt an Legolas hoch, beguckt verwundert den Puschel, züppt ihn ab, hält ihn hinter den Rücken und tut so, als wäre nichts. Emily schämt sich in der Zwischenzeit in Grund und Boden und rennt schnell aus dem Set, um nicht im Bild zu sein. Der Take mit dem Puschel war ja der 4te und PJ meinte dann wohl, dass er den nehmen wollte. Also musste Emily zu ihm hin und ihm sagen, dass da der Puschel noch oben dran hing. Er war dann wohl schon ein bisschen sauer auf sie. Ich weiß gar nicht mehr warum, aber es passierte noch mindestens eine Sache, weswegen sie meinte „and I thought it couldn’t get worse, but came even worse.“ Am Ende wurde sie jedenfalls dauernd wegen dem Puschel aufgezogen.
An dem Tag aber ging sie dann hinter die Mauer, um ihren Assistenten zu fragen, was denn da los war. Aber er war nicht da. Er hatte sich irgendwo verkrochen *g* Als sie ihn fand oder er von selber wieder auftauchte, sagte er mit zusammengebissenen Zähnen „Soorryyyy!! I missed it“. Was ich dann ein bisschen schade fand war, dass sie ihn dann anscheinend gefeuert hat, jedenfalls meinte sie, dass er nicht mehr da arbeite. Vielleicht war’s ja n Praktikant? Der Arme, bloß weil er den Puschel verpasst hat. Hoffentlich passiert mir nicht mal so ein Scheiß *g*

Hm… als nächstes war dann Lori dran, yeah! Sie hatte eine Fortsetzung von ihrem kleinen Filmchen vom letzten Jahr mitgebracht. Letztes Jahr gab es „Mrs. Bracegirdle’s Woodlyn Park Adventure“, wo sie von einem Motel „erzählte“, in dem man in einem Schiff, einem Flugzeug, einem Zug oder einer Hobbithöhle übernachten kann. Im diesjährigen Film „Mrs. Bracegirdle’s Journey to Sanctuary“ ging es dann darum, dass Mrs. Bracegirdle (also Lori ;-) ) die Hobbits, die sich nach dem Ringkrieg überall verteilt hatten, zusammensuchen musste und sie zur Sanctuary bringen musste. Sie sagte vorher schon, dass sie ein paar HDR-Kollegen dafür zusammengesucht hatte, wie zum Beispiel Sarah McLeod (juchu!! *freu*). Als dann da dieser Typ mit einer roten Kapuze kam, überlegte ich direkt erstmal, ob das Craig Parker ist – und er war es, am Ende durften wir dann auch den kompletten Anblick genießen, als er die Kapuze abnahm. Und es waren noch mehr dabei: Paul Norell, Sarah McLeod (*hüpf*), Cameron Rhodes (*freu*), Mark Ferguson (hihi!) … es war so schön, ich hatte zwischendurch erstmal ne Gänsehaut. Können Sarah und Cameron nicht mal bitte bitte wiederkommen? Also auf jeden Fall Sarah. Aber Cameron auch, der war doch schon so lange nicht mehr da! Man merkte dem Film zwar an, dass es ein Amateurfilm ist, aber er war trotzdem sehr schön gemacht (das Licht-anknipsen mit der Hand auf der Tür *wegschmeiß*).
Tja, am Ende des Films hatte Lori das gleiche Problem wie im letzten Jahr: er ist einfach zu kurz! *lach* Sie wusste dann auch nicht, was sie noch erzählen könnte bis zum Ende des Panels, redete eine Runde Blödsinn und freute sich dann sehr, dass sich ihr jemand erbarmte und ans Mikro kam, um irgendwas zu fragen. Als der Nebel auf die Bühne kam, der sonst eigentlich dafür steht, dass man in den nächsten Minuten irgendwann zum Ende kommen sollte, freute Lori sich, dass sie es geschafft hatte *g* Ich glaube, sie fragte Marc noch, ob sie allein von der Bühne gehen sollte, oder ob sie abgeholt werden würde, aber sie ging dann selbst durch die Hobbit-Tür.
Anschließend war das Panel von den Leuten von Born of Hope. Spätestens hier haben sie mich mehr als überzeugt, dass das nicht einfach nur irgendein Fanprojekt ist, sondern eine wirklich tolle Sache. Es ist nicht nur ein „Wir gehen mal eben vor die Tür, rennen 2mal über die Wiese und ziehen uns Aragorn-Klamotten an“. Nein, hier wird mit professionellen Leuten gearbeitet, die alle für umsonst mitarbeiten, um das Projekt zu unterstützen. Sie suchen spenden von insgesamt 25.000 Dollar (Dollar? Pound? Euro? Ich weiß auch gerade nicht mehr), um das Projekt umzusetzen und haben bis jetzt auch schon einen großen Teil zusammen. Bei diesem Panel habe ich von der linken Seite aus gefilmt (links? Ja, ich glaub links), mal gucken, was davon übrig bleibt ;)
Als nächstes sollte eigentlich Stanislav Ianevski (Viktor Krum) sein Panel haben, aber er hatte es abgesagt. Keine Ahnung warum, aber er war kurz vorher oder dann während dieser Zeit irgendwann oben beim Interview. Achja, genau! Die Interview-Situation hatten wir heute Morgen auch irgendwann aufgebaut. Yeah, Peter hatte einen Reflektor dabei, die muss man so komisch zusammenfalten, das macht total Spaß *g* (ja, manchmal ist es ganz einfach, mich zu beschäftigen, einfach einen Reflektor in die Hand drücken und ich bin die nächste viertel Stunde damit beschäftigt, den auf- und zuzufalten. Und wieder auf und wieder zu und auf und zu und auf und zu … *g*). Naja, ansonsten durfte ich Folie vors Licht klammern, Petra und Yasmine wechselten sich ab mit Licht-Double sein.

So, zurück zum Programm. Wir machten kurz Pause und filmten beim Panel von Paul Norell weiter. Gleichzeitig fand der Acting Workshop von Lori und Mark statt *schnief* ich will da mal wieder hin! Aber an den am heutigen Tag hatte ich gar nicht gedacht und hätte ihn wohl auch verpasst, wenn ich nicht mit Filmen beschäftigt gewesen wäre. Paul schaffte es viel leichter, die Pausen zu überbrücken, in denen kein Gast eine Frage hatte. Gut, Lori ist zwar ein richtiges Improvisations-Talent, aber sie hatte halt viel weniger vom HDR-Dreh zu erzählen. Paul hingegen hatte viel zu erzählen. Vom Dreh, von der PC-Bearbeitung, von seiner Maske, dem Schwert, dass er mal für den Sprach-Coach gehalten wurde, als er seine Rolle hinter der Kamera sprach, um den Darstellern vor der Kamera den Anschluss zu erleichtern. Interessant fand ich auch, wie er von seinem Flug über die Kamera erzählte. Er sollte als König der Toten halt nach oben fliegen. Er wurde dann immer von mehreren Leuten an Seilen nach oben gezogen, immer so senkrecht hoch. Sah aber immer irgendwie scheiße aus. Also meinte Paul zu den Seile-Ziehern (wer war da nochmal noch mit bei? Sala Baker? Meine Güte, ich brauch nächstes Mal wieder nen Notizblock *g*), dass sie ihn diagonal ziehen sollten. Er würde nach vorne fallen und im selben Moment müssten sie ziehen, sodass er diagonal knapp an der sehr teuren Kamera vorbei fliegen würde. Der Crew sagte er allerdings nichts. Als es dann so weit war, ließ Paul sich fallen und fiel wirklich, kurz vorm Boden dachte er wohl, er würde jetzt erst auf den Boden plumpsen und dann mit einem Getöse im ganzen Kameraequipment landen und alles kaputt machen. Aber er konnte sich auf seine Leute verlassen, wurde kurz vorm Aufprall hochgezogen, flog knapp an der Kamera vorbei und die Crew war begeistert, da es wirklich toll aussah. Paul erklärte außerdem noch dem letzten, der es nicht wusste, dass die beiden Ostlinge am schwarzen Tor keine Frauen waren (hehe, dachte ich ja am Anfang auch), sondern dass das er und Shane Rangi sind.

Nach dem Panel war der Videocontest. Den brauchten wir ja nun nicht filmen ;-) Also gingen wir Abendbrot essen. Muahaha, das war genau so toll wie das Frühstück. Ich wusste gar nicht, was ich essen sollte. Hm, und jetzt weiß ich nicht, was ich gegessen hab. Haben wir da vorher noch Mittag gegessen oder was war da los? Ich weiß auch nicht, irgendwas haben wir auf jeden Fall gegessen, es war superlecker, es gab superviel und zum Nachtisch hatte ich an dem Tag glaube ich Schokopudding mit Vanillesoße.

Anschließend kamen wir zurück für „Prop Fiction – Saurons Einsatzkommando“. Also quasi die Stuntshow. Rene, der bis jetzt immer die Bildregie gemacht hatte, war nicht da und irgendwie unauffindbar. Und jetzt? In der Akademie im Modul Studioproduktion hatten wir ja schonmal mit einer Bildregie gearbeitet, und zwar einer viel größeren mit unglaublich viel mehr Knöpfen. Ich hatte damals zwar den Bildregie-Job nicht übernommen, weil es mir zu stressig war (vor allem mit diesem Regisseur, der in dem Probedurchlauf mit mir an der Bildregie neben mir saß ^^), aber wie das Ding funktioniert wusste ich allemal (ist ja auch nicht so schwer). Also hab ich mich dran gesetzt und die Bilder ausgewählt, die auf die Leinwand geworfen wurden. Da ich ganz alleine entscheiden konnte, welches Bild ich nehmen möchte, ohne auf einen Regisseur hören zu müssen, der mir ein „nimm das“ entgegenwirft und auf 3 Monitore gleichzeitig zeigt, hat es superviel Spaß gemacht. Nach einer Weile kam Rene dann jedoch zurück und übernahm seinen Job wieder.
Die Stuntshow war cool. Es war eine Show rund um Jack Sparrow, der vielen unterschiedlichen Gegnern trotzen musste (oder ihnen davonlaufen). Es gab Stunt- und Breakdance-Elemente und viel Kampf, hat Spaß gemacht, denen zuzusehen.

Danach kam dann die Opening Ceremony. Stefan Servos (Cirdan) und Marcel Bülles kamen auf die Bühne und sagten ein paar Worte über die Con. Cirdan auf Deutsch, Marcel anschließend auf Englisch. Total lustig: Cirdan erzählte und erzählte und erzählte immer was, Marcel übersetzte danach bloß kurz und knapp, was Cirdan irgendwann auch etwas belustigt feststellte *g*
Schön fand ich in diesem Jahr, dass die Intellectuals quasi über die Leinwand vorgestellt wurden. Es war ein Foto und etwas Text über denjenigen auf der Leinwand und für jeden lief eine eigene Musik, während derjenige rauskam. Am Ende der Musik hat dann jeder nochmal was gesagt und teilweise für ihre Vorträge geworben. Leider hat das aber nicht ganz so gut geklappt… man hätte besser ne Powerpoint-Slideshow entworfen, die man dann beim jeweils letzten Bild des Intellectuals anhält. Stattdessen lief es dann aber weiter, und obwohl da noch wer an reden war, kam schon das nächste Bild und die nächste Musik. War etwas schade … naja, nächstes Jahr ;)
Als die Intellectuals alle auf der Bühne standen, kamen Cirdan und Marcel wieder. Oder kamen sie nur dann? Nee, die waren auch schon vorher da. Sie rollten ein großes Banner aus: „A long expected party“, cooles Teil! Das hielten die Intellectuals dann zusammen fest, während Marc B. Lee wieder auf die Bühne kam und meinte, dass er froh sei, die Namen der Intellectuals nicht auszusprechen (jaja, er ist ja ein großer Freund von Friedhelm Schneidewind *wegschmeiß*). Die Gaststars wiederum konnte er dann aussprechen und holte sie nach und nach auf die Bühne. Schade, dass sie nicht wie früher einzeln „aufgerufen“ wurden, da konnte man den Applaus noch immer schön dosieren *g* Aber nun sind es wohl zu viele, als dass man das machen kann. So wurden sie nach Film sortiert in Gruppierungen zusammen aufgerufen, nur John Rhys-Davies und Brad Dourif kamen einzeln. Als alle vorgestellt waren und jeder etwas gesagt hatte, wurde wie immer ein fröhliches Lied gespielt (ich glaube, es war „Fascination“, oder wie das heißt) und alle hüpften und tanzten auf der Bühne rum. Wobei, keine Ahnung, ob John und Brad auch mitgemacht haben *g*

FedCon 18 – 1.-3.5.2009 – Bonn

31. Mai 2009

Jetzt sollte es also soweit sein – meine erste FedCon. Hui. Wie das wohl wird? Nach sieben RingCons wusste ich zwar, wie in etwa so eine Con abläuft, aber die FedCon würde ja dann doch mal was Neues werden. Fing ja schon da an, dass ich keinen einzigen der Gaststars kannte. Vielleicht Michael Hogan und Nichelle Nichols vom Sehen oder Hören, aber es war jedenfalls keiner dabei, von denen ich dachte „Wow, geil dass der/die kommt, da freu ich mich drauf.“ So freute ich mich einfach darauf, wieder im DVD-Team zu arbeiten, was ich bei der letzten RingCon zum ersten Mal gemacht hatte.
Schon am Donnerstagmorgen gings morgens zum Bahnhof – gegen zwanzig vor 8 war ich dort o.O Viel zu früh, aber aufgrund von nicht vorhandenen Busverbindungen musste ich dann hingebracht werden, bevor mein Vater mit dem Auto zur Arbeit fuhr. So stand ich dann da, der Zug kam dann recht bald, sodass ich mich schonmal reinsetzen konnte, bevor er eine halbe Stunde später dann abfuhr. In Köln angekommen bin ich erstmal noch ne Runde durch die Innenstadt gegangen, hatte ja noch ewig Zeit, bis in Bonn das Treffen sein sollte. Irgendwann fuhr ich dann weiter nach Bonn und stieg dort um in die U-Bahn. Sooo, Haltestelle Telekom – warum gibt’s denn davon plötzlich so viele!? Zum Glück ist die Bahn dort ja wieder überirdisch, so bin ich einfach dann ausgestiegen, als ich das Maritim-Hotel sah. Dann noch eine halbe Ewigkeit drumrum gelatscht und endlich stand ich davor. Yay :-) Da fühlt man sich doch gleich wieder ein bisschen wie „zu Hause“, auch wenn es jetzt eher die „falsche“ Con war. Egal. Erstmal rein. Und *zack* steigt das Con-Feeling wieder ein Stück – Marc B. Lee sitzt im Foyer rum. Woohooo, es geht wieder los! :D

Etwa 20 Minuten später ist auch ein Großteil des restlichen DVD-Teams im Foyer angekommen, schön, alle wieder zu sehen! Und auch einige neue Gesichter, da das FedCon-Team etwas größer war als das RingCon-Team. Wir checken ein, eine meiner Zimmerpartnerinnen ist Julia. Ich kenne Julia noch nicht, aber wir verstehen uns auf Anhieb gut. Ich bringe meine Sachen aufs Zimmer (Julias sind schon dort), später treffen sich alle, die bis jetzt da sind wieder unten im Foyer. Wir wollen etwas Essen gehen. Ob wohl der Chinese an der Ecke auf hat? Natürlich nicht. Also gehen wir die Straße runter (höhö), wo wir natürlich nichts finden, außer fast am Ende der Straße den Griechen, bei dem wir auch am Donnerstag vor der RingCon gegessen hatten. Dieses Mal stellten wir allerdings auch fest, dass es dort außer den Barhockern auch noch einen richtigen Tisch gab, wo wir uns hinsetzten. Wer war eigentlich alles mit? Hm, ich sollte meine Berichte besser direkt nach den Veranstaltungen schreiben und nicht nen Monat später, dann hätt ich auch noch nicht alles vergessen ;) Egal, war jedenfalls lustig.
Ach, noch ein kleiner „Hinweis“ für das weitere Lesen des Berichtes – wenn ich „die Alex“ schreib, ist die Alex gemeint, wenn ich nur Alex schreib, ist es der Alex.

Alle bestellten irgendwelche Gyros- oder Herkules- (Herkules?? Oder Herakles? Hm) Teller, ich nahm das griechischste Gericht von allen – Currywurst mit Pommes *lach* Nach und nach wurden die Teller an den Tisch gebracht, ein Gericht davon (Pommes und irgendn Gyros-Zeug) hatten wir allerdings gar nicht bestellt. Die Angestellte brachte den Teller weg, in die Küche, wir meinten, jetzt hat wohl der Mann dort was zu essen bekommen. Dann kam sie aber mit nem Teller Pommes zurück. Julia (oder die Alex?) meinte, jetzt krieg ich die alten Pommes vom falschen Teller zu meiner Currywurst, die noch nicht da war. Kurz darauf kam tatsächlich mein Teller und ich fand ein wenig später ein bisschen Gyros und ein Zwiebelstück in den Pommes. Jou, Danke! War aber trotzdem lecker. Irgendwann klingelte mein Handy, Yasmine war dran. Woay, unsere DVD-Stand-Mädels kamen an ;) Ich sollte ihr Bescheid sagen, wenn wir wieder am Maritim waren. Kurz bevor wir gingen, gab es nochmal einen großen Lacher: ein Teil unserer Gruppe war nochmal kurz zum Klo und wir warteten im vorderen Teil des Imbisses. Alex irgendwann: „Wetten, wenn Peter jetzt rauskommt, sagt der erstmal ‚Ouuu!‘“ Kurz drauf kommt Peter aus der Tür: „Ouuu!“ – da lagen wir erstmal am Boden vor Lachen.

Zurück im Hotel wurden erstmal Petra und Yasmine begrüßt. Jetzt war das DVD-Team bald vollständig, auch Cathrin und Pia waren kurz darauf angekommen. Nun gab es bald ein Problem – es gab lauter 2er-Grüppchen, die zusammen auf einem Zimmer sein wollten, aber wir hatten ja bloß 3er-Zimmer. Naja, irgendwer musste ja wo anders hin, so zog ich später am Abend wieder aus Julias Zimmer aus und zog zu Michael und Connie. Dazu aber später mehr ;) Denn vor dem Umzug musste nun erstmal die ganze Technik aufgebaut werden. Wie bei der RingCon gab es hier erstmal das berühmte Kabelproblem – wie immer gefühlte 50cm zu kurz ;) Also anders verlegt und es passte. Anschließend musste das Kabel am Boden festgetaped werden, juchu ^^ Bzw haben wir erstmal das Kabel an der Säule befestigt, an der das Kabel von der Empore nach unten runterhing. Anschließend bin ich mit dem breiten Tape vorgegangen und habe das Kabel einmal längs auf dem Boden festgeklebt. Lustiges zwischen-den-Stühlen-rumkriechen. Julia ist hinter mir her gelaufen (bzw hinterher gekrochen ;) ) und hat dann nochmal Quer-Streifen drüber getaped. So sollte alles sicher sein und kein Besucher sollte mehr über das Kabel stolpern können. Ein anderes Problem hatten wir aber noch – Kamerapodeste. Es standen lediglich zwei zusammengestellte Tische an jeder Seite der Bühne, doch etwas wackelig und auch ein wenig niedrig. Aber bis zum nächsten Tag sollten wir dann (hoffentlich) ein richtiges Podest bekommen. Später am Abend stand dann soweit alles, auch die anderen Technik-Menschen von Ton, Licht und Beamer-Bedienung hatten ihre Sachen aufgebaut und hatten Pizza bestellt. Pah. Was roch das gut!
So beschloss der Großteil von uns, es nochmal beim Chinesen zu versuchen. Der hatte jetzt geöffnet, war aber auch ein bisschen überfordert mit der Masse an Gästen. So saßen wir erst noch ne Runde draußen im dunklen eigentlich-noch-nicht-geöffneten „Biergarten“-Teil, bis drinnen ein Tisch frei wurde, der groß genug für uns war. Dann saßen wir also drinnen: Cathrin, Pia, Petra, Yasmine, Julia, die Alex, Connie, ich und Michael als Hahn im Korb. Anschließend gings wieder zurück ins Hotel, wo ich jetzt meine Sachen umräumte. Woah, genial! *g* Ich zog also in das Zimmer, in dem Connie zu Michael gezogen war – das war ne Suite. Mein Bett war zwar eine vom Hotelpersonal umfunktionierte Couch, aber so gesehen hatte ich ein eigenes Zimmer, da es das Wohnzimmer der Suite war, Connie und Michael hatten bereits das Schlafzimmer bezogen. Aber genial, großes Zimmer, Panoramafenster, Flachbild-Fernseher. Kann ich da mal für länger einziehen? ;-) Bin aber trotzdem nicht lange drin geblieben, da wir uns kurz drauf schon wieder in der Piano-Bar im Hotel getroffen haben. Im Gegensatz zu den restlichen Tagen fanden wir hier auch schnell einen Platz für alle, saßen auf der Couch rum und stimmten uns auf die nächsten Tage ein. Irgendwann am Abend fiel Alex ganz plötzlich ein, dass er das Mietauto gar nicht zurück gegeben hatte, das er bis zum heutigen Abend gemietet hatte. Hm. Aber vielleicht würde es ja gar nicht auffallen, wenn es erst am Freitagmorgen zurückgebracht wurde, denn das war ja immerhin ein Feiertag. Na mal sehn. Wir waren dann eigentlich recht früh im Bett, bzw ich auf meiner Couch, auf der man auch ziemlich gut schlafen konnte.

Am nächsten Morgen dann zum Frühstück. Hach, da hatte ich mich ja auch schon drauf gefreut, das schöne Maritim-Frühstück. Ich nahm mir baked beans, Rührei und Bratwürstchen und setzte mich zu den anderen an den Tisch. Wo Yasmin mich erstmal fragte, warum ich denn keinen Nutella zu meinen Würstchen auf den Teller getan hatte *lach* Bei der RingCon war ich am ersten Tag ein bisschen überfordert mit der Auswahl und hatte mir erstmal von allem etwas auf den Teller geräumt, so neben Brötchen, Apfelteilchen und Muffin auch Würstchen und Nutella *g* Nach dem Frühstück gings wieder in den großen Saal, wo die letzten Kleinigkeiten vorbereitet wurden. Außerdem war irgendwann auch noch die Pressekonferenz. Ich wollte mir die ganz gerne angucken, um mich vorzubereiten, welche Leute jetzt überhaupt auf der Con sein würden. Die Alex ebenfalls, sie war vorher wie ich auch nur auf der RingCon gewesen und kannte sich mit dem Sternen-SciFi auch nicht so aus. Es waren noch nicht alle Stargäste anwesend, aber es war trotzdem schon eine recht unübersichtliche Menge. Anhand des Applauses und Jubels der Presseleute konnte man merken, was für einen Bekanntheitsgrad die Gäste hatten. Und dass die meisten Pressemenschen auch Fans der Serien waren. Einige davon waren mir auch schon von der RingCon bekannt. Alex und Peter haben während der Pressekonferenz gefilmt, Julia und Pia machten Fotos. Die Alex, Cathrin und ich saßen in den hinteren Reihen und sahen/hörten zu. Bereits während der Pressekonferenz tauchte bei mir das sonst eher seltene, bei Cons aber häufiger auftretende Gefühl des Fremd-Schämens auf. Wuah! Leute! Könnt ihr nicht mal Englisch lernen!? Bzw könnt ihr es doch, aber könnt ihr es nicht mal richtig aussprechen? Auch wenn ich es während den Panels schlimm finde, ist es da ja eher akzeptabel, vielleicht kann es da halt nicht jeder [wahrscheinlich finden die Schauspieler es auch überhaupt nicht schlimm, aber ich find das immer … peinlich … wobei ich aber den einen Typ mit dem starken russischen Akzent auch nicht wirklich schlimm fand … nur die Deutschen *g* übrigens falls das einer von euch nicht-richtig-Englisch-sprechenden liest – bitte nicht persönlich nehmen!]. Aber wenn man schon bei der Presse ist, dann finde ich, sollte man die englische Sprache doch etwas besser beherrschen können. Besonders hier der RTL-Fritze, den hab ich ja gefressen. Wer bist du eigentlich!? Vor allem begrüßt der mich erstmal irgendwo auf dem Flur, was war das denn!? Hallo, ich kenn dich nicht! Bzw nur minimal und mehr will ich dich auch nicht kennen. Egal, so, genug aufgeregt. Während der Konferenz bin ich dann noch ein paar Mal hin- und her-gelaufen, um Kamera-Akkus auszutauschen, am Ende bin ich fast nicht mehr wieder reingekommen *lach*

Nach der Pressekonferenz wollten Cathrin und ich dann den Mietwagen zurückbringen. Ich das Auto fahren, sie mit ihrem Auto hinterher und mich dann damit zurück mitnehmen. Leider gab es ein Problem: Cathrin parkte in der Tiefgarage, die gerappelt voll war. Würde sie rausfahren, gäbe es keine Garantie dafür, dass sie auch wieder reinkommt. Also fragten wir, ob es eine U-Bahn-Station in der Nähe der Mietwagen-Station gäbe – gibt’s. Also sind wir trotzdem zusammen gefahren, allerdings beide mit dem Mietauto zur Station, Schlüssel eingeworfen und zur U-Bahn gelaufen. Hoppala, das war ja doch noch ne ganze Ecke. Und die Beschilderung dort führte uns erstmal noch eine Runde um die Station herum. Aber dann hatten wir sie gefunden und fuhren die paar Stationen zurück zum Hotel.
Dort angekommen, hatten wir sogar Kamera-Podeste bekommen, yay! Die Kameras wurden auf die Stative gesetzt und angeschlossen, dann fingen Alex und Ulli an, die Laptops anzuschließen, auf die direkt aufgezeichnet werden sollte, um anschließend nicht mehr so viel Zeit mit Tape-Einspielen zu benötigen. Sicherheitshalber hatten wir aber trotzdem noch Tapes ;) Um 12 Uhr ging das erste Panel los, aber irgendwie gab es noch ein paar Probleme mit den Laptops. So war meine Aufgabe dann, die Bildregie zu bedienen, bis Ulli wieder da war und diesen Job zu übernehmen. Im Endeffekt war es dann doch etwas länger, die ersten 4 Panels saß ich an der Bildregie. Das war ganz gut, um sich wieder in die passenden Bildgrößen reinzufinden. Das erste Panel war von Richard Hatch (Battlestar Galactica), der war ganz nett. Anschließend kam Max Grodénchick (Star Trek), der unter anderem gefragt wurde, ob Leute es schwierig fänden, seinen Namen auszusprechen und wieviele Varianten er schon gehört habe. Er hat wohl irgendwann aufgehört zu zählen ;) Er konnte übrigens super Deutsch sprechen. Nach Max war Richard Arnold dran, der eher zu den Vortagenden zählt und was über Star Trek erzählte. Glaub ich. Weiß gerade nicht mehr *g* Danach kam Marc Alaimo (Star Trek), danach gab ich den Bildregie ab. Zur Opening Ceremony war ich dann endlich auch mal an der Kamera ;) Yeah, I loooove Openings! Ich weiß gar nicht mehr genau, was da so alles war, auf jeden Fall gab es eine Lasershow. Es wurde eine Art Stoffwand von der Decke runtergefahren, ein großes Laserdings stand am hinteren Bühnenrand und hat mit mehreren Laserstrahlen Bilder an (bzw durch) die Wand gestrahlt. War interessant, auch wenn wir im Nebel halb erstickt sind *lach* Aber war wohl noch zu wenig Nebel, dazu später mehr.
Achja, da war ja auch noch was, wie konnte ich das bloß vergessen!? War wahrscheinlich auch schon vor der Lasershow, aber egal. Die Filmproduktionsfirma Paramount war nämlich so nett und zeigte den FedCon-Besuchern mehrere, längere, Ausschnitte des neuen Star Trek-Films, der erst eine Woche nach der Con in die Kinos kam. Insgesamt 28 Minuten durften wir sehen.

Bereits vor der Opening war irgendwann ein Probe-Durchlauf gemacht worden, den ich allerdings nur mit halbem Auge mitgeguckt habe und durchaus sehr langweilig fand. Damit bloß kein Con-Gast mitfilmt oder sonstwie mitschneidet würden dann auch, neben der Aufforderung alle Geräte auszuschalten, Leute mit Nachtsichtgeräten rumstehen, um die Leute zu kontrollieren. Nun würden wir bei der Opening ja aber auch mit Kameras da rumstehen. Diese auszuschalten, wäre weniger praktisch, da sie ja aufeinander „abgestimmt“ sind, es Timecode-Sprünge geben würde und somit die eigentliche Idee der Arbeitserleichterung für die Tonne wäre. Wir standen gerade zu mehreren an der Totale-Kamera oben auf der Empore, weiß nicht mehr warum, als irgendwer Pseudo-Wichtiges ankam und uns über die Wichtigkeit der abgeschalteten Kamera aufklären wollte. Irgendwann sah er auch ein, dass es evtl. auch gehen würde, wenn wir die Kamera einfach wegdrehen und die Tape- und Festplatten-Aufnahme stoppen. Außerdem – selbst wenn wir es aufnehmen würden, was sollen wir denn damit machen?! Ich glaube kaum, dass Alex das ins Internet stellen würde (sonst hat ja keiner das Material), wo das doch direkt auffällt, von welcher Position aus das gefilmt wurde (von dem Qualiätsunterschied zwischen Handy- und Kamera-Aufnahme mal ganz zu schweigen). Naja, aber egal, die haben schon Recht, aber ein bisschen mehr mitdenken hätten trotzdem drin sein können.

So, zurück zur Opening Ceremony. Marc B.Lee sagte allen Leuten gesagt, was sie alles ausschalten sollen. Währenddessen kamen Dirk Bartholomä und 1-2 Paramount-Menschen von der rechten Seite auf die Bühne und standen dann quasi oberhalb neben meiner Kamera. Auch wenn die Film-Ausschnitte nicht einmal ansatzweise in den Startlöchern standen, sagte Dirk, ich solle die Kamera wegdrehen. Ich versprach ihm, diese gleich wegzudrehen, wenn Marc fertig ist, den Film anzukündigen. Doch ich sollte es sofort machen. Da mein Kamera-Bild eh gerade nicht auf der Leinwand war, drehte ich also aufs Publikum, woraufhin ich direkt von Connie, die an der Bildregie saß, gefragt wurde, was für einen Sinn mein Bild jetzt haben würde. Najoa, einige Minuten später waren dann alle Kameras auf das Publikum gerichtet, die Aufnahmen wurden gestoppt und Marc verließ die Bühne. An den seitlichen Kameras setzten wir uns neben die Kamera aufs Podest und sahen von dort aus zu. Ein paar dunkle Gestalten huschten aus dem Backstage-Bereich und guckten sich die Ausschnitte ebenfalls an. Marc kam auch irgendwann um die Ecke und stand eine ganze Weile lang neben meinem Podest rum. Im Gegensatz zu dem vorherigen Test-Durchlauf waren die Ausschnitte ja doch ziemlich spannend! Hinterher hab ich mir sogar vorgenommen, mir den Film anzugucken (verdammt, und ich habs immer noch nicht geschafft! Warum gibt’s hier auch kein Kino!?). Zwischendurch war ich der festen Überzeugung, dass der Typ mit dem schottischen Akzent Billy Boyd war. Nicht nur des Akzentes wegen, sondern auch, weil der dem so ähnlich sah. Mittlerweile hab ich aber rausgefunden, dass er es doch nicht ist. Schade! Aber wenigstens war der von mir gesehene Karl Urban „echt“ *g*

Nach den Film-Ausschnitten kamen wir dann irgendwann zu dem Teil, an dem Marc B. Lee die Vortragenden und Schauspieler auf die Bühne holt. Ich erinnere mich nicht mehr an ganz so viele Sachen, bloß noch, dass Robert Picardo (Star Trek + Stargate) gesungen hat … und noch irgendwer auch. War das Max Grodénchick? Ich weiß es nicht mehr :-/ John Billingsley (Star Trek) kam mit einem T-Shirt auf die Bühne, auf dem Marc B. Lee drauf war. Keine Ahnung, wo es her war, aber so eins hatte ich auch schonmal auf ner RingCon gesehn (wo Marc es mein ich sogar selber anhatte). Jedenfalls wollte John das T-Shirt Marc schenken und zog es aus. Somit stand er oben ohne auf der Bühne. Auch ohne Sixpack und überdeutlichem Waschbärbauch hatte das Publikum Spaß daran, u.a. war es wohl auch ein Running Gag von vorherigen Cons auf denen irgendwer oben oder auch unten ohne (da aber dann mit Unterhose) rumgelaufen war. Ich weiß es nicht, war aber trotzdem amüsant. Ich weiß nicht mehr, ob Edward James Olmos (Battlestar Galactica) oder Nichelle Nichols (Uhura aus Star Trek) als letztes auf die Bühne kamen, aber ich glaube, diese beiden bekamen am meisten Applaus. Jeder der auf-die-Bühne-gerufenen erzählte kurz was (oder sang eben ;) ), aber eigentlich waren alle nach 1-2 Minuten fertig. Mrs Nichols hingegen redete und redete und redete, mindestens 10 Minuten werden das wohl gewesen sein. Vielleicht waren es auch 15 … oder gar 20? Ich weiß es nicht mehr. Ich glaube, es war eigentlich gar nicht so uninteressant, aber in Anbetracht der Menge und der Tatsache, dass man nebenbei auch noch drauf achten musste, dass die Dame einem nicht aus dem Bild läuft, konnte ich irgendwann doch nicht mehr so auf den Inhalt ihrer Aussagen achten und ihre Ansprache wurde mir doch etwas zu lang, sodass ich ihr nicht mehr wirklich zugehört habe. Aber da ich mal schwer annehme, dass das auf der DVD landen wird, werde ich mir das ganze Dingen dann wohl nochmal zur Gemüte führen ;-) Am Ende der Opening Ceremony kam dann wieder dieses Lied, das ich anschließend immer vergesse, wie es heißt. Aber immer wenn ich es im Radio höre, muss ich an die Conventions denken und freu mich – und vergesse es dann wieder *g*
Ah, meine Schwester weiß, was ich meine (die war doch noch gar nie mit!), von Alphabeat – Fascination.

