Besuch bei Woody - 17.-20.03.2010 - Wien
28. März 2010
Okay, eine göttliche Macht hat mich bewogen, einen Bericht vom Wien-Besuch zu schreiben. Dann werd ich mal loslegen. Und zum Leidwesen mancher fange ich natürlich mit der Bahnfahrt an
Wobei, wenn ich so nachdenke, fang ich eigentlich schon vor der Bahnfahrt an *g*hr
Der erstmalige Leser sei direkt gewarnt: es wird lang! Es wird detailreich! Es wird evtl sogar langweilig! Oder sinnlos! Belanglos! Aber anders kann ich nicht schreiben *schulterzuck und grins*
Evtl. wird er sogar langweiliger als alle bisherigen Berichte, weils keinen konkreten Inhalt wie ne AZ oder n Programm hat, aber ich wollte ja eigentlich auch nicht unbedingt schreiben *g*
Und noch eben kurz: die meiste Zeit hab ich zwar Andres geschrieben, aber ich glaub dann und wann auch mal Woody. Ist natürlich ein und dieselbe Person
Iiiirgendwann hatte Woody-Andres gesagt, dass ich ihn doch mal besuchen kommen sollte. Klar, mach ich! Außerdem stand eine neue Tour von Thomas Godoj an, die im Frühling starten sollte, gerüchteweise im März. Und als es im Lidl Bahn-Tickets gab, dachte ich, dass sich das ja sehr gut verbinden ließe: Woody besuchen und an einem Abend zum TG-Konzert gehen. Also direkt mal 2 Tickets gekauft, das eine zum bei eBay verhökern (weil immer dann, wenn ich eins bei eBay kaufen wollte, waren die so teuer, also muss man ja selber auch mal teuer verkaufen
). Also ein Ticket gilt übrigens für 2 Fahrten innerhalb Deutschlands+Österreichs incl. ICEs usw, außer freitags kann man jeden Tag damit fahren. Man trägt einfach den Start- und Zielbahnhof (oder Bushaltestelle *g*) ein und fährt los. 66€ kostet ein Ticket, für 33€ nach Österreich ist natürlich super (Sparangebot kostet sonst 39!). So, das eine Ticket hatte ich irgendwann bei eBay reingesetzt und 75€ oder so bekommen. Und dann irgendwann kamen endlich die Tourtermine für Thomas raus. Na toll, der Wien-Termin war gleich doppelt blöd. Erstens war er, wie alle andern Termine auch, nicht im März, sondern im April. Und zweitens am 29.4., wo ja schon die FedCon ist und ich quasi arbeiten „muss“ (bzw. darf
). Also überlegt, was ich jetzt mit dem Ticket anstelle. Da das Lidl-Ticket nur bis Ende März gültig war und gerade irgendwie alle Leute versuchten, das Ticket noch bei eBay loszuwerden, bin ich meins dort nicht losgeworden (wollte es nicht für 40€ oder noch weniger verkaufen). Und auch sonst wollte es keiner haben. Ende des Monats wollte ich aber noch wo anders hinfahren, wo es sich definitiv nicht gelohnt hätte, mit dem Lidl-Ticket zu fahren (da reichen ja 30€ für beide Fahrten ^^), aber wir hatten ja schon Mitte des Monats. Falls noch irgendwer mitkommt *g* –> blöde Sache!
Hatte ja zwischendurch gedacht, ob ich nicht doch mal in Wien nachfrage, aber es wär ja sooo kurzfristig, das ist ja auch total blöd. Und: in der Zeit nach der Sommerparty hatten Andres und ich öfter mal über Facebook gechattet, aber jetzt schon seit ner ganzen Weile nicht mehr. 1. weil mein Facebook zur Zeit so dermaßen rumspinnt, dass das chatten furchtbar ist und ich den Chat so gut wie immer aus hab. Und 2. weil ich ja meine Bachelorarbeit geschrieben hab und da sowieso wenig Zeit für irgendwen hatte. Und wie sieht das denn aus: erst ewig nicht melden und dann „Hallo, kann ich übermorgen vorbeikommen?“, sieht doch aus wie „die kriegt ihr Ticket nicht verkauft und braucht jetzt ne Notlösung.“ Fuuuurchtbar, ich hasse es, wenn ich zu viel überlege und nachdenke, was wer wie warum denken kann! Kann man das irgendwie abstellen?