Nach der Opening habe ich die Kamera glaub ich wieder abgegeben und während des Panels von Edward James Olmos Abendbrot gegessen. Mein einziger Anhaltspunkt zum Schreiben ist gerade mein FedCon-Programmablaufs-Zettel, an dem ich mir am Samstagnachmittag aufgeschrieben hab, an welcher Position ich wann war. Eigentlich nur um hinterher bei der DVD zu wissen, was davon ich gefilmt hab, weil ichs bei der RingCon-DVD eigentlich manchmal gern wüsste, aber jetzt hilfts mir auch beim Berichtschreiben ;)
Drum weiß ich jetzt auch bloß noch, dass ich bei den beiden letzten Panels des Tages an der linken Kamera war, bei Nichelle Nichols und John Billingsley. Von Nichelle Nichols weiß ich gerade nicht mehr wirklich was, wobei, eine Sache fällt mir doch noch ein. Sie erzählte von Gesangsunterricht und dass sie früher immer dachte, sie habe zwei „Stimmen“, eine tiefe – sie sang uns ein bisschen was vor – und eine hohe Stimme – sie sang nochmal, jetzt höher. Sie habe aber erst lernen müssen, dass sie zwischen hoch und tief auch noch eine Stimme hatte. Bzw dass es halt nur eine Stimme war, dessen Mittelteil sie vorher nicht so „gefunden“ hatte. Ihr Gesangslehrer hat es ihr aber beigebracht, und sie sang uns noch ein bisschen was vor, diesmal sowohl hoch als auch tief.
Von John Billingsley weiß ich natürlich noch umso mehr. Auch wenn es schon in jedem Bericht drin steht, muss ich es trotzdem nochmal bei mir auch reinschreiben, damit es mir auch wieder einfällt, wenn ich in 10 Jahren nochmal diesen Bericht lese *g* Aber ich machs kurz ;)
John Billingsley zog nämlich einfach mal seine Hose runter und stand dann in Boxershorts da. Jemand im Publikum rief ihm irgendwas zu, es stellte sich raus, dass das seine Frau war. Sie kam auf die Bühne gelaufen und zog ihm die Hose wieder hoch und diskutierte kurz mit John. Bereits da war der ganze Saal in Gelächter ausgebrochen, da sie natürlich nicht ernsthaft sauer auf ihn war, sondern die beiden eher ne Comedy-Show lieferten. Die Hose rutschte noch mehrmals runter, Johns Frau zog sie mehrmals wieder hoch. Zwischendurch war die Hose auch mal ganz ausgezogen (vorher hing sie immerhin noch über den Schuhen fest) und wurde wieder angezogen. Dann hatte er die Hose verkehrtherum an, mit dem Reißverschluss nach hinten, der Gürtel war um den Bauch geschnallt. Seine Frau lief hin und her, musste dann auch nochmal kurz ins Publikum laufen wo auch irgendwer seine Hose ausziehen wollte (oder wie war das noch?), John rannte auch ein paar Runden durchs Publikum und irgendwann kam dann auch noch Marc B. Lee ins Spiel, der tragischerweise auch noch seine Hose verlor – diesmal war es aber Johns Frau, die daran Schuld war, obwohl sie sonst für angezogene Hosen gesorgt hatte. Marc schämte sich aber doch ein bisschen, so wickelte er sich sein Jackett um, als er auf die Bühne lief, um seine Hose zurück zu holen. Das Jackett verrutschte natürlich sofort und eine hellblaue Unterhose kam zum Vorschein, das Jackett fiel allerdings kurz vor Verlassen der Bühne doch noch fast komplett runter. Jedenfalls war alles ein heilloses Durcheinander mit Hosen, Gürteln, Unterhosen und Boxershorts, aber es war sehr lustig. Wer war da eigentlich mit mir an der Kamera? Es hat nämlich sehr viel Spaß gemacht, das Rumgerenne zu filmen, da hätten sich andere mal noch ne Scheibe von Abschneiden können ;) Dazu aber auch später mehr.
Natürlich gab es auch noch ernsthafte Fragen und Antworten während des Panels, aber das ist mir jetzt noch in Erinnerung geblieben. Und meistens ist es auch so, dass ich während des Filmens zwar schon zuhöre, was die Leute sagen, aber da ich mich ja doch eher auf die Kamera konzentrieren muss, vergesse ich die meisten Sachen doch recht schnell oder erinnere mich nur dann noch daran, wenn mir jemand davon erzählt.
Was mir bei der linken Kamera noch aufgefallen war, nachdem alle, die vorher an dieser Kamera standen, schon davon berichtet hatten: so oft man es ihnen auch sagte, die Fotografen und manche Congäste oder fotografierende Congäste konnten es sich leider nicht merken, dass sie sich bitte nicht an das Kamera-Podest lehnen sollen… dauernd wackelte es.
Nach dem Panel von John Billingsley war jedoch erstmal Ende für diesen Tag. Es war ja auch mindestens viertel vor elf. Unsere Gruppe ging teilweise ins Bett, teilweise in die Bar. Dieses Mal war es da doch etwas voller, Sitzplätze gab es aber trotzdem genug für uns, unsere Ecke vom Vortag war noch für uns frei. An diesem Abend saßen wir was länger da, aber irgendwann zwischen 2 und 3 waren wir dann wohl auch im Bett.

Wir mussten ja am nächsten Tag auch wieder früh raus, um 9:30 stand das erste Panel an, Robert Picardo. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich bei ihm schon an der Kamera war, aber dann beim Panel von Summer Glau (Firefly + Serenity) und dem anschließenden Panel von Marc Alaimo und Jeffrey Combs (Star Trek) war ich an der rechten Kamera. Summer Glau war etwas erkältet, hat ihr Panel aber trotzdem gut gemeistert. Marc und Jeffrey natürlich auch, soweit ich mich erinnere war das auch recht interessant. Allerdings hätten alle Drei mal ein bisschen mehr rumlaufen können, war schon etwas langweilig an der Kamera, höchstens mal ein bisschen hin und her zu schwenken, wenn die sich im Sitzen mal nach vorne, mal nach hinten lehnen. An der linken Kamera stand die Alex, sie freute sich über die ruhigen Panelhalter. Das war eigentlich immer ganz lustig, sowohl wenn man selbst an einer Kamera stand oder an der Bildregie war: während ich ein bisschen rummeckerte, dass die Leute auf der Bühne mehr rumlaufen oder rumturnen sollten, schimpften Cathrin und die Alex immer dann, wenn zu viel Bewegung auf der Bühne herrschte. Aber ich bekam später am Abend ja noch viel Action *wheeee* das hat Spaß gemacht!

Während des Panels von Nana Visitor war ich Mittag essen, beim Panel von James Callis dann wieder an der rechten Kamera. Hier war es auch wieder lustig, während des Filmens ein bisschen mit der Alex an der linken Kamera zu „quatschen“. Einerseits hatte James ne ganz komische Locke auf dem Kopf, die ständig aus dem Bildrand ragte oder aber den Bildrand zu weit weg erscheinen ließ. Und andererseits, was ich viel schlimmer/lustiger fand: Von der rechten Kamera aus gesehen, saß James genau vor der Bühnendeko-Figur (fuck, wie heißt das Ding denn nochmal!?) mit den rot blinkenden „Augen“, die hin und herlaufen. Je nachdem, wie James saß, lief der rot leuchtende Strich entweder durch seinen Mund, durch seine Augen oder durch die Nase. Knallermäßig! Aber vielleicht fällt’s ja später auf der DVD nicht mehr so doll auf wie auf dem kleinen Kameradisplay. Oder auch schon allein deshalb nicht, weil außer mir keiner drauf achtet *lach* Aber mir fällt sowas immer auf. Auch später bei anderen Panels, wenn die Leute so saßen. Beim Panel von Richard Hatch war ich dann an der Totale-Kamera oben. Das war ganz gut, hier konnte man sich einfach einen Stuhl neben die Kamera stellen und die platten Füße vom vielen Stehen etwas ausruhen. Trotzdem ist die Kamera auch ein bisschen gefährlich, wenn der Mensch da auf der Bühne sich ne Weile lang nicht vom Stuhl erhebt oder immer nur an der gleichen Stelle steht. Wenn er dann plötzlich doch aufsteht oder rumläuft, muss man schnell an der Kamera sein und mitschwenken – wenn man nicht vergessen hat, dass da ja noch die Kamera ist und man gerade einfach so auf die Bühne starrt, ohne auf die Cam zu achten *pfeif*
Zwischendurch war wieder ein bisschen Pause, zur Auktion ging ich wieder an die rechte Kamera. Die Auktion war ganz anders als die bei der RingCon. Fast ein bisschen langweilig *g* Dafür gab es aber einige sehr interessante Gegenstände zu ersteigern, die auch für viel Geld unter die Leute gebracht werden konnten. Und netterweise war hier ja auch etwas Bewegung drin. Es war niemand an der linken Kamera, so kam Marc B. Lee mit einigen Gegenständen dann zu meiner Kamera, um ein Close-up für die Leinwand zu bekommen.

Beim Panel von Christopher Judge (Stargate) und anschließend Colin Ferguson und Jordan Hinson (Eureka) hatte ich dann mal nichts zu tun und saß einfach oben rum. War auch mal ganz entspannend ;-) Wahrscheinlich waren Cathrin und Pia oder die Alex an den Kameras. Das war auch gut, Cathrin und Pia wollten bei den für sie interessanten Panels immer gern normal im Publikum sitzen, um es richtig mitzubekommen. Ich finde es hingegen immer viel besser, bei den für mich interessanten Panels (auf die RingCon bezogen, hier fand ich ja jetzt eher die Ceremonies, Costume Contest und die Band interessant) an der Kamera zu stehen, um irgendwie die besten Momente einzufangen. Bei der RingCon ist das besonders bei den Panels von Mark Ferguson und Co so, je mehr die da Rumspringen und Rumalbern, desto besser und desto lieber filme ich dabei, statt „nur“ im Publikum zu sitzen und zuzugucken. Das war so aber ganz praktisch. Ich hatte ja jetzt auch so 1-2 Kandidaten, die ich ganz gern Filmen würd (ausgesucht nach Sympathie-Punkten oder wenn der da auf der Bühne gut aussah *g*). Oft konnte ich die dann auch filmen, da die anderen lieber im Publikum zusahen.
Das nächste Mal an der Kamera war ich dann zum Costume Contest an der Kamera, wieder rechts (die rechte Seite ist eh besser *g*). Der Costume Contest war super, u.a. fand ich das Kostüm mit den ganzen Lampen dran ziemlich cool. Mist, was war eigentlich zwischen Contest und Siegerehrung?
Nach dem Contest gab es jedenfalls ein Konzert der Sarlacc Survivors Band mit anschließender Kiss-Einlage, spätestens da ging dann auch die Action los, wohay! Ulli gab oben an der Bildregie Gas, Michael (?) fing von der linken Kamera die Bilder ein und ich glaube, das ganze sah richtig geil auf der Leinwand aus. Irgendwann hat Ulli im Abstand von Hundertstelsekunden die verschiedenen Kamera-Bilder über die Leinwand gejagt, sodass mein rotes Kameralämpchen wie wild rumblinkte. In dem Moment hab ich die Leinwand gerade nicht beobachtet und meinte „Ich glaub, meine Kamera ist kaputt…“ *lach* Ulli klärte mich aber schnell auf, was los war, sehr lustig *lach* Huhja, ich bin ja mal sehr gespannt, was Alex aus dem Konzert macht, wird sicher auch auf der DVD gut aussehen, wenns drauf kommt.
Anschließend war noch das Panel von Dominic Keating, danach oder dabei wurd die Kamera wieder gewechselt. Die Panels von Michael Hogan (Battlestar Galactica) und Mark Sheppard (Star Trek) sah ich dann wieder ganz gemütlich von oben.
Nach Feierabend gings dann wieder in die Bar. Hier wars heute doch was voller als am Vortag, aber letztendlich fanden wir dann doch noch eine gemütliche Ecke. Heute wars doch noch ein bisschen gemütlicher als die Tage vorher ;) Allerdings habe ich festgestellt, als immer mal auch Gläser ohne vorherige Bestellung an den Tisch kamen, dass das mehr oder weniger abwechselnde Trinken von Bier und Cocktails nicht so gut war, nächstes Mal bleib ich wieder bei den Cocktails, die merkt man nicht so schnell ^^ Irgendwann war es dann doch recht spät geworden und ich dachte mir, dass ich ja jetzt doch mal langsam ins Bett gehen könnte. Petra stellte das auch gerade fest und fragte, ob ich hoch gehen wolle. Jou, also stand ich auf und *Bäämm* meldete sich der Alkohol. Sagen wirs mal so: Ich bin zwar weder irgendwo gegen gelaufen noch hingefallen, aber ich bin auch schonmal gerader gelaufen. Schon ein bisschen peinlich. Naja, Petra kam noch mit und ich lag irgendwann nach 5 Uhr im Bett. Nach 5! FÜNF!!! WTF!?! Wooah, also bloß so 3 Stunden geschlafen, zum Frühstück und dann ab zu den Panels. Erstmal gabs nichts zu tun für mich, beim TrekLingThing gings dann an die Totale-Kamera, zum Glück im Sitzen ;) Dort blieb ich dann auch bis etwa 15 Uhr. Das Mittagessen durfte heute ausfallen, der Alkohol war ja am Morgen noch nicht so ganz wieder abgebaut worden und so hatte ich mittags auch noch nicht wirklich so nen Hunger. Hm, das muss aber auch nicht nochmal sein so.
Das TrekLingThing war ganz lustig, Rainer Nagel und Alexandra Velten erzählten ein bisschen was, bis jemand ans Mikro ging: „Äh, wer seid ihr eigentlich, was erzählt ihr da?“ *lach* Eigentlich unterhielt sich dann das Publikum mit dem Publikum und mit Rainer und Sandy. Über Katzennamen, TV-Serien, Länder. Hmjoa. Danach gabs Dominic Keating, danach das Eureka-Panel mit Colin Ferguson und Jordan Hinson. Dann das Battlestar Galactica-Panel mit Edward James Olmos, Michael Hogan und Richard Hatch. Und zum Schluss das Star Trek Tribute-Panel mit Nichelle Nichols, Richard Arnold, Robert Picardo, Nana Visitor, John Billingsley und Connor Trinneer. Während der Panels von Summer Glau und Mark Sheppard hatte ich dann nochmal ein bisschen Pause und saß oben bei der Technik rum. Einer der Technik-Menschen hatte rausgefunden, dass ich aus Kierspe käme und fragte mich, ob ich jemanden kenne, der Tofote mit Nachnamen hieß. Hmjaa, also so vom Sehen. Ob der Sebastian Tofote heißen würd. Hmjaaaa? Lustig, der Technikmensch kam aus Mannheim, aber fährt wohl immer mal mit dem Tofote in den Urlaub. Klein ist die Welt!

Bei der folgenden Closing Ceremony (schon wieder Closing? Och nee…) wollte ich dann wieder an eine der beiden Seiten-Kameras, preferable the right one. Während ich dort stand, meldete sich mein Magen dann doch mal und wollte was zu essen haben. Aber doch nicht während der Closing!? Zum Glück hatte ich mir vorher so Traubenzucker-Bonbon-Dinger in die Tasche gesteckt, die haben doch sehr gut geholfen. Vom ganzen Wochenende waren die Füße doch recht platt geworden, so war es ganz schön, als zu Beginn der Closing ein paar Videoclips kamen, bei denen man sich mal hinsetzen konnte. Kurz bevor die Closing richtig losging, hab ich mir dann aber erstmal meine Schuhe ausgezogen und bin auf Socken dagestanden, war ein bisschen angenehmer als mit Schuhen. Bei der Closing wurde dann auch nochmal die Lasershow gezeigt, vorher wurde aber mal sowas von megaviel rumgenebelt *lach* Man konnte wirklich nix mehr sehn. Aber dafür konnte man die Laserstrahlen besser bzw schöner sehen.
Hmjoa, und dann hieß es auch bald schon wieder Abschied nehmen. Marc holte die Gäste nacheinander wieder auf die Bühne. Wobei James Callis schon wieder zu Hause war, da seine Frau ein Kind erwartete. Alle andern waren aber noch da (oder?) und kamen auf die Bühne. Jeder erzählte, wie toll und super und schön und überhaupt alles es doch war, dass es fast schon ein wenig übertrieben klang. Aber es war sehr schön. Weniger schön war Richard Arnold, der aus meiner Sicht die meiste Zeit im Hintergrund hinter der sich verabschiedenden Person stand. Und Kaugummi kaute. Und wie! Man kann ja auch den Mund zu lassen beim Kauen und nicht wie eine Kuh (sorry für die Bezeichnung, aber anders kann man es kaum beschreiben) mit offenem Mund da rumschmatzen. Würd mich ja mal interessieren, falls er das irgendwann mal sehen sollte, wie er das dann findet.
Am Ende der Closing kam dann natürlich auch wieder das Fascination-Lied. Keine Ahnung, woher sie kam, aber plötzlich kam ein Mädel auf die Bühne, etwa 10 Jahre alt oder so, und tanzte mit den Gaststars zur Musik. War klasse, so kam noch ein bisschen mehr Action rein ;-) Tjoa …. und dann war die Con auch schon wieder dabei :-( Ulli hatte sich schon irgendwann vorher übers Headset von uns verabschiedet, da er am Montag arbeiten musste, die Leute verließen den Saal, die Helferlein im schicken Pink machten ihr Gruppenfoto, die Technik fing schonmal an, ihre Sachen zusammen zu packen. Wir haben unsere Sachen auch zusammengeräumt, unter anderem die Kabel wieder vom Fußboden abgemacht. Was fürn Scheiß! Die Quer-Streifen klebten so dermaßen am Teppich fest, dass ich mich nicht wundern würde, bei der nächsten Con noch ein paar Klebefetzen auf dem Boden vorzufinden. Also nur den Kleber, das Tape war ab. Die Längsstreifen hingegen klebten saumäßig am Kabel fest, sodass wir erstmal ne halbe bis ganze Stunde da rumsaßen und die Klebereste vom Kabel abfriemelten. Sehr spaßig … Aber auch irgendwann war das Kabel dann auch aufgerollt. Und irgendwann war dann unsere Technik auch weggeräumt, die Bühnenleute mussten noch weiter arbeiten. Da Alex und Peter auch noch irgendwo rumwuselten, machten wir erstmal ein Gruppenfoto ohne die beiden, anschließend noch eins mit den beiden.
So, und jetzt? Hunger? Wo gibt’s was zu essen? Es wurde entschieden, Pizza zu bestellen. Die brauchte ein bisschen, während des Wartens (oder schon vor der Pizza-Entscheidung?) fanden wir ein paar Luftballons und verkürzten uns Kindergarten-like die Zeit mit lustigem Luftballon-Rumgewerfe *lach* Wer uns zugeguckt hat, hat uns sicher für bescheuert gehalten, aber wir hatten Spaß *g*
Die Pizzen kamen aber dann inklusive 2-3 Cola-Flaschen und für jeden einer kleinen Plastikbox Salat. Ich glaub, letzteren hat fast keiner gegessen. So saßen wir dann da auf der Empore zwischen den Treppen mit der Pizza und ein paar Getränken (huch, wo kamen die denn her? *g*) gemütlich rum und haben gegessen. Diesmal beschwerten sich die anderen über den leckeren Geruch, hehe. Die Pizza war sehr lecker, aber irgendwie war ich schon nach der halben Pizza satt. Irgendwann fuhren einige der Technik-Menschen mit einer riesigen Box in Richtung Treppe, da sollte es nun runtergehn. Die Kiste sah ziemlich schwer aus und wir fragten uns: „soll man mal Bescheid geben, dass es auch nen Aufzug gibt?“ Zwar hatten wir diesen Aufzug selber noch nie gesehen, aber irgendwo sollte wohl einer sein. Irgendwer, ich glaub Alex wars, erzählte den Jungs dann vom Aufzug, doch die meinten, das würde damit nicht gehen. Hm, aha, ok. Also sahen wir zu, wie die Kiste die Treppe(n) runter gewuchtet wurde. Wir saßen ziemlich lange da, sind erst so gegen zehn vor elf aus dem Saal gegangen. Die Alex hatte sich zwischendurch schon verabschiedet und war auf dem Weg nach Hause. Der Rest von uns ging, mal wieder, in die Bar. Bzw. erst nochmal ins Zimmer. Ich meine Pizza wegräumen, aber auch noch bei Pia vorbei und ihre Star Trek-Handabdrücke + Picardo-Foto angucken. Und dann aber in die Bar.
Aber so lange wir auch warteten, es wurde einfach kein Platz frei. Vielleicht hier mal einer, da mal einer. Aber wir waren immerhin etwa zu elft. Glaub ich. So saßen wir teils auf den Stufen, teils standen wir voll im Weg rum, teils liefen wir doch nochmal ne Runde, um zu gucken, ob nicht doch noch n Platz frei geworden war. Am Ende gaben wir dann auf und gingen in die Suite. In „meinem“ Zimmer dort war schließlich genug Platz für alle. Die an diese Wochenende so oft aufgetauchte Frage „Wo ist eigentlich Peter?“ stellte sich mal wieder, aber er lief wohl noch irgendwo unten rum, während wir gemütlich auf Sofa, „Bett“ und Stühlen hockten. Nach dem Vorschlag, dass ein paar ja nochmal runtergehen könnten, um zu gucken, ob jetzt doch mal ein paar Plätze in der Bar frei geworden waren, saßen dann nur noch Alex und ich da rum. Joa, dann saßen wir da Ewigkeiten rum und haben uns über alles Mögliche unterhalten. Irgendwann kam Michael mal vorbei und unterhielt sich ne Runde mit, ging dann nebenan ins Bett. Später war ich schon im Sitzen 2-3 Mal fast eingepennt, also ging Alex irgendwann, ich ging schlafen. Boah, ich war aber auch richtig müde. Bin direkt eingepennt und habs nicht einmal gehört, als irgendwann Petra und/oder Connie nochmal ins Zimmer kamen, um einen zurückgelassenen, noch vollen Cocktail abzuholen. Ich hab an dem Abend vorsichtshalber nix getrunken ;) Die Mädels waren nachts übrigens auch noch im Swimming Pool *g* Und ich mal wieder nicht, hatte aber eh vergessen, mir was zum Schwimmen mitzunehmen. Nächstes Mal! ;-)

Am nächsten Morgen traf ich den Großteil des Teams im Aufzug und wir gingen zum Frühstück. Ein vorerst letzes Mal Maritim-Frückstück … also nochmal zuschlagen *g* Beim Frühstück verabschiedeten wir uns von Pia, die nach Hause fuhr, nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer und trafen uns dann wieder an der Main Hall.
Dort haben wir nach einem Kofferwagen gefragt, um damit das Equipment wegzufahren, um es nicht so rumschleppen zu müssen. Wir bekamen ihn sogar bis zum Green Room gefahren, wo wir am Vortag schon alles reingeschleppt hatten. Dann … suchten wir den ominösen Aufzug … und fanden ihn nicht. Wir fragten also nach und fanden heraus, dass es in diesem Teil des Hotels nur den Aufzug in der Küche gab. Höä ja doll. Wir durften ihn jedoch nutzen, luden die schwersten Kisten auf den Wagen. Dann ab zur Küche (ok, vorher noch kurz in den falschen Flur reingequetscht *lach*), wo es 2 Aufzüge gab. Der eine war wohl irgndwie kaputt, sah aus wie in irgendnem Film, knallte immer auf und zu und auf und zu. Wir beschlossen, den anderen Aufzug zu nehmen. Reinkommen war schon etwas schwer, da noch komische Wägen dort rumstanden. Aus dem Auszug rauskommen war besser, aber dann durch die Küche … ooooh jee! Da standen ja noch mehr Wägen rum und irgendwie war die Tür auch noch recht schmal. Aber wir haben’s durch geschafft und hatten die schweren Sachen plus den Gepäckwagen wieder unten. Die leichten Sachen haben wir dann so runtergetragen.
Als alles unten war, haben wir uns vor der Tür auf ne Pappe gesetzt. Wie die Penner ^^ Und vor unserer Nase haben die Holländer die Luxusstühle aus dem Saal geholt und weggeräumt. Und uns nichtmal einen Stuhl angeboten. Pöh! Wie Connie so schön meinte, es war wie in der dritten Welt: die einen Leben in Luxus, wir hocken quasi an der Straße auf der Pappe *lach*
Als irgendwann alle anderen auch da waren, überlegten wir, wer Sebastian und seinen Flachbild-Palantir nach Hause fährt. Sonst war Michael immer gefahren (und hatte sich auch schon mal gut verfahren dabei *g*), aber er wollte nicht so gerne. Eigentlich wollte keiner. Also erklärte ich mich irgendwann bereit, zu fahren. Im dicken Automatik-Mercedes. Ach Gott *lach* Ich verabschiedete mich noch von Julia, die kurz drauf zum Flughafen fuhr, dann gings los. Nach anfänglichen kurzen Schwierigkeiten mit dem Kack-Fahr„gang“ und einem kurzen Eingewöhnen an diese Bremse (ey, einmal draufgetippt, schon hing man unter der Windschutzscheibe ^^) fuhr das Auto dann aber sehr gut und auch schön schnell. Trotz Navi haben wir uns zwar noch kurz in Bonn verfahren, dann aber ohne Probleme in Mönchengladbach angekommen. Für die Rückfahrt sollte ich im Navi einfach auf „Recent Destinies“ oder so ähnlich klicken – ich brauchte erstmal ein bisschen, um den Knopf zu finden *lach* Aber dann gings los zur Bad Godesberger Allee. Was ich nicht gemerkt hatte war, dass das nur die ungefähre Adresse war, so fuhr der mich erstmal ne Runde drumrum und ich wäre an einer alten Tankstelle gelandet. Okaaaayyy… zum Glück wusste ich ja in etwa, wo ich hin musste, so kam ich dann trotzdem an ;) Trotzdem etwas später als eigentlich gedacht. Egal. Peter wartete noch/schon am Hintereingang, das Equipment war größtenteils schon in das eine Auto eingeladen worden, der Rest sollte nun in den Mercedes.

Ich ging aber erstmal nach vorne ins Foyer, wo Connie, Michael, Alex und Cathrin auf den Sofas lagen und die Anzugträger verarschten. Die FedCon war ja nun zu Ende und es kamen wieder „normale“ Leute, also meist Manager, ins Hotel. Die fanden es wahrscheinlich schon unmöglich, WIE wir da saßen. Alex, Connie und Michael waren beim Sitzen immer weiter runtergerutscht, sodass das Kissen zum großen Teil schon vor dem Sofa hing. Außerdem hatten wir alle die Füße auf dem Tisch liegen. Die allerbesten Blicke der Anzugfritzen waren aber die, als Alex bei deren Näherkommen seine Beine über Connies legte und diese anfing, den Gürtel seiner Hose aufzumachen. Herrlich!
Irgendwann gingen wir dann wieder nach hinten, holten die letzten Sachen aus dem Green Room. Dort in der Nähe stand auch eine ganze Gruppe Schlipsträger herum. Als wir erneut dort vorbei kamen, rief Michael: „So say we all!“, Connie + Cathrin + ich riefen es hinterher. Wir ernteten komische Blicke und verschwanden lachend hinter der nächsten Ecke. Wie die Spielkinder *lach* Was ein Spaß!

Als irgendwann dann doch mal alles Zeugs in den Autos verstaut war, überlegten wir mal wieder, was/wo man denn wohl was essen könnte. Hotel und Chinese wurden abgelehnt, also mal losgehn und gucken, wo wir landen. Wie immer, die gleiche, lange Straße runter (höhö). Hmjoa, da waren schon so 2-3 Restauant-Dinger, aber irgendwie waren die alle schon was länger geschlossen. Während wir so gingen, meinte ich: „Ich seh’s schon kommen, wir landen gleich eh wieder beim Griechen.“ Und so war es auch, da standen wir wieder. Vorm Griechen. Denn der hatte ein Schild in der Tür: „Montag Ruhetag“. Ach so ein Mist, das Problem hatten wir doch bei der RingCon schon. So, und nu? Peter wurde abkommandiert, Leute auf der Straße zu fragen, wo man denn hier essen könnte. Die erste Befragte wusste auch nur den Griechen. Die beiden nächsten hatten keine Ahnung. Die dritte Befragung war am Besten: ein Typ kam uns entgegen, Peter soll schon wieder fragen, obwohl der Typ schon fast vorbei ist. Peter dreht sich ruckartig um und fragt den Typen wie aus dem Nichts: „Wo gibtsn hier was zu essen?“ *rofl* Wie so einer am Verhungern. Was sich der Typ wohl gedacht hat? Ich glaub es war aber erst der nächste Befragte, der von einem Restaurant wusste. Peter fragte, wo dass denn sei. Wir standen mit unserem Rest-Grüppchen ein bisschen weiter weg und Alex meinte leise: „Da müsst ihr nur die Straße runter gehen..!“ Dann ging die Erklärung los: „Also ihr müsst eigentlich … nur da die Straße … runter gehen …“ – und Alex sprang los in eine Seitengasse, um sich dort kaputt zu lachen. Als wir die Wegbeschreibung hatten und der Erklärer weiter seines Weges gegangen war, guckten wir um die Ecke, wo Alex immer noch in dem schmalen, vielleicht 1,50m breiten Gässchen stand und lachte. Das sah aus! Leider ist mir aber erst eingefallen, das zu Fotografieren, als er schon fast fertig war – bis der Apparat an war, gingen wir schon weiter. Wir gingen also … die Straße runter ^^ und dann um die Ecke, wo wir nach ein paar Minuten tatsächlich ein Restaurant fanden. Leider kann ich davon nicht wirklich was erzählen, weil ich nicht mehr so weiß, worüber wir geredet haben. Eigentlich haben wir ausschließlich Schwachsinn gequatscht, drüber gelacht und uns über die Wortfetzen lustig gemacht, die wir vom Fast-Nachbar-Tisch, einer Opa-Stammtischrunde, mitbekamen (ich sag nur „Ich bin spitz“). Jedenfalls habe ich an dem Abend sehr viel geheult, vor Lachen. Irgendwann gingen wir dann wieder zurück, noch einmal die Straße runter ;-) Unsere Koffer hatten wir nochmal kurz im Maritim abgegeben, holten die nun wieder ab. Das halbe Team war ja schon abgereist, nun musste sich auch der verbliebene Rest voneinander verabschieden :-( *schnief* Jetzt dauerts wieder sooo lang, bis die nächste Con ist… Aber ich freu mich jetzt schon drauf! Hoffentlich seid ihr alle wieder mit dabei! :D

Fotos –> http://picasaweb.google.com/Tinuviel.Anne/FedCon2009

Schillerstraße-Aufzeichnung - am 28.1.09

19. Mai 2009

Nun war es also wieder so weit: Nachdem ich am 9. Dezember bei Jürgen Vogels Einzug in die Schillerstraße dabei war, konnte ich nun, 3 Aufzeichnungen später, gucken wie er sich eingespielt hatte. Und was muss ich sagen? Er hat sich tatsächlich eingespielt, richtig gut!
Aber ich fange mal vorne an. Da ich tollerweise unser Auto haben durfte, blieb mir und nun auch euch der Bus- und Zug-Fahrt-Teil erspart. Ich konnte also schön mit dem Auto hinfahren und kam Gott sei Dank kurz vor Hürth noch in einen Stau – sonst wär ich bestimmt eine halbe Stunde früher da gewesen als geplant. Steffi rief dann noch an und fragte, wo ich sei und ich bog einfach mal eine früher ab und landete sonstwo. Schnell gedreht und zurück und schon bald stand ich auf dem Parkplatz hinterm MMC. Steffi stand schon da und wartete. Nach einem kurzen wir-haben-beide-was-im-Auto-vergessen-und-müssen-nochmal-zurück-latschen gingen wir dann endlich ins Foyer. Hans-Bernd saß schon auf der Heizung neben der Tür, ein paar andere Mediabolo-Menschen bereiteten alles für die Ticketausgabe vor und es waren sogar schon verhältnismäßig viele Leute da. Wir setzten uns an „unseren“ Tisch (vielleicht sollten wir uns da mal eine gemütliche Sofa-Ecke einrichten? :lol: ) und warteten auf das „Soooo, wir beginnen nun mit der Kartenausgabe.“, was jedoch nicht kam. Mediabolo fing einfach so an und wir stellten uns in die Schlange. Ganz so viele Leute waren ja zum Glück noch nicht da, sodass nur ca 10-15 Leute vor uns dran waren. Steffi hatte vorher erzählt, wer denn so da sein würde und wir dachten, es würde eine Folge in der Wohnung werden. Hans-Bernd saß nun am Tresen, telefonierte, sang bei dem Lied mit, was gerade im Foyer lief. Dann erklärte er einem seiner Kollegen, wo er die Statisten hinschicken solle. Aha. Also wohl doch Schillereck. Oder Jürgen macht ne Einweihungsparty mit Gästen. Aber auch eher unwahrscheinlich. Na mal sehen, was kommt.
Da Steffi und ich beide einzeln eine Karte gebucht haben, gingen wir zusammen hin, als wir dran waren, und fragten, ob wir nebeneinander sitzen könnten. „Geht auch hintereinander?“ Ich denk mir so: „Hallo? Warum hintereinander? Es ist noch niemand hier, aber wir sollen hintereinander sitzen oder was??“ und frage ihn dann „Hm… haben Sie denn keine 2 Plätze mehr nebeneinander frei?“ Er druckst ein bisschen rum, gibt uns aber dann doch 2 Plätze in „unserer“ Reihe (ohne, dass wir ihn danach gefragt haben). Wie überaus freundlich.
Wir füllen die Zettel aus und ich gehe sie wieder wegbringen. Ich muss sogar Schlange stehen o.O Beim letzten Mal waren sie ja ganz verzweifelt, dass wir schon die Zettel unten abgerissen hatten, dieses Mal erklärte die Tante jedem einzeln das System des Einlasses. Wann wer mit welcher Farbe um wie viel Uhr und lauter anderen Kram. Das erklärte auch die Schlange ^^ Als ich ankam, sah ich sie gerade noch entsetzt auf den abgerissenen Abschnitt starren, sagte ihr schnell „Ich weiß schon alles“ und sie war doch halbwegs beruhigt.
Dann geht unsere Wartezeit also in die zweite Runde. Während wir da sitzen, laufen hinten neben der Tür vom Foyer in den Flur immer mal Menschen die Treppe rauf und runter. Plötzlich auch jemand mit einem Pferdekopf auf dem Kopf. Huch? Also Karneval! Irgendwann läuft auch Tobi mit nem Eishockey-Shirt (?) die Treppe runter und einige Minuten später mit einer blonden Perücke wieder hoch. Ahja. Na der hat anscheinend auch Spass dabei :mrgreen: Es kamen auch noch Frauen in bunten Kleidern und pinken Röcken rauf, das Pferd lief mehrmals rauf und runter. Irgendwann ging auch Jacky Chan die Treppe hoch. Auf halber Strecke warf er einen Blick ins Foyer, sah uns und winkte uns zu. Wir winkten zurück und freuten uns, wieder hier zu sein. Ist doch auch irgendwie schön, dass einen schon so einige Leute kennen :lol:
Wir schwelgten ein wenig in Erinnerungen – was uns hier im Foyer schon so alles passiert war!? Da war uns ja nicht nur Maikes persönlicher Jacky Chan begegnet, hier waren auch Sektkorken hinter die Absperrwand geflogen, wir hatten aus Versehen irgendwelche Dreharbeiten im Raum schräg über den Toiletten gestört indem wir so lachen mussten, als Katrin und ich uns bei der Karnevalsfolge Schnurbärte angemalt hatten, Onkel Eduard-Rolf hatte uns an der Tür nicht reingelassen sondern uns gefragt, ob wir kein zu Hause hätten und und und und und.
Als es nicht mehr lange hin war bis zum Einlass, brachten wir unsere Sachen zur Garderobe, gingen noch mal an der Wölkchenwand runter zum Klo und stellten uns dann neben die Einlass-Tür und warteten. Uns fiel irgendwann ein, dass Christian sich doch mal so kaputt gelacht hatte über Cordulas Wort „Schmuckzapfen“, die ja dann leider dem Schnitt zum Opfer fielen. Uns aber fiel die Folge partout nicht wieder ein. Habe eben mal nachgeguckt, das war die AZ vom 17.01.2007, aber ich hab keine Ahnung, welche Folge das war.
Etwas verspätet durften wir dann so gegen viertel nach sieben endlich rein gehen. Wir gingen vorbei am Schillereck und dann ganz schnell auch am Mediabolo-Platzanweiser vorbei, bevor der uns wieder auf die Küchenseite setzen konnte. Schnell zur Türseite, dritte Reihe, ganz an den Rand und hingesetzt. Super Plätze :-) Jetzt hieß es erneut warten. Wie immer. Aber es war diesmal ein bisschen anders. Sonst starrte man immer in die Wohnung und suchte nach neuen Gegenständen, die einen Hinweis auf die Folge geben könnten. Aber jetzt? Die ganze Wohnung stand ja voll mit neuen Gegenständen und Möbeln. Sieht aber besser aus, als ich befürchtet hatte. Gut, das weiße Sofa ist weg, das hätte eigentlich schön da bleiben können. Jetzt steht da eine braune, durchgesessene Couch. Ansonsten ist die Wohnung vielleicht etwas voll geworden, aber man sieht, dass da jetzt ein Mann drin wohnt. Nach einer Weile kam dann Christian – yay – und machte das Warm-up. Er pickte sich Melanie und Petra (Petra?) aus dem Hunsrück raus, Melanie sollte nun mal zeigen, wie man im Hunsrück so richtig abgeht. Ich stupste Steffi an und meinte lachend: „Cor-du-la! Cor-du-la!“, wie es einmal eine Frau getan hatte. Melanie konnte es aber besser, wirbelte beim Jubeln, Klatschen und Trampeln sogar noch ihre Haare durch die Gegend und schleuderte ihr Arme herum. Christian lachte und meinte, das wäre ja schon ganz gut gewesen, aber nun solle sie es nochmal so versuchen dass es nicht so aussieht, als hätte sie heute morgen vergessen, ihre Pillen zu nehmen. Christian forderte Petra auf, mitzumachen, weil sie so schadenfroh daher lachte. Anschließend sollte es der Sitznachbar aus Gummersbach auch mal versuchen, der rief laut „Juchuuuu!“ :lool:
Während des Warm-ups beobachteten wir auch immer das Geschehen links neben uns hinter dem schwarzen Vorhang. Steffi und ich erinnerten uns daran, wie dort einst Kisten gestanden hatten und sämtliche Comedians mit Getöse, Geplapper und Gelächter gegengelaufen waren. Die Kisten standen nun zwar nicht dort, aber vielleicht sah man ja doch etwas. Es kamen 1-2 Mal eine Trupp verkleideter Statisten vorbei, einer davon kam an einem Übergang vom einen zum andern Vorhang gegen den Stoff, der ein wenig wegwehte. Viel sehen konnte man trotzdem nichts, lediglich ein paar Männerbeine, das in grüner Strumpfhose dort lang stapfte. „Maddin geht als Robin Hood!“ schoss es mir durch den Kopf, ich teilte diesen Gedanken Steffi mit und kurz später kam dann Maike. Sie erkundigte sich beim Publikum, ob Christian nett zu uns gewesen wär – „Jaaa!“ kam es vom Publikum. Sie meinte, dass es letztes Mal im Foyer so kalt gewesen sei, ob es dieses Mal denn warm genug gewesen wäre – „Joa.“ kam es etwas verhalten vom Publikum zurück. War aber halbwegs ok. Dann fragte sie, wen Christian denn dieses Mal geärgert hätte und kam zu den Mädels in der ersten Reihe. „Die kommen aus dem Hunsrück.“ erklärte Christian und Maike flüsterte ihm zu „Da können die ja nichts für.“ :lol: Nach einer Runde Spökes mit Maike und Christian holte Maike dann Jürgen Vogel rein. Er erzählte, dass er nur einmal bei Karneval in Köln gewesen. Er würde auch eigentlich keine Karnevalslieder kennen, er kenne nur das – und er machte es gröhlend nach – folgende: „Uuuööaahaaa Kölleeeeee!!!“ Deshalb fragte er, wer denn im Publikum aus Köln käme. Ungefähr 3-5 Leute meldeten sich. Dann fragte er lachend, wer denn aus Düsseldorf käme, freudig rufend meldeten sich 2-3 Leute, über die Jürgen wiederum lachen musste.
Maike fragte Jürgen dann, ob er die nächsten Gäste reinholen wollen würde. Aber er wollte nicht so gerne. Maike meinte lachend, er würde bestimmt die Namen noch nicht so kennen. „Genau.“ Christian hielt Jürgen dann sein Mikro hin, Maike ebenfalls. Dann sah sie, warum er ihm das Mikro hingehalten hatte – es klebte ein Spickzettel dran! :lool: Jürgen las also vor: „Jürgen Vogel!!!“ :lool:
Als nächstes kam dann jedoch Lisa Feller, als Cowgirl verkleidet, danach Olli Welke. Ich rätselte kurz, ob er auch als irgendwas verkleidet war, er hatte unter seiner Jacke etwas an, was nach einer schwarzen Weste aussah. Aber es war lediglich ein Pullover mit Reißverschluss. Vielleicht liegts daran, dass wir ihn in der Schillerstraße ja sonst noch nie in normalen Klamotten gesehen haben. War aber schön so :mrgreen: Dann überlegten sie, ob sie den nächsten Gast reinholen sollten. Maike: „Deshalb haben wir ja auch etwas später angefangen, weil wir uns erstmal noch ne Runde kaputt lachen mussten.“ Jürgen rief nach Maddin und meinte, der solle lieber hinten bleiben, dann sei die Überraschung größer. Das meinte Maike auch. Maddin rief von hinten um die Ecke laut „Halloooo!“ aber es hörte fast keiner. Deshalb lief Maike nach hinten, Maddins Mikro wurde kurz angemacht und er konnte das Publikum begrüßen und das Publikum ihn. Thomas M. Held, vom dem Steffi auch vorher gesagt hatte, dass er kommen würde, kam leider nicht. Schade fand ich. Naja, Christian sagte noch mehrmals, dass wir doch allen Bescheid sagen sollen, dass sie am Freitag Schillerstraße gucken müssen, „schreiben Sie noch Rundmails, sagen Sie Ihren Freunden Bescheid!“ Wir sollten das auch in unseren social networks bekannt geben (mir ist jetzt kein anderer, besserer Oberbegriff für StudiVZ, wkw, Lokalisten und Co eingefallen…) und er nannte eines, in dem schätzungsweise vielleicht gerade mal 1/6tel des Publikums angemeldet sein könnte, wenn überhaupt. Halt nicht so ein großes, musste ich auch erstmal ein bisschen drüber lachen. Aber er hatte es ja nur gut gemeint ;)
Macht ja nix, wir sollten dann nochmal hin und her gedreht werden. Karina lief vorbei und Christian fragte sie, warum sie denn nicht oben sei, um den Knopf zum Drehen zu drücken. Sie wollte anscheinend jemanden holen gehen, Christian fragte schonmal das Publikum, ob das jemand könne. Dann ging er zu dem Gummersbacher in der ersten Reihe und fragte „Kennen Sie sich mit Knöpfen aus?“ Der verneinte, was Christian lustig fand und meinte, das wäre ja schlecht, oder schade.
Kurz später war aber jemand da und wir wurden nochmal hin und her gedreht, Christian wollte die Fahrchips einsammeln kommen und dann konnten wir auch schon bald anfangen. Christian wünschte dem Publikum noch viel Spaß und ging dann um die Ecke. Da saßen wir ja neben seinem Stehplatz und wir bekamen auch noch ein „N’Abeeend!“ :D Er auch ;) Maike ging auf die Treppe, um die Anmoderation zu machen, Jürgen ging in die Wohnung. Er setzte sich eine Oma-Perücke auf, die, wie Steffi mir schon erzählt hatte, zu seiner neuen Rolle gehörte: er hatte wohl ein Angebot von der Telenovela „Verliebt in Köln“ bekommen und sollte da eine Oma spielen. Oma Liese oder so. Jedenfalls meinte Maike aber, er solle die doch nochmal abnehmen, weil sie sonst bei der Anmod so lachen müsse. Er nahm sie also wieder ab und setzte sich brav in einen Basketballstuhl und wartete ab. Maike begann zu sprechen und drehte sich dabei einmal rum. Als sie Jürgen nicht mehr sehen konnte, setzte er die Perücke wieder auf.
Die Folge erzähle ich euch dann mal eher kurz (bzw. versuche ich es :lol: ). Es fing damit an, dass Jürgen seinen Text lernte. War schon deshalb zum Schreien komisch, weil er eine Oma-Stimme nachmachte und auch Oma-mäßig durch die Gegend lief (gekrönt durch ein Oma-Kleid, was er anzog, da es ja durch Method-Acting einfacher zu lernen sei). Maike gab ihm noch die Anweisung in verschiedenen Stimmlagen den Text zu lernen - :lool: :lool: :lool:!!!!
Dann kam Olli um die Ecke. Er ging erst zur Haustür Nummer 7, meinte dann mehr oder weniger leise „Oh, falsche Haustür!“ dass man hätte denken können, das war gerade keine Absicht gewesen. Er wohnte übergangsweise bei Jürgen, da es ihn wohl irgendwie störte, dass der Neue von seiner Frau schon eingezogen war. Jürgen tröstete Olli mit einer laaaaangen, feeeeesten Umarmung (ich glaub da liefen mir zum zweiten Mal die Tränen vor Lachen, aber irgendwie war es auch ein bisschen süß :lol: ). Olli übte dann mit Jürgen seinen Text, Olli spielte seine Rolle als völliger Vollpfosten (Lachtränen Teil 3! – dieser Gesichtsausdruck!!!!!!! :lool: :lool: :lool: ).
Irgendwann kam dann Maddin um die Ecke. Die Zuschauer schmissen sich direkt weg und applaudierten schon bevor er durch die Tür kam – er kam tatsächlich als Robin Hood. Und zwar in einer grünen Strumpfhose (unter der man manchmal die Unterhose durchsehen konnte, zumindest vorne an der Tür :lool: ). Er hatte einen Seesack auf dem Rücken, aus dem ein großer Bären-Kopf raus lugte. Meine Güte, es war herrlich! Die Strumpfhose hing sonstwo, sodass Jürgen meinte, das wäre eine Baggy-Strumpfhose, Olli (oder war’s auch Jürgen?) meinte, Maddin hätte ne Pampers drunter. Irgendwer fragte Maddin auch, ob er sich in die Hose gemacht hätte. Aber nein – er wollte Karneval feiern! „Im Schillereck sind schon über 100% Frauen! Und von den über 100% sind 2/3 Basilianerinnen!“ Olli wollte aber nicht, weil er an Karneval schonmal von ner Horde Schlümpfe verkloppt wurde. Und außerdem kommt er ja auch aus Bielefeld, da ist Karneval ja eh nicht wie in Köln. Da braucht man sich nicht verkleiden, um sich zu besaufen. Ich weiß jetzt auch gerade nicht mehr, ob er das vor oder während der Aufzeichnung sagte, aber er meinte „Karneval ist die Zeit, in der du auf der Straße auf der Kotze ausrutschst.“ Könnte vor der AZ gewesen sein.
Nach einer Weile Engelchen-und-Teufelchen-Spielen stritten Olli und Jürgen sich noch kurz um’s Kostüm und wer als erstes ins Bad zum Umziehen darf, dann ließen sie Maddin allein. Er wollte jetzt erstmal was trinken. Steffi: „Ein Biersche!“ Maddin: „Ein Biersche!“ :lool: Er ging in die Küche und machte einen Schrank nach dem anderen auf, fand aber nichts. Man hatte die ganze Zeit schon immer Maikes Anweisungen über die Boxen gehört. Also nur leise, man konnte es auch nicht immer so verstehen, aber als Maddin da verzweifelt nach dem Kühlschrank suchte, hörte man Maike wieder: „Das weiße!“ …. „Hinter dir!“ … „Links!“ oder so ähnlich. Steffi und ich lachten alleine darüber, da es ansonsten keiner mitbekommen hatte, aber wir fanden es sehr lustig! Maddin hatte dann den Kühlschrank gefunden und ein Kölsch rausgeholt. Damit ging er zum Boxsack und erzählte diesem, warum er eigentlich ins Schillereck wollte: Lisa arbeitete nämlich nun dort als Bedienung und er fand sie wohl ganz nett ;-) Jürgen kam dann wieder, er war als Vogel verkleidet :lol: Gut, das fiel uns erst später so richtig auf, denn er war ein Hahn. Maddin fragte, ob er auch was trinken wolle, „Ja, ein Wasser.“ Maddin guckte ihn an, zeigte ihm nen Vogel (einen Vogel, haha :lool: :doof: :lool: ), lachte und holte ein Bier aus dem Kühlschrank. Pfaff Kölsch! 1-2 Tage vorher hatte ich bei einem Blick auf das an der Wand hängende Karaoke Party-Plakat noch überlegt, warum da eigentlich Pfaff Kölsch drauf stand, wenn das doch sonst nie so wirklich zur Geltung kam (und bei Cordula gabs ja meist Gaffel und dann und wann Reissdorf). Aber jetzt! Pfaff Kölsch! :D Jürgen: „Ja, das ist alkoholfreies Kölsch.“ Was Maddin doch etwas sinnlos fand, aber besser als nix.
Später kam Olli raus, als Jack Sparrow, „Schonnie Depp“. So gingen sie dann gemeinsam rüber ins Schillereck. Sie gingen so langsam, dass wir sie beinahe mit der Tribüne überholten. Ich weiß nicht, ob Maike dafür schon vorgesorgt hatte oder die Anweisung sowieso geben wollte, jedenfalls kam etwa bei der Hälfte die Anweisung an alle, wer zuletzt im Schillereck sei, müsse zahlen. Also rannten die drei los. Eigentlich kamen sie etwa gleichzeitig an, doch Maddin wurde wohl trotzdem Letzter. Im Schillereck waren bereits ein Haufen verkleideter Gäste an den Tischen und am Tresen verteilt, auf dem gemütlichen Sofa saß natürlich keiner :lol: Da setzten sich die Jungs dann jedenfalls hin. Lisa kam auch kurz darauf zum bedienen, sollte aber Jürgen ignorieren, was sie ganz gut machte. Ich weiß nicht mehr genau, worüber sie so redeten, jedenfalls zickten und ignorierten Lisa und Jürgen um die Wette, bis Maddin die Anweisung bekam, es süß zu finden, wenn Lisa sich aufrege. Leider hatte sie sich ja bisher ja nicht wirklich aufgeregt, also haute Maddin sein Glas um, sodass Jürgens Hahnenkostüm etwas nass war. Der Mönch hinter der Teke wischte es gemeinsam mit Lisa wieder auf, die sich aber immer noch nicht so recht aufregen wollte.
Im Hintergrund, also hinter der Sofaecke am Tresen, saß ein Gast in rotem Karo-Hemd, Lederhose und Kuh-Hut. Da er ja im Hintergrund war, war er meist eher unscharf, aber je länger ich ihn mir anguckte, desto bekannter kam er mir vor. Ich meinte zu Steffi, dass das der Thomas M. Held von Sechserpack sein könnte. Sie rätselte nun mit. Irgendwann war ich mir aber sicher, dass er es war und kurze Zeit später war er, auch wenn er bis jetzt nichts gesagt hatte, sondern nur das Geschehen im Vordergrund beobachtete, auch mal alleine im Bild. Ich kann es leider nicht mehr so genau erzählen wie es war, aber es war soooo genial lustig! Er sprach nämlich irgendwann die Gruppe an, bzw. fing an, für Jürgen ein Lied zu singen. Es klang erst etwas bayrisch, war aber Österreichisch. Er sang irgendwas mit Kukuriku oder so und man merkte, dass er einen schwulen Österreicher spielte, der anscheinend auf Jürgen stand. Maddin bekam die Anweisung, ihm pantomimisch zu zeigen, dass Jürgen auf ihn stehe. Maddin stellte sich also hinter Thomas, machte eindeutige Bewegungen und krähte wie ein Hahn. Ich weiß nicht, ob Thomas oder Jürgen das kapiert haben, aber es war sehr lustig! Später setzte Thomas sich dann mit aufs Sofa und erzählte, dass er aus Salzburg (oder aus der Nähe von Salzburg?) kommt und jedes Jahr zu Karneval nach Köln fahre, um zu feiern. Irgendwer meinte, hier sei ja auch eine grandiose Stimmung :lol: es lief nämlich keine Musik. Ich dachte mir schon, dass die sicherlich hinterher drunter gelegt wird, da man ja sonst nicht vernünftig schneiden kann. Das erklärte Maike hinterher auch noch dem Publikum, als sie Olli lobte, dass er irgendwann zu Lisa meinte, sie solle lauter reden oder zu ihm hinkommen, es sei so laut hier, da könne er sie nicht hören/verstehen, wenn sie hinterm Tresen steht und er vorn sitzt.
Später überlegten Thomas, Jürgen & Co, welche Karnevalslieder sie denn kannten. Ich hab vergessen, welches das erste war, auf das Thomas kam, aber jedenfalls kannte ich es auch. Er hatte aber auch ein Lieblingslied, das war „das mit dem Trömmelsche“. So sangen sie dann zusammen „Denn wenn et Trömmelsche jeht“, das Publikum sang mit und die Comedians fingen an, eine Polonaise zu machen. „Jetzt ist es zu Ende.“ meinte ich und sah neben mir Karina und Christian an den Rand vom Set laufen, die den Statisten sagten/zeigten, dass sie bei der Polonaise mitmachen sollten. Jürgen und Olli hatten den Statisten vorher schon angedeutet, sie sollten mitmachen, aber sie waren alle sitzengeblieben. Auch auf Christian und Karina reagierten die zwei am ersten Tisch nicht, das Mädel guckte nur mit einem verpeilten, „ich weiß nicht was ich machen soll“-Gesichtsausdruck aus dem Set raus. Na so schwer war die Aufforderung ja nun nicht. Jedenfalls setzten sich die Comedians wieder hin, Christian und Karina gingen erfolglos wieder zurück auf ihren Platz.
Steffi fand es nun auch komisch, dass die die Polonaise nicht als Schlussbild genommen hatten, das wäre ja ein schönes Ende gewesen. Naja, vielleicht wäre es ein schöneres End-Bild gewesen, wenn auch die Statisten bei der Polonaise mitgemacht hätten.
Es kam aber trotzdem nicht mehr so viel. Thomas hatte sich halt ein wenig in Jürgen verguckt, der meinte, dass er schon vergeben sei, an Maddin. Das mache ja nichts, weil Thomas ja auch vergeben wäre. Jürgen sei aber doppelt vergeben, denn er hat ja auch noch Olli. Das machte Thomas aber auch nichts aus. Dann kam jedoch Lisa, um Jürgen zu retten, sie spielte die eifersüchtige Freundin von Jürgen, dieser Plan funktionierte. Kurz später war dann die Folge auch vorbei. Es wurden noch eben ein paar Fotos gemacht und schon eilte das Publikum hinaus. Christian stand noch herum, ich überlegte kurz, ob ich ihn fragen sollte, ob er gleich noch vorne durch kommt. Dachte aber, dass er das sowieso machen würde, lief noch kurz fast einen Typen um und überholte dann mit Steffi die Publikumsschlange, die nach draußen kroch.
Wir holten unsere Sachen von der Garderobe, setzten uns damit wieder an „unseren“ Tisch und warteten. Und warteten und warteten. Hm. Christian kam nicht vorbei :-( Steffis Hauptwunsch heute war ein Foto mit Lisa Feller. Die Idee fand ich gut und dachte, dann könne sie auch direkt mal in mein Autogrammbuch schreiben. Das Publikum war schon etwas länger weg, Jacky Chan-Joy stand schon eine Weile an der Studio-Eingangstür herum und wartete anscheinend mit irgendwem auf irgendwen. Dann kam Lisa raus. Sie unterhielt sich zuerst noch mit einer Reihe Leuten, kam dann aber doch irgendwann rüber. Steffi fragte sie nach einem Foto und es war irgendwie ganz lustig zu sehen, wie „neu“ das für Lisa war. Steffis Fotoapparat-Akku entschied sich spontan, leer zu sein, als nahm ich meinen. Der Akku dachte sich dasselbe, aber er war noch nicht ganz leer. Erst ein Foto mit Steffi, dann ein Foto mit mir. Nach einem Autogramm fragte ich sie nicht mehr, da man ihr schon anmerkte, dass sie wohl nicht ganz so viel Zeit hatte. Oder es war ihr in irgendeiner Art unangenehm. Jedenfalls muss sie sich an sowas wohl erst noch ein bisschen gewöhnen ;) Lisa verabschiedete sich, ich meinte „Bis zum nächsten Mal!“ und verwirrte sie damit anscheinend nochmal ein bisschen :lol:
Als Lisa gegangen war, warteten wir also nun auf Maike. Eine Weile später kam Jürgen Vogel mit einer Gruppe von Leuten raus, brachte die zur Foyer-Tür und ging dann mit zweien wieder zurück. Das eine war sicher seine Tochter, das andere vielleicht seine Freundin oder so. Jedenfalls haben wir ihn mal nicht angesprochen. Und dann kam auch endlich Maike raus. Sie unterhielt sich auch erstmal mit den Leuten, die schon mit Lisa gesprochen hatten. Dann ging sie mit der ganzen Gruppe in Richtung Tür, meinte aber zu ihnen, sie sollen schonmal vorgehen, da sie ja dann bei uns einen Zwischenhalt machte :D
Wir fragten sie, wer denn am 10.2. da sei, weil das unsere nächste Aufzeichnung werden würde. „Also Jürgen Vogel ….“ – ach was! :lool: Sie wusste es ansonsten nicht ganz genau, aber die, die noch auf Maike wartete, hatte einen dicken Ordner unter dem Arm und guckte mal nach. Und guckte und guckte und fand nichts. Steffi und ich wollten schon sagen, dass es so wichtig ja nun auch nicht sei, doch nach einer Weile hatte sie den Zettel dann doch gefunden. Yeah! Ein cooler, neuer Gast. Max Giermann! :hu: De find ich toll, seit er mal mit Olli Welke bei Frei Schnauze dieses Jeder-sagt-ein-Wort-Spiel gespielt hat und es richtig super war!
Ich fragte noch nach, wie es mit „World of Comedy“ aussieht, ob es da ne zweite Show von geben wird. Maike erzählte, dass sie gerade an einer kürzeren Fassung der ersten Show schneide. Die werde dann in Kategorien unterteilt, es werden nochmal ein paar neue Moderationen von Dieter gedreht und eben alles etwas kürzer gefasst. Das kommt dann am 21. Februar nach DSDS und den 10whatever. Also alle gucken ;) Je nachdem, wie das dann läuft, entscheidet sich das dann wohl, ob eine neue WoC produziert wird. Hab ich jedenfalls so verstanden. Ich fragte auch, ob es denn nicht auch mal interessant wäre, englischsprachige Comedians auch sprechen zu lassen. Maike glaubte, das würde wohl nur funktionieren, wenn die dann so ein Kauderwelsch reden. Und fragte uns, ob wir ein bestimmtes Youtube-Video kennen würden, was sie so lustig findet. Ich kannte es, Steffi nicht. Maike: „Dann guck’s dir auch nicht an!“ :lol: wenn’s denn dann ein neues WoC gibt, soll es ja dann erst da gesehen werden ;)
Dann fragten wir (bzw. ich), ob Thomas Auftritt nur einmalig gewesen wäre und Maike fragte direkt, ob wir es auch so lustig gefunden hätten. Allerdings! Aber es war wohl nur einmalig. Da er ja auch einen schwulen Salzburger gespielt hatte, würde es wohl auch schwierig sein, das so beizubehalten. Das stimmt. Aber es wäre sehr schön gewesen.
Maike fragte, ob Svenja denn nicht da sei, sie hätte gedacht, sie würde auch kommen. Hmm nee? Fand Maike wohl schade, wunderte sich, warum sie dachte Svenja würde kommen und stampfte ein bisschen auf dem Boden rum :lool: Steffi sagte, dass Svenja ja gerade am Umziehen sei, Maike fragte, wohin sie umziehe und ob wir denn noch alle da wohnen würden, wo wir halt gewohnt haben. Ich meinte, dass ich jetzt wieder da wohnen würde und Maike sagte gleich „Achja, du warst ja in München!“ Ich sagte, dass sie die Pause gut gelegt hätten, da die Pause anfing, als ich in München angefangen habe und jetzt die Pause vorbei ist, wo ich wieder zurück bin. Maike erzählte, sie hätte an dem Tag ein paar Interviews geführt, auch ein paar Telefon-Interviews und irgendwer hätte gefragt, warum sie denn 1 ½ Jahre Pause gemacht hätten. Sie wollte ihm dann erzählen, dass die Anne ja so lange in München war und sie deshalb auf mich warten mussten – „aber ich dachte, der kennt die Anne ja nicht, drum hab ich ihm was anderes erzählt“ :lool: :lool: :lool: Das fand ich gut und sagte, dass sie ja dann bitte auch im März keine AZs machen sollten… aber dass ich ja schon gehört habe, dass es im März welche geben wird. Tja. Und Maike sagte, dass es einen ganzen Haufen AZs im März geben wird. So ein Mist. Naja, schade, mal gucken ob es sich vielleicht doch ergibt, dass ich im März nach Köln fahren muss :mrgreen:
Wir sagten, dass wir am 3.2. ja beide nicht da seien, weil an dem Tag so viele Termine sind: Schillerstraße-AZ, Johann Königs letzter Auftritt mit dem alten Programm, Mirjas DVD-AZ. „Und den Johann König hast du noch nicht gesehen?“. Och doch, so ein paar Mal :mrgreen: Wir würden halt zu Mirja gehen. Weiß nicht mehr, was Maike darauf sagte, aber Mirjas Termin war halt eher da :ka:
Mehr fällt mir gerade nicht ein, ob und was wir noch mit Maike gequatscht haben, aber wir haben uns dann von ihr verabschiedet bis in 2 Wochen. Steffi und ich gingen dann raus – bah! was war das kalt!! – und ums Studio rum hinten raus. Wir verabschiedeten uns und gingen zum Auto. Na super. Wie wir befürchtet hatten, mussten wir kratzen. Also ich auf jeden Fall, wie sah’s bei dir aus, Steffi? Irgendwie war der Kratzer in unserem Auto auch ziemlich scheiße, sodass ich trotzdem nicht 100% gesehen habe. Also erstmal nur bis zum Mäckes gefahren und dann anschließend nach Hause. Es war zum Glück nicht ganz so viel los auf der Autobahn, und zum Glück auch nicht glatt, obwohl es zeitweise minus 4 Grad kalt war. Bin gut zu Hause angekommen und dann erstmal ab ins Bett ;)

Noch 2 Sachen, von denen ich nicht mehr genau weiß, wann und in welchem Zusammenhang sie passierten:
Maddin meinte irgendwann, er sei „Robin Hot“
Christian lachte wie immer laut mit, aber irgendwann stellten wir fest, dass er immer erst ein paar Sekunden später anfing zu lachen, wie alle anderen.

„Ich bin ein Star, holt mich hier raus – das große Wiedersehen“ - 01.02.2008 - Hürth