Judith schlug vor, ich sollte doch mal einen der Wiener fragen. Haha, weil ich ja so viele Wiener kenne *g* Sie meinte, die hätten bestimmt Zeit, weil die ja eh alle Studenten sind. Nagut, da Woody eh gerade bei ICQ online war, hab ich ihn halt gefragt, auch wenn er kein Student mehr ist
Mehr als Nein sagen kanner ja eh nicht
Aber das hatter nicht gesagt, drum stand ich ein paar Tage später dann morgens um viertel nach sieben am Bahnsteig in Marienheide *gääähn* Hätte auch ne Stunde eher fahren können und hätte dann nach Köln nicht mehr umsteigen müssen. Aber dann steig ich doch lieber einmal mehr um und kann länger schlafen.
Eigentlich stand ich auch noch nicht mal am Bahnsteig rum. Der Zug war ja schon da (steht schon immer ne halbe Stunde da rum) und ist auch nur ne Minute nach meiner Ankunft abgefahren, war schon wieder so spät dran (und konnte diesmal nichtmal was dafür).
So, was macht man jetzt früh morgens im Zug? Hatte mir zwar extra n Buch eingepackt, aber zum Lesen war ich noch zu müde (klar, ich hatte ja auch erst nachts um halb eins oder wann meinen Koffer gepackt *g*). Also erstmal Ticket ausgefüllt und ausm Fenster geguckt. Normalerweise hat der Zug selten Verspätung, nur auf der Rückfahrt. Aber es war ja klar, dass der heute Verspätung haben musste, wo ich nur 11min zum Umsteigen hab! Und wo ich Messe/Deutz umsteigen muss zu nem komischen Quer-Gleis wo man angeblich 10min braucht, um da hin zu laufen. Naja, die Verspätung war ca. 8min, das Umsteigen hat keine 2min gebraucht. Treppe runter, Tür auf, ICE fährt ein, eingestiegen, ICE fährt ab. Top! Wenn der jetzt keine halbe Stunde Verspätung bekommt, läuft alles super. Oder auch nicht ganz. Fuhren nämlich lauter Anzug- und Schlipsleute mit der Bahn, die natürlich alle ne Platzreservierung hatten. Ich nicht. Weil die paar Mal, die ich bisher eine hatte (wegen angebl. erhöhter Platznachfrage), hat sich das nicht gelohnt, weil der halbe Zug leer war. Nagut, hab ich mich auf meinen Koffer gesetzt, geht auch. Eine Frau fragte mich, ob die Treppe von der ICE-Tür noch frei wär. Klar *g* Also hat die sich in die Treppe gehockt.