8. Februar 2008

Es ist Freitag, so gegen fünf vor drei. Zwischen drei und halb vier will Kerstin mich abholen, also ziehe ich ein paar Klamotten aus dem Schrank, die ich gleich anziehen will. Mein Handy klingelt: „Taxi ist da!“ – so früh? Wah! Ich springe in meine Hose, schnell T-Shirt und Pulli an, einmal eben Zähne putzen, kämmen, fertig. Noch eben die schon zusammen gelegten Sachen wie Autogrammbuch und Buchungbestätigung in die Tasche geschmissen, Schuhe an, Jacke an und los geht’s.
Wir haben keinen Stau und sind so recht flott in Hürth. Wir parken, lassen unsere Sachen, die wir nicht brauchen und die nur unnötiges Garderobengeld kosten im Auto (Jacke, Tasche). Und los geht’s. Mein erster Gang über fremdes Studio-Gelände *lach* Wie auch beim MMC könnte man sich hier verlaufen, wenn man sich nicht auskennt. Aber Kerstin kennt sich aus und außerdem sind die einzelnen Studios auch ausgeschildert. Auf dem Weg sehen wir Lisa Bund mit Koffer, Mama und Freund, die ebenfalls nicht so genau weiß, wo sie hingehen soll, sie fragt nach und wird von einer Mitarbeiterin ins gegenüberliegende Gebäude geschickt.
Nachdem wir erfolglos alle Türen ausprobiert hatten, gingen wir zurück zur ersten und stellten fest, dass die ja wohl auf ging. Drinnen angekommen haben wir noch fast eine dreiviertel Stunde Zeit bis zur Ticketausgabe. Wir sind nicht die ersten. An einem Tisch sitzt eine Frau (um die 40) mit ihrer Tochter (um die 16). Die Frau hat ein weißes T-Shirt mit einem aufgebügelten Foto von Ross als Dschungelkönig. Sexy … Je mehr Leute kommen, desto mehr müssen wir feststellen, dass eine Menge Asi-Leute zu dieser Sendung kamen. Gut, das hatten wir uns ja schon fast gedacht, aber es hätten doch auch noch ein paar mehr normale Menschen da sein können. Nun ja. So hatten wir aber viel zu lästern. Über eine Frau, dessen Klamotten man wirklich „Zelt“ nennen konnte (oder „Wohnsack“, wie Kerstin so schön sagte *lach*). Über einen Mann mit Dschungeloutfit, der sich einen Plüschkoala an seinen Hut gebaut hatte. Über einen Typen der uns irgendwie von DSDS bekannt vorkam, aber wir wussten auch nicht so recht. Über sich befummelnde Omas und Opas.
Irgendwann gab es dann Tickets und ich habe mich einfach mal so verhalten, wie ich es mit meiner StudiVZ-Gruppe ausdrücke: „Ich drängel nicht, ich stehe aktiv an.“ Nachdem ich festgestellt hatte, dass der rechte Ticketcounter seinen Laptop geschrottet hatte, bin ich also an den linken Counter und bekam dann Tickets mit den Nummern 14 und 15. Was also bedeutete, das ich als 14tes und 15tes da anstand, obwohl ich wohl bei 200 irgendwo gelandet wäre, wenn ich mich richtig angestellt hätte *pfeif* Es war ein Ticket für den A-Block, was Kerstin gut fand, die schon öfter im Studio 8 gewesen war. Während ich in der Schlange gestanden war, war ein Typ reingekommen. Er hatte kleine, abstehende Ohren und man hatte ihn letzte Woche Mittwoch bei DSDS gesehen, wie er „Anita“ gesungen hatte, von Dieter Bohlen als Yoda-Double bezeichnet wurde und dann rausflog. Ich musste grinsen und so wohl auch noch eine Menge anderer Leute, jedenfalls winkte er erstmal einen in die Runde. Später kam eine Reihe Mädels rein, die rote Pappherzen mit Lisa-Aufschriften dabei hatten.
Zurück am Tisch hatte auch Kerstin schon den Ohren-Mann entdeckt, der bereits an einem Tisch saß und Autogrammkarten verteilte. Wir lachten über ihn, ebenso taten es die Damen am Tisch neben uns (ein paar von den seltenen Kandidatinnen, die ok waren zum danebensitzen). Irgendwann begaben sich 3 der vier aber auch zu dem Tisch und besorgten sich ein Autogramm. Maaaann, wie peinlich, da hin zu gehen! Also gingen wir auch hin. Der kann noch nicht mal ordentlich schreiben ^^ Aber naja. Wieder zurück zum Tisch. Gemeinsam mit dem Tisch nebenan regten wir uns alle 2-5 Minuten darüber auf, dass die reinkommenden Leute die Tür nicht hinter sich zu machten und kalte Luft rein kam. Erst lief noch alle Nase lang einer zur Tür und schloss sie, danach wurde den Leuten zugerufen, sie sollten doch bitte mal die Tür zu machen. Und als dann ein Mädel fast von selbst die Tür hinter sich zu zog, gab es sogar Applaus für sie (hat sie aber nicht so ganz mitgekriegt irgendwie *g*).
Nach einer Weile weiteren Wartens zeigte Kerstin mir den Warm-upper für die heutige Aufzeichnung. Es war Marco, ein etwas größerer Mann mit langen, offenen Haaren. Hm. Komischer Typ. Er machte sogar die Durchsagen, dass man seine Sachen an der Garderobe abgeben soll. Außerdem stellte Kerstin mir noch den „Brezelpeter“ vor. Wie der in echt hieß, wusste sie selber nicht, aber es war ein Typ, der wohl immer in der ersten Reihe saß, anscheinend deshalb, weil er das RTL-Catering mit Sachen von seinem Bauernhof bediente.
Irgendwann ging es dann auch mal ins Studio. Erst sollten nur die Leute, die in Block A saßen reinkommen. Das war den Leuten aber mal sowas von scheißegal, in welchem Block sie saßen, es stürmten einfach mal ALLE Leute zum Eingang. Was zur Folge hatte, dass wir beiden A-Leute fast die letzten in der Schlange waren. Als die Einlassleute von vorne riefen, dass nur der A-Block rein darf, gingen geschätzte 3 Leute zur Seite. Nach vielem Drängeln und Schieben kamen wir dann aber auch mal vorne an und konnten rein. Die meisten Plätze drinnen waren schon besetzt, doch in der zweiten Reihe hinterm Kameragang war noch Platz für zwei Leute, dort wurden wir dann platziert. War auch ok da, die Leute neben uns waren in Ordnung. Zweite Reihe war auch top, wir wollten ja nicht unbedingt in Reihe 1 sitzen und dann dauernd im Bild sein. Der Block vor dem Kameragang war nur für geladene Gäste, dort fanden sich irgendwann Lisas Begleitung ein, dann kam auch Ross‘ Mann Paul und begrüßte einige der Leute, die da schon saßen.
Ein Weilchen später setzten sich ein paar Leute vom Produktionsteam hinter uns – yeah! – so werden wir bestimmt nicht gefilmt. Noch später kam ein Fotograf, der vorher schon eine etwas größere Kamera aufgebaut hatte, und erzählte uns, dass er Fotos für eine Ausstellung macht und er jetzt drei Fotos vom Publikum machte, auf denen wir „ruhig und konzentriert“ gucken sollten. Kein Lachen, kein Grinsen, einfach nur gucken.
Dann beginnt endlich das Warm-up (die Leute saßen eh schon ewig da rum). Er quatschte ein bisschen, alberte ein bisschen rum und dachte, er wär ganz besonders lustig, wenn er zwischendurch ein bisschen auf Kölsch rumbrüllte. War er aber nicht. Er meinte auch, er wäre RTLs hübschester Mitarbeiter, jou! o.O
Später steht Frauke Ludowig rechts an der Bühnendeko und wartet darauf, dass Marco sie zu sich ruft. Was er eine ganze Weile später dann auch macht. Sie erzählt kurz was, dann will Marco die Notausgänge erklären. Kann er aber nicht, weil er keine Ahnung hat, wo die sind. Erst sagt er, die wären links, dann meint er wir sollen da lang gehen, wo wir reingekommen sind, dann macht er sich über die Feuerwehrleute lustig, die ihn angeblich anguckten und mit ihren Blicken sagten, er solle die Notausgänge erklären. Achja irgendwann hat er auch noch Erika begrüßt, eine Oma im rechten Block, die wohl schon bei einer ganzen Menge Aufzeichnungen dabei war und angeblich im Olli-Geißen-Pannen-Best-of dabei ist, da sie da mal eingeschlafen ist. Außerdem begrüßte er Costa Cordalis, der die Treppe neben uns runter kam, in der ersten Reihe dann erstmal den Ohren-Typ begrüßte (der da mit einem unscheinbaren grell-orangenem T-Shirt saß …) und dann Desiree Nick, die nicht kam. Stattdessen kam ein Mädel, die sich dort hinsetze (aber sie bekam auch Applaus *g*).
Später meldet sich dann auch mal der Regisseur, dann fängts an. „Es geht los in 5, 4,3, 2, - “. Meine erste Fernsehaufzeichnung, die nach dem Runterzählen nicht mit einem Applaus beginnt. Komisch irgendwie. Aber als 2 Sekunden später Frauke Ludowig aus dem Deko-Busch kommt, springt Marco schon aufgeregt winkend auf und ab und die Leute klatschen (hätten wir aber auch ohne ihn geschafft ^^). Vom Ablauf der Aufzeichnung brauch ich ja jetzt nicht so viel erzählen, könnt ihr ja dann alle im TV sehen. Nur so viel: Desiree Nick kam dann doch irgendwann mal an und nahm den Platz ein, auf dem das Mädel saß. Kurz darauf kam Frauke Ludowig, interviewte Costa und Desiree (die ganz plötzlich den Ross doch ganz gut fand und teilweise wären die Prüfungen ja doch schon hart gewesen – sonst hatte sie doch immer überall rumgeprahlt, wie toll sie doch war und in dieser Staffel gäbe es keine klaren Favoriten). Nach dem Interview verschwand Desiree dann auch irgendwann wieder und tauchte auch später nicht wieder auf.
Nach einer Weile gab es dann die erste Werbepause. Diese dauerte etwas länger als geplant, da an einem Monitor der Stecker kaputt gegangen war. Das hatte Marco auch nicht so ganz verstanden, er meinte erstmal, ein Kabel sei gebrochen und musste uns erstmal erzählen, wie er letztens mit der Straßenbahn gefahren war und da jemand gebrochen hat. Der rechte Block bekam dann „Zusammenhalt“-Bänder verpasst, wie Barbara sie im Dschungel hatte. Kerstin beschwerte sich ein bisschen, sie wollte auch eins haben. Naja, dachte ich mir, vielleicht kriegen wir ja dann in ner anderen Einstellung etwas anderes. Marco ging sich dann erstmal die Lisa-Herzen begucken und fragte ein Mädel, was denn an ihrem Schild falsch sei, drauf stand „Lisa, our Dschungelhero“. Das Mädel ist aber nicht drauf gekommen und irgendwann rief Lisa auch von der Bühne aus „Lass die in Ruhe!“ Sie war vorher mit einer Schlange um den Hals schon mal bei ihren Fans vorbei gelaufen.
Der Stecker war dann irgendwann wieder in Ordnung und es konnte weiter gehen. Als die nächste Werbepause kam, hat Frauke Ludowig vorher angekündigt, dass nach der Werbung Bata kommen würde. Und es wurden wieder Sachen verteilt im Publikum. Dieses Mal haben wir auch etwas bekommen … Recycling-Klorollen. Yeah. Die Barbara-Bänder mussten die übrigens wieder abgeben, durften die nicht mitnehmen. Aber die Klorollen durften wir behalten. Super. Die Rollen sollten wir uns unter den Arm klemmen und wir sollten aufstehen, wenn Bata kam. Gesagt, getan. Sieht sicher total bescheuert aus heute Abend! Kerstin und ich hatten bloß eine Klorolle und keiner wollte sie wirklich haben. Wir schoben sie uns immer gegenseitig zu, letztendlich stand ich dann mit dem Ding unterm Arm da.
Als Bata reinkam, wurde „Michaela“ gespielt und das Publikum sang mit. Auf der Bühne bekam Ross dann erstmal alle Teddys, die die anderen für ihn basteln sollten und Björn schlug vor, sie Zürich zu nennen, „ach nee, Basel“.
Gegen Ende der Aufzeichnung kam dann noch Achim Petry aus dem Busch und sang den Dschungelsong. Die Promis sangen mit und machten eine Art Polonaise durch den Kameragang. Natürlich blieben alle genau vor unserer Nase stehen und als wenn wir nicht schon oft genug im Bild gewesen wären, spätestens dann wird man uns sehen.
Dann gingen alle wieder auf die Bühne um ein paar abschließende Fotos zu machen und interviewt zu werden. Auch Costa kam mit aufs Foto, Desiree war schon weg. Wir waren irgendwie ein bisschen enttäuscht, dass Dirk und Sonja nicht da waren.
Viele Zuschauer gingen dann auch raus, wir gingen nach vorne, um evtl noch das ein oder andere Foto & Autogramm zu bekommen. Andere Leute machten das auch, doch es waren nicht gerade viele. Trotzdem wurden wir vom Personal rausgeschmissen. Draußen gingen wir vorbei an den Menschenmassen, die an der Garderobe ihre Klamotten abholten und gingen zum Hinterausgang. Wir waren nicht die einzigen, die dort standen, denn als wir dort ankamen, standen schon um die 30 Leute da und warteten. Wir ließen aber noch einen Sicherheitsabstand von ca 20 Metern, doch dort durften wir nicht stehen bleiben, weil wir im Fluchtweg standen. Jo, ich glaubs auch! Da ist ne breite Straße, an dessen Rand wir stehen, aber wir stehn im Fluchtweg ^^ Naja, dann stellten wir uns halt doch etwas näher zu der wartenden Gruppe. Brrr, war das kalt draußen!
Als erstes kam Achim Petry raus. Die Leute stürzten sich auf ihn, als der größte Rummel weg war, bin ich dann auch mal hin. Eigentlich wollte ich ja nicht, aber dann hab ich mir gedacht Warum nicht. Die Lisa-Mädels standen auch da rum. Sie hatten jeder mindestens 2-5 Klorollen mitgenommen, ließen pausenlos ihr Handy laufen (Lieder von Lisa ^^) und gingen uns durch ihre Anwesenheit etwas auf den Keks. Der Vater von einem der Mädels fragte, wer das überhaupt sei, wie der Petry mit Vornamen heißen würde. Wussten die nicht. Jo, dann geh ich auch da hin, wenn ich nicht weiß, wer das ist ^^ Eines der Mädels war ganz dreist und meinte: „Wie heißen Sie?“ worauf er erstmal meinte, dass sie ihn nicht Siezen soll. Also fragte sie „Wie heißt du?“ und er meinte, dass er Achim heißt. Der Vater erzählte noch irgendwas von nem Auftritt von Wolfgang Petry, was ich nicht ganz kapiert hab, Achim aber glaub ich auch nicht. Irgendwann ist er dann einfach in das Auto eingestiegen, was da stand, war mir dann aber auch egal, war ja nicht so wichtig.
Es kam dann Björn-Hergen Schimpf. Zu ihm wollten irgendwie nicht so viele, ich glaub es stand aber auch noch irgendwer da rum, Achim vielleicht noch, keine Ahnung. Also gingen wir zu ihm. Wir machten Fotos mit ihm und er wollte das Foto sehen, auf dem ich mit ihm drauf bin. „Die Schöne und der Biest“ meinte er dazu *lach*. Dann fragte ich ihm nach nem Autogramm in mein Buch und er schrieb mir was rein. Erst fragte er nach meinem Namen und meinte dann, Anne sei ein schöner Name. Ich bedankte mich und er schrieb noch „+ Karlchen!“ hinter sein Autogramm. „Karlchen schreibt immer ein bisschen krakelig“ meinte er, als er Karlchen mit einer Grundschüler-Schrift hinschrieb. Danach machte ich ein Foto von Kerstin mit ihm und er hielt seine Hand mit der Zigarette raus. Das sei ja unsportlich. Kerstin sagte ihm, dass sie auch raucht und nach dem Foto erzählte Björn noch ein bisschen von der Zeit nach dem Dschungel. Dass er mit Barbara (Herzsprung) auf dem Hotelbett saß und Zigarette geraucht hat. Dass sie ganz aus Gewohnheit aus dem Dschungel nach ein paar Zügen die Zigarette weitergegeben haben, obwohl sie ja jetzt wieder jeder die eigenen rauchen konnten.
Björn ging dann zum Auto, musste aber noch auf Bata warten, der mit ihm mit fahren würde.
Achja, inzwischen war Lisa auch irgendwann gekommen und das Handy-Gedudel wurde ganz aufgedreht und die Mädels sangen „Ich hab ne Zwiebel aufm Kopf ich bin ein Döner“, wie sie es auch schon im Studio gemacht hatten o.O Als Lisa aus dem Gröbsten raus war, bin ich auch kurz hin, hab mir ne Autogrammkarte geholt, n Foto gemacht und sie wieder ihrem Schicksal überlassen, dem sie sich aber ganz freiwillig hingegeben hat. Sie stand dann später sogar nur noch mit ihren Fans am Rand von der Straße (uuuuh, im Fluchtweg!) und unterhielt sich mit ihnen. Auch sehr nett, aber … die Fans waren bekloppt, haben sich dann sogar Klopapier um den Kopf gewickelt fürs Foto.
Als nächstes kam Ross raus. Er wurde sofort von allen Seiten umlagert, sogar ein paar von den Lisa-Fans verließen Lisa, um sich zu Ross durchzukämpfen. Wir warteten noch. Eike kam raus, ein paar Leute kamen zu ihm. Kerstin machte ein Foto von Eike und mir und ich fragte ihm nach einem Autogramm. Das war auch lustig, die Leute kamen dauernd zu ihm an und fragten ihn, ob er Autogrammkarten habe. Er sagte immer, dass er keine habe und die Leute zogen wieder ab. Ich hielt ihm mein Buch hin und gab ihm meinen Kuli. „Für Anne“ sagte ich und Eike sagte: „Anne, so hieß meine Ex-Freundin.“ Und meinte noch irgendwas, weiß ich gerade nicht mehr so genau, jedenfalls dass der Name Anne jetzt bei ihm irgendwie negativ behaftet ist. Ich entschuldigte mich mich ein bisschen (jetzt nicht ernst gemeint, aber halt so n bisschen) und er meinte: „Nein, du bist ja sicher eine nette Anne.“ und ich meinte „Jaaa1!“ *lach*
Währenddessen war auch noch Bata rausgekommen, der aber auch direkt in der Menge verschwunden war. Barbara kam auch raus, hier waren nicht ganz so viele Leute. Kerstin wollte unbedingt ein Foto mit Barbara, also kämpften wir uns dieses Mal durch die Massen. Ich machte ein Foto von Kerstin mit Barbara, dann wollten wir es umgekehrt machen, doch Barbara hatte sich schon weggedreht. Nach 1000 Mal fragen bekam ich dann auch endlich mein Foto und konnte sie nach einem Autogramm fragen. Sie malte ein Herz in mein Buch und schrieb „Barbara“ drunter. Dann malte sie noch eine Sonne obendrüber und meinte irgendwie, dass die Sonne in mein Leben scheinen soll oder irgendwie sowas.
Eine Weile später war Ross immer noch von Menschen umgeben und ich sah Bata ziemlich alleine in der Nähe des Autos stehen, mit dem er gleich fahren würde und wir gingen zu ihm. Ich bekam noch schnell ein Foto, nach einem Autogramm hab ich nicht mehr gefragt, weil ihn eine Securitytante zum Auto bringen wollte.
Und danach dann irgendwann endlich kamen wir zu Ross durch. Er war immer noch dabei, seine Autogrammkarten zu beschriften und Fotos von und mit sich machen zu lassen. Da stand auch schon wer von der Security rum und wollte ihn mitnehmen, aber ein Foto mit Ross, das musste ich unbedingt noch haben! Erstmal fragte ich ihn nach einem Autogramm, hielt ihm den Kuli hin (da sich sein weißer Edding in meinem Autogrammbuch sicher nicht ganz so gut macht) und fragte ihn, ob er „Für Anne“ schreiben könne. Er schrieb erstmal „Dicke Umarmung, Ross XX“ hin und fragte dann nochmal nach, „Für Anne?“. Es klang wie eine Mischung aus Anne und Anna und ich sagte einfach mal ja. Zum Glück fragte Ross nochmal nach „mit a am Ende?“ und ich sagte „nein, mit e“. Ross: „Ah, danke schön!“ (warum? Ich muss doch eigentlich danken, dass er nochmal nachgefragt hat *g*) und schrieb noch „Für Anne“ drüber. Ich fragte ihn dann „Darf ich evtl. auch noch ein Foto mit dir machen?“ und er so in seiner fröhlichen Ross-Art „Na klar!“ und gab mir einen Kuss auf die Backe. Ich dachte, dass er das für das Foto auch so ähnlich machen würde und … naja, jetzt sieht das Foto halt so aus, wie es jetzt aussieht und ich finde, es sieht hammergeil aus! Eines der tollsten Fotos, die ich hab mit irgendwem.
Als wir auf den Rest warteten, sah ich Paul (also Ross‘ Mann) irgendwo am Rand stehen. Er hatte das Dschungelzepter in der Hand und wartete auf Ross. Hm, mit dem Zepter könnte man doch auch ein tolles Foto machen! Auf dem Weg in Richtung Paul fragte ich Kerstin noch schnell, ob Paul denn Deutsch spricht, aber sie wusste es auch nicht. Also nahm ich Anlauf und sprang in das erstbeste Fettnäpfchen *lach*
Im Fernsehen hatte er ja immer auf Englisch seine Interviews beantwortet, aber wenn er schon so lang mit Ross in Deutschland wohnt, müsste er ja eigentlich auch Deutsch sprechen. Ich also zu ihm: „Ähm, tschu- sorry- öh … can you speak ger- kannst du Deutsch?“ Er meinte belustigt „Ja!?“ und ich musste erstmal lachen. Ich fragte ihn dann, ob ich n Foto mit dem Zepter machen könnte und er zeigte mir, dass es kaputt war. Tatsächlich *lach* was ist denn das für ein Billig-Zepter? Es war mit Krepp-Klebeband zusammen geklebt. Also schlug ich vor, dass er es halten würde. So kam es dann also noch zu einem Foto von mir mit Paul und dem Zepter.
Dann erfuhren wir, dass die anderen nicht mehr kommen würden. Na klasse. Ich wollte doch noch ein Foto mit Michaela haben! Aber gut, ich hatte ja ein supertolles mit Ross. Wir wollten zum Parkautomaten und dann zum Auto gehen, wurden aber erstmal von einem Sicherheitstypen aufgehalten, der das Parkticket sehen wollte, damit wir da durch kommen. Wie bescheuert ^^ Naja, wir zum Parkautomaten. 3 Euro. Passend zahlen. Wir hatten einen 10€-Schein und einen 5€-Schein und 2,50€ klein. Und nu? Egal, Kerstin hatte da schon Erfahrung mit und wir gingen zum Auto. Auf dem Weg dahin kamen wir an dem Café-Restaurant vorbei und sahen Michaela dort sitzen, zusammen mit dem Rest, der nicht rausgekommen war und Eike. Hm. Naja. Ein anderes Mal. Erstmal ins Auto, Jacke an, Heizung an und los. An der Schranke dann wurde auf den Knopf gedrückt und der Pförtner meldete sich. Kerstin berichtete, dass wir kein Kleingeld hatten und auch keiner wechseln konnte (war ja auch keiner da). Als er fragte, ob wir im Café nachgefragt hätten, sagte Kerstin, dass die Security uns da nicht reingelassen hatte. Stimmt nicht ganz, aber wir wären da sicherlich nicht rein gekommen. Da ging die Schranke hoch und wir durften rausfahren. Nett! :D
Wir fuhren dann erstmal zu McDonalds (wo es wegen möglicher Karnevalsrandale keine Tabletts gab ^^) und aßen Pommes bzw. Cheeseburger. Danach gings dann auf nach Hause. Da waren schon alle im Bett, also legte ich noch ein paar Kabel durch den Flur, um ins Internet zu kommen und auf die Fotos zu warten. „Heute mal früher ins Bett gehen“ klappte nicht ganz, aber irgendwann so um 2 Uhr rum kam ich dann auch mal ins Bett.

“Morgen mach ich Schluss! … Wahrscheinlich” - 7.12.2007 - Hagen

8. Februar 2008

Endlich war es wieder so weit – Mirja Boes live! Juchu!!! Ich hatte mir eine Mitfahrgelegenheit rausgesucht, die mich für 30 Euro von München nach Düsseldorf bringen würde – hätte sonst auch für mindestens das Doppelte mit der Bahn fahren können… Morgens Schule, noch die letzten Stunden Rechnungswesen, nachmittags um halb drei dann nach Hause. Sachen zusammen gepackt, noch eben was gegessen und los gings. Laptoptasche über der Schulter, kleine Tasche am Arm, große Tüte mit Bettdecke & Schuhen in der Hand. Etwa eine Stunde später stand ich am Münchener Flughafen am Besucherpark an einer Bushaltestelle. Viertel vor sechs hatten wir, gegen sechs war Treffen. Ich hoffte, dass die Mfg pünktlich kommen würde, da ich am besten Punkt 6 Stunden später in Düsseldorf am Hbf sein musste, um die letzte Straßenbahn um 0:07 Uhr noch zu bekommen. Doch um sechs hielt niemand an der Bushaltestelle (bis auf ein paar Busse). Und es wurde zehn nach sechs. Zwanzig nach sechs. Ich wurde doch etwas sauer und gleichzeitig auch verunsichert, ob da jetzt denn noch wer kommen würde – und was würde ich machen wenn nicht? Ich schrieb eine SMS, dass die doch bitte mal kommen könnten, da ich sonst in Düsseldorf arge Probleme mit der Straßenbahn bekommen würde. Eine Antwort kam nicht. Irgendwann dann so um halb sieben hielt endlich ein Auto mit WES-Kennzeichen, auf das ich seit einer halben Stunde wartete. Die zwei entschuldigten sich, er hätte dann doch noch länger Uni gehabt. Sie ging dann erstmal nochmal über die Brücke zur S-Bahn-Station, da eine weitere Mitfahrerin noch fehlte – hallo, schonmal was von Pünktlichkeit gehört??? Die andere Mitfahrerin war eine Japanerin und hat irgendwie nix gecheckt, wo sie hin soll. Aber so gegen zwanzig vor sieben gings dann endlich los. Die beiden waren irgendwie n bisschen komisch, wir haben kaum geredet. Um nicht zu sagen gar nicht. Keine Ahnung, wie die heißen. Aber sie waren doch eigentlich einigermaßen nett, fragte mich, wo ich in Düsseldorf hin müsse, da ich die Straßenbahn sicher nicht mehr bekommen würde. Also schrieb ich Katrin, wo sie denn überhaupt wohnt, Stadtteil-technisch, und so war dann schon bald geklärt, dass ich quasi bis fast vor die Haustür gefahren würde. Die Japanerin saß links, ich rechts. Bei Nürnberg holten wir noch jemanden ab, nen älteren Mann, der aber auch irgendwie keinen Peil hatte und nur schlecht Deutsch konnte. Da rutschte ich dann in die Mitte. Als wir dann irgendwann später durch das schön erleuchtete Köln fuhren und ich aus dem Fenster grinste, fragte mich der ältere Mann, ob wir gerade durch Düsseldorf fahren würden. Ääh … ja klar, deshalb steht da ja auch der Dom rum und der Telekom-Turm und vor allem die Kölnarena! Außerdem würd ich nicht grinsend durch Düsseldorf fahren. In Köln-Deutz wurde die Japanerin rausgelassen und ich rutschte aus der Mitte auf ihren Platz. So hatte ich auf allen Plätzen der Rückbank einmal gesessen. In Düsseldorf fanden die beiden „Fahrer“ dann auch bald den Stadtteil Bilk und die Uni-Klinik und ich wurde an der Straßenbahnhaltestelle rausgelassen, an der ich sonst auch ausgestiegen wäre. So kam ich dann nachts so gegen halb eins bei Katrin an. Das Haus fand ich sofort, auch die Klingel und schnell war meine Decke ausgebreitet und ich lag im Bett. Noch kurz ein bisschen gequatscht und dann waren wir auch schon eingeschlafen. Am nächsten Morgen musste Katrin früh zur Schule, ich bin auch aufgestanden und bin dann ins Internet gegangen. Zwischendurch kam Katrin mal, wenn sie Pause hatte, sonst war ich mit ihren 2 Hamstern allein *g* Nachmittags gings dann zum Düsseldorfer Hauptbahnhof, ich noch eben zur Sparkasse, Katrin Kaugummis kaufen. Dann noch eben ein Ticket nach Hagen gekauft, was ich für 9,10€ eindeutig zu teuer finde, und ab in den Zug. Während wir uns über die randalierenden Dortmund-Fans beschwerten und ich mich darüber aufregte, dass schon wieder kein Kontrolleur kommt, näherten wir uns Hagen. Irgendwann kam dann doch ein Kontrolleur und ich freute mich so sehr, dass Katrin mich fast ein bisschen auslachte. In Hagen stand unser Bus schon bereit, wir brauchten nur noch einsteigen und mitfahren. Irgendwann stieg auch ein Typ ein, der eindeutig schon ziemlich einen gebechert hatte und jedem irgendwas erzählen musste, ob derjenige zuhörte oder nicht. Als er an der gleichen Haltestelle ausstieg wie wir, an der Stadthalle, wünschte er dem Busfahrer noch einen schönen Abend und frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Jo. Wir gingen einen Schritt langsamer, um nicht zusammen mit dem zur Stadthalle hochgehen zu müssen. Er fragte einen anderen Typen, der da rumlief, wo es denn hier zur Stadthalle ging. Meine Güte, du stehst direkt davor du Birne! Der Typ hat nicht geantwortet, also wurden wir gefragt. Wir antworteten auch nicht und bekamen ein unfreundliches „Danke fürs Gespräch!“ zurück. Wir gingen noch die letzten 20 Meter und waren die ersten in der Halle. 2 Sekunden später kam der besoffene Typ auch rein und ging direkt zur Abendkasse: „Ich hab schon vor 3 Monaten die Karten gekauft, weil ich die Mirja Boes so toll finde, das ist so eine klasse Frau …“ blablabla! Und er wollte doch bitte jetzt schon rein, weil er ist ja so früh da, das könne ja wohl nicht angehen, dass er jetzt noch eine Stunde bis zum Einlass warten müsste. Tja. Wir standen direkt ganz vorne am Einlass, der Typ setzte sich auf eine Treppe und wechselte seine Schuhe – nun trug er Birkenstock-Latschen, ja klasse!
Es war das erste Mal seit Monaten, dass es sich gelohnt hatte, schon so früh zu kommen! Denn schon bald füllte sich der kleine Vorraum, obwohl wir gerade erst zehn nach sechs hatten. Als schon eine ganz schöne Schlange hinter uns war, kamen Steffi und Vanessa, die jedoch nicht ganz zu uns nach vorne kamen, sondern ein paar Schritte neben uns stehen blieben. Nach einer ganzen Weile warten, suchten die Mitarbeiter unter den Gästen nach einem Mann, dessen Namen ich jetzt vergessen habe und meinten zueinander „Der setzt sich ja sicher eh nicht in die erste Reihe.“ Wir wussten nicht genau, was damit gemeint war, war uns aber auch mehr oder weniger egal.
Irgendwann dann kurz vorm Einlass kam die Kartenabreiß-Tante und sagte mir, dass ich die Flaschen in meiner Tasche auf keinen Fall mit rein nehmen kann. Ich hatte zwei 0,5er-Flaschen von Katrin in der Tasche und eine halbvolle von mir. Als ich fragte, warum das nicht ginge, meinte die Frau, das wär gefährlich und außerdem könne man ja auch drinnen was zu trinken kaufen. Ts. Sollen wir Mirja mit Flaschen bewerfen oder was? Mit Plastikflaschen!? Meine Güte! Also wurden die Flaschen so weit es ging leer gemacht (äh … ja… nicht ein mal halb). Katrin war als erstes drin und ohne rennen schon ein ganzes Stück vor mir, als ich endlich rein konnte. Doch dann hörte ich irgendwann die beiden Kinder hinter mir rennen, 2 Jungs, die beim Warten mit ihrer Mutter hinter uns gestanden hatten und unbedingt in der ersten Reihe sitzen wollten, weil der eine der beiden Jungs (geschätzte 10 Jahre alt) unbedingt dran kommen wollte, wenn Mirja irgendwen auf die Bühne holt. Also rannten wir auch los. Als wir in die Halle rein kamen, war alles leer. Alles? Nein! In der ersten Reihe fast direkt in der Mitte saß ein Mann in roter Jacke, den ich sofort als den besoffenen Typen von vorher erkannte. Ich ließ 3 Plätze frei und setzte mich dann erst hin und saß somit eigentlich fast mittiger als der Typ. Die Jungs waren auch schon angekommen und stürzten sich auf die Plätze, sodass neben mir nur noch ein Platz frei war, wo Katrin sich hinsetzte, zwei Plätze auf meiner anderen Seite belegte ich mit Jacke und Tasche und kurz später setzten Steffi und Vanessa sich dort hin. So war immerhin noch ein Platz frei zwischen Vanessa und dem Typen. Aber nein – er war einen aufgerutscht und saß nun direkt neben Vanessa. Baaaah! Wir klärten Steffi und Vanessa eben über den Typen auf, aber sie hatten es schon gerochen, dass er Alkohol getrunken hatte. Irgendwann zog er sich richtig an (ich wollte gar nicht sehen, was für ein Unterhemd er anhatte), dann packte er Zigaretten aus. Vanessa kannte wohl einen von der Stadthalle, da ist sie dann mal hingegangen und hat Bescheid gesagt. Kurz darauf stand der Typ auf. Sein Rucksack lag auf dem Sitz, er laberte mit irgendwelchen Leuten. Dann kam einer von der Stadthalle, hat aber ja nur den Rucksack von dem Typen gefunden und konnten nichts machen. Irgendwann dann kam der Typ wieder, nahm eine Bierflasche mit, versteckte diese hinter seinem Arm und ging raus. Wir waren soooo sauer! Warum durfte der eher rein? Warum durfte der was zu trinken mit rein nehmen? Glasflaschen! Bier! Und vor allem – warum darf der überhaupt rein, so besoffen wie der ist!!!!!??? Als er wieder kam, zog er die Bierflasche unter seinem Pulli hervor, stellte sie unter seinen Stuhl. Nun gingen Katrin und ich los zu einem von der Halle. Wir berichteten ihm also von dem besoffenen Typen, der Bierflaschen mithatte. „Ja, das wissen wir schon.“ meinte der Mann freundlich und ein weiterer Stadthallenmensch kam hinzu. Ich fragte, ob der das darf, so besoffen in der ersten Reihe Bier trinken. „Nee, der geht jetzt auch.“ sagte der andere. Wir freuten uns einen Ast und gingen zurück zu unseren Plätzen. Steffi und Vanessa drehten sich schon zu uns um und konnten an unseren strahlenden Gesichtern ablesen, dass wir etwas Gutes erreicht hatten. Kurz später kamen dann beide Männer von der Stadthalle und sahen in den Rucksack von dem Typen, fanden außerdem auch die Flasche unterm Stuhl und baten ihn dann raus. Der Typ beschwerte sich, er wolle doch die süße Mirja sehn (baaah, ich kotze, ich will gar nicht wissen, was der für Kommentare reingerufen hätte – und wahrscheinlich gehört er dann auch zu denen, die am Ende lallend zu Mirja kommen: „Isch will übahopt kein Autogramm…. Isch will disch küssn!“, wuäh, wär sicher peinlich geworden mit dem Kerl). Die beiden Stadthallen-Männer meinten „aber nicht aus der ersten Reihe“. Wir befürchteten kurz, dass der Typ nur in eine der hinteren Reihen verfrachtet werden würde, doch dann sahen wir, wie er ganz nach draußen befördert wurde und die Türen schlossen sich. Es dauerte noch ein Weilchen, dann um kurz nach acht kam Mirja raus.
Ich erzähl mal nicht so viel aus dem Programm, da ich das ja schon im Bericht von den letzten beiden Malen beschrieben habe. Das Publikum war irgendwie ein bisschen lahm, dafür aber umso kommentarfreudiger. Mirja konterte schnell zu jedem Kommentar und überzeugte mich nur noch mehr, dass sie unbedingt mal in die Schillerstraße muss. Es waren dieses Mal mehr Kinder da als die letzten beiden Male und Mirja fand schnell Unter-18-jährige, bei denen sie sich entschuldigte, dass sie so viele Sauf- und Penis-Geschichten erzählte. 2 Kinder nervten etwas, beide in der ersten Reihe. Einmal der Junge neben Katrin, der sich meldete, als Mirja meinte, wenn sie fragen würde, wer mitmachen will, dann würde sich ja eh keiner melden und sie würde Dirk nehmen. Dirk hatte sie kurz vorher gefunden, als sie sich über die Sitzordnung in der Halle lustig machte, da der zweite Block keilförmig war und Dirk zusammen mit seiner Freundin Nicole „Keilführer“ waren, wie Mirja so schön sagte. Das andere Kind war Max, der weiter rechts saß, etwa 8 Jahre alt, der dauernd einen Kommentar abgeben musste. Z.B. an der Stelle, an der Mirja fertig ist, uns ihre Choreografie aus der Kinderdisco zu zeigen, alle klatschen und sie meint, dass sie es doof fände, dass wir jetzt klatschen, da sie damals auch keinen Applaus bekommen hätte. Max rief: „Sollen wir buhen?“ und Mirja meinte entrüstet: „Was? Sollen wir buhen? Natürlich sollt ihr nicht buhen! Ihr sollt das einfach … hinnehmen!“
Irgendwann zwischendurch meinte Katrin, ich solle mal darauf achten, Mirja würde dauernd ihre Nase hochziehen. Kurz darauf hatte ich es auch gesehen, Mirja hatte zwischendurch mal gehustet und ich meinte, vielleicht wär sie erkältet. Katrin meinte nicht, da sie das schon in Krefeld gemacht hätte. Aber Mirja meinte dann was später, als sie uns erklärte, warum sie uns die Kusstypen nicht jedem einzeln zeigen könnte, dass sie Grippe hätte. Merkte man zwischendurch auch manchmal, wenn ihre Stimme in höheren Stimmlagen etwas versagte. Als Mirja was später nochmal von der Bühne runterging, um Dirk auf die Bühne zu holen, ging sie die andere Seite entlang und kam so bei Max vorbei, der ihr erstmal nen Edding und was zum drauf schreiben hinhielt. Sie meinte, das machten wir später und so war klar, sie würde die Autogrammstunde ankündigen und wir würden noch etwas länger da sitzen.
Als das Programm mitsamt Zugaben vorbei war, sammelte sich eine große Menschenmenge an der Treppe vor der Bühne und irgendwann kam Mirja, die sich auf die Treppe setzte und meinte, sie wolle jetzt Reißverschluss-Verfahren machen. Da wir direkt vor der Treppe saßen, die so dicht vor uns stand, dass wir unsere Füße auf die unterste Stufe legen konnten, hatten wir eine super Position zum beobachten. Als Mirja ein Weilchen gesessen hatte, gingen Katrin und ich einmal runter zum Eingang, um zu gucken, ob wir Mirja-Plakate bekommen könnten. Und wir konnten, ein ganzer Stapel lag da rum. Wir nahmen uns jeder eins und gingen zurück in die Halle, wo Mirja immer noch zugange war. Auch andere Leute kamen irgendwann mit Plakaten an, so war der Stapel vor der Tür dann also weg. Katrin hatte vorher gesagt, sie wolle eine Autogrammkarte mit „Glied“ drauf haben, doch als wir bemerkten, dass nicht nur Katrin die Idee hatte, sondern Mirja auf noch mehr Karten „Glied, hihihi“ drauf schrieb, wollte Katrin dann doch nicht. Wir überlegten dafür krampfhaft, was für ein Foto man denn machen könnte, denn „nur“ nebeneinander war uns irgendwie zu langweilig. Ca. 3 Sekunden bevor wir „dran“ waren, war mir dann was eingefallen *g* Aber erstmal Autogramme. Als Mirja Katrin anguckte, wusste sie sofort, wer das war, überlegte kurz und meinte dann: „mit H“ und Katrin meinte „Nein! Natürlich ohne H!“ Zu mir meinte sie „Du bist doch die da mit München!?“ oder sowas ähnliches *lach* Jaja, die bin ich ^^ Sie schrieb auf mein Plakat „Für Anne von Mirja“ und malte ein Herz drauf, das gleiche bei Katrin, bloß mit „Für Katrin“ natürlich ;-) Dann gab ich ihr mein Autogrammbuch. Da hatte ich das Brühl-Foto und das Bochum-Foto eigeklebt, außerdem das Mirja-FC-Logo und ein paar Hello Kitty-Aufkleber. Mirja fand das voll cool und schrieb dann „Für Anne mit den Turnschuhen von Mirja“ rein, da ich auf dem „Ganzkörperfoto“ Chucks anhab, sie ja auch. Bei Katrin schrieb sie irgendwas rein, dass sie es irgendwann mal wissen würde, dass sie ohne H geschrieben wird. Dann machten wir Rücken-an-Rücken-Fotos, erst ich, dann Katrin. Joa, dann waren wir fertig. Wir wünschten Mirja gute Besserung – so aus der Nähe sah man wirklich, dass sie eine rote Nase hatte – und einen schönen Abend und gingen aus der Halle. Auf halbem Wege wurde noch eben schnell eine Weihnachtskarte beschriftet, wir wurden von einem Stadthallenmensch fast rausgeworfen, dann gingen wir ganz raus. Katrin und ich verabschiedeten uns von Steffi und Vanessa und gingen zum Bus. Der kam ein paar Minuten zu spät, aber er kam. Mit dem Bus gings zum Hauptbahnhof, da dann mit der S-Bahn nach Düsseldorf. Die S-Bahn war schon wieder voll mit Dortmund-Fans, die nun aber nicht mehr ganz so randalierten. Viel schlimmer war da ein anderer Typ, der ebenfalls am Hagener Bahnhof eingestiegen war. Er hatte ein Fahrrad dabei, auf dem Gepäckträger eine Kiste Bier, in der noch etwa volle 13-14 Flaschen waren – alle anderen Flaschen waren leer und man wusste, dass er die getrunken hatte. Wir stiegen schnell ein und sicherten uns einen schönen Sitzplatz. Als das Gedränge vorbei war, kam der Typ mit dem Fahrrad reingefallen. Er stand wieder auf und hievte das Fahrrad hoch. Eine Weile später, als wir schon längst am Fahren waren, kippte er nochmal mitsamt Fahrrad um und stand dann protestierend wieder auf. Die Bierkiste war vom Gepäckträger gefallen, hing aber noch mit dem Gummispannseil am Fahrrad dran, an der Seite – wie so eine Satteltasche. Da ließ er die Kiste auch hängen, packte sie nicht wieder nach oben drauf. Eine ganze Weile später musste er dann aussteigen – was er auf die gleiche Art und Weise machte, wie er reingekommen war: er fiel aus der Bahn raus. Mindestens eine Flasche ging dabei zu Bruch, eine weitere Flasche machte er Verlust, die ihm von einem Dortmund-Fan geklaut wurde, der sauer auf ihn war, weil er so lange zum aussteigen gebraucht hatte. Aber das machte jetzt auch nichts mehr, im Zug hatte er nämlich auch noch mindestens eine Flasche leer gemacht, da merkte er sicher eh nichts mehr. Wir hätten gerne noch gesehen, wie er vom Bahnsteig weggegangen ist, da er mit der Kiste auf der linken Fahrrad-Seite sicher nicht so gut Rad-fahren kann, geschweige denn in dem Zustand! Und ob er wusste, wo er hin muss, ist auch fraglich, vielleicht musste er ja auch gar nicht an der Haltestelle raus?
Nachdem wir drei Jahre durch Wuppertal geeiert waren und rausgefunden hatten, dass die ja doch eher kleine Stadt dafür aber eine ganze Menge S-Bahn-Stationen hat, kamen wir dann so gegen kurz nach halb zwei in Düsseldorf am Hauptbahnhof an. Wir nahmen uns ein Taxi, da ja keine Straßenbahn mehr fuhr und waren keine 10 Minuten später wieder bei Katrin. Wir gingen noch eben ganz kurz ins Internet (das waren höchstens 10 Minuten) und fielen dann totmüde in die Federn und schliefen so schnell ein, dass Katrin es sogar vergaß, dass sie noch „Glied, hihihi!“ sagen wollte. War aber auch nicht so schlimm. Nach etwa 6-7 Stunden Schlaf mussten wir dann wieder aufstehen. Katrin fuhr nach Xanten, ich nach Köln. Im Hbf telefonierte ich erstmal von der „Telefonzelle“ aus (diese Pinne mit Telefon dran, die da rumstehn … find ich voll doof, ich will was zues haben) und klärte ab, bei welcher Mitfahrgelegenheit ich mitfahren konnte. Dann latschte ich einmal über den Weihnachtsmarkt am Dom und hatte kurz später einen riesigen Hass auf meine Bettdecke bzw. die Tüte, war nämlich nervig zu tragen. Ich ging zurück zum Hbf und holte mir Brötchen, dann setzte ich mich etwa eine Stunde an den Rhein und beobachtete Leute. Nach einer Weile wurde es doch kalt und ich bin zurück zum Bahnhof gegangen. Da hab ich mich in diesen Aufenthaltsraum gesetzt und da sitze ich auch jetzt noch, wo ich diesen Bericht schreibe. Hier ists warm, es sei denn draußen fährt ein Zug ein, dann ziehts ein bisschen. Da ist jetzt so ein Mädel, die ist irgendwie n bisschen was komisch. Ich glaub die ist auch total besoffen. Die wurde jetzt von nem Bahnfritzen erstmal mega durchgerüttelt, bis die mal endlich wach geworden ist. Naja. Jetzt ist sie raus getorkelt. Irgendwie sind im Moment nur Besoffene unterwegs. Naja. Noch etwas weniger als 4 Stunden, dann fährt meine Mitfahrgelegenheit ab. Bis dahin muss ich nochmal beim backpunkt gucken, ob ich da für 90 Cent was zu trinken krieg, sowas Aldi/Lidl-mäßiges gibt’s ja nicht inner Stadt, was man zu Fuß erreichen könnte.
Mal gucken, wie ich mich jetzt noch beschäftige, hier ist nämlich ne Steckdose, in die ich meinen Laptop reingestöpselt hab und der Akku nicht leer geht. Ich glaub ich guck jetzt weiter den LOTR-TTT-SEE-Audiokommentar, die DVD ist nämlich noch drin. Aber davor erstmal nochmal Mirja bei Mario Barth *g* So, und damit wird der Bericht auch erstmal beendet. Ist auch gar nicht so lang geworden diesmal, sind bloß 4 Seiten ;-)
Ach, doch noch mal n Nachtrag über die restliche Rückfahrt – warum nicht immer so? War eine meiner besten Mitfahrgelegenheiten bis jetzt! Aber erst noch eben von vorher – hatte noch 90 Cent und hoffte, dass ich mir davon 2 Capri-Sonnen kaufen kann, Flaschen kosten ja immer 1,50. Aber Capri-Sonnen kosten 50 Cent, bekloppt! Gab auch ganz große Trinkpäckchen, aber die kosteten 1 Euro. Aber dann hab ich gesehn, dass ne Sinalco-Sprite-Flasche bloß 60 Cent kosten. Warum auch immer. Gut, war jetzt nicht so megalecker, aber macht nix.
Auf der Rückfahrt bin ich mit Christian mitgefahren, der war 5-10 Minuten eher da und wir sind losgefahren. Er war auch um einiges gesprächiger als die Leute von der Hinfahrt. In Bonn haben wir dann noch einen abgeholt, der war auch sehr gesprächig, aber hallo *lach* Während der Fahrt hab ich dann auch n bisschen gepennt, bis Steigerwald, da haben wir noch ein Mädel eingesammelt und dann später beim Flughafen wieder abgesetzt, wir andern beiden sind am Hauptbahnhof raus und haben noch bei McDonalds gefrühstückt, hab sogar 2 Croissants spendiert bekommen. Viertel nach fünf dann in die S-Bahn, war die erste, die fuhr, in Solln ausgestiegen, noch etwa 10 Minuten gewartet und dann mit dem ersten Bus am Morgen nach Hause, fünf nach sechs lag ich im Bett, 15 Uhr hat der Wecker geklingelt – guten Morgen!