Dann kam noch eine, fragte, ob Reservierungspflicht wär. Ich sagte, dass das nicht der Fall sei, aber man reservieren kann und ohne Reservierung halt gucken muss, ob noch ein Platz frei ist. Eine ganze Weile beobachtete ich einen leeren Platz, der reserviert war, aber auf dem noch keiner Platz genommen hatte. Wenn da keiner mehr kommen würde, wollte ich mich da hinsetzen. Doch das Mädel von eben machte mir einen Strich durch die Rechnung und setzte sich da hin. Ts! Aber mein etwas gemeiner Wunsch wurde erfüllt und der eigentliche Platzinhaber erschien noch und die kam zurück zu uns in den Gang, setzte sich erst wie ich auf den Koffer (halt hochkant stehend). Hm, ob der wohl hält? Sah sehr instabil aus, der Koffer. Und sie nicht gerade leicht. Achja, manchmal bin ich doch was fies. Aber sie setzte sich dann doch noch auf den Boden, packte nen Spiegel aus und fing an, sich zu schminken. Ach Gott, muss man das denn im Zug machen!? Ja da war ich ja am frühen Morgen schon angenervt. Später stellte sich aber heraus, dass die doch gar nicht so schlimm war. War eigentlich ganz ok und wir haben uns unterhalten, bis ich in Würzburg umsteigen musste. Sie kam aus Wuppertal und fuhr bis München und dann weiter nach Kitzbühel, wo sie zum Vorstellungsgespräch und Probearbeiten in einem Hotel eingeladen war. Irgendwie gut fand ich aber, dass sie für ihre Hinfahrt 140€ und die Rückfahrt 100€ bezahlt hat, obwohl sie genauso gut auch mit nem Lidl-Ticket hätte fahren können. Aber das kannte sie gar nicht. Hach, toll, hatte ich doch direkt das Gefühl, dass sich mein Ticket total gelohnt hat. Wobei sie sich aber eh nicht sicher war, ob sie nicht ne SMS an ihren Freund schicken sollte, damit der sie von München wieder abholt, weil sie ja jetzt für ganze 3 Tage von ihm getrennt ist und schon in der Frühstückspause seiner Arbeit nicht anrief. Oh Gott wie furchtbar *schnarch*
Na dann ist es ja auch voll sinnvoll, sich 700-800km weit weg von zu Hause zu bewerben, wenn man schon nach 5min die Krise kriegt. Also manchmal versteh ich die Leute echt nicht.
Bevor sie zum Essen ihre Hühnchen auspackte, fragte sie mich auch 3mal, ob ich nicht Vegetarier sei, nicht dass sie mir da was vorisst. Da musste ich ihr auch 3mal zeigen, dass auf dem Toast, den ich in genau diesem Moment aß, Wurst drauf ist. … ich hoffe gerade, dass die nicht durch irgendeinen dummen Zufall hier auf der Seite landet und das liest *lach* So schlimm, wie es sich wahrscheinlich liest, war es ja eigentlich nicht, aber die seltsameren Sachen sind besser zum erzählen, zumal ich den Rest eh schon wieder vergessen hab. Also nein, war nett, mit dir Zug zu fahren, auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit dir war (mir meinen Teil aber gedacht habe bzw. hier gerade hintippe *g*).
Sie war vorher noch nie in Kitzbühel gewesen, fragte mich aber ein bisschen aus, ob ich schonmal in Wien gewesen war. Jep, war ich, das ist aber ja auch schon bald 5 Jahre her. Ob ich da auch schon den besucht hätte, den ich jetzt besuchen fahr. Nö, da kannte ich den ja noch nicht (bzw. eigentlich ja schon, aber nicht direkt, ich wusste nur, dass er irgendwie existiert *g* - und noch nicht einmal das so direkt). Keine Ahnung, wie wir drauf kamen, jedenfalls hab ich ihr irgendwann erzählt, dass ich den ja erst im Sommer bei einer Freundin kennengelernt hab, die den kannte. Da hats wohl einmal zu viel „pling“ gemacht bei ihr, denn ein paar Minuten bevor ich ausgestiegen ist, wünschte sie mir dann viel Glück mit ihm oder für uns oder irgendwie was in der Richtung. Ich meinte, dass da wohl eher nix mit ist, da der Herr ja eine Freundin hat. Das hieße ja nix. Und dass der ja auch ein bisschen älter ist als ich. Da wollte sie wissen, wie viel älter denn und meinte dann, dass das ja schon sehr komisch wäre, dass man mit einem befreundet ist, der so viel älter ist (also … *rechne* ca. 14 Jahre). Meine Güte, was ist denn daran schlimm? Da müsst ich ja einen ganzen Haufen Freundschaften kündigen, wenn zu viele Jahre ein Problem sind. Wie viele Jahre sind denn da wohl legitim? Und da ich sie ja eh nie wieder sehen werde, sie mich nicht kennt und überhaupt irgendwie was, hab ich ihr auch direkt mal auf die Nase gebunden, dass seine Freundin ungefähr so alt ist wie ich. Ach du jemine, das fand sie ja ganz schlimm und auch nicht normal. Gut, dass ich dann aussteigen musste, wie engstirnig kann man denn sein? Sind ja jetzt nicht irgendwie 20 Jahre oder so. Naja, egal. Ach vorher war sie auch noch total verwundert dass ich schon 23 bin wie sie auch (jaaa, ich weiß, dass ich nicht ausseh wie 23, musst du mir das auch nochmal sagen) und dass ich Abi gemacht hab plus das Studium fertig, wie man das denn in der kurzen Zeit schaffen könnte. Rechne mal, Mädel. Ich hätt sogar n halbes wenn nicht gar ganzes Jahr eher fertig sein können. Achso und sie fand Herr der Ringe langweilig. Hatte aber immerhin das Buch gelesen, na wenigstens hat sie’s versucht.