Johann König eskaliert – 29.11.2007 - Regensburg

8. Februar 2008

Am 29.11. verließ ich den Unterricht so gegen 3-4 Minuten vor vier, ging schnellen Schrittes zur Tram – die sogar pünktlich kam! – fuhr damit bis zur U-Bahn, mit der U-Bahn zu ner anderen U-Bahn und mit der dann weiter bis zum Rotkreuzplatz. Dort in der Nähe traf ich mich mit meiner Mitfahrgelegenheit, die etwa 6-7 Minuten zu spät kam :-/ Als dann jedoch das Auto mit dem mir bekannten Kennzeichen kam, freute ich mich, dass ich nun ja doch noch vor 19 Uhr in Regensburg ankommen würde und auch bestimmt noch genug Zeit, um zum „Kulturspeicher“ zu kommen. Doch die Freude währte nicht lange: Eine andere Mitfahrerin verspätete sich um fast 45 Minuten!! *grml* Leider warteten wir auf sie, da sie oft bei meinem „Fahrer“ mitfährt. Nach einer aber trotzdem ganz lustigen Fahrt mit Kennzeichen-Raten kamen wir um kurz nach sieben am Regensburger Hbf an. Nach kurzem durch-die-Stadt-irren stieg ich dann in einen Bus, der in die Nähe von dem Kulturspeicher fuhr, wo das ganze statt fand, für längeres Suchen war ja keine Zeit mehr ^^ Auf den letzten Metern vorm Kulturspeicher kam ich auch an ein paar Johann König-Plakaten vorbei und dachte mir, davon nimmste dir auf dem Rückweg eins mit. Im Kulturspeicher kam ich dann auch bald mal an, kurz nach halb acht. Hm. Ohne große Hoffnung ging ich trotzdem immer weiter nach vorne durch den Saal. In fast jeder der vorderen Reihen war noch Platz. Und tatsächlich auch noch in der ersten!! Ich frage einen Mann, ob die beiden Plätze da noch frei seien – „ja, einer davon.“ Wunderbar! Also setzte ich mich auf den, der weiter in der Mitte lag (Mittelgang gabs nicht). Yay! Erste Reihe! *freu* Ok, später musste ich rausfinden, dass ich aber ziemlich bescheuerte Sitznachbarn hatte, nämlich die beiden Damen, die zu dem Mann gehörten, den ich vorher nach dem Platz gefragt hatte… Besonders die, die neben mir saß. Die lachte über jeden Satz, egal ob lustig oder nicht, lauthals los. War auch mehr so eine „Hallo, ich sitz hier, ich lache über dich, find mich toll, sprech mich an!“-Lache. Und künstlich. Bah. Manchmal konnte ich gar nicht richtig über Johann lachen, weil ich mich noch so über die Frau aufregen musste…

Bis zum Beginn des Programms laufen verschiedene gecoverte Lieder, die meisten davon sind ziemlich cool. Besonders „I’m outta love“ war ziemlich genial! Muss ich mal suchen, möchte ich haben!
Irgendwann ging dann das Licht aus und Johann König kündigte sich selber an. Anscheinend gibt’s keinen Bereich hinter der Bühne und auch keinen anderen Durchgang – jedenfalls kam Johann von hinten und lief einmal durch den Saal durch. Er ging auf die Bühne, bekam einen großen Applaus und begrüßte uns dann mit einem Rülpser und „Oh, ‘tschuldigung!“ *wegschmeiß* Dann bedankte er sich und wünschte uns einen guten Abend. Ich merkte sofort – irgendwas ist „faul“. Johann bewegte nur die Lippen und das Gelaber kam vom Band. Selbe Nummer wie beim Comedypreis *g* „Ich bin der Mann im roten Hemd, aber grün ist gerade in.“ sagte er, wie er da im grünen Hemd auf der Bühne stand. Als das Gerede vom Band zu Ende ist, sagt er: „Coole Idee, ne!? Das ist meine Idee! Wisst ihr, ich hab gedacht, Johann, die Leute in Regensburg, die musst du von Anfang an irritieren. Das ist ganz wichtig. Die brauchen gar nicht von Anfang an denken: Aaah, ah, ah ah, ah ah ah, ah ja den kenn ich. Jaja, den kenn ich, das ist doch der, der immer so ah ah ah, ah ja, den kenn ich, ah ah ah, oh Gott, den kenn ich ja. Ich geh wieder nach Hause.“ Dann meinte er, wenn er schon persönlich kommen muss, dann kann er’s auch live machen und beschreibt sein Headset, ein sehr filigranes, subdingsbums (weiß nicht mehr, aber irgendwas mit sub), teilweise ist das auch unter der Haut.
Nachdem er uns erzählt hat, wie es zu seinem neuen Programm kam („ich wollte erst die guten Sachen aus dem alten Programm erzählen und dann strecken. Mit Humor. Aber dann hab ich gedacht, hinterher fällt das auf, … und dann musst du mit denen reden …!“) und wie es zu dem Namen des Programms kam („wenn die Leute das sehen, denken die sofort Jaa, das ist genau das, was ich sehen will.“), zeigt er uns, was er mitgebracht hat: „Zum einen ein Bandgerät, das hab ich vor zwei Tagen gekauft, hier kann man’s ans Internet anschließen und dann hätten wir dann hier noch die Festplatte (Johann steckt eine Kassette rein), da hab ich mir alles reingebrannt. Außerdem hab ich einen kleinen Koffer mitgebracht, da sind ganz viele Sachen drin, zum Beispiel auch kleine Bücher. Weil wenn ich unterwegs bin, dann passiert es immer wieder, dass ich Gedanken kriege. Und dann schreib ich die auf, und wenn ich die dann später lese, manchmal auch Tage später, dann denk ich mir auch, oh oh, oh mein Gott… das kannste auch keinem erklärn.“ Aber heute will er uns daraus was vorlesen. Erstmal zwei Gedichte, „Schicksal“ und „Über einen Hund“.
Dann meint er, er hätte ja in letzter Zeit sehr viele Gedanken, z.B. auch darüber, ob er mal Kinder haben möchte. Aber wenn man sich die Kinder heutzutage angucken würde, dann wär das ja auch nicht so besonders. Es gäbe ja auch Studien, „nach denen über 100% der Kinder, was ne Menge ist, Probleme haben.“ Viele Kinder seien zu dick, aber „häufig sind sie gleichzeitig auch noch zu blöd. Eine ganz schlechte Kombination: dick und doof! Das waren früher immer zwei. Ja, heute reicht da einer. Und das ist ja auch nicht schön. Das sind ja dann so 13-14jährige, kawenzmänner…artige Wuchtbrummen.“ Die dann in Mathe ganz schlecht sind und in Sport und in Mathe. „Die können ja heutzutage 1 und 1 nicht mehr auseinanderhalten.“
Weil die dicken Kinder ja nicht so genau wissen, was gesund ist und was ungesund ist, gibt’s ja aber im Fernsehen jetzt so Sendungen, wo der Ernährungsberater kommt: „der kam zu Familie Moppel. Der macht den Kühlschrank auf und sacht ‚oh, oh, oh. Oh, oh, oh. Also in der Cola sind zum Beispiel schonmal äh, äh, hundertachtzigtausend Stück Würfelzucker.‘ und dann sacht die kleine Chantal: ‚ja, ich trink sowieso lieber Fanta.‘ Und alle gucken den Ernährungsberater an, und hoffen, dass das besser ist. Und dann sacht der Ernährungsberater so Sachen wie ‚Gemüse ist gesund‘ und ‚In Butter ist total viel Fett drin‘ und ‚Milchschnitte ist eigentlich nur Dünnpfiff mit Honig.‘ Und dann gibt’s ja auch noch den Sohn, Sören, 14 Jahre, 70 Kilo, n bisschen übergesichtig, alo sehr übergesichtig, man denkt immer, er hätte über seinem Gesicht noch so n Übergesicht.“ Sören kennt keine Möhren, malt lila Kühe, denkt dass man aus Pommes Kartoffel macht, und wenn man ihm sagen würde, dass die Eier den Hühnern ausm Arsch fallen, würd er keinen Eierlikör mehr trinken. Sören hat ja auch ADS und er haut seiner Schwester sehr gerne mit nem Holzkopf aufm Kopf rum, weil er das Geräusch so mag. Also kommt dann auch noch die Erziehungsberaterin. Da eskaliert dann die ganze Situation *wegschmeiß* kann ich jetzt aber nicht beschreiben, das würd viel zu lang dauern und ich weiß auch nicht mehr alles, endet jedenfalls damit, dass Sören gar nicht der Sohn vom Moppel-Papa ist.
Als nächstes fragt Johann dann, ob wir diese Sendungen kennen, die nachts immer laufen, wo immer einer sagt „Ruft an, ruft an, so, Leute, Leute ruft an. Ein Wort mit ‚Auto‘, ruft an, ruft an, ich hab hinten alles voller Pakete, ruft an, ein Wort mit ‚Auto‘!“ Und irgendwann ruft dann ne Sandy an: „Garage!“ Und man denkt „Sandy! Das war aber knapp!“ Sowas guckt Johann gar nicht gerne, aber manchmal doch zum ablenken. Als er plötzlich ganz schnell am labern ist, hört er dann mitten im Satz auf und hält sich die Hände vors Gesicht: „Das Problem ist, … ich kenn das ganze Programm schon. Da rede ich dann manchmal n bisschen schneller … boah, ist mir langweilig.“ *lach*
Dann erzählt er: „Manchmal weiß ich gar nicht, was ich da gerade im Fernsehen gucke. Früher kamen da nachmittags immer so Talkshows, die hatten immer ein bestimmtes Thema … zum Beispiel … ‚Du Sau! … Du hast mich schwul gemacht! … … Mach, dass das wieder weg geht!‘ oder ‚Mein Tattoo läuft mir den Rücken runter, wo ist der Drecksack?‘ und wenn man mal das Thema gelesen hat, wusste man: Da kommt n Haufen Asis und die streiten sich mit dem Verstand, den sie sich vorher geliehen haben. Aber wenn man heute Fernsehen guckt, ist das viel komplizierter. Heute macht man den Fernseher und als erstes ist man in einer Privatwohnunung und oft denk ich mir dann ‚Ah, ah ah ah, das ist aber auch keine schöne Wohnung.‘ Vielleicht ist das ne Renoviersendung. Hoffentlich. Irgendwann geht dann der Schwenk ins Kinderzimmer und man denkt ‚uoh, uoh, uuuoooh! Da werden doch hoffentlich die Kinder renoviert!‘ Also hoffentlich ist das so eine Erziehungssendung, wo immer die eine kommt, hier die eine, die da immer kommt, die eine da, die mit den Haaren die eine, die immer abends die Kinder renoviert. Aber dann gehts noch weiter und irgendwann tauchen dann die Eltern auf, wo man denkt ‚woah, was das denn‘, da tun einem ja fast die Kinder schon wieder Leid. Und dann weiß man immer noch nicht, was da läuft, vielleicht wollen die auch alle abnehmen, man weiß es nicht, vielleicht haben die auch Schulden. Alle haben auch nen Knopf im Ohr und kriegen irgendwas reingeflüstert, auch der Hund hat n Knopf im Ohr, der kriegt aber immer nur ins Ohr gesagt: Fass, fass, fass fass!!! So. Und mir geht es so, wenn ich das alles zu lange gucke, dann denk ich immer irgendwann, also von mir aus können die das alles mal sprengen. Und dann … *verträumt* dann da ne Wiese hinmachen. Erstmal 20 Jahre nur Wiese da hinmachen. Dass sich das alles mal erholen kann. Und arte überträgt nur die Wiese.“
Aber meistens guckt Johann nur nebenbei Fernsehen und macht dabei irgendwas anderes. Die Katze anlügen zum Beispiel. Letztens hat er rausgefunden, dass man mit so einem Milchschäumer der Katze ganz gut die Zecken wegfräsen kann. Wenn sie denn stillhält. Und mit einem Lötkolben, „mit denen man so die Namen in Brettchen reinbrennen kann“, kann man ja auch Tattoos machen, „ich kann demnächst als Tattoowateur arbeiten.“
Ansonsten guckt er sich auch gerne Trends an, sein Lieblingstrend gibt es immer noch, sicher auch in Regensburg: „To go.“ Zum Beispiel „Kaffee für to go-o-o oder neulich hab ich gesehen Zeitung für oto ogo-o, da hab ich gedacht: Endlich! Da haben wir lange drauf gewartet, endlich können wir die Zeitung mit nach Hause nehmen! Die war ja früher oft angekettet, die Zeitung.“ Ein Fahrrad für to-go hat er sich aber nicht gekauft, „ich bin doch nicht bescheuert.“ Dann sagt er, er hätte sich eben mit einem aus Regensburg unterhalten, „und der hat gesagt, in Regensburg, da gibt’s sogar Ecken, da gibt’s sogar „In die Fresse“ für to go. Da hab ich ihn gefragt, wie das geht, und der hat mir das aufgeschrieben und gesagt, das ist ganz einfach, man muss einfach mal nachts um 12 nach Königswiesen fahren und dann ganz laut „asoziales Pack“ rufen.“ Es gibt großen Applaus und Gelächter im Publikum, anscheinend wirklich eine schlimme Ecke *g* Johann dann weiter: „Und schon hätte man, völlig zurecht, die Fresse voll mit Komplimenten. Aus Königswiesen. *Stille* Königswiesen. *traurig* Das sind meine Wiesen. Soo, was ham wa noch?“ Johann geht die Sachen auf dem Tisch durch: „Das hab ich gemacht. Das hab ich auch gemacht. Das hab ich auch. Hm. *mit deprimierter Stimme* Ja, dann machen wir n bisschen Musik, bisschen die Stimmung aufheitern.“ Und Johann beginnt, den Barhocker hinterm Keyboard zu erklimmen. *wegschmeiß* So ne geile Aktion! Hat etwas länger gedauert *lach* Johann drückt eine Taste mit hohem Ton (*pling*) und eine mit tiefem Ton (*plong*) und fängt an zu erzählen: Ich habe mal ein Lied geschrieben *pling* über einen Doktor *plöng plöng*, ich muss das ja auch untermalen, und zwar, es geht um Mike Tyson *auf 10 Tasten gleichzeitig hau*. Da hab ich mir mal Gedanken gemacht *quäk* über Mike Tyson, den großen Boxer *plump* und ich habe ein Lied geschrieben *plingplöngpling* über diesen großen Boxer, aber es geht um Mike Tyson und über einen großen holländischen Maler.“ Johann drück eine Taste und macht dann mit einem dünnen Stimmchen: „haaaa“, um die gleiche Stimmlage zu finden *weglach* das macht er auch gleich mehrmals, mal „haa“, mal auch „uahaa“. Ich weiß nicht mehr genau, wie das Lied ging, aber es ging um Ohren abbeißen und um van Gogh und mit lustigen Keyboard-Soundeffekten *wegschmeiß* Dann geht er zum Tisch und schreibt ins Notitzbuch: „Mike Tyson-Lied überarbeiten“. „Wenn man auf sowas hier kommt, da muss man aber auch ganz speziell einen an der Murmel haben. Aber das habt ihr ja gern, ne!. Hauptsache, da sitzt einer vorn und macht sich für uns zum Affen.“
Als nächstes liest Johann noch ein Gedicht vor, „es ist ein Gedicht zum Zuhören, und ich bitte euch, genau zuzuhören, ich werde nach dem Gedicht noch ein paar Fragen stellen.“
Nach dem Gedicht kommt kurz Musik vom Bandgerät und Johann tanzte dazu, dann: „Ja, falls es euch aufgefallen ist, ich habe ein bisschen Zwischenmusik eingebaut. Einfach nur, um mal n bisschen abzulenken, von äh … von den Umbauten.“ *wegschmeiß* (waren gar keine)
Dann erzählt er vom Zugfahren, „ich bin einfach eingestiegen, einfach in irgendeinen Zug, ich hab auch gar nicht gesagt, wo der hinfahren soll. War ja auch kein Taxi-Zug. *jemand im Saal schmeißt ne Flasche um* Ja, schmeiß weg! Und dann hab ich gedacht, schmeißte mal n Bier um. Nein, irgendwann kam dann der Schaffner an und der sah nicht so aus, als hätte der Lust zu arbeiten. Und da hab ich gesagt ‚Na Schaffner, beruflich hier?‘“ Da der Schaffner aber nicht reagiert und Johann hat mit dem Nothammer versucht, ob der Kniesehnenreflex beim Schaffner auch im Stehen funktioniert.
Irgendwann war Johann dann langweilig und er ist im ganzen Zug rumgelaufen und hat Koffer umgestellt. Oder hat drangeschrieben „Hier ist keine Bombe drin.“
Auf der Zugtoilette gibt’s dann immer so Hartseifen-Reiben, da ist Seife drin und unten ist eine kleines schwarzes Rädchen, an dem man drehen muss, und dann fallen „kleine feine Hartseife-Flöckchen in die Handmulde, das find ich immer so putzig.“ So eine Reibe hat er sich mal abgeschraubt und in die Küche gehängt für den Parmesankäse. Er liest dann noch 3 Gedichte vor, eins auch über Aldi: „Wenn die Aldi-Brüder zu viert gewesen wären, dann gäbs jetzt Aldi Nord, Süd, Ost und West. … Fertig.“
„Dieses Gedicht habe ich in der Küche geschrieben, denn ich sitze oft auch gerne in der Küche. Und umgekehrt auch. … … Denkt ihr da auch drüber nach? Ich habs nicht verstanden. Pass auf, wir machen das so, wer das verstanden hat, der bleibt nach der Show mal sitzen.“ Das Gedicht hieß „Hoffnung“. „Ich sitze zu Hause und reibe, den Käse über die Reibe. Ich schaue ihn an (den Käse) und hoffe sodann, dass ich kein Gedicht darüber schreibe. … … … kennt ihr das, dass ihr von eurem eigenen Gelaber müde werdet? Ich könnt mich hier so hinlegen. … Obwohl, aufn Tisch hier? Das muss ja gar nicht lange sein.“ Mit vielen Schwierigkeiten klettert Johann auf den Tisch, hebt seine Beine auf die davorstehende Stuhllehne und liegt auf dem Tisch. „Ja, so ist es besser. Ihr solltet euch mal sehen, so. Bei mir ist es so, ich soll viel liegen. Das hat mein Arzt gesagt. Wegen dem Rücken. Ich soll liegen, liegen und schwimmen. Aber beim Liegen kann ich mich besser ausruhen. Ich hab zum Arzt gesagt ‚Wissen Se, Arzt, das Liegen, das liegt mir einfach besser‘ … … ja, und da hat der Arzt sogar n bisschen geschmunzelt. Das fand er lustig. Aber der Arzt war auch lustig, der hat gesagt, ich soll meine Nackenschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Da hab ich dann geschmunzelt. Ich hab dann noch gesagt ‚Ja, und Diabetes ist kein Zuckerschlecken‘. Da war er wieder dran mit schmunzeln. Da ham wa uns angeschmunzelt. Irgendwann kam dann auch die Sprechstunde rein, da kommt die Sprechstunde, die war also unfassbar langsam. Das kann ich bei andern nicht leiden. Da hab ich zu ihr gesagt ‚Pass auf Sprechstunde, ich will ja hier den schwarzen Peter nicht an die Wand malen, aber mir platzt gleich der Knoten.‘ Ja, und dann ham wa gelacht. Der Arzt und ich. Haben wir die erstmal richtig ausgelacht. Sieben Minuten lang. Mit dem Finger auf die gezeigt. Immer im Kreis um die rumgelaufen. Ätschibätschi gerufen. Dann fing die an zu weinen. Und dann hab ich gesagt ‚Ja da sind wir aber in offene Wunden gelaufen‘. Ich mach das gerne, so Sprichworte durcheinander bringen. Ich komm ja aus Soest ursprünglich, kleines Dorf in Westfalen, und dann bin ich nach Köln gezogen. Und meine Freundin wollte hinterher ziehen, aber ist dann kurz vorher, is sie nochmal fremdgegangen. Und dann wollte ich nicht mehr, dass die hinterher zieht und dann hab ich gesagt: ‚Weißte was, ich sach mal so: wenn die Kirche erst in den Brunnen gefallen ist, dann kann man das Kind auch im Dorf lassen‘.
Nachdem er uns erzählt hat, dass zwischen Aufwachen und Aufstehen auch Tage liegen können und er sich zum Wachwerden mal aus Erfrischungstüchern mal ne heiße Zitrone gemacht hat, da er noch zu schlaftrunken war, erzählt er uns, wie er dann mal zum Bäcker gegangen ist. Um halb zwei, kurz nachm Aufstehen. Als er zurück in seiner Wohnung war, hat er die Brötchen weggeschmissen und Spaghetti gemacht. Denn um die Zeit braucht man die Brötchen ja auch nicht mehr essen. „Hätte der Bäcker auch mal sagen können. Bäckerarsch. Da hab ich erstmal ‚Bäckerarsch‘ runtergerufen.“ Später hat er dann in seiner Wohnung Zigaretten gefunden und hat sich gefragt, wo die denn herkämen. „Die hat bestimmt einer ausgelegt. Von der Zigarettenindustrie. Um mich süchtig zu machen.“ Dann hat er sich eine Flasche Wein aufgemacht und hat sich aufs Sofa gelegt und hat den Tag schonmal Revue passieren lassen. Da war er auch schnell mit fertig und „dann war mir plötzlich total übel, mir war total schlecht, wahrscheinlich von dem Rotwein. Weil die Flasche war auch alle. Und dann hab ich aus Versehen, wirklich aus Versehen, hab ich auf dem Sofa liegend hab ich dann, soo *Johann zeigt auf dem Tisch liegend, wie er auf dem Sofa lag* hab ich dann die Katze angebrochen.“ *wegschmeiß* Ich musste erstmal soooo loslachen! Was für ein geiler Satz! Den könnte man auch als T-Shirt-Satz benutzen. Die Katze anbrechen, wie geil! *lach* Johann meinte dann, dass die Katze ja selber Schuld sei, die kann ja auch mal wo anders hingehn, und sollte ja auch mal dran denken, dass „wenn der Onkel da aufm Sofa liegt, dass da auch mal was rauskommen kann. Dusselige Kuh! Fang doch an zu heulen!“ Er sagt dann, dass sein Bruder Horst-Kevin heißt und dass auch seine Katze einen Doppelnamen hat, Hecto-Pascal. Über die Katze hat er auch mal n Gedicht geschrieben, was er uns in einem Wahnsinnstempo vorliest, was man nicht wirklich verstehen kann. „Ja, ist sehr schnell geschrieben. Und ich habs auch falschrum gehalten. Ich les nochmal langsam vor: Die Katze erbricht die Reste der Maus. Ich seh es und schimpfe und motze. Ich öffne die Fenster, im ganzen Haus riecht’s jetzt nach Miezekotze.“ Es gibt nochmal eine kleine Musikunterbrechung und Johann macht kurz Werbung für „Gestammelte Werke“, sein Buch mit den Gedichten drin. „Ich bin jetzt auch total kaputt. Ich glaube, wir können alle eine kurze Pause gebrauchen. Wir haben draußen, nee, hier in der Halle, einen kleinen Stand aufgebaut, und da werden wir gegen Geld Sachen verschenken. Es gibt auch die DVD, für 19 Euro, die gibt’s, die hab ich bei Saturn gesehn, da kostet die glaub ich 79 Euro. Also einfach mal nachdenken. […] Wir machen jetzt Pause, 10 Minuten Pause, also sagen wir mal 20 Minuten, ja. Also einfach mal ne halbe Stunde raus gehen, und dann sehn wir uns in 40 Minuten wieder!“

In der Pause gehe ich mir den Stand angucken. Da gibt’s das Buch, die DVD, ne Tasse und n T-Shirt und drei verschiedene Buttons. Nicht so ne große Auswahl irgendwie. Ich kaufe mir einen Button, begucke mir ein bisschen das Buch und gehe dann zurück zum Platz.