So, in Würzburg bin ich dann ausgestiegen, kurz um die Ecke zur Post (Svenja hatte mir ja netterweise vorher beschrieben, wo die Post ist, Dankö
) und wieder zurück. Hatte ne halbe Stunde Zeit, drum dachte ich, kann ich mir ja für den nächsten Zug doch mal ne Sitzplatzreservierung holen. Tja, flötepiepe! Ging nicht, stand mind. 5min am Automaten und hab rumgedrückt und immer kam „nicht möglich“. Also mal zum Schalter gegangen, wo ich erfahren habe, dass das nicht mehr geht. Gut, später ist mir auch eingefallen, dass das wahrscheinlich ab dem Zeitpunkt nicht mehr geht, zu dem der Zug losfährt. Naja, also auf nen Sitzplatz gehofft und zum Gleis gegangen. Zug kam, war schon etwas voll. Und so ziemlich alle noch freien Plätze waren reserviert. Hmpf. Aber gegenüber der Gepäck- bzw. Koffer-Ablage waren noch 2 der 3 Klappsitze frei, von denen ich mir einen geschnappt habe und so bis zum Ende der Fahrt einen Sitzplatz hatte. Zwar nicht so bequem wie die normalen ICE-Sitze, aber besser als die Kinder, die gegenüber von mir in der Ablage saßen, besser als die Leute die vor der Ablage auf ihren Koffern saßen und besser als die Leute, die um mich rum auf dem Boden saßen. Und von hier ging dann auch alles super. Es hieß zwar, dass wir Verspätung hätten, aber die haben wir während der Fahrt wieder reingeholt und kamen pünktlich um 17:22 Uhr in Wien an, bis wohin ich mein Buch las und auch über 100 Seiten schaffte.
Am Bahnhof wollte Woody mich abholen und gerade als der ICE in den Bahnhof einfuhr, bekam ich eine SMS, dass er hoffte, dass ich Verspätung hatte, weil er sich verspätet hatte *gg* Ach, aber das ist ja kein Problem, hab ich n Weilchen gewartet, dann kurz mit ihm telefoniert wohin ich rauskommen soll und da kam er mir auch schon auf halbem Wege entgegen. Yay
Und er hatte sogar schon einen Plan für den weiteren Abend, was fürn Service. Ich hatte mir ja nicht wirklich viel überlegt. Hatte vorher mal kurz bei Facebook gefragt, ob jemand ne Idee hat, aber da kam nur „Schnitzel“ und „Burgtheater“. Drum hätt ichs so gemacht wie in jeder Stadt, in die ich fahr: einfach mal drauf loslaufen, gucken wo man dran vorbei kommt und wenn einem ne Touri-Info übern Weg läuft, da mal reinschauen, was da so an Flyern rumliegt. Aber ich glaube, ich hätte dann nie so viel gesehen, wie ich jetzt gesehn hab, wäre wahrscheinlich auch gar nicht auf die Idee gekommen, so ein … wie auch immer man es nennen mag … sights-hopping zu machen
Doch der Reihe nach!