Als es weiter geht, kommt Johann dann irgendwann wieder von hinten durch den Saal gelatscht und fragt: „So Leute, passt ma auf, wir wollen doch eigentlich alle nur nach Hause, oder?“ Er hat einen Suppenteller dabei, mit dem er sich an den Tisch auf der Bühne setzt und anfängt, Suppe zu löffeln: „Mmmmh!!“ *lach* „Ich esse sehr gerne Suppe. Ich weiß nicht, ob euch das interessiert, aber was wollter machen.“ *wegschmeiß* „Nein, ich ess wirklich gerne Suppe. Ich hab schon immer gerne Suppe gegessen. Da könnt ich stundenlang drüber reden. Mach ich auch. Ich hab schon als kleiner Johann, da hab ich schon gerne Suppe gegessen. Am liebsten immer Buchstabensuppe. Ich weiß noch, wie ich als kleiner Johann mit der Buchstabensuppe schon meine ersten Sprüche auf den Tisch gespuckt hab. Einer ging so: ‚Meinem Leben wenig Sinn, gibt die Kindergärtnerin.‘ Joa, und da war ich vier! Und da haben meine Eltern das damals gelesen und haben damals schon gedacht: ‚Alles klar! Das wird mal n ganz Großer!‘“
Als Johann dann überlegt, ob das vielleicht doch nichts für ihn ist mit der Comedy, weil man ja immer rumreisen muss und jede Nacht wo anders übernachten, erzählt er von seinen Träumen, die er immer so hat, wenn er in fremden Betten übernachtet. „Vor kurzem, da hatte ich nen Auftritt in Stockholm.“ Publikum schmeißt sich weg. „Jaa, in Braunschweig. Ich weiß nicht, die zwei verwechsel ich immer. Naja, fangen ja auch beide mit ah nee, doch nich.“ *lach* Ja, fangen beide mit dem gleichen Buchstaben an *lol* Johan weiter: „Jedenfalls musste ich da übernachten in Braunschweig.“ Und da hat er geträumt, dass er mit beiden Händen an den Kufen von einem Hubschrauber hängt und der Hubschrauber nachts über Braunschweig fliegt. „Und Braunschweig ist so schon langweilig, aber wenn du da nachts mitm Hubschrauber drüber fährst, ja, …“ Mit einem Hubschrauber drüber FAHREN?? *lach* Aber irgendwann ist Johann dann wach geworden und hat festgestellt, dass er gar nicht an nem Hubschrauber hängt, sondern an der Dachrinne vom Hotel *g* „Ja, da war ich aber erleichtert. So, ich guck ma n bisschen in die Zeitung. Ach guck mal, hier stehts. 3,4 Millionen Arbeitslose. Allein in Regensburg. Ist das eigentlich schon Kabarett? Mit 3,4 Millionen Arbeitslosen könnte man Schwerin einkesseln. Nee, das ist auch kein Kabarett, oder? Nee, ich glaub Kabarett ist, wenn man was Kritisches sagt. Was Kritisches, wenn man zum Beispiel sagt, was weiß ich. Wenn ich meinen Kiosk so führen würde, wie der Finanzminister seinen Kiosk, dann gäbs aber bald keine Kioske mehr. Ich glaub, das ist Kabarett.“ Oft würde er ja gefragt, was denn der Unterschied ist, zwischen Comedy und Kabarett, und er würd dann immer sagen: „Pass auf, Mädchen. Zieh dich doch erstmal an! Der Komödien … der Komedien … der Komedien, der macht das alles nur wegen dem Geld. So, und der Kabarettist, der macht das alles des Geldes wegen. Ne, verstehste? Verstehste nicht? Dann zieh dich nochmal aus.“ *looool*
Johann meint dann, 3,4 Millionen Arbeitslose wären aber auf jeden Fall genug und er fährt fort: „Ich hab ja noch Arbeit. Und wen ihr wollt, dass das so bleibt…“ Publikum lacht. „Nein, ihr könnt machen, was ihr wollt, aber wundert euch dann hinterher nicht, wenn ich euer Auto klaue.“ *lach* „Auch wenn man‘s mir ja nicht immer ansieht, ne … *grummelig* aber mit macht mein Beruf sehr viel Spaß.“ Da war er auch mal irgendwann in ner Bar und hat sich zu ner Frau gesetzt, die über 60 war und hat zu ihr gesagt: „Na, Mäuschen? Schon was vor heut Abend?“ Und sie hat gesagt: „Sehr witzig!“ Er wieder: „Ja, das ist mein Beruuuf!“ Und er erzählt, dass es ja aber doch ein schöner Beruf ist, weil man rumkommt, nach Regensburg z.B., „da wär ich doch im Leben nicht drauf gekommen, hier mal auszusteigen. Bin vor ner halben Stunde mal in der Stadt rumgelaufen und hab jemanden gefragt ‚Wie komm ich denn in die City?‘ und da hat er gesagt ‚Das interessiert mich nicht.‘ […] Nein, aber man kommt sehr viel rum, man hat sehr viel Zeit, zumindest tagsüber, meistens muss ich ja nur abends arbeiten, und oft ist es auch so, dann sitz ich da an meinem Fenster…“ Weiter kommt Johann erstmal nicht, denn ungefähr beim Wort „Fenster“ ist ihm ein kleiner Rülpser rausgerutscht. Ich muss sofort loslachen und auch das Publikum lacht ein wenig. Johann ein wenig aufgebracht: „Ich hab extra gesagt ‚Ohne Kohlensäure!‘ … die Suppe!“ Aber dann erzählt er weiter, dass er sich halt immer so 3 Stunden ans Fenster setzt, und dafür hat er 2 Kissen, wo die Ellenbogen genau reinpassen. Und dann guckt er raus. Da ist dann zum Beispiel ne Straßenkreuzung, „und da ist also immer was los, grün … oder … gelb, alles! Neulich stand bei der roten Ampel ein Lieferwagen von einem Handwerksbetrieb. Und da war auch der Name von dem Betrieb und da drunter stand die Telefonnummer und ganz unten stand auch ne Mobilnummer, ja, und ich hatte Zeit.“ Also hat er da mal an der Mobilnummer angerufen und hat auch gesehen, wie im Lieferwagen einer ans Handy ging. Da hat Johann dann mal gesagt: „Ja, hier is die Polizei, Sie telefonieren während der Fahrt!“ Der Fahrer ist dann wohl ganz nervös geworden und hat gefragt: „Woher wissen Sie das?“ „Und da hab ich gesagt: ‚Is grün, fahr los!‘ Da meinte er: ‚Aber ich darf doch während der Fahrt nicht telefonieren!‘ – ‚Ja, das stimmt, wenn Sie jetzt losfahren, wird das nochmal teurer! … Sie Spacko!‘“ Dann hat Johann ihm erzählt, dass er von einer Strafe absieht, wenn die ihm das Badezimmer neu machen. Blöd war nur, dass das Dachdecker waren. „Hab ich gesagt: ‚Ja, oder so.‘ Und jetzt hab ich Dachpfannen im Badezimmer.“
Irgendwann hat er dann noch gesagt: „Wenn man Arbeit hat, dann ist es ja manchmal auch so, dass man das Geld hat, um sein Publikum zu lieben!“ Das ganze Publikum lacht sich kaputt, Johann danach: „Oah nee, das kann man nicht bringen, oder? Leute, missversteht mich nicht falsch, natürlich liebe ich mein Publikum! Ich bewundere es geradezu! Ich würde für mich kein Geld ausgeben! Ich hab mir eben von euerm Geld ein Auto gekauft, nur damit ihr wisst, dass ich das nicht alles sinnlos verprasse. … … Das ist ein etwas größeres Auto, wir haben Toiletten hintendrin, … Videothek und so.“
Mit dem Auto ist er auf der Autobahn wohl mal von n paar Polizisten angehalten worden, die das ganze Auto durchsucht haben und meinten, sie wären auf der Suche nach einem Millionen-Dieb. Die haben aber bei Johann nix gefunden, er ist also weiter gefahren. Irgendwann isser wieder umgedreht und zurück gefahren und hat den Polizisten gesagt, dass er’s doch macht *lach*
„so, ich habe, um mich selber nochmal n bisschen in Fahrt zu bringen, nochmal ein Gedicht mitgebracht, und das Gedicht heißt ‚Suizid in der Öffentlichkeit‘. Ich hab auch schonmal überlegt, es umzubenennen, in ‚peut a peut in die apeut‘ (wie schreibt man DAS denn?? Wer kann Französisch?? Ich nich ^^). Aber dann hab ich gedacht ‚Och nö‘. Und es geht da um einen Selbstmörder, und ihr müsst euch vorstellen, das spielt hier … an dem größten Fluss, den ihr habt.“ Das Gedicht handelt dann davon, dass der Selbstmörder auf der Brücke steht, um runterzuspringen. Auf einer gegenüberliegenden Brücke kommen lauter Leute, die gucken wollen. Irgendwann stürzt dann die Brücke ein, „und die Gaffer fallen ins Wasser.“ Johann darüber: „Ja, da hab ich jetzt auch nicht mit gerechnet!“ *lach* Das Gedicht endet dann damit, dass der Selbstmörder dann verstört nach Hause geht und „eine Selbstmordpause“ macht.
Johann spielt eine Weile mit der Zunge rum und stöhnt leise. Dann meint er mit wieder normaler Stimme: „So! Jetzt kommt das Thema Erotik. Ich hab das Thema pantomimisch schonmal eingeleitet um euch auf den Geschmack zu bringen.“ Johann meint, er würde ja nicht so gerne über Erotik reden, und macht danach ein lautes „Rrrrrrr!“, begleitet von einem sexy Hüftschwung. Das macht er dann nach jedem Satz, wahlweise auch mit anderen Bewegungen seiner Hände, die langsam in die Gegend zwischen den Beinen wandern. *wegschmeiß* Das war auch genial, ich musste sooo lachen! Dann meint er „Ich hab Sex-Touret!“ Er erzählt noch ein bisschen mehr über Sex und erzählt dann: „Ich bin neulich nachts aufgewacht und hab gedacht ‚Klingeltöne fürs Fahrrad!‘ und dann bin ich wieder eingeschlafen.“ Die Klingeltöne waren letztens schon sehr gefährlich, als Johann mit der Nummer bei Mario Barth aufgetreten ist und mir bei den Klingeltönen vor Lachen das Rührei ausm Mund gefallen ist *lach* Ich find das so genial! Würd’s das als T-Shirt geben, würd ich’s mir auch sofort kaufen! Aber irgendwie gibt’s ja bloß 1 T-Shirt, da steht drauf „Ich eskalier gleich!“ Joa, ist auch cool, aber so „Klingeltöne fürs Fahrrad“ find ich noch um einiges lustiger *g*
Johann liest noch ein weiteres Gedicht vor. Danach klatschen ein paar Leute, etwas versetzt, Johann beschwert sich: „Also entweder alle sofort, oder keiner!“ *g*
Dann liest Johann noch ein Gedicht über Allergien vor. Johann macht wieder die Musik an und hüpft dazu in der Gegend rum. Es ist irgendwie so ne Art „Frühlingslied“, was fröhliches, auf einer Flöte gespieltes. Als das Lied zu Ende ist kommt ein getrommeltes Lied, was dann in Techno übergeht und Johann eskaliert *looooooooooooool* Zunächst springt er nur durch die Gegend und macht übertriebene Tanzbewegungen, dreht die Arme, beugt sich nach vorne und hinten. Dann schubst er den Stuhl zur Seite, haut irgendwann gegen den Keyboardständer, der zusammenklappt, das Keyboard kracht runter. Das Publikum klatscht im Takt, während Johann oben völlig durchdreht *wegschmeiß* Als er fertig ist, gibt’s großen Applaus, Johann erschöpft: „So.“ Dann brüllt er noch ein bisschen durch die Gegend, dass er super Laune hat und schreit dann los: „Was kommt raus, Leute Leute, ruft an, ruft an, was kommt hier raus? Ich hab hinten alles voller Pakete! Ruft an!!! Und da ist auch schon der hot button!! Ruft an!! “ Dabei hält er ein Schild mit „GEID ITS ZELT“ hoch und schreit weiter: „Auch nochmal in klein!!“ und dreht das Schild um, auf dessen Rückseite „geid its zelt“ steht. Als dann endlich jemand „anruft“, vom Band, ist die Antwort dann „Geiz ist geil!“ und Johann schreit den Anrufer böse an und beschimpft ihn und sagt „und außerdem spuckst du!“ Dieser Satz kam auch gut, da Johann während seiner Eskalation auch dermaßen am rumspucken war *wegschmeiß* Da hat er sich dann auch mal in die Suppe gespuckt, die immer noch da stand. Dafür motzte er den Anrufer auch an. „Sowas brauchen wa hier nich! Du Hirnfurz!“ Damit war die Eskalation dann auch beendet, Johann: „So, und jetzt? Stellen wir uns so ein Quiz doch mal vor bei arte.“ Johann setzt sich hin und begrüßt uns bei der Quizshow „Rate mir arte“ und verzweifelt etwas an der französischen Übersetzung seines Textes. „Äääh, le question yesterday, … äh … voulez vous […] avec moi?“ Wer auch Französisch kann, den bitte ich mal kurz um die Vervollständigung des Satzes, denn ich konnte vorhin da oben nicht richtig Französisch und jetzt immer noch nicht und weiß nicht, wie man das Wort schreibt, was da noch fehlt ^^ Die heutige Frage war dann, mit wem Fassbinder kurz nach seinem Tod noch ganz schnell den Film „Hund frisst die Katze auf“ drehte. Wer die Antwort weiß, darf sich 5€ in Paris abholen. „Dann drück ich mal auf unsern heißen Knopf, auf unseren peump neuf, und dann gucken wir mal, ob hier jemand anruft. Ah, wir haben jemand.“ Da klingelt auch schon das Telefon, „Hallo! Hallo? Ja, hi Domian! Gut, dass ich mal durchkomme. Dein Thema ist ja ‚Sex mit Lebensmitteln‘.“ Dran war Handy. „Sandy?“ „Nein, Handy, ich heiß Handy! So wie Sandy, nur mit H“ „Achso, ich dachte Sandy, so wie das Handy nur mit S!“ „Ja, das dachte ich auch erst … aber das stimmt nicht.“ „Ja, das is ja blöd.“ *wegschmeiß* Später fragt Johann dann: „Ja, was ist denn mit deinem Mann?“ – „Ja, weißte, Domino … ich sach immer: ‚Ob Mann, ob Frau, Hauptsache gesund!‘“ Was später dann Handy: „Ich bin überhaupt nicht aggressiv!“ Johann: „Ja, genau! Warum bist du eigentlich so aggressiv?“ Johann redet noch ein bisschen mit Handy, die (ich dacht irgendwie, Handy wär n Typ, aber anscheinend doch n Mädel ^^) sich über ihren Typen aufregt. Irgendwann meint Johann dann, sie müssten mal Schluss machen und Handy sagt: „Ja, pass auf, ich fang an.“ Und man hört einen Schuss. Kurz darauf: „Ich hab daneben geschossen! Aber gleich treff ich!“ Johann: „Nein!“ Handy: „Doch, und du kannst gar nichts dagegen tun!“ Johann: „Nee, warte, Sandy!“ Handy: „Handy!!“ Johann: „Ja, tschuldigung, Handy, pass auf!“ Handy: „Nein!“ Johann: „Doch, pass auf, du legst jetzt auf und dann ruft mein Psychologe deinen Psychologen an.“ Handy: „Ok. Aber eins noch, also ich finde dein Sendung voll super und ich hätte gern n Autogramm.“ Johann: „Och, nicht so gern, weißte, Sandy.“ Handy: „Neeeiiiin!!!“ und man hört erneut einen Schuss. Johann: „Ja, dann kriegste halt eins.“ Handy: „Jaa, geht doch!“
Es kommt wieder ein bisschen Musik und Johann hüpft rum. Dann fragt er uns, ob wir uns vorhin eigentlich erschrocken hätten. „Also ich hab mich erschrocken. Weil ich auf einmal gegen den Stuhl treten wollte. Da hab ich für nen kleinen Moment gedacht, jetzt geh ich aus mir raus!“ Johann tritt noch einmal sachte gegen den Stuhl. „Aber dann bin ich doch drin geblieben. Es ist so, diesen Tanz von gerade, diesen Tanz, den hab ich selber … noch nie gesehn! Aber es gibt viele, die sagen, das wär auch besser, wenn das so bleiben würde. Ja, ich plauder noch n bisschen ausm Nesthäkchen.“ Er werde oft gefragt, ob er im privaten eigentlich genau so sei, und um das rauszufinden hat er einen Tag lang aufgeschrieben, was er denn so macht. „Das ganze beginnt um 16 Uhr und endet dann am nächsten Tag um 16 Uhr und das ganze hört sich so an: 25. Oktober, 16 Uhr. Muss gleich zur Arbeit. Auftritt in Dortmund. Schaue ein letztes Mal auf meine Homepage. Im Gästebuch schreibt eine Frau, sie wäre am laufenden Fernseher eingeschlafen und dann wieder aufgewacht, weil sie meine Stimme gehört hätte und als sie zum Fernseher geguckt hat, wer hat da gesprochen – Erich Honecker. Gut, dass ich die Einträge selber löschen kann. Später in Dortmund. Manchmal haben wir Zeit, uns vor dem Auftritt noch die Stadt anzugucken. Leider auch in Dortmund.“ Er ist froh, dass er seiner Freundin nichts mitbringen wollte. Aber weil es ihm zu blöd ist, den selbst zu kaufen, will er ihr einen Nasenhaarschneider kaufen um dann sagen zu können, wenn sie ihn nicht brauche, würd er ihn nehmen. „0 Uhr. Bin zu Hause angekommen. Nehme den Nasenhaarschneider und gehe vorsichtig ins Schlafzimmer. Meine Freundin schläft schon, Gott sei Dank. Ich stelle mir den Wecker auf 8 Uhr und frage mich dann, ob ich mich verarschen will. Ziehe mir ein Stirnband über die Augen und lege mich hin. 0:10. Ich will mich auf die andere Seite drehen, da merke ich, dass ich auf der falschen Seite angefangen habe, einzuschlafen. Eigentlich beginne ich immer auf der linken, drehe mich auf die rechte und schlafe ein. Und jetzt? Lege mich auf den Rücken und warte ein paar Minuten, um dann nochmal von vorne anzufangen. 0:30 liege immer noch aufm Rücken, war kurz mal eingeschlafen. Wusste gar nicht, dass ich auch aufm Rücken schlafen kann.“ Johann erzählt dann, dass er durch den an der Tür kratzenden Hecto-Pascal wach geworden ist. Er steckt sich Oropax in die Ohren und fragt sich, wie viel Oropax man sparen könnte, wenn man bloß 1 Ohr hätte. „0:40 Uhr. Habe mich langsam an meinen Puls im Kopf gewöhnt. Kann aber trotzdem nicht einschlafen, weil ich die ganze Zeit meinen Arm anatme.“ *wegschmeiß* Um 1 Uhr träumt er, dass er nicht einschlafen kann, weil er mit den Zähnen knirscht. „Ich wache auf, und es stimmt.“ … „In meiner Verzweiflung reiße ich ein großes Stück aus der Schaumstoffmatratze und schiebe es mir zwischen die Zähne.“ Später sitzt er auf dem Bett und beobachtet Leberflecken auf dem Arm von seiner Freundin, die sich erst langsam, dann noch langsamer bewegen. Irgendwann geht er einen Edding holen und verbindet die Leberflecken, „meine Freundin schläft weiter.“ Um acht Uhr klingelt der Wecker. Johann dreht sich um und sieht seine Freundin in der Tür stehen, die ihn fragt, ob er schonmal was von betreutem Wohnen gehört habe *g* Sie sagt auch, er hätte im Schlaf ein Hanuta gegessen. „‘Das ist doch Quatsch!‘ sage ich. Dann zeigt sie mir zum Beweis auf ihrem Videohandy einen kleinen Film. Wie jemand aufrecht im Bett sitzt, Schaumstoff ausm Mund holt und in aller Ruhe ein Hanuta isst, ohne das Stirnband abzunehmen.“ *wegschmeiß* „‘Das ist noch lange kein Beweis‘ sag ich, ‚das kann auch nachgespielt sein!‘ […] Dann fragt sie mich, ob ich was mit dem Gekrakel auf ihrem Arm zu tun habe und warum der Scheiß nicht abgeht. Ich sage, sie soll froh sein, dass ich keinen Lötkolben benutzt habe.“ Zur Wiedergutmachung will er ihr eine Heiße Zitrone bringen, doch die mag sie nicht haben. „Dann gehen ihr die Argumente aus und sie schallert mir eine.“ *weglach* Johann legt sich wieder hin, weiter geht’s um 14 Uhr. Er denkt sich, dass seine Freundin doch ganz schön pfiffig ist und will sie deshalb Fiffi nennen. „14:30 Uhr. Bin zum Bäcker gelaufen und hab gefragt, ob er auch Spaghetti hat. Dann laut lachend wieder rausgelaufen.“ Später hat er dann die Katze gesucht, die irgendwie kaum noch Haare hatte, „hat wahrscheinlich zu viel Rubbeldiekatz gespielt“. Dann sucht Johann seinen Nasenhaarschneider und fragt seine Katze „Wo ist der Nasenhaarschneider?“ – „Da musst du Fiffi fragen.“ – „Fiffi, wo ist der Nasenhaarschneider“ – „Da musst du Hecto-Pascal fragen! Der ist in der Badewanne.“ – „Hecto-Pascal, wo ist eigentlich der Nasenhaarschneider?“ – „Da musst du Fiffi fragen!“ „Fiffi, Hecto-Pascal hat gesagt, -“ – „Nenn mich nicht Fiffi! … Und seit wann spricht ne Katze?“ Später erzählt Johann dann: „Heute hat Hecto-Pascal uns gezeigt, wie man aus einem alten Teller ein Puzzle macht. Darauf hin hab ich Hecto-Pascal gezeigt, wo er überall Zecken hat.“ *wegschmeiß* „16 Uhr. Muss wieder zur Arbeit. Möchte noch kuscheln, meine Freundin aber nicht. Ich verstehe sie nicht. Manchmal ist sie lüstern, manchmal verklemmt. Könnte sie auch Lüsterklemme nennen.“ *lach*
Dann bedankt sich Johann bei allen, „ich möchte mich bei allen bedanken, die hier waren, aber auch bei allen, die nicht hier waren, viele sind ja auch zu Hause heut Abend. Und löten sich einen.“ Er bedankt sich dann noch bei den Leuten, die aus Landshut gekommen waren, da der Landshut-Termin wegen einer TV-Aufzeichnung mit Regensburg zusammengelegt wurde, er bedankt sich bei den Leuten vom Kulturspeicher „Und ich bedank mich bei der Technik hier, für die Technik.“ *g* „Und ich bedank mich bei allen, die diesen Abend hier nötig gemacht haben. Und eins muss ich wirklich sagen, dieser Abend … ehrlich … ich habe wirklich schon viele Shows gemacht, ja, aber so schön wie heute Abend, ist es im Grunde immer. Danke schön, Tschüss!“
Er verlässt die Bühne hinter den Vorhang und der Applaus klingt innerhalb von Sekunden nach „Zugabe“, sodass Johann auch gleich wieder zurück kommt und mit Jubel und Applaus auf die Bühne zurück empfangen wird.
„Naaa guut … … Nee, ich hab total Bock!“ *lach* Das ist ja schön! *g* „Viele Leute sagen mir nach meinen Konzerten … –“ Das Publikum lacht. „Ja, Konzerte. Die kommen dann nach der Show an und sagen ‚Ihr Konzert hat meinem Leben den Rest gegeben.‘ Da sag ich dann immer ‚Ich helfe, wo ich kann.‘“
Johann sagt, dass wenn er ein neues Programm schreiben wird, dieses auf jeden Fall komplett unter der Gürtellinie sein wird und den Namen „Ficki Ficki“ tragen wird. „Und am meisten freu ich mich auf das Plakat.“ Dann sagt er, dass er immer gefragt wird, ob Johann König ein Künstlername ist. Muaha! Das wusste ich schon vorher, aber für alle andern sagt Johann es nochmal: „Johann König ist ein Künstlername, ich heiße mit bürgerlichem Namen eigentlich René Otzenköttel – “ Und das Publikum schmeißt sich komplett weg. „Darum!!“
Dann gibt’s noch einen kleinen Hinweis: „Ich bin zur Zeit auf Tournee.“ Ach was! *lach* Zur gleichen Zeit schmeißt irgendwer sein Glas um, Johann: „Genau, du auch!“ und er zählt noch die nächsten Termine in Bayern auf. „Wenn’s euch gefallen hat, dann sagts weiter, und wenns euch nicht gefallen hat, dann sagts halt den Leuten, die euch nicht gefallen. Dann kommen die eben. Ja, was gibt’s noch? Ja, manche Leute fragen mich, ‚War das mit dem Keyboard jetzt nötig?‘“ Johann will darauf noch ein Lied spielen, aber erst fragt er das Publikum, ob noch irgendwer eine Frage hat. „Wann geht’s los?“ fragt jemand und Johann guckt böse in die Mitte des Publikums. Er ignoriert erstmal die Frage und sagt dann: „Pass ma auf mein Freund! Merk dir mal eins, ich mach hier die Witze!“ Dann droht er ihm, dass er bald draußen aufm Parkplatz liegt, unter seinem Fahrrad, dass es aussehen wird wie ein Unfall, es aber keiner gewesen sein wird *g*
Weitere Fragen gibt’s nicht, also erzählt Johann noch ein bisschen und klettert dann zusammen mit dem Keyboard auf den Hocker und beginnt in komplizierter Sitzhaltung zu spielen. Dann legt er das Keyboard weg, welches dann allein weiterspielt. Er singt dann „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ mit einem auf Regensburg umgedichteten Text. Beim Singen springt er von der Bühne und schüttelt der ersten Reihe die Hand. Bei mir hält er an und fragt, wie ich heiße. „Anne.“ – „Anne? Oder Hanne?“ „Nee, Anne.“ Er meint, das wär jetzt für ihn nur halb so peinlich wie für mich, aber ich schüttel den Kopf *wegschmeiß* Während wir labern, schütteln wir uns die ganze Zeit die Hände *g* Als er später wieder auf die Bühne geht und davon singt, dass wir jetzt alle nach Hause gehen, singt er auch davon, dass ich aber noch in der Tür stehen werde und auf nen Typen warte *wegschmeiß* *vom Stuhl fall* Als das Lied zu Ende ist, geht Johann wieder von der Bühne und es gibt sofort Zugabe-Applaus. Johann kommt genervt zurück auf die Bühne: „Ja, vielen Dank… Das was ich jetzt mache, hätte ich jetzt aber sowieso gemacht. Weil das mach ich immer. Egal, ob hier noch einer sitzt. Er will noch ein Gedicht vorlesen. „Das heißt Escalacion. By Jay Kay.“ Aber erst hat er noch was in eigener Sache, denn er sucht eine neue Mitbewohnerin, „die Alte ist nicht mehr gekommen.“ *lach* Aaaah ja. „Jetzt versteh ich das auch. Nicht mehr wieder gekommen mein ich. Die die ich bis jetzt hatte, die hieß Angelika und die hat nur ein Problem gehabt – die war doof. Nur ich hab das zu spät erfahren. Die hat das nicht gesagt beim Einzug.“ Die war irgendwie „Sozialökologin“. *g*
Aber so alleine wärs ja auch schön, da kann man viel mehr machen. „Ich hab mal alleine in der Küche gesessen und hab versucht, allein mit meinen Gedanken, ne Walnuss zu öffnen.“ *wegschmeiß* Er hat wohl ziemlich lang da gesessen, „und das hat keinen gestört. Noch nicht mal die Walnuss.“ *lol* Dann hat er sich drei Kerzen angemacht und die Feuerwehr angerufen: „Es brennt hier, das können Sie sich nicht vorstellen.“ Da aber auch dann schnell auflegen und auch auflegen, wenn die nochmal anrufen, „direkt auflegen. Bevor der anruft schon auflegen.“
Er gibt ein Weihnachtsgedicht und dann noch ein Weihnachtslied, „Morgen Kinder wird’s nichts geben“. Nach dem Lied ist es aber dann endgültig zu Ende, „Kommt gut nach Hause! Ihr seid spitze!“ ruft Johann noch und er geht durch den Saal nach hinten. Das Licht geht an und die Leute stehen auf. Ich überlege, ob wohl viele Leute Autogramme holen, da Johann es nicht angekündigt hat und da auf dem Verkaufstisch bloß ein winzig kleines mit Edding beschriftetes Papp-Schildchen stand, auf dem drauf stand, dass es hinterher Autogramme gibt.
Ich gucke auf die Uhr und sehe, dass wir bereits nach halb elf haben. Gut, dass ich mir für morgen früh eine Mitfahrgelegenheit gesucht habe, da der letzte Zug von Regensburg nach München schon um 22:45 Uhr fährt, was ich also nie im Leben geschafft hätte.
Nach einer Weile kommt Johann raus. Er hat kein grünes Hemd mehr an, sondern „normale“ Klamotten. Ohne ein Wort zu sagen springt er über die Rollstuhlrampe und geht hinter den Tisch.

Ich lasse alle Leute vor gehen und stelle mich als letztes an. Ein-zwei Leute kommen noch nach mir, aber die lasse ich auch unauffällig vor. Als ich dran bin, lege ich ihm mein Autogrammbuch hin. Auf die linke Seite hatte ich mein Foto mit ihm vom Comedypreis reingeklebt und ein Foto von ihm mit Ralf Schmitz und Maddin Schneider, auf denen die drei am Autogramme schreiben sind am 7.4.06 nach der Schillerstraße-Aufzeichnung. Ich hatte kurz befürchtet, dass er auf die Seite mit den Fotos schreiben würde, da er ja nicht der einzige sein würde, der das tut. Aber er schreibt auf die rechte Seite „Johann König“. Dann fragt er: „Für Anne?“ „Ja“ sage ich und freue mich, dass er meinen Namen noch weiß. Ich überlege kurz, ob ich ihm sage, dass er sich Namen besser merken kann als Ralf, aber ich lass es dann doch. Er blättert im AG-Buch ein bisschen nach vorne (viel ist ja auch noch nicht drin) und fragt mich, wie es denn bei Mirja Boes Programm war. Ich sag ihm, dass es total supertoll war und ich am 7. nochmal hingehe. Als er meint, mein Buch sei ja noch nicht sooo voll, sag ich ihm, dass das ja auch schon mein drittes Buch ist. „Da bist du ja ein richtiger Comedyfan.“ sagt er. Ich grinse und sag „hmja.“ Dann frage ich ihn, ob er noch ganz kurz Zeit für was anders hat und erzähle ihm, dass ich den Maddin- und Mirja-Fanclub leite und ob er dafür was beisteuern kann. Als erstes soll er den „Maddin ist…“-Satz vervollständigen. Er liest sich erstmal die Sätze von den Vorgängern durch, sodass ich mir kurz unsicher bin, ob ich ihm auch das erste Blatt noch gebe, aber irgendwann meint er dann „Ah, mir ist was eingefallen.“ und fängt an zu schreiben. Irgendwann fragt er den Merch-Mann, der neben ihm sitzt, wie man denn „Äbbelwoi“ schreibt. Er hatte schon „Apple Woi“ geschrieben, doch der Typ neben ihm sagt, dass man das auf keinen Fall so schreiben würde, sondern mit Ä und zwei Bs. Also schreibt Johann ans Ende vom Satz in Klammern „Äbbelwoi“. So hätte ich ihm das auch buchstabiert, aber ich dachte, ich sach mal nix, immerhin hat er mich ja auch nicht gefragt^^
Dann sage ich ihm, er solle sich mal vorstellen, er würde van Gogh heißen und nur ein Ohr haben und solle dann Mirja Boes als Strichmännchen malen. Als ich ihm nen Zettel hinlege, will er sich wohl auch „die andern“ Mirja-Männchen angucken (er blättert in den 2 zusammengefalteten Blättern), aber er ist ja der Erste, der was malt. Er fängt an zu malen, meint zwischendurch dann „Oh Gott. Ich kann überhaupt nicht malen.“ Ich meine „Das macht nichts. Dafür ist das ja da.“ Dafür ist das ja da? *wegschmeiß* Was erzähl ich ihm da überhaupt? Naja egal. Er malt jedenfalls eine Mirja (*wegschmeiß* zu geil! Ich bin mir noch nicht sicher, ob das jugendfrei ist, keine Ahnung ob das ein Finger oder was anderes ist, was Mirja da an/in der Hand hat *lol*). Ich bedanke mich dann nochmal für den lustigen Abend und wünsche ihm noch einen schönen selbigen. Er bedankt sich und während ich weggehe, höre ich noch, wie er den Merch-Mann nochmal fragt: „Schreibt man Äbbelwoi wirklich so??“ *lach* Vielleicht hat er’s ja dann später noch nachgegoogelt oder so *g* Aber auf jeden Fall ist Johann supernett!! Und lustig ists, ich muss da unbedingt nochmal hin!

Ich bin dann zum Bahnhof gegangen. Bzw nur ein Stückchen. Das Johann König-Plakat von dem Stromkasten, was ich mitnehmen wollte, war irgendwie weg. Ob das wohl abgehängt wurde, weils nun nicht mehr aktuell war? Wenig später kam ich an einem Bauzaun vorbei, an denen noch Plakate hingen. Beim Vorbeigehen ist eins sowieso schon fast von alleine abgefallen, da hab ichs halt mit genommen *g* Ok, ich musste an einer Ecke ein Stück vom Plakat abreißen, weil der bescheuerte Tesafilm so fest war und auch unten war der Tesafilm etwas doof, aber ich habs dann doch irgendwann abgekriegt ;-) Später stellte ich fest, dass die Donau durch Regensburg fließt und merkte daran auch, dass ich falsch war, jedenfalls konnte ich mich nicht daran erinnern, auf dem Hinweg über ne Brücke gekommen zu sein. Also ging ich um ne Ecke und fuhr den restlichen Weg mit dem Bus. 80 Cent, genial! In München hätte ich mindestens 1,10€ gezahlt.
Ich ging durch den Bahnhof und wusste, dass ich gut im Voraus gedacht hatte: die Bahnhofshalle war schön warm, ein guter Platz zum warten. Troztdem ging ich vorher noch eine Runde um die Regensburg Arcaden, die natürlich schon zu waren und guckte nach, ob wohl noch was im Kino lief. Immerhin hatten wir es erst so zwanzig nach elf, da könnte ja auch noch was laufen. Aber an der Tür stand „bis 23:30“ geöffnet, also würde wohl kein 10minütiger Film mehr laufen. Und tatsächlich, als ich auf dem Rückweg wieder dort vorbei kam (was soll das denn, man kann gar nicht einmal drumrum laufen!), war das Kino zu. Dann fing es an zu tröpfeln und ich war froh, dann später wieder überdacht zu sein. Ich ging durch den Bahnhof, auf der anderen Seite wieder raus. Im Bahnhof gabs nämlich bloß nen Burger King und da wollte ich nicht hin. Draußen am Bahnhof gab es zwar nen Subway und nen McDonalds, aber die hatten schon zu (ZU!!! Vor Mitternacht hat n Mäckes am Bahnhof ZU! Wo gibt’s denn sowas??). Also bin ich doch zum Burger King. Hmjoa. War ok, aber ich ziehe trotzdem McDonalds vor. Der Burger King hatte bis 1 Uhr auf. Deshalb beschloss ich, auch so lange dort drin zu bleiben und erst dann in die Bahnhofshalle zu gehen. In der Halle war’s zwar wärmer, allerdings wusste ich nicht, ob da nicht irgendwelche Penner rumhocken. Als ich jedoch aus dem Burger King kam, konnte ich schon nicht mehr durch den direkten Durchgang gehen, sondern musste durch ne Tür außenrum gehen. Und durfte dann feststellen, dass die Tür zum Bahnhof zu war. Also folgte ich dem Schild „Nachtzugang“ und kam da zwar zu den Gleisen, nicht aber in den Bahnhof rein. Und auch der Bahnservice mit der Wartehalle der DB war zu. Was soll denn der Scheiß??? An einem Bahnhof, an dem abends um viertel vor elf der letzte Zug in die Landeshauptstadt fährt!! Es fährt sogar der letzte Zug von Köln nach Gummersbach erst nachts um halb 1 und da will doch nachts auch keiner hin, aber ein Zug zwischen zwei Großstädten wie Regensburg und München um viertel vor elf ^^ Aber dann da NICHTS hinzubauen, wo man dann mal warten kann!! Den wärmsten Ort fand ich dann zwischen den zwei Rolltreppen, die in die Bahnhofshalle runter bzw von der Halle nach oben führten. Da stellte ich mich hin und wartete. Es war etwa kurz vor halb zwei. Vielleicht auch erst zwanzig nach eins. Es war nicht wirklich warm. Ehrlich gesagt war es sogar arschkalt. Bzw wurde es mit der Zeit immer kälter. Ich zog die Pulloverärmel runter über die Hände und steckte die Hände in die Jackentaschen. Ich stellte fest, dass ich auch im Stehen ein bisschen schlafen kann, aber immer nur für höchstens 10 Minuten. Wenn mir die Füße zu sehr einfroren hopste ich ein bisschen durch die Gegend. Manchmal kamen Leute vorbei. Ich überlegte, wann wohl die Halle wieder aufmachen würde. Vielleicht um 3 Uhr? Wenige Minuten vor 3 kam ein Mann die Rolltreppe hoch (die Treppe war aus), allerdings nur, um oben den Vorraum zu putzen und wieder runterzugehen. Also da war so ne Glasscheibe drumrum. Etwa halb vier kam so ein türkischer Typ vorbei, der mir sagte, dass die Halle um 4 Uhr wieder aufmacht, aber nur die vorderen Türen, hier oben erst um 5. Juchu, Hoffnung! Ich bedankte mich, blieb aber trotzdem noch hier oben stehen, da es vor den Bahnhofstüren sicher noch kälter war. Die Zeit lief immer langsamer, doch so zwischen zehn und fünf vor vier kam ein Mann von der Bahn und schloss die Glastüren auf. Juchu! Wärme!! Ich freute mich so auf die Wärme der Halle, dass ich richtig enttäuscht war, als es eigentlich gar nicht viel wärmer in der Halle war, als es draußen gewesen war. Aber egal. Hier konnte ich mich wenigstens hinsetzen. Irgendwann kam ein Typ, mit dem ich mich n bisschen unterhalten hab. Der war auch n bisschen komisch *lach* Der wohnte wohl nur so 500m vom Bahnhof entfernt, wollte aber jetzt unbedingt n Brötchen oder Kaffee von dem Bäcker da haben, der aber erst um 5 Uhr aufmachte. Dann meinte er, dass er das Scheiße findet, was ich studiere, weil er es nicht gut findet, wenn man Leute manipuliert, etwas zu kaufen. Hat das aber auch nicht so richtig kapiert, was ich ihm erklärt hab ^^ Außerdem fand er es komisch, dass ich wegen Johann König ne Nacht irgendwo rumsitz (ich hab ihm mal nicht erzählt, dass ich das wegen Martin Schneider und Maike Tatzig auch schon 3 bzw 1mal gemacht hab) und dass er in Regensburg wohl irgendwie ne Berühmtheit sei, hat ihn aber keiner angesprochen, also wohl eher doch nicht, sondern n Spinner. Und er fands nicht gut, dass ich nach Regensburg fahre und nicht weiß, warum das vor kurzem zum Weltkulturerbe ernannt wurde.
Irgendwann ist er dann gegangen, wollte nicht mehr länger auf den Bäcker warten und eigentlich wollte er ja auch lieber nen Döner essen.
Dafür setzte sich kurz später irgendn Penner neben mich, bah! Zum Glück ist der irgendwann weggegangen und sich nen Kaffee holen. Und zum Glück war auch kein Penner unterwegs, als ich oben alleine rumstand, sondern erst im Bahnhof, wo alle Leute rumgelatscht sind. Irgendwann kamen noch so Leute mit ner Art „Bahn-Zeitung“, also eine Doppelseite, „mobil aktuell“ heißt die irgendwie. Ich dachte, die wär voll langweilig, aber die war sogar ganz interessant und gut zum restlichen Zeitvertreib, denn es war schon Endspurt. Eingeschneite Leute kamen von draußen rein, also entschied ich, erst zwei Minuten vor abgemachter Abfahrt nach draußen zu gehen. Kurz vorher guckte ich nochmal auf meinen Ausdruck, was für ein Kennzeichen ich suchen musste und ging dann um 6:12 Uhr nach draußen. *megafreu* da stand das Auto auch schon und ich musste keine einzige Sekunde warten. Ich stieg ein und richtete erstmal die Grüße von meinem Hinfahrer aus, der die beiden auch kannte, mit denen ich nun zurück fuhr. Die beiden holten noch einen Arbeitskollegen ab, dann ging es ab nach München. Ich bekam nur wenig mit, da ich über die Hälfte der Zeit schlief, doch so verging die Zeit auch viel schneller. So gegen halb acht kamen wir in München an der U-Bahn-Station Kiefergarten an und ich stieg in die U6 um. Von dort aus ging es dann zum Sendlinger Tor, Umstieg in die U2. Damit dann zur Silberhornstraße, Umstieg in die Tram25 und damit dann bis zur Haltestelle „Grünwald, Bavariafilmplatz“. Ich war immer noch ganz eingefroren, als ich da ankam. Doch während des Unterrichtes tauten meine Füße auf. Allerdings war Arbeitsrecht nicht unbedingt ein Thema, welches für Spannung berühmt ist. Es war zwar halbwegs interessant, doch irgendwie bemerkte ich manchmal doch recht erschrocken, dass ich gerade die Augen zu hatte. Ich entschuldigte mich später beim Dozenten, der das auch gesehen hatte, aber ich glaube er fand es nicht ganz so schlimm, da Hanno öfters im Unterricht pennt und das länger als ich ;) Bei mir ist das ja eher so ein „Sekundenschlaf“. Außerdem meinte Lena, sie hätte auch irgendwie schlecht geschlafen und er selber war wohl auch ziemlich müde und meinte, dass das sicher am Wetter liegt.
Nach dem Unterricht haben wir dann noch ein bisschen aufgebaut für die Immatrikulationsfeier am Abend. Dann noch kurz nach Hause und mit dem Fahrrad wieder hin, um nicht zu spät zu kommen. Pah, ich hätte auch mit der Bahn fahren können, von unserer Truppe sind fast alle zu spät gekommen! Aber egal. Ich wollte nicht ganz so lange bleiben und Lena zum Glück auch nicht. So sind wir schon um zwanzig vor neun gefahren, das Fahrrad muss ich dann die Tage noch zurück fahren.
Um zwanzig vor zehn bin ich dann ins Bett gegangen. Lena meinte, ich würde jetzt bestimmt 14 Stunden schlafen. Ich dachte, vielleicht schlaf ich ja auch 15 oder mehr und habe mir meinen Wecker mal so auf 13:15 Uhr gestellt. Aber als ich den hörte, hab ich den habe ich schnell ausgemacht und weitergeschlafen. So habe ich dann 17 ½ Stunden geschlafen. War das schön!!