Vom Bahnhof gings erstmal Stück durch Wien, zu Andres nach Hause. Allerdings hat er da nur schnell meinen Koffer reingebracht und wir fuhren weiter zu ner U-Bahn-Station, wo geparkt wurde. Die Sache mit den Kurzparkzonen hab ich bis jetzt nicht wirklich kapiert, aber auf jeden Fall ist es cool, weil man ab irgendwann umsonst parken kann. Sollten die in Köln auch mal anschaffen. An der U-Bahn eben geguckt, was für ein Ticket für mich am besten ist, gekauft, abgestempelt, und ab in die U-Bahn und zum Naturhistorischen Museum. Tickets gekauft, noch kurz auf Kati (also Andres‘ Freundin) gewartet und dann gewartet, dass es losging. Eine Museumsführerin kam und meinte irgendwas wie: „Die erste Station ist am Ende der ersten Stiege.“ Stiege! *rofl* Ups, findet außer mir gar keiner lustig. Wir stiegen also die erste Treppe rauf (Muahaha, Stiege! Ok, ich hör schon auf zu lachen *g*), wo die Frau uns erstmal ein bisschen etwas übers Museum erzählte. Achja, österreichischer bzw. Wiener Dialekt ist schon toll irgendwie, aber Dame hatte schon fast ein bisschen zu viel davon, sodass ich anfangs die ganze Zeit über die Aussprache schmunzeln musste (ja, ihr dürft bloß nicht mit mir nach Sachsen fahren, den ersten Tag lang werde ich alle sprechenden Sachsen auslachen *lol*). Jedenfalls lernten wir u.a. dass der Herr Semper, den man sonst von der Semper Oper kennt, auch das Naturhistorische Museum gebaut (oder halt die Architektur entworfen) hat. Interesting. Das erste, was wir sahen, das der normale Museumsgänger nicht zu Augen bekommt, war der Schädelgang. Uns wurde gesagt, dass da halt lauter Schädel liegen, also erwartete ich 2-3 Regalreihen an der Wand, wo halt Schädel drauf liegen. Hmja, nö. Da stand ein ellenlanger Schrank, mindestens 2,50m hoch und um die 10-15m lang, über und über gefüllt mit Schädeln. Werden da irgendwie gesammelt und untersucht.
Weiter gings dann zu einem Balkon, noch drinnen, von dem aus man in einen Saal runterblicken konnte und durch den Saal noch eine Etage tiefer in den Eingangsbereich des Museum. Achja, da hing auch noch was von Darwin an der Wand, ein paar Bildhauereien, die beim Bau mehr oder weniger geheim dort hingehängt wurden. Ein Affe, der einem Jungen einen Spiegel hinhält, sowie ein Affe mit einem Buch, in dem „Abstammung des Menschen“ steht. Das sollte man ursprünglich gar nicht sehen, weshalb es in ausreichender Höhe und etwas angewinkelt angebracht ist, dass man es von unten nicht lesen kann. Das Betreten des Balkons ist noch nicht so lange möglich, drum wurde es lange nicht entdeckt
Danach gings dann auf den richtigen Balkon – nämlich aufs Dach des Museums! Gut, dafür, dass es „Dachführung“ hieß, war es irgendwie ein enttäuschend kurzes Dach und dafür schon fast zu viel Eintrittspreis, aber die müssen ja auch irgendwie ihr Geld reinkriegen
Man hatte auf jeden Fall eine schöne Aussicht vom Dach runter auf die Straße und über ein Stück von Wien.