Achja, Fotos gibt’s leider nicht, da mein Fotoapparat ja immer noch kaputt ist :-( Dabei durfte man anscheinend auch während der Show Fotos machen, jedenfalls haben das mehrere Leute gemacht … hätte ich auch gern … :-(


„Morgen mache ich Schluss … wahrscheinlich!“ – 2. & 3. 11.07 - Brühl & Bochum

8. Februar 2008

Nun sollte es also so weit sein – Mirja Boes, live! Gut, ich hatte sie schon mal live gesehen. Das war jedoch schon über ein Jahr her, zwei Mal bei Aufzeichnungen für „Frei Schnauze“ und es war ja nicht nur Mirja. Live gesehen hatte ich Mirja dieses Jahr auch schon, beim Comedypreis. Aber zählt das, wenn ich sie einmal da lang gehen seh? Nö. Aber jetzt! Ich freute mich schon eine ganze Weile darauf! Schon am Mittwoch fuhr ich von München aus nach Mondorf, in die Nähe von Bonn, zu einer Freundin. Donnerstag machte ich mir einen schönen Tag, Freitag war es so weit!
Gegen kurz nach fünf machte ich mich auf den Weg zum Bus, mit dem es nach Bonn ging. Von Bonn aus dann noch eine viertel Stunde Bahn fahren und ich war in Brühl angekommen. Mit ein paar Minuten Verspätung, aber so ist sie halt, die Bahn. Katrin sollte gleichzeitig mit mir ankommen, doch auch ihre Bahn kam zu spät. So wartete ich noch kurz auf sie, dann gingen wir zusammen los in Richtung Comesstraße. Komisch war – überall stand, dass Mirja im „Dorothea Tanning Saal“ auftreten würde. Bloß auf der Eintrittskarte stand „Max Ernst Museum“, so, und jetzt? Anscheinend hatte es aber die gleiche Hausnummer, so gingen wir vom Bahnhof ca. 2-5 Minuten zu Fuß und standen gleich vorm Museum. Hinten am Parkplatz hatte „Dorothea Tanning Saal“ gestanden, also waren wir richtig. Wir fragten die Tante vom Museum trotzdem mal, ob wir richtig seien. Das waren wir, aber sie warf uns trotzdem nochmal raus, da das Museum nun schloss und die Tür dann später von den Leuten der Stadt Brühl wieder geöffnet werden würden. Joa. Ist ja eigentlich ok, aber … es regnete, es war kalt, es war doof draußen. Nuja, standen wir halt da rum. Irgendwie waren wir auch die ersten. Hallo Leute, es ist freie Platzwahl, da kommt man früher! Aber uns sollte es nur recht sein. Also quatschten wir noch eine Runde. Schließlich hatten wir schon vor über einem Jahr beschlossen, einen Mirja-Fanclub zu eröffnen, das sollte heute in die Tat umgesetzt werden, indem wir Mirja fragten a. ob sie schon einen hat und b. ob wir einen machen dürften. Morgen würde auch Steffi mit zu Mirja kommen. Steffi hatte kurz vorher mit Katrin gequatscht, ob sie nicht zusammen eine Fanpage zu Mirja bauen wollten *g* Da waren wir etwas schneller und hatten uns noch mehr überlegt ;-) Aber so bekam das vorläufige FC-Team ein paar Stunden vor der Gründung noch ein Team-Mitglied mehr.
Vor der Tür des Brühler Max-Ernst-Museum wurde es immer dunkler. Immer nasser. Immer kälter. Und netterweise auch immer voller. Irgendwann kam dann auch endlich jemand und machte uns die Tür auf. Schnellen Schrittes gingen wir die Treppe runter, die nächste Treppe runter, stellten uns vor die Tür des Dorothea-Tanning-Saals. Katrin ging noch schnell zum Klo, dann warteten wir also vor der nächsten verschlossenen Tür. Wir unterhielten uns darüber, was wir erwarteten. Irgendwie hatten wir schon ein bisschen Angst, dass es uns nicht gefallen würde. Was würden wir denn dann machen, keinen FC gründen? Oder als FC das Solo-Programm doof finden? Wir waren uns nicht sicher. Wir hatten ja schon ein paar Ausschnitte vom Programm gesehen, die Mirja bei Mario Barths besten Comedians gezeigt hatte. Und irgendwie fanden wir die nur teilweise lustig, zum anderen Teil dummerweise nur mittelmäßig oder sogar unlustig, keine gute Voraussetzung irgendwie. So hatten wir aber vielleicht nicht so hohe Erwartungen und würden vielleicht nicht allzu enttäuscht sein. Wir alberten noch ein bisschen vor der Tür rum und stellten fest, dass es gut war, dass wir schon da waren! Denn die Leute standen inzwischen schon bis oben zur Treppe. Irgendwann begann der Einlass. Wir brauchten nicht rennen und gingen ganz gemütlich zur ersten Reihe in die Mitte und setzten uns. Die Nummer 14 stand auf meinem Platz. Soso.
Nun gab es eine weitere Runde warten, doch es war anders als bei anderen Comedyprogrammen – Mirja hatte was zum gucken mitgebracht! Auf der Leinwand auf der Bühne wurde eine Diashow gezeigt mit Bildern von Mirja. Da waren Baby-Fotos, Kinder-Fotos, Fotos von ihrer Kommunion, Fotos aus ihrer Jugend, Fotos aus Urlauben (gab es eigentlich irgendwann mal einen Urlaub, in dem Mirja keinen Sonnenbrand im Gesicht hatte??), auch ein paar Bilder von heute (z.B. ein Wawa-Bild). Es war lustig und wir waren bis zum Programmbeginn gut unterhalten.
Irgendwann ging dann das Licht aus, und wir wurden von einer schrecklichen Kinder-Stimme begrüßt. Buah! Erinnert euch mal an das Froop-Kind, ungefähr so. „Liebes Publikum! Herzlich Willkommen bei: „Morgen mach ich Schluss! … Wahrscheinlich“. Bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein, schalten Sie Ihre Handys aus und halten Sie sich gut an Ihren Sitzen fest! Denn falls Sie glauben, dass Sie alle Peinlichkeiten in dieser Welt kennen, dann hat Ihre Gastgeberin noch einige Überraschungen für Sie bereit. Hey und aufgepasst! Lasst bloß die Fotoapparate und Handys aus, ihr dürft nämlich keine Fotos oder Filme machen, sonst kommt die Polizei! Bitte begrüßen Sie: Mirja Boes!“
Und Mirja kam auf die Bühne! :-) Rosa Chucks, eine Jeans-Hose voller „Hello Kitty“- und ein paar „Miffy“-Aufnähern, ein weißer Gürtel mit cooler Schnalle, eine braune Bluse – vorne in die Hose gesteckt, hinten raushängend. „Hallo!“ rief sie und ein paar Leute riefen zurück. Das wär jetzt aber blöd gewesen, meinte sie und wollte das nochmal probieren, diesmal von der anderen Seite. So ging sie auf der anderen Seite wieder von der Bühne und kam nochmal wieder: „Hallo!“ und das ganze Publikum: „Hallo!!“ Mirja: „Waah!“
Yep, ist das schön wieder in NRW zu sein! Da ist wenigstens eine Mitmach-Stimmung im Publikum, nicht so wie in Bayern, wo man glaubt, das halbe Publikum würd gleich einschlafen ^^
Mirja fragte, ob mal eben Licht im Saal angemacht werden kann („Och, ach ihr seid‘s!“), weil gerade ein Ungleichgewicht entstanden sei – wir kennen sie, aber sie kennt uns nicht. Das müsste jetzt geändert werden. Bei 3 sollten wir alle unseren Vornamen reinrufen. Bei 3 riefen dann tatsächlich ein paar Leute ihre Namen rein, ich bewegte meine Lippen. Mirja guckte Katrin an und meinte: „Du hast nichts gesagt!!“ *wegschmeiß* Dann sollten wir unser Lieblingsessen reinrufen, jemand rief Rinderroulade rein, was Mirja interessant fand. Dann sollten wir unseren Sitznachbarn angucken und bei 3 ein Adjektiv („Das wäre ein Wie-Wort, ne!!“) über denjenigen rufen. Ich bin ja so unheimlich kreativ, also hab ich „toll“ über Katrin gesagt. Sie hat sowas ähnliches über mich gesagt, nämlich „tollpatschig“ *lach*
Mirja erzählte dann, dass sie wegen Drehs und sowat keine Zeit hatte, ein 90minütiges Programm zu schreiben. So würd sie dann immer mal wen hochholen, der dann 20 Minuten was vormachen soll – was singen oder tanzen oder egal. „Ich komm dann zwischendurch auch mal runter … und fasse euch an … *Mirja latscht runter* Jetzt weiß ich, jetzt sitzen in der ersten Reihe wieder n paar Leute, die denken: „Fuck!“ Und dann geh ich hier so lang so … und dann geh ich an der ersten Reihe vorbei! Und dann denken die Leute am Rand so: „Scheiße!“ … aber dann geh ich natürlich zurück und bleib bei dem Mann mit der Rinderroulade stehen.“ So hatte sie Udo gefunden. Er sollte dann einmal aufstehen, damit wir alle wissen, wer er ist und wir sollten uns seinen Namen merken. „Aber nicht dass ihr euch jetzt Sorgen macht, also nur der Udo, der ist jetzt so n bisschen in‘n Arsch getreten.“
Sie sagte uns dann, dass sie ihre Tagebücher ausgegraben hat, die sie im Alter wischen 13 und 19 geschrieben hat. Die haben sie nachdenklich gemacht, „und auch depressiv.“ Und nachdem sie uns gesagt hat, wie peinlich die doch seien und dass es absolut unmöglich ist, die irgendwie irgendwem auf irgendeine Weise zu erzählen oder so, sagte sie dann: „Ich les euch mal was vor!“
Aber erst teilte sie uns noch mit, dass in der Pubertät dauernd ne Freundin ankam, die sich darüber beschwerte, dass ihre Mutter ihr Tagebuch gelesen hatte – Mirjas Mutter jedoch nicht! Darüber war Mirja etwas beleidigt. Aber deshalb müssten wir uns das jetzt anhören. Nach einem kurzen Blick ins Buch sagte sie dann noch: „Gut, ich war 13 teilweise … und ein Mädchen, kommt erschwerend hinzu!“, dann las sie vor: „Heiko I love you! I love you like never before! You are the greatest! You are my one and only love! (Stefan aber auch)” Sie las auch einen Eintrag über ihre bis damals längste Beziehung vor, über Christian, mit dem sie 3 Tage zusammen war aber meinte, dass sie sich auseinandergelebt hätten. Mirja hat wohl mal ihre Mutter gefragt, ob sie früher ein Flittchen war, doch die hatte ihr nur erklärt, dass sie manchmal auch mit Jungs Schluss gemacht hat, die gar nicht wussten, dass sie mit Mirja zusammen waren.
Mirja erzählte dann von ihrem ersten Bikini-Kauf, wie sie sich gefragt hat, „wie ich jetzt diese immensen Tüten im Zaum halten kann“, dass sie aber eigentlich flach wie n Brett war. „Wie ein sehr flaches Brett…“ Wir sollten uns dann aber in das Bikinioberteil hineinversetzen, wie das eine Sinnkrise kriegt, weil’s leer ist.
Dann stellte sie fest, dass die Mädels früher ja schon fies waren. „Aber die Mädchen von heute, die sind ja noch viel dööfer!“ Sie hätten sich zwar früher ein Donovan-Poster an die Wand gehängt, aber „wir haben uns nicht den furzenden Elch als Klingelton runtergeladen!! Danke schön!“ Mit diesen Worten verschwand sie mit einem mittelschweren Applaus hinter die Bühne, um dann hinterher wieder aufzutauchen: „Ach, ist ja n 90minuten-Programm, oder? Achso! Wieviel ham wa denn schon? 5 Minuten? Das ist ja nicht so viel. Scheiße, Udo! Kannst du jetzt schon was??“
Sie sagte dann, dass sie früher Tabellen über Jungs in ihr Tagebuch geschrieben hat, in der sie die Jungs in Kusstypen eingeteilt hatte. „Toter Fisch“ zum Beispiel, das war der Markus. Sie zeigte uns dann, wie der Typ „Lippen aneinander und dann so!“ machte und sie streckte die Zunge raus. Sie erzählte dann doch schnell noch, wie Markus mit Nachnamen heißt und auch noch wo er wohnte, obwohl sie das ja nicht sagen wollte, aber war ja egal. Der nächste Typ war dann Thomas, „Klopömpel“, auch hier zeigte sie uns, wie der Kuss funktionierte. Daniel war der nächste Kandidat, Typ „Waschmaschine Schleudergang“, den sie uns auch vormachte *lach* Georg war dann der letzte, „der Leguan“ und Mirja zeigte uns, wie das ging. War sehr lustig, kann man aber nicht ordentlich beschreiben, müsst ihr euch selber angucken *lach*
Als nächstes zeigte sie uns dann, wie sie damals die Jungs angemacht hat, im 3-Stufen-System. Stufe 1: „dämlich lachen.“ Stufe 2: „dämlich lachen mit anschließendem Schmollmund“, Stufe 3: „dämlich lachen, Schmollmund, Haare drehen“. Sexy gehen gäbe es dann auch noch. Das hat ihre Freundin Jutta noch erweitert: Die Unterhosen-Kralle. Damit konnte man aus einer schlecht-sitzenden Unterhose nen String machen. Ist nur unbequem mit nem Panty, von den Schwierigkeiten erzählte Mirja uns auch.
Für die Dülkener Kinder-Disco hat sie sich dann auch immer „Choreografien auf Lieder, die nur ich schön fand“ ausgedacht. Davon machte sie uns eine vor *lach*
Später erzählte sie dann, dass sie einmal im Jahr mit ihren Freundinnen einen Mädchen-Ski-Urlaub macht. Da haben die ein Ritual. Morgens um 11 geht’s auf die Piste, da wird Ski gefahren und Snowboard und richtig alles gemacht und dann geht’s zum Aprés Ski. Um 12 ^^ Da versuchen die sich dann „sinnvoll“ zu betrinken. „Wir trinken sehr viel Schnaps, und zwischendurch aber auch mal Wasser. … Bringt überhaupt nichts!“ Wenn die dann besoffen sind, geht’s mitm Taxi nach Hause ins Appartment. Da kommt dann die DVD von „La Boum“ in den Player, weil da ne Karaoke-Version von „Reality“ drauf ist. „Und dann reißen wir uns die langen Ski-Hosen aus und wer die hässlichste lange Unterhose anhat, muss sofort mitsingen.“ Und dann wird zum Handy gegriffen. Was im Vollsuff ja gefährlicher ist als Autofahren. Wenn man dann so ne SMS an den Chef schreibt: „Ey, isch kündige, du doof!“. Nachmittags um halb vier kriegen die Typen von denen dann auch mal Anrufe wie: „Schatz, hör ma wie schön wir singen könnn!“ und dann wird besoffen „Reality“ gesungen. Schlimmer wär‘s dann aber, wenn sich die Herren zu Hause folgendes anhören müssen: „Hey Baby, guck ma wie sexy ich tanzn kann!“. Auch im nächsten Jahr würden sie das Ritual wieder machen. „Aber ich verrate nicht, wo wir hinfahren… Wird in Österreich sein.“ Beim letzten Mal hatte es aber wohl einen kleinen Zwischenfall gegeben. Es war erstmal alles wie immer: 11 Uhr auf die Piste, 12 Uhr Aprés Ski, halb eins total besoffen („ja wir sind Mädchen, da geht das schneller!“), dann wollten sie gehen. „Und was macht dieser Kack-DJ???“ Er hat Reality gespielt – keine 5 Minuten später standen die Mädels vor der Tür. „Und das war ganz schön kalt, nur in langen Unterhosen!“
Als nächstes geht’s dann um Haustiere. Sie hatte da z.B. mal eine Katze, Minki. „Das war die Schwarze, die war da auch bei den Fotos.“ Mirja wollte nämlich immer eine siamesische Karte haben, weil die so schräge Augen haben. Irgendwann hat sie dann gemerkt, dass die normalen Katzen auch schräge Augen kriegen, wenn man die am Kopf ganz doll streichelt. Drum hat sie die halt öfters mal doll gestreichelt. Wir sollten doch zu Hause bitte mal probieren, ob unsere Katze (wenn wir eine haben), genau wie Minki auch ein Moped nachmachen kann. Nämlich wenn die Katzen schlafen, schnurren die dabei ja auch mal. Und dann sollen wir mal auf die drauf drücken, nur so n bisschen *wegschmeiß*
Mirja hatte aber auch mal Zebrafinken. „Die machen in der Zoohandlung immer: Piep. Piep. Piep.“ Die hat Mirja sich dann gekauft, Mirja packt se zu Hause in den Käfig und sagt: „Jetzt pfeift mal.“ Und die Vögel machen: „Nänä nänä nä, nänä nänä nä, nänä nänä nä!“ Stimmband-OP konnte Mirja nicht durchführen, da die Geräte im Kinder-Arztkoffer so groß waren. Aber sobald sie sich dann an die Vögel gewöhnt hatte, schalten die in die nächste Nerv-Stufe: „Aktion Kotschleuder.“
Das Problem hat sich dann aber selbst erledigt, als Mama Boes dann eines Morgens den Satz hörte: „Guck mal Mama, die Minki kann von selber den Käfig aufmachen!“
1983 gab es dann wohl 2 Großereignisse – erstens: Dornenvögel. Darin geht’s darum, dass sich ein Mädchen in einen Priester verliebt. Mirja: „Mir war sofort klar: Mach ich auch!“ Und wie es der Zufall will, kam ein neuer Kaplan in ihre Gemeinde. „Den hab ich jetzt mal anders genannt, als der in echt war. … Der ist heute Bischof in Aachen. Ok, jetzt hätt ich auch direkt den Namen sagen können, aber ihr googelt den gleich eh alle nach.“ Mirja hat sich dann erstmal als Messdienerin angemeldet und hat ihm eine Kassette aufgenommen mit ihren Lieblingsliedern. Er nahm ihr daraufhin eine Kassette mit modernen Kirchenliedern auf, sodass Mirja lange davon träumte, einmal mit Kaplan Kortke (der Name den Mirja sich für ihn ausgedacht hat), Schiebeblues auf „Danke, für diesen guten Morgen“ zu tanzen. Dann las sie uns einen Tagebuch-Eintrag darüber vor: „KayKay und ich hatten heute einen wunderbaren gemeinsamen Moment.“ *wegschmeiß* Der Herr Kaplan hat sie während eines Gottesdienstes mehrere Male angesehn und sie blickte schüchtern zurück. Beim dritten Blick guckte er „fast schon auffordernd“, da hat sie ihm dann endlich „Wein und Wasser gebracht und er konnte die Wandlung vollziehen.“
Doch eine Seite weiter stand dann schon: „Ich habe bereits 20 Messen gedient und Kaplan Kortke will mich immer noch nicht küssen. Dornenvögel ist gelogen!“ Dann kam aber auch schon das zweite Großereignis: Flashdance. Da wollte Mirja dann gerne Schweißerin werden. Tanz-Schweißerin. Also ist se immer zum Ballett gegangen und hat sich von ihrem Vater schweißen beibringen lassen. Da hat sie sich dann aus der Brille ihrer Mutter ihren ersten eigenen Bügel-BH geschweißt, „Körbchen-Größe -3 Dioptrien.“ Damit sie dann auch echt wie in Flashdance rumtanzen kann, hat sie dann immer im Schlafzimmer im Schlafanzug („Ein Einteiler! Mit Bärchenapplikation!“) mit ner Rundbürste vorm Spiegel getanzt. Dazu hat sie sich dann auch eine eigene Choreografie ausgedacht mit Namen für jeden einzelnen Schritt zum besser merken. Das führt sie uns jetzt vor. Die Musik startet und Mirja legt los: „Ein Vöglein fliegt hoch! Aber es stirbt direkt wieder. Ein Grashalm durchbricht das Erdreich – und wird geknickt! Einundzwanzig, zweiundzwanzig. Ich sage „Tschüss“ zu meinen Eltern und ich betrete die Bühne. Mein neues Leben: Show-Business!“ Dann ruft sie: „Es tut mir Leid, Brüüühl!!!“ und reißt sich ihre Bluse auf, hat auf einmal die Schuhe aus und zieht sich schnell die Hose runter. Hammergeil!! Zum Refrain von „What a feeling“ hüpft Mirja dann im knappen Schlafanzug und Socken, die Pippi Langstrumpf Konkurrenz machen könnten, über die Bühne. Das Publikum jubelt, klatscht mit. Und Mirja hopst im Zickzack durch die Gegend. Beim letzten „What a feeling!“ holt sie einen Pott und schüttet sich den Inhalt über den Kopf – eine Ladung Konfetti, dessen Überreste ihr auch viel später noch im Haar hängen. „Der war früher mal lang.“ Sagt Mirja dann noch über den Schlafanzug, der etwa die Länge von Hotpants hat, und sagt, wir sollen jetzt alle mal Pipi machen gehen, sie würd sich nun umziehen.

Wir haben erstmal Zeit, uns drüber zu unterhalten, wie gut wir es doch fanden und Vergleiche zu ziehen, zwischen ihrem Programm und dem von Ralf oder Maddin. Aber eigentlich kann man Comedyprogramme nicht miteinander vergleichen, finde ich, so folge ich Mirjas Aufruf und gehe zum Klo, Katrin bestellt zwei Flaschen Kölsch. Sogar das gute Reissdorf haben sie da :-) Aber teuer! Aber Katrin ist ja toll (hatte ich ja vorher schon mal bemerkt *g*) und sie gibt mir das Kölsch aus. Yay, endlich wieder Kölsch! Das letzte hab ich … im September oder so getrunken. Ich habe noch nicht einmal die Hälfte getrunken, da gongt es auch schon. Super. Und jetzt? Katrin war auch noch nicht viel weiter als ich. Wir gehen nicht davon aus, dass wir die Flaschen mit rein nehmen dürfen, doch wir gehen trotzdem mal runter und gucken. Da aber dann doch lauter Leute mit Gläsern und Flaschen reingehen, nehmen wir unser Kölsch also mit und nehmen wieder auf den beiden Plätzen in der ersten Reihe Platz. Kurz später geht es dann auch weiter im Programm.