Andres und ich fotografierten um die Wette – die er mit Sicherheit gewonnen hat, hab die Fotos ja aber immer noch nicht gesehen
Aber ich find meine auch ganz ok, manche *g*Kati blieb wegen Höhenangst eher am inneren Teil des Dachs, aber ich denke, sie hatte bestimmt auch ne ganz gute Aussicht
Anschließend gingen wir noch eine Runde durch das Museum. Das Ticket hierfür hatten wir ja immerhin auch gekauft, also warum nicht auch nutzen
Das Museum war auch ganz interessant, ein großer Teil bestand aus ausgestopften Tieren, die wir als erstes ansahen. In einem großen Raum voller Vögel waren eine ganze Menge Vögel (ach was *g*), aaaaber: da war überhaupt kein Kiwi bei! Tse! So ne Sauerei. Naja, dafür aber jede Menge Geier und andere Vögel, die nicht unbedingt so durch Deutschland fliegen
Gab auch lauter Insekten, Tiere aus dem Meer, … sogar ein paar afrikanische Tiere wie Löwe und Giraffe, aber die waren nur für die Sonderausstellung über Charles Darwin da. Ach, ich weiß gar nicht mehr, was wir noch alles gesehen haben, das Museum war so voll *g* Steine, Edelsteine und solche Sachen waren auch zuhauf vorhanden, in einem abgedunkelten Raum fanden wir eine sich drehende Weltkugel im Sternenmeer. Vor der Kugel stand ne Tafel, auf der ein paar Informationen standen. Ich sah mir die Tafel an, auf der rechten Seite waren so runde Felder. Vorher hatte man oft Knöpfe drücken können, sodass nur gewisse Bereiche (wie zB bestimmte Fische in einem großen Glaskasten voller Fische) beleuchtet waren. Ich überlegte, ob man das hier auch machen könnte. Irgendwie sahen diese Felder nur nicht so ganz aus wie Knöpfe. Drück ich jetzt drauf oder nicht? Da drückte Kati aber schon drauf und es passierte – nix *gg* Waren nämlich keine Knöpfe, sondern nur aufgedruckte, runde Kreise. Upps. Ich verriet ihr aber direkt, dass ich auch schon draufdrücken wollte – war nur Glück, dass sie vorher draufgedrückt hatte *g* Irgendwo stand dann, dass die „Venus von Willendorf“ auch im Museum ausgestellt wurde, die vor 2 Jahren etwas größer in den Medien war (wegen 100 Jahre Venus-Fund). Kati hatte das irgendwo entdeckt und so begaben wir uns also auf die Suche nach der Venus-Statue. Treppauf, Treppab, von links nach rechts nach schrägvorne und hintenoben, quer durchs Muschelessen (was in dem großen Saal über der Eingangshalle stattfand), doch wo ist die ominöse Venus? Daaaa, endlich, in einer mysteriösen roten Box. In einer dicken Glaskiste. Eine winzige, nur knapp über 10cm große … Statue. Statuechen. Statürchen. Wie auch immer. Irgendwie hatte ich gedacht, dass das Ding größer ist *g* Aber ok, hab ich die auch mal gesehen
Als wir das Museum verließen, sind wir noch kurz zur Sparkasse – ach nee, „Erste“ heißt die ja hier
Hatte vorher am Museum etwas erschrocken festgestellt, dass mein Portemonnaie nicht mehr so gut bevölkert war wie ich dachte (achja, ich war ja am Abend vorher noch einkaufen … das war ja auch noch so ne Aktion, aber die führ ich mal nicht mehr weiter aus *g*), drum wurde das schnell geändert, bevor es weiter ging. Hatte vorher mal im Internet geguckt, was man in Wien so machen sollte und total viele hatten von „Heurigen“ geschrieben – bloß hatte ich keine Ahnung, was das ist. Also gingen wir nach dem Museumsbesuch zu einem Heurigen gegangen, ein Stadtheuriger besser gesagt. Kann jetzt jeder selbst nachlesen gehen, was es ist (oder bei Facebook unterm Heurigen-Flyer-Foto lesen, was Judith, Ricky und Andres drunter geschrieben haben
), bin zu faul, das jetzt hier zu erklären *g* Kurz gefasst ist das halt n Restaurant wo man hauptsächlich Wein trinken kann.