Mirja kam wieder auf die Bühne, sagte: „Hallo!“ und ohne weitere Aufforderung, bekam sie ein lautes „Hallo!“ vom Publikum zurück. „Ich hab mich teilweise umgezogen“ verkündete sie uns, was uns auch ohne diesen Satz nicht aufgefallen wäre ^^ Sie hatte den Schlafanzug gegen die Hello Kitty-Hose und ein T-Shirt mit Tour-Spruch eingetauscht. Sie beschwerte sich aber, dass in den T-Shirts an der Seite immer so lange Waschanleitungen eingenäht sind, „habt ihr das auch?“ Wir sollten doch bitte mal nachgucken. „Was haben die da rein genäht, Herr der Ringe oder was? … Ich hab meinen neuen Harry Potter bereits IM T-Shirt!“
Auf einmal fing das Mikro an, bei jeder etwas größeren Bewegung von Mirja, Geräusche zu machen. Es knackte ganz laut, dass Mirja schon meinte, sie hätte eben zu viel geschwitzt. „Öh … Hilfe?“ Es ging dann aber doch erstmal und Mirja sagte uns, dass sie auch die langen Zettels im T-Shirt hinten am Nacken schon mal ganz schön lang sind, dass man sie schon fast mit nem Schal verwechselt. „Aber guckt mal, das hab ich gerade eben entdeckt!“ sagt sie und zieht einen Zettel aus der Unterhose raus, „im Schlüpper!!! Was ist denn da passiert?“ Es wäre ja doch ganz schön doof, wenn der dann hinten raushängt und man durch die Fußgängerzone geht, die Freundin hinter einem hergeht und dann irgendwann meint: „Du Mirja, deine Slip-Einlage ist hochgerutscht.“ *lach*
Da rumst es nochmal im Mikro. „Hallo? Ich bin eine Frau, ich hab keine Ahnung von Technik! Mach das weg!“ Mirja hampelt noch mehr rum und es knackt ganz schön rum. Dann nimmt sie das Mikro ab und nimmt das Mikro, was noch auf der Bühne ist, eins zum festhalten (das andere war eins am Kopf). „Das leuchtet rot!“ meinte sie *lach* ja hoffentlich! Wär ja auch doof, wenn das auch nicht geht.
Mirja will dann noch eben noch eine Alkohol-Geschichte erzählen. Es würde wohl immer heißen, dass Männer fies sind, wenn sie besoffen sind. Mirja aber findet, dass die Männer dann eher putzig sind. Sie erzählt dann von ihren Auftritten auf Mallorca, bzw von der Autogrammstunde danach. Dann kommt dann einer an und sagt: „Ss… ss.. sss… isch willn Autogramm!“ Und Mirja: „Jaaa!? Für wen soll das denn sein?“ Typ: „Für Hrmlsömlsm!“ Mirja: „Jaaa? Wie bitte?“ Typ: „Htörmlmsm!“ Mirja: „Wer bist du denn?“ Typ: „Ich!“ Mirja: „Jaa, für wen soll denn das Autogramm sein?“ Typ: „Ja für misch!“
Mirja meinte, sie wüsste nicht, wie oft sie schon „Von Mirja, für mich“ geschrieben hat.
Außerdem meinte sie noch, dass Männer beim Besoffen sein zwar Gröhlen würden, Frauen aber noch schlimmer seien, denn die würden Giggeln. Und außerdem würden Frauen im Suff Sachen komisch finden, das glaubt man gar nicht. Beim letzten Ski-Urlaub mit ihren Mädels habe sie sich unglaublich weggelacht über das Wort „Glied“ (nach 3 Flaschen Jägermeister). „Ein Glied geht um die Welt“ oder „Glieder so schön wie der Morgen“.
Dann erzählt sie uns, dass es überhaupt nicht schlimm ist, in einem Zug voller „Bundeswehrausscheidern“ (was ist das??) zu sitzen. Nein, bei einem Junggesellinnenabschied auf der Domplatte wär es viel schlimmer, wenn die dann nach Hause fahren. Oder mit dem Damenkegelclub im Regionalexpress. „War ich letztens … um 9:30 wird der erste Piccolo geköpft, um 10:30 wird dem Schaffner die Mütze vom Kopf geknutscht und um 11 Uhr hörst du aus der Zug-Lautsprecher-Anlage: Halloooo… hallo! Hier sprischt der Kegelclub „Voll auf die Neune“. Wir ham den Zuch unter Kontrolle gebracht! Und … und wir fahrn jetz nach Italien! Denn da is der Prosetscho billich un die Männer willich! Prost. … Glied! *höhöhö*“
Mirja macht sowas nicht, sie entwickelt nur immer so eine Sammelleidenschaft. „Was ich morgens schon so alles in meinem Zimmer gefunden hab! Tempo 30-Schild, Parkschein-Automaten, … nen Verkehrspolizisten…“
Aber nicht nur heute besäuft sie sich manchmal, das ist auch früher schon passiert, dazu erzählt Mirja uns auch eine Anekdote mit anschließendem Tagebuch-Auszug. Nachts um 3 kam sie nach Hause und ihre Mutter wurde mit einem Schrei geweckt. Die eilte gleich ins Bad, wo Mirja auf der Waage stand. Mirja: „Ich sterbe!!“ Mirja-Mama: „Jaaa? Warum jetzt?“ Mirja: „Ich wiege nur noch 15 Kilo!“ Mirja-Mama: „Ich habe zwei Tipps für dich. 1. Nimm dir n Eimer mit ans Bett! Und 2. Stell doch einfach den andern Fuß noch mit auf die Waage drauf!“
Im Tagebuch schrieb Mirja dann: „21. August 89. 3:78 Uhr.“ *wegschmeiß* „Liebes Tagebuch. Mit einem Bein wiege ich nur 15 Kilo. Mit zwei Beinen 50 Kilo. Mein linkes Bein wiegt also 35 Kilo! Schock!! Gehe jetzt ins Bett. Vorher noch abschminken und Kleiner Feigling-Deckel von der Nase nehmen. Gute Nacht!“ Und dann noch ganz klein untendrunter: „P.S.: Glied!“
Nach einem kleinen Danke schön ans Publikum, dass wir sie durchs Zuhören therapieren, holt sie Udo auf die Bühne. Mirja breitet einen Autoteppich aus, stellt Udo einen Stuhl hin und zerrt das Blumengesteck, was links am Bühnenrand steht, in die Mitte.
Dann sagt sie ihm, er hätte sogar ein Kissen auf dem Stuhl, ein Kreissparkassen-Kissen. „Warum hat eigentlich nicht jeder Stuhl hier in Brühl so n Kissen?“ Ein paar Leute rufen rein, dass wir doch alle so ein Kissen haben. Udo bekommt dann noch ein Brötchen, Rinderroulade war gerade nicht da.
Mirja: „Udo, wie hieß denn deine erste Freundin?“ Udo: „Ole.“ Publikum und Mirja: *wegschmeiß* Udo sagte dann aber, dass Ole die Abkürzung für Ursula war. „Das ist mir egal, Ole war als erstes eingeloggt.“ meint Mirja. Sie findet dann noch raus, dass Udos jetzige Freundin oder Frau Marita heißt und mit ihm da ist. Und dass Udo früher Förster werden wollte – nun ist er EDV-Kaufmann.
Dann zog Mirja ein Stück vom Babapapa-Tuch zur Seite und packte ein Keyboard aus. Sie setzte sich davor und hing mit dem Kinn in den Tasten. Trotzdem „spielte“ sie ein bisschen rum, „Pass auf Udo, ich mach jetzt was. Du alte … Rinderroulade.“ *lach* Sie ging dann weg und ließ das Keyboard alleine weiter spielen. Dann sang sie ein Lied über Udo, Ole, Marita und Rinderroulade. Joa. Mirja kann schon hammergeil singen! Aber Mirja hat zwischendurch noch n bisschen rumgelabert, wär schöner gewesen, wenn sie „durchgängig“ gesungen hätte. Dann durften auch wir mitsingen, so wie bei Biene Maja immer das Wort wiederholen.
„So, meine Jugend wäre aufgearbeitet. Wir wären fertig. Eigentlich. Wenn es nicht so wäre, dass ich heut noch Probleme habe.“ Dann erzählt sie ein bisschen was über das Ticken der biologischen Uhr und ob man sich länger hält, wenn man nah am Kühlschrank steht, über kranke Männer, die sich immer so anstellen, wenn sie mal die Grippe oder einen Mückenstich haben. Über die Mücken gibt’s auch noch ne etwas längere Geschichte, ebenso über die Stein’sche Ohrenexplosion, über die Rheinland-Malaria und über dicke Männer. „Frauen, die dürfen ja nicht mal drüber reden, wir dürfen uns nicht beschweren, wenn’s und schlecht geht! Dabei … öhm … einmal im Monat is nich schön!“ Mirja meint, dass sich dann bei den Worten „Binde“ und „Slip-Einlage“ schon die ersten Flug-Herpes verteilt hätten. Oder Herpesse. „Oder Herpi?“ Darüber hat sie ein Lied geschrieben, weils ja nicht so schön ist, drüber zu reden. Sie geht zum hinteren Bühnenrand, wo irgendwas von einer Babapa-Decke abgedeckt ist, von dem wir uns schon die ganze Zeit fragte, was da drunter sei. Ich war ja der Meinung, dass es ein Stuhl war. Nope *g* Mirja zog das Tuch weg und eine rosa E-Gitarre mit Hello Kitty drauf kommt zum Vorschein, ebenso ein Verstärker. Und Mirja fängt an zu singen. Gut, eher so ein Sprechgesang. Aber zwischendurch auch richtig mit singen :-) Und Mirja sang von verschiedenen Typen, wo sie nicht mitgehen konnte, „weil ich hab meine Geschichte!“ („jaa, ich musste das n bisschen umschreiben!“). Nach der dritten Strophe fing sie dann an, ein Gitarrensolo zu spielen und dabei auf dem Rücken liegend auf der Bühne rumzueiern. Irgendwann legte sie die Gitarre weg und verschwand, die Gitarre „spielte weiter“. Mirja kam dann später wieder, trat einmal leicht gegen die Gitarre und stellte sie dann wieder weg, als es wieder leise war. „Jaja, die Kitty! Die geht immer ab, ne!“
Dann erzählt sie uns, dass sie beim Autofahren immer ihre Aggressionen ablässt. Sie könnte so auch niemals Cabrio fahren, weil sie immer so rumschreit beim Fahren. Sie sei auch die einzige Frau, die schon ne Anzeige bekommen hat wegen sexueller Belästigung im Straßenverkehr. Da hat sie mal den Leuten gezeigt, was ein Reißverschluss-Verfahren ist *g* Aber die schlimmsten Autofahrer außer Frauen und Holländern seien alte Männer mit Hut. „Die Ecken-Schleicher“. Das sind die, die mit 30km/h durch die Stadt fahren und dann denken: „Oh, in 2km muss ich abbiegen, da brems ich lieber jetzt schon ab. Auf 3km/h.“ Und dann in der Kurve machen sie den Motor aus, um sich von der Drehbewegung der Erde um die Ecke tragen zu lassen.
Mirja hat sich jetzt „das Maschinengewehr des kleinen Mannes“ besorgt – ein Megafon. Damit fährt sie dann nachts durch Köln und sagt mal: „Polizei, bitte fahren Sie rechts ran!“ Oder wenn da so Mädels lang latschen: „Flittchen!“ Oder auch mal ne Kombi: „Polizei, Sie sind ein Flittchen!“. Als sie dann letztens mal wieder durch Köln gefahren ist, „Polizei, bitte fahren Sie rechts ran!“, kam dann von hinten zurück: „Hier auch Polizei, bitte legen Sie das Ding weg!“ *wegschmeiß* Da hat sie sich dann was anders überlegt. Sie zieht eine Digicam aus der Tasche und meint, dass man sich damit mal nachts auf ne dunkle Straße stellen soll und dann wenn einer vorbeikommt mal blitzen.
Und wo sie den Fotoapparat schon mal draußen hat, will sie uns auch gleich mal Fotografieren. Yay, Katrin und ich in der ersten Reihe *lach* Mirja: „Wer nicht will, der muss jetzt raus. Und ihr müsst mal ein bisschen zusammenrutschen.“ Nach dem Foto dann: „Hat euch schon mal jemand gesagt, dass ihr wahnsinnig attraktiv seid? … … Im Rahmen der Gegebenheiten.“ Dann meinte sie, dass da eine Frau im Publikum säße, die habe die Hände unter den Achseln. „Und wisst ihr, warum Frauen das machen? Die testen ihren Schweiß-Haushalt. Im Sommer, in der Straßenbahn.“ Sie führt das ganze weiter aus und erzählt, dass das ja gar nichts bringt. Was später dann: „Männer machen sowas nicht. Männer machen andere Sachen. Die haben zum Beispiel ne schlecht sitzende Boxershorts an.“ Und Mirja züppelt an ihrer Hose rum und zieht und zerrt. Mirja eröffnet uns dann, dass die Fotos, die sie so macht, demnächst auf die Homepage kommen. Dann erzählt sie uns, was sie so für ungewöhnliche Wünsche hat. Ihr erster Wunsch: sie hätte gerne einen Tag lang „richtig dicke Brüste. So Dolly Buster-Bomben. Nur um einfach mal, damit ich morgens mal da stehe und denke: Hab ich jetzt schon Schuhe an, oder nicht?“ Ihr zweiter Wunsch ist etwas ungewöhnlicher: „Ich hätte gerne mal einen Tag lang einen Penis.“ Dann fragt sie uns: „Wisst ihr, was ich damit machen würde?“ Keiner hat ne Ahnung ^^ Mirja: „Der Penis und ich, ich würde morgens aufstehen und mir auf dem Weg zum Bad erstmal richtig am Sack kratzen. Ja! Einfach mal so, um mal zu wissen: WIESO?? Ja, was tut ihr da? Und wenn ich im Bad angekommen bin, werd ich erstmal richtig nebens Becken pinkeln.“
Um dann endlich aus der versauten Ecke rauszukommen, will Mirja uns dann noch was aus ihrem Tagebuch vorlesen, immerhin ist ja auch jemand unter 18 im Publikum (das Mädel war 16 *g*). Es geht ums Bräunen. Mirja wär ja schon so der mediterrane Typ. Jetzt nicht äußerlich, aber innerlich. „Ich bin eigentlich eine spanische Flamenco-Schönheit, gefangen im Körper eines schwedischen Milchbrötchens.“ Erstmal erzählt Mirja uns was über Sonnenstudios und über Leder-Lydia, die da arbeitet. Aber dann erzählt sie vom Spanienurlaub, in der Nähe von Lloret de Mar (hab vergessen, wo genau sie war), wo sie und ihre Freundin Jil n Date hatten mit Frank und Mario. Sie wollten aber braun werden. Die drei Bräunungsstrategien waren: mit Bier einreiben, was mit Olivenöl (wollte Mirja nicht weiter ausführen) und Selbstbräuner. Letzteres wurde dann angewendet.
Nach dem Eincremen wurden dann die Tagebuch-Einträge geschrieben. Erst wurde eingecremt. Dann dummerweise in den Sand gelegt. Dann aber war der Bräunungsgrad der einer spanischen Strandschönheit gleich. Aber die Bräunung ging noch weiter. „Aktueller Bräunungsgrad: Marokkanische Strandschönheit mit Altersflecken“. Doch auch da war noch nicht Schluss, die Flecken gingen nicht weg, alles andere dunkelte weiter – „sind mittlerweile bräunungstechnisch weit unter die Äquatorgrenze gerutscht.“ So setzte Jil sich dann später unter die Stehlampe, damit Mario sie sehen kann, Mirja hielt sich eine Taschenlampe unters Gesicht. Wenig später brechen die Jungs das Date ab, da sie wohl doch eher auf den nordischen Typen stehen. *lach*
„Wir sind jetzt an einer sehr wichtigen Stelle in diesem Programm angekommen, am Ende. Am Ende!“ Publikum: „Oooooh!“ Mirja: „Ja. Aber wie macht man, also wie schreibt man so ein Ende? Also ich mein, wir haben die letzten sechs Stunden miteinander verbracht. Wir haben uns kennengelernt. Mehr erfahren, als wir wollten. [blablablabla] Da hab ich jetzt überlegt, wie ich den Schluss gestalten möchte. Das sollen ja auch Worte sein, an die ihr euch noch dran erinnert. Mit einem Lächeln. Wo ihr gleich nach Hause fahrt. Und auch morgen früh noch aufwacht und denkt: Höhöhöhö! Deswegen, für diesen besonderen Abend, hab ich mir gedacht, ich hab da sehr lange drüber nachgedacht, und überlegt, wie mach ich’s? Und ich habe mich nach reiflicher Überlegung für folgende Variante entschieden: Schüss!“
Mirja bekommt großen Applaus und geht von der Bühne, kommt aber nochmal wieder, um sich für den Applaus zu bedanken. Dann wird ein Lied gespielt, „das sind nicht 20 Zentimeter!“ und Mirja singt, das Publikum klatscht mit. „Es ist Zeit, über meine zweite Identität zu sprechen! Ja, ich bin Möhre! Ja, ich singe Penis-Lieder am Ballermann.“ Das Publikum grinst erst, dann fangen nach und nach die Leute an zu lachen, Mirja muss auch schon ein bisschen lachen. Dann erzählt sie uns noch ein bisschen über ihre Möhre-Erlebnisse *wegschmeiß* „Ich bin der König von Mallorca!“
Fertig erzählt, sagt sie wieder Danke schön und geht von der Bühne. Dann kommt sie aus der Mitte hinterm Vorhang hervor und fängt an zu singen: „Near, far, wherever you are, I believe, that my heart will go on and on!“ Mirja geht mit seltsamen Armbewegungen über die Bühne und meint dann: „Es ist Zeit, über meine dritte Identität zu sprechen. Ja, ich bin Celine Dion. … … Nein, bin ich nicht! Aber ich hab nix mehr!“ Mirja geht dann einmal nachgucken, ob Udo sein Salamibrötchen schon aufgegessen hat und fängt dann an zu singen: „Danke, für diesen schönen Abend, Danke, heut Abend hier in Brühl. Der Udo war mal mit Ole zusammen und trotzdem war er nicht schwul.“
Es gibt nochmal einen großen Applaus und sobald der verklungen war, sprach Mirja ins Megafon: „Gehn Sie bitte weiter, es gibt hier nichts mehr zu sehen!“ Sie bedankte sich noch ein paar Mal und verschwand dann endgültig hinter der Bühne. So, was nun? Mirja hatte nichts von Autogrammen gesagt. Es war auch nirgendwo ein Tisch o.ä. aufgebaut. Es gab auch keinen Stand, an dem man eine kleine Autogrammstunde durchführen konnte. Außer uns waren am Ende bloß noch höchstens 10 Leute im Saal. Trotzdem gingen wir raus, um zu gucken, ob da irgendwas war. Nix. So gingen wir erstmal zum Klo. Und dann wieder in den Saal. Nix. Keine Mirja. Aber warum stehn die Leute da jetzt alle auf einem Haufen? Doch Mirja! Sie hatte bloß was anderes an, als auf der Bühne, da hätten wir sie ja fast übersehen! Yippieh! :-) :-) Mirja darf erstmal mein neues Autogrammbuch einweihen (das ist supertoll, mit Kermit drauf *g*), und schreibt rein: „Ich bin die Erste!! Hurra – Für Anne von Mirja“
Bei Katrin schreibt sie nur „Für Katrin von Mirja“ rein. Wir haben es mittelmäßig eilig, da Katrin unbedingt den Zug um viertel vor elf erwischen muss, wir haben halb. Gut, es ist nicht weit, aber trotzdem. Wir machen eben noch Fotos, die andern Leute gehen nicht weg. Also warten wir nicht, bis wir mehr oder weniger allein mit Mirja sein. Sie will eh gerade gehen, ich denke mal zu ein paar Freundinnen von ihr. Ich halte sie noch schnell auf und frage sie, ob sie schon einen Fanclub hat. „Nein, einen Mirja-Fanclub gibt es noch nicht.“ Eine Frau, die in der Nähe steht, meint: „Na dann wird es aber mal Zeit.“ Jop, finden wir auch. Also fragen wir sie, ob wir es machen können – und wir können. Mirja ruft noch schnell nach Miriam („ich such mir meine Leute nach dem Namen aus, damit ich mir das besser merken kann“) und wenige Minuten später haben wir eine Visitenkarte von Miriam vom Management in der Hand, haben mit Miriam einen Teil besprochen, ein Telefongespräch verabredet und verlassen leise vor Freude quietschend den Saal. Draußen brauchen wir unsere Freude nicht mehr unauffällig zurückhalten und freuen uns erstmal einen weg, dass das so super geklappt hat und dass das Management so kooperativ ist. Und dass Mirja supernett ist und dass das Programm so klasse war und alles überhaupt!
Katrins bekommt ihren Zug um viertel vor elf, ich warte noch eine knappe halbe Stunde, bis um 23:13 mein Zug kommt. Bzw kommen sollte, der kommt ja natürlich wieder zu spät. Infolge dessen lege ich wieder einen Sprint durch den Bonner Bahnhof hin (ich glaub, bis jetzt musste ich da IMMER rennen, der Zug kommt nie pünktlich!) und bin um Punkt Mitternacht bei meiner Freundin angekommen, die natürlich schon schlief. Trotzdem setze ich mich noch eben an den PC und schreibe in Ralf Schmitzens Gästebuch, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren, der gerade angebrochen war. Hätte ich mal besser nicht gemacht, irgendwie war ich durch das Mitternacht=neuer Tag aber noch nicht geschlafen also noch nicht heute sondern gestern bzw morgen etwa so verwirrt, wie ihr jetzt mit diesem Satz und hab mehr oder weniger Müll reingeschrieben, was die Zeitangaben betrifft. Hm. Egal. Um halb eins lag ich dann im Bett und war voller Vorfreude auf den nächsten Tag bzw auf den heutigen Tag, der vor einer halben Stunde angefangen hatte. Denn da würde es ja nochmal zu Mirja gehen – diesmal etwas weiter weg, nicht Brühl, sondern Bochum.
Ich wurde etwas länger schlafen gelassen und stand irgendwann so gegen halb 10 auf. Etwa 5 Stunden später ging ich zum Bus und fuhr nach Bonn. Da kaufte ich mir ein überteuertes Zugticket nach Bochum, 22,30€!! Das war mehr, als ich für eine Fahrt von München nach Köln gezahlt hatte! Naja, aber es war ein RE und in REs wird ja immer kontrolliert (es sei denn, ich sitz drin ^^). Und so war es auch dieses Mal. Auf der ganzen langen Fahrt von Bonn über Duisburg nach Bochum hat keiner kontrolliert ^^ Wunderbar. Dazu noch hatte der Zug Verspätung. Ich rief Katrin an, doch auch sie und Steffi kamen etwas später, da sie im Stau gestanden hatten. Angekommen, erkundete ich erstmal den Bahnhof von vorne und hinten incl. die umliegenden Straßen. Nirgendwo stand ein Schild, wo es zum RuhrCongress ging. Die Straße, die auf meinem abgemalten Plan war, gab es auch irgendwie nicht. Also fragte ich jemanden und wurde sogar fast bis zur U-Bahn gebracht. Dort musste ich noch eine Weile warten (sogar die U-Bahn war zu spät!) und fuhr dann bis zum Stadion. Von dort aus war der Weg dann nicht mehr schwer. Katrin rief an und fragte, wo ich bliebe. Sie und Steffi waren angekommen und standen schon vorm Eingang. Ich ging einen Schritt schneller und war 5 Minuten auch da. Vor uns standen bloß 2 Leute, hinter uns alle andern. Als es endlich reinging mussten wir die Treppe hoch, da Mirja im kleinen Saal auftrat. Auf dem Weg überholten wir schließlich alle und waren ganz vorne. Ich ging nach vorne und fragte nach hinten, ob wir links oder rechts sitzen wollten, da es einen Mittelgang gab. Katrin zeigte auf die von der Bühne aus gesehen linke Seite und ich setzte mich schnell hin. Da waren auch schon die anderen Leute. Ich sagte, dass die nächsten beiden Plätze schon besetzt seien, als Katrin kam. Sie setzte sich neben mich, die anderen Leute neben Katrin. Katrin wiederholte nochmal, dass da auch besetzt sei. Die Frau war zickig und wollte wohl nicht, ist dann aber doch gegangen. Wir ließen unsere Sachen liegen und kauften teuer Apfelsaft und Baguette (für je 2,50€!), aßen/tranken, lasen das Heft vom RuhrCongress wer noch alles auftreten wird. Dann gingen wir wieder rein, sahen uns nochmal die Mirja-Fotos an und warteten darauf, dass es losging. Wir sahen, dass Mirjas Eltern auch da waren (die hatten wir ja schon durch die Fotos „kennengelernt“. Und warteten weiter.
Und da kam sie auch schon – diese absolut schreckliche Kinder-Stimme, bah, schrecklich! Und dann kam Mirja: „Hallo!“ In der dritten Reihe findet sie Nejad (oder so, „Nehdschad“ halt ausgesprochen) und sagt, er brauche sich eigentlich keine Sorgen machen. „Ich frag dann irgendwann mal, wer freiwillig was machen will. Da wird sich dann keiner melden und dann nehm ich Nejad.“
Sie fing wieder an, mit dem ersten Tagebucheintrag: „Heiko, I love you.“ Hinter uns fing eine Frau an zu lachen, wie ein Huhn, nur in einer etwas lauteren Lautstärke ^^ „Kannst du das nochmal machen?“ fragte Mirja lachend und meinte „Im Laufe des Abends werd ich mir das aneignen, dann hau ich denen das morgen in Münster um die Ohren. Mach nochmal!“
Irgendwann später fing ohne Grund ein Grüppchen im mittleren Drittel an zu lachen. Da begrüßte Mirja dann auch den Junggesellinnenabschied, den wir vorher schon gesehen hatten (als jemand mit verbundenen Augen reingeführt wurde *g*).
Mirjas Freundin Jutta, mit der Unterhosenkralle, hieß heute Sandra. Als sie gerade damit anfing, fing jemand an, laut zu Lachen (von der Richtung her, wars wer vom Junggesellinnenabschied). Mirja: „Sandra?“
Eine weitere Änderung war, dass Mirjas Papa mit Fabrizio nicht auf der Dülkener, sondern auf der Kölner Kirmes war. Vielleicht ja weil die Bochumer sich mehr unter Köln vorstellen können als unter Dülken, Brühl aber so nah an Köln liegt, dass man dann doch lieber Dülken nimmt. Keine Ahnung *lach* Als die Frau hinter uns dann gleich wieder anfing zu gackern (bzw hörte es sich jetzt eher an wie ein Papagei), interviewte Mirja erstmal den Mann von ihr, ob das immer so sei. „Ja, beim Fernsehen gucken macht sie das auch.“ Mirja meinte, dann könnten die ja keine lustigen Filme gucken und gackerte auch ein bisschen rum (hatte aber keine Ähnlichkeit mit dem Gackern hinter uns *g*). Mirja verriet, dass sie nach Obertauern fahren würde nächstes Jahr, aber das würd sie uns nicht verraten, weil wir ja sonst auch alle kommen würden.
Eine Weile später dann: „Sind hier … *Mirja guckt mich an* du bist noch jünger, oder?“ Ich schüttel den Kopf. „Bist du unter 18?“ Ich schüttel wieder den Kopf. „Doch!“ Und ich schüttel nochmal den Kopf. Verdammte Hacke, ich hatte mich doch heute schonmal aufgeregt, als mich der Busfahrer fragte, ob ich ne Kinder-Busfahrkarte krieg oder eine für Erwachsene. Und jetzt Mirja auch noch *lach* Memo für nächstes Mal: Keine 2 Zöpfe machen, das macht einen ja NOCH jünger ^^ Aber Mirja findet dann doch noch jemanden unter 18 und meint, dass sie ja eigentlich eine Vorbildfunktion haben sollte und das mit den Suff-Geschichten ja nicht so klappen würde. So wechselte sie zum Thema Haustiere, wo sie ja aber auch nicht gerade vorbildlich war. Also schickte Mirja die anwesenden Tierschützer (war keiner da) vor die Tür, „in 5 Minuten sind wir durch mit dem Kack.“
Eine Weile später war dann Pause und wir hatten wieder Zeit zum labern.
Als Mirja dann wiederkam, fragte sie erstmal, ob wir Pipi gemacht hätten *g* Kurz später holt sie dann Volker auf die Bühne, „du bist der Mann von – “ und die Frau fängt an zu gackern. Das Publikum fängt an zu lachen. Mirja holt wieder Teppich und nen Stuhl, bekommt noch eine Blumenvase angereicht. Volker kriegt kein Salamibrot, sondern eine Schüssel mit Keksen. „Man weiß es nicht mehr so genau.“ Hieß seine erste Freundin, seine heutige Freundin heißt Martina. Er wollte früher immer „alt“ werden. Was er dann heute geworden ist, will er nicht sagen, aber Martina ruft es schon rein: „Schrotthändler!“ Mirja fragt ihn, ob er auch zu den Fernseh-Schrotthändlern, den Ludolfs gehöre. Und Mirja sang ein Lied über ihn. Diesmal war nicht ganz so viel gesprochen wie am Vortag, war schön!
Später macht Mirja dann auch wieder ein Foto von uns, diesmal 2 Stück, eins vom rechten, eins vom linken Ton. „Das kommt auf die Internetseite, da könnt ihr dann später was gewinnen.“ Martina fängt hinter uns an zu gackern, das ganze Publikum stimmt mit ein und lacht sich weg. Mirja: „Ja, zum Beispiel Martinas Lachen als Klingelton!“
Als sie sich am Ende verabschiedet und bei der Zugabe wieder vom Ballermann erzählt, sagt sie dann, dass ihre Eltern heute auch da seien.
Als Mirja dann endgültig von der Bühne verschwunden ist, fragen wir uns, ob es diesmal wieder Autogramme gibt. Muss es! 1. wegen Steffi und 2. weil wir auch nochmal wollen und 3. weil wir ein Foto zu dritt mit Mirja haben wollen. Doch nach und nach werden alle Leute aus dem Saal rausgeworfen. Was nun? Ich frage einen Typen von der Halle, ob es noch Autogramme geben werde. Nein, die gäbe es nicht. Toll. Ich wende meine „Ausrede“ an, die ich mir schon überlegt hatte, bevor ich überhaupt Tickets gekauft hatte: „Naja, weil ich bin extra aus München gekommen, … ?“ Da könne er auch nichts für, da kann man nix machen. Ja danke! Hmpf! Wir werden schließlich auch rausgeworfen und stehen vor dem Saal an einem Tisch. Da stehen auch noch 5-10 Leute. Wir überlegen, was wir nun machen. Und warten. Und kramen unsere Sachen extra-langsam zusammen. Und juchu! Da kommt Mirja dann irgendwann doch mit Autogrammkarten und Edding bewaffnet raus! :-)
Bei mir schreibt sie dieses Mal nur „Für Anne von Mirja“ rein, Katrin fragt sie, ob Mirja dieses Mal mehr reinschreiben könne, so wie ihre Kollegen. Mirja blättert in Katrins Buch: „Ja was, Kaya Yanar, der hat ja auch bloß seinen Namen reingeschrieben!“ Und dann passiert das überhaupt geilste des Abends! Sie schreibt „Für Kerstin“ in Katrins Buch. Mirja schreibt irgendwas und Katrin meint: „Gut, dass ich Katrin heiße“ und Mirja muss sich berichtigen. Dass Katrin sich ohne H schreibt wird ihr auch noch zum Verhängnis. So kommt es dann, dass Mirja ganze 2 Seiten von Katrins Buch beschreibt *lach* Ich hole außerdem noch ein Autogramm für Svenja zum Geburtstag.
Als wir Fotos machen, sag ich zu Katrin, dass sie uns mit Beinen fotografieren soll, damit auch Mirjas Hose drauf ist. Worauf hin Mirja ihr eines Bein hochhält, ich meins dann auch *lach* Katrin kriegt das gleiche Foto, Steffi glaub ich ein normales ;-) Anschließend machen wir dann noch ein Bild zu viert (Katrin, Anne, Mirja, Steffi). Erstmal funktioniert das nicht, weil Katrins Fotoapparat voll ist. Also löscht sie ein Bild von Ralf. Mirja: „Ach, Ralf ist doch eh doof!“ *lach* Ich: „Der hat heut Geburtstag!“ Mirja: „Herzlichen Glückwunsch!“ Später ist mir eingefallen, wir hätten da irgendwen anrufen müssen, der bei Ralf ist und dann Ralf und Mirja miteinander telefonieren lassen müssen *g*
Katrin und Steffi verabschieden sich bis in 2 Wochen, Katrin hofft, dass sie sich bis da hin das „H“ merkt („Jaja, Katrin ohne H! Hahaha!“ *g*) und ich sage, dass ich wohl so schnell erstmal nicht komme, weil es aus München ja doch etwas weit ist, was Mirja bestätigt. Dann wünschen wir ihr noch einen schönen Abend, Katrin haut mir schon ein bisschen gegen den Arm und wir fangen wieder an, leise zu quietschen. Was für ein geiler Abend! Mirja ist soooooooo toll!!!!! Draußen freuen wir uns dann wieder etwas lauter über den Abend und gehen zu Katrins Auto. Auf dem Weg zum Auto haben wir überlegt, wer denn heute bei Ralf ist und dachten irgendwie, dass Sonja da sei. Also riefen wir sie an und stellten fest, dass sie nicht bei Ralf ist. Hmjoa, dann nicht *g*
Katrin und Steffi brachten mich dann noch zum Bahnhof. Vom RuhrCongress bis zum Hbf braucht man ungefähr 5 Minuten mit dem Auto. Aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass ALLE Ampeln rot waren. Also brauchten wir 10-15 Minuten. 22:56 Uhr fuhr mein Zug. Um 22:55 Uhr stieg ich am Bahnhof aus. Ein Ticket würde ich mit jetzt nicht mehr holen. Einerseits war ich nicht kontrolliert worden, Katrin auch nicht, Katrin meinte dass die ja nachts eh nicht kontrollieren, der Meinung war ich auch. Aber der eigentliche Grund, warum ich mir kein Ticket holte, war: es war schon so spät! Ich rannte vom Auto zum Bahnhof, rannte durch den halben Bahnhof, sprintete die Treppe zum Gleis hoch. Der Zug war noch nicht da. Hm. Sollte ich nochmal runter gehen und mir ein Ticket holen? Dann würde ich aber nicht mitbekommen, wenn der Zug dann doch kommt. Also holte ich keins. Das ging auch erstmal gut, doch kurz vor Duisburg kamen dann doch die Kontrolleure. So ein Mist! Natürlich war dem das scheißegal, dass ich keine Zeit mehr hatte zum Ticket holen und es war ihm auch piepegal, dass auf meinem Perso „München“ drauf steht, was ja eigentlich schonmal sowas heißt wie: „Hallo, ich komm nicht von hier, ich hab keine Ahnung, wie das hier funktioniert.“ Toll. Also hatte ich nen 40€-Zettel in der Hand. Danke. Grml!
Mit dem Zug ging es dann noch bis Köln. Dort hatte ich ca. ne halbe Stunde Zeit zum umsteigen und holte mir noch was bei McDonalds. Warum kostet denn der Chickenburger neuerdings 1,30€? Doof! Also Cheeseburger und kleine Cola. Dann hoch zum Gleis. Mit dem RB von Köln nach Bonn. Mal wieder war der Zug zu spät. Warum eigentlich? Bzw. warum immer nachts? Soll der das doch tagsüber machen, wenn ich dann den nächsten Bus nehmen kann. Nein, lieber nachts, sollen die doch dann zu Fuß nach Hause gehen von Bonn aus… Also machte ich erneut einen Spurt, ich glaub so schnell bin ich auch noch nie da lang gelaufen (der Zug war auch 8 Minuten zu spät und ich hab immer nur 5 Minuten Zeit zum umsteigen). Ich rannte also die Treppe runter, um die Ecke, Treppe wieder hoch, am Gleis 1 entlang, kleine Treppe runter, quer über die Straße und durch den Busbahnhof. Da kam mir mein Bus auch schon entgegen, er war gerade losgefahren. Ich sprang also vor den Bus und setze einen „Ich möchte bitte bitte bitte noch mitfahren“-Blick auf. Der half und ich durfte noch einsteigen. Natürlich fragte auch der Typ mich beim Fahrscheinkauf wieder, ob ich n Kinder-Fahrschein brauch. Maaaan, ich bin doch schon über 15! Also ich nehm zwar gern auch ne Kinderfahrkarte, weil die billiger ist, aber ich will dann nicht kontrolliert werden.
Aber egal. Ich hatte den letzten Bus bekommen und brauchte keine 1-stündige Nachtwanderung mehr machen (einmal und nie wieder ^^). So kam ich um 2 Uhr nachts an war wenig später im Bett.
Am nächsten Tag fuhr ich dann gegen 16 Uhr von Köln-Porz aus wieder zurück nach München. Es war zwar Dank der Bahn ein schweineteures Wochenende gewesen, aber es war auch Dank Mirja ein hammergeiles Wochenende gewesen!
Demnächst wird es dann auch einen Mirja-Fanclub geben, wann der eröffnet wird, wird dann bekannt gegeben ;-)
Und wenn irgendwer mal Maike trifft, kann der/diejenige ihr ja mal ausrichten: Sobald es mit der Schillerstraße weiter geht, MUSS Mirja einfach mal dabei sein! Sie ist so genial! Und es ist so lustig! Und vor allem kann sie so super improvisieren! Wir haben uns so weggeschmissen, als sie so ziemlich alles und jeden kommentiert hat, was außergewöhnliches passierte. Und es ist ja auch ganz anders als in „Angie“ ;-)


Ariwiedätschi - 28.10.2007 - Fürstenfeldbruck

8. Februar 2008

Am nächsten Morgen wollte ich noch vor 10 Uhr von Weiden abfahren. Am besten auch vor halb 10. So wollte ich gegen 9 Uhr das Hotel verlassen. Den Wecker stellte ich mir auf viertel vor acht, damit ich auch noch frühstücken kann. Wann gabs Frühstück? Keine Ahnnug ^^ Ich bin einmal runter, da war alles dunkel. Also hab ich ne Weile den Fernseher angemacht, weiß nicht mehr was da kam. Nur blöde Sachen glaub ich. Und irgendne Talkrunde wo ein Mädel (24) war, die mit 18 in den türkischen Knast musste. Um 8:35 Uhr sollte Pippi Langstrumpf kommen, aber da wollte ich ja eigentlich schon längst am Frühstückstisch sitzen. Irgendwie kam das dann aber doch nicht und so gegen zehn vor neun bin ich dann nochmal runter gegangen. Diesmal war da Licht an, da stand Kaffee aufm Tisch, aber nix zu Essen. Bin ich dann in den andern Raum und hab die Frau gefragt, wie das denn hier mitm Frühstück funktioniert. „Ab acht Uhr gibt’s Frühstück, ein paar Minuten noch.“ Jaja, ein paar Minuten noch, es war doch schon gleich neun ^^ Aber gut, wird sie sich wohl vertan haben, dachte ich und widmete mich wieder dem Fernseher. Und mir fiel ein – Zeitumstellung auf Winterzeit! Klar! Aber war wunderbar, so ging ich dann um zehn nach acht wieder runter und es gab Frühstück. Ich aß ein Brötchen, Kaffee & Tee wollte ich nicht. Außerdem packte ich noch ein Brötchen ein und latschte wieder hoch. Da packte ich meinen Kram zusammen, ging wieder runter. Einmal auschecken und zum Bahnhof. Das hatte ich doch mal super abgepasst! Als ich ankam, hatte ich noch etwa 6 Minuten Zeit, bis die Bahn abfuhr! Als erstes holte ich mir einen Ausdruck von der Fahrt, die vor mir lag, danach ein Bayern-Ticket. An jedem Automat wurde ich von einem Mädel angesprochen. Die eine wollte nach Österreich und wusste nicht, was sie für ein Ticket nehmen musste, die andere hatte keine Ahnung, wie man ein Bayernticket kaufte. Hab ich denen das erklärt, bin zum Zug, reingesetzt, ein paar Minuten gesessen, losgefahren – perfekt! In Regensburg musste ich umsteigen, was auch super klappte da wir pünktlich waren (lag wohl daran, dass wir nicht mit der DB sondern Vogtlandbahn gefahren sind). Von dort aus gings dann direkt nach München. In weniger als 2 ½ Stunden war ich von Weiden nach München gekommen. Warum hat das denn am Vortag nicht geklappt? Naja. Ich fuhr erstmal eben nach Hause, räumte den ganzen Kram aus den Taschen, dann etwa die Hälfte wieder rein. Was später bin ich dann zum Hauptbahnhof bzw. Stachus gefahren. Ja aber hallo, die S-Bahnen waren wieder total am ausrasten. Meine S-Bahn fährt normalerweise bis zum Ostbahnhof, heute aber hielt sie schon 5 Stationen vorher am Hbf und ließ eine Station zwischendurch aus (die vorm Hbf). Auch die anderen S-Bahnen fuhren anscheinend nur halbe Strecken, jedenfalls sagte der Zugführer in einer fast fröhlich klingenden Stimme durch, welche Fahrtmöglichkeiten wir denn haben, wenn wir ganz wo anders hin wollten, wo die S-Bahn ja jetzt aber nicht hinfährt/nicht hält. Na klasse. Sollte ich mir doch noch ein Hotel in FFB suchen? Ins Internetcafé wollte ich ja sowieso noch. Also vom Hbf dann zu Fuß zum Stachus gelaufen, auf dem Weg hab ich mit Isa telefoniert. Am Stachus dann ins Internet, Hotel rausgesucht, Nummer aufgeschrieben. Wieder zum Hbf zurück (diesmal mit der S-Bahn) und da die geschlossenen Telefonzellen gesucht. Beim Hotel angerufen – voll. Na klasse. Also doch nach Hause fahren. Ich druckte mir am Bahnautomat noch eine Reihe Fahrtmöglichkeiten aus, wann ich als letztes nach Hause fahren kann und setzte mich wieder in die S-Bahn. Erstmal nur bis Pasing, da hatte ich noch was Zeit zu warten. Hab mir Kekse gekauft und bin wieder auf den Bahnsteig, in die S-Bahn und in FFB wieder ausgestiegen. Ich holte meinen Plan raus und stellte fest, dass ich mich nicht dort befand, wie es da auf der Karte angegeben war. Also das fand ich nach etwa 10 Minuten raus. Ich folgte einer Straße, die mir aber trotzdem bekannt war (weil ich mir aufgeschrieben hatte, wie ich von der Halle zum Hotel komm) und fand einen Stadtplan. Dieses blöde Scheiß-Drecks-map24 hatte mir als „Bahnhof Fürstenfeldbruck“ einfach mal den Bahnhof Buchenau (einen weiter) angegeben. Joa, warum auch nicht … klingt ja … ähnlich. Aber gut, dafür fand ich raus, dass ich somit keine 2-3 Kilometer laufen musste, sondern nur mal eben 5-10 Minuten. Bloß hatte ich ja 2-3 Kilometer eingeplant und stand schon seeehr früh am Fürstenfeld. Netterweise verfügt das über einen kleinen Park, eine Klosterkirche, ein paar Museen (war ich nicht drin) und ich konnte ne Weile rumlaufen. Doch irgendwann war ich überall schon mehrere Male dran vorbeigekommen. Also ging ich mal nach FFB rein. Da war gerade Markt und ich hatte wieder Zeitvertreib. Ich gönnte mir einen Crêpe mit Nutella und war etwas geschockt über die Preise von gebrannten Mandeln – die kosteten hier mehr als auf dem Oktoberfest! Irgendwann merkte ich meine Füße und beschloss zurück zu gehen. Ich nahm noch einen kleinen Umweg und war dann immer noch viel zu früh wieder da. Aber ich konnte ja schon mal den Eingang suchen. Das war leichter gesagt als getan. Es stand nämlich nirgendwo dran, dass man durch die Tür da zu ALLEN Sälen kam. Gut, an so einer Glasbrücke, die vom einen zum anderen Gebäude führte, stand dran „säle säle säle“, aber das war für mich eher Kunst und der Hinweise, dass die Säle hier wohl irgendwo sind. Also wanderte ich erneut durch die Gegend. Als ich zum 20sten Mal an der Glastür vorbei kam, sah ich an der Ecke gerade eben noch die Kante der Kisten vom Maddin-Shop. Also doch hier. Ich ging mal rein und da war der Maddin-Shop und da war eine Tür, über der „Stadtsaal“ stand. Farid war noch nicht da, dafür aber der Ticketmann, der auch schon in Augsburg und Weiden da war. Er sagte mir Hallo (peinlich, der kennt mich schon!) und ich stand ne Runde da rum. Aber irgendwann dann kam auch Farid und wir haben wieder ne Runde gelabert. Irgendwann wurde ich gerufen, der Tickettyp wollte mir meine Karte geben. Reihe 7 Platz *vergessen*. Okay. Und wieder zurück, labern. Ich hatte blöderweise meine Maddin-FC-Werbungen zu Hause vergessen, dabei wollte ich doch extra noch mal neue mitnehmen…. Also stellte ich mich mit dem Rücken zu den Leuten, dass sie das T-Shirt lesen konnten. Das führte nur irgendwie dazu, dass die Leute dachten, ich hätte voll die Planung. Ein Mann kam an und fragte mich, ob es denn noch Karten an der Abendkasse gäbe. Als ich ihm sagte, da müsse er mal an der Abendkasse nachfragen und ihm zeigte, wo die ist, lachte Farid und meinte, ich gehöre schon voll dazu *g* Irgendwann später kamen ne Oma und n Opa, ich glaub die kamen aus Polen, konnten nicht so richtig Deutsch, mit wahrscheinlich deren Tochter oder Enkelin (die konnte besser Deutsch) und wollten wissen, was denn da heute sei, hier wären ja so viele Leute. Farid erklärte, was denn heute sei, mich fragten die dann, ob ich den kenne und ob das gut ist und lustig. Hab ich denen gesagt, dass das lustig ist, aber die sind dann doch gegangen. Ich glaub, die hätten auch nix verstanden. Oder, wie Farid meinte, der Oppa wär zwischendurch einfach mal weggepennt.
Etwas später wurde ich dann vom Ticketmann nochmal gerufen, mit meiner Karte. Da waren 3 Frauen, die aber bloß 2 Karten hatten, eine noch kaufen wollten und gern nebeneinander sitzen wollten. Der Platz neben den 2 schon gekauften Karten gehörte mir. Gut, dass der wusste, wer ich bin, also bekamen die Frauen meine Karte, ich bekam eine andere. „Die ist sogar besser!“ sagte er und gab mir Reihe 14. Besser? Das sind 7 Reihen weiter hinten! *lach* Aber was solls, ich kannte Maddins Mimik ja schon, da war es mir nicht mehr sooo wichtig, noch weit vorn zu sitzen.
Als ich dann später reinging, stellte ich fest, dass es dieses Mal wirklich ein besserer Platz war! Reihe 7 war die letzte Reihe, die nicht erhöht war. Meine war erhöht und mein Platz war schräg hinter Marli und seiner Technik. Gut, das hat mich manchmal ein wenig abgelenkt und ich hab des Öfteren gerade geguckt, an was für Knöppen gerade gedrückt oder gedreht wurde, als auf der Bühne gerade etwas passierte *g* War aber trotzdem interessant.
In der Pause hab ich dann wieder mit Farid gequatscht, er fand raus, dass es Zuggärschnecksche-T-Shirts mit V-Ausschnitt gab und ich stellte fest, dass ich wahrscheinlich ein Größe-M/L-T-Shirt zu Hause hängen hatte, denn irgendwie sah S/M so winzig aus. Farid glaubte das nicht. Hab aber eben nach geguckt, ich hab wirklich M/L.
Nach der Pause dann wieder rein auf meinen Platz mit der guten Aussicht ;-) Die Fürstenfeldbruckler waren doch etwas besser drauf, als die Augsburger und Weidener. Es gab mehr Applaus, es wurde mehr gejubelt, es gab mehr Pfiffe. Eigentlich war dies auch durchgängig während des ganzen Programms so, doch am Ende wurde der Applaus auch zu keinem „Zugabe“-Applaus, sondern wurde leiser. Ich frag mich manchmal wirklich, was das für Leute sind, ob die noch nie irgendwo auf irgendeiner Veranstaltung waren. Also eigentlich gibt’s doch immer Zugaben ^^ Aber naja. Immerhin kamen hier mehr Leute zum Autogramm holen. Die Schlange in Augsburg war total kurz, in Weiden schon länger, aber Fürstenfeldbruck toppt nochmal alles. Trotzdem waren die Leute ein bisschen komisch. Ich bin schon sehr gespannt auf Maddins Auftritt in München im Circus Krone. Da war ich bis jetzt 3mal: Ralf Schmitz, Dieter Nuhr, Michael Mittermeier. Und alle drei Male waren die Leute supergut drauf, haben geklatscht, gejubelt, haben Zugabe gefordert (ok, auch bloß klatschend, aber immerhin!) und die Autogrammschlange war in Ordnung – nicht zu kurz und nicht zu lang (außer bei Ralf, da war’s eindeutig zu lang). Egal, mal sehn, wie’s wird, dauert ja noch ein bisschen, ist ja erst im April, zurück nach FFB:
Maddin schrieb geduldig ein Autogramm nach dem anderen und ließ danach ein Foto nach dem anderen mit sich machen. Ich stand mit Farid an der Ecke vom Maddin-Shop und hab mir mal einen von meinen Keksen gegessen, Farid auch einen gegeben. Als Tanja dann ankam und uns krümeln sah, guckte sie traurig, bekam dann auch nen Keks *lach*
Farid gab mir irgendwann noch seine Handynummer (war glaub ich schon in der Pause) und ich ging dann irgendwann auch zu Maddin. Er durfte meine letzte Seite im Autogrammbuch beschreiben und schrieb: „Aller Guten Dinge sind Drei.“ Jep :) Noch ganz kurz über den Comedypreis gequatscht und dann war er auch schon wieder weg. Hab mich dann noch verabschiedet und mich auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Die S-Bahnen fuhren noch und sogar ganz normal. So bin ich dann locker noch zu Hause angekommen und konnte das Maddin-Wochenende durch eine Nacht im eigenen Bett beenden – da ists doch auch am schönsten (auch wenn man keinen Fernseher hat ^^).




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