Ich nahm allerdings ein Radler, Andres & Kati tranken auch keinen Wein. Ich muss mal noch googlen, was ein „G’spritzter“ ist… Okay, da ist doch Wein drin. *g*
Nach tatkräftiger Übersetzungshilfe der halben Karte nahm ich Speckknödel zum Essen. Die sind ein bisschen ähnlich wie Kartoffelknödel, ist aber mit Speck-Füllung. Der Knödel an sich war sehr lecker. Die Füllung auch, bloß war die etwas trocken, sodass am Ende leider noch ein Stück Knödel (von zweien) und fast der ganze Krautsalat noch aufm Teller lag
Na wenigstens hatte ich nach ner Weile mein Radler ausgetrunken und wir konnten gehen *g* Es war ja St. Patrick’s Day und ich glaub die beiden hatten vorher schon geplant, an dem Abend wegzugehn, was wir dann also taten und zum „Bockshorn“ gingen. Der älteste und gleichzeitig kleinste Irish Pub Wiens. So klein, dass natürlich kein Platz mehr drin war und schon ein ganzer Haufen Leute mit Guinness-Hüten vor der Tür stand. Noch bevor ich überlegen konnte, ob die da wohl auch kleine Gläser bzw. halbe Pints gibt, war Andres schon im Laden verschwunden und kam kurz darauf mit 3 randvollen ganzen Cider-Pints wieder raus. Oh Gott. Naja, dann fang ich mal an zu trinken. Ich mag Cider ja wirklich gern, aber ich war noch soooo voll vom Essen, dass ich nur so wenig geschafft hab, dass es wirklich schade um den schönen Cider war, dessen Rest dann kurz vor der U-Bahn-Station im Gulli verschwinden musste
Dafür haben wir das Glas einfach mitgenommen, welches im Rucksack transportiert auch kurz später ein neues zu Hause fand. Etwas später mit U-Bahn und Auto ebendort angekommen saßen wir noch kurz auf der Couch rum, dann wurd noch das Schlafsofa ausgeklappt und bezogen und geschlafen.
Am nächsten Morgen (Kati war schon arbeiten, Andres musste nicht zur Arbeit)haben wir gefrühstückt und überlegt, was man am Tag machen könnte. Hm, vielleicht sollte ich mir nächstes Mal doch schon selber was überlegen – aber dann wäre ich wahrscheinlich nicht auf die gute Idee gekommen, den Kahlenberg zu besuchen (von dem ich ja noch nicht einmal wusste). Noch schnell überlegt, noch einen Cache zu suchen und los geht’s. Aber zuerst in den Türkenschanzpark, ein schöner Park mit viel Platz und ebenfalls einem schönen Geocache. Ich muss Andres kurz um sein GPS-Gerät beneiden, da es ein Farbdisplay, ein (glaube ich) einfacheres Menü hat, ein paar mehr Funktionen und vor allem: eine Art kleinen Joystick, mit dem man viel schneller da hin kommt, als mit meinen beiden Hoch-Runder-Knöpfen
Außerdem ist es kleiner und silber und strahlt nicht so leuchtend gelb durch die Gegend wie meins, ist etwas unauffälliger *g* Aber nagut, wir geben die Koordinaten ein und gehen los. Kurz mal falsch abgebogen, weil in irgendeinem Log stand, dass ein Turm in der Nähe sei. Joa, war er, aber direkt am Turm war falsch
Also weiter bis zu einer kleinen Brücke, die über einen Weg führte. Aah, in der Cache-Beschreibung stand auch was von Klettern und Gefahr bei nassem Wetter. Also sind wir neben der Brücke über die Steine geklettert, das GPS deutete uns die Ankunft und wir suchten zwischen den Steinen. Manchmal kamen ein paar Leute vorbei, also standen wir möglichst unauffällig in den Steinen herum. *lach* ist ja wohl voll normal, dass man mal komplett neben dem Weg in so Steinen rumklettert! Egal, Andres hatte sich irgendwann unter die Brücke vorgearbeitet und meinte irgendwann: „Ich glaub ich hab was!“ Yay
Ich durfte die kleine Bonbon-Dose aus ihrem Versteck ziehen und wir loggten ein paar Steine weiter unseren Fund (es war sogar ein kleiner Bleistift in der Dose *g*). Anschließend gingen wir noch eine Runde durch den Park und fuhren dann zu einer BMW-Werkstatt, da Andres Reifen kaputt war und er dann einen Termin hatte. Doch er konnte das Auto nicht direkt wieder mitnehmen, so gingen wir ein Stück zu Fuß bis zur Wirtschaftsuniversität, einmal durch (vorbei an einer Info-Veranstaltung für u.a. BWL *grusel*) und gegenüber der Uni ins Restaurant „Selbstverständlich“. Erstmal n Radler, dann bestellen wir einmal Specknockerl (für zum Teilen) und einen Salat (für den Andres). Als wir es bekommen, stellt die Bedienung die Nockerl-Pfanne ohne zu fragen vor Andres, ich bekomme den Salat. Ts, warum müssen Frauen denn immer Salat essen? Schmeckt doch nach nix *g* Also tauschen wir bzw. stellen die Pfanne mit den Specknockerl in die Mitte. Zum Glück haben wir uns die geteilt, die halbe Portion war ja schon mehr als genug – aber sehr lecker
Dann gings zurück zu BMW, Auto abgeholt, Adresse versucht zu berichtigen (Frau am Schalter: *diktier Kundennummer*, Typ am PC: „Andreas …?“ Frau: „Ja!“ – äh, nö, n A zu viel? Aber das stand richtig drin, fehlte nur n Teil der Hausnummer
) und auf zum Kahlenberg. Oben angekommen haben wir einen schönen Parkplatz gesucht und erstmal zur Aussichtsterasse. Wirklich schöne Aussicht über Wien, Andres erklärte mir auch gleich, was wo war. Den Stephansdom fanden wir zwar nicht, aber ziemlich viele andere Gebäude. Dann schnell die Koordinaten ins GPS eingegeben und den nächsten Cache gestartet. Das war ein Multi-Cache, also einer mit mehreren Stationen. Die erste Station war an der Stefanie-Warte, wo in der Sonne schon 1-2 Mädels im Bikini davor lagen. Also es war zwar wirklich warm, wir hatten unsere Jacken vorher in der Stadt auch schon ausgezogen, aber SO warm war es eigentlich nicht. Nagut, sollen die mal machen. Und Andres hats wahrscheinlich eh nicht gestört *g* Aber wir mussten eine vierstellige Zahl finden, diese stand groß an dem Türmchen dran: 1887. Oder 1881? Die 7 sah komisch aus. Na zum Glück hat Andres ein Handy mit Internet, schnell mal Wikipedia befragt. Empfang war leider schlecht, aber schnell sahen wir, dass wir eh nur die ersten drei Ziffern brauchten und es demnach egal ist, ob 7 oder 1 (war aber übrigens ne 7). Von der Warte gingen wir wieder ein kleines Stück bergab, zurück zur Aussichtsplattform, vorbei am Hotel (Hotel! Wie geil ist das denn, da steht ein Hotel direkt aufm bzw. am Berg, man hat also aus dem Zimmer eine total geniale Sicht!) und zu einer Steintafel mit einem Gedicht drauf. Hier mussten wir die zählen, wie oft der Buchstabe G im Gedicht vorkam. 5mal wars glaub ich, neue Koordinaten ausgerechnet. Kurz von einem kleinen Vorsprung eine andere Ansicht der Aussicht genossen und auf zur nächsten Station. Die war ein ganzes Stück weg, wir gingen eine ganze Weile den Berg runter bis wir zu einer Kreuzung mit Bushaltestellen kamen. Eine dreistellige Zahl in 2,40m Höhe, die nachts erleuchtet ist. Andres wusste sofort: die Bushaltestelle! Tatsächlich, da war eine dreistellige Zahl. Aaaaber sie war nicht erleuchtet bzw. befand sich da keine Lampe dran. Hm, so Straßenlaternen sind ja manchmal numeriert. Zwei Laternen betrachtet, nix gefunden. Aber an der dritten dann, da hatte in 2,40m Höhe jemand was an die Laterne geschmiert, 3 Zahlen! Aha, deshalb also der Satz „especially for you“! Haben uns nur gewundert, ob der Cache-Owner da mit ner Leiter hinspaziert sind, um die Zahlen an die Laterne zu schreiben. Aber gut, neue Koordinaten eingegeben und weiter im Text
Natürlich sind wir dem Weg auf der falschen Straßenseite gefolgt… Also Böschung rauf, über die Straße, übern Graben gesprungen und ein Stück durch den Wald, bis wir wieder einen Weg fanden. Das brachte jetzt aber auch nicht sonderlich viel, weil wir nur kurz später wieder querfeldein (kann man eigentlich auch querwaldein sagen? *g*) durch den Wald gingen, weil da irgendwo im Wald ein Stein (ne Art Grenzstein glaub ich) rumstand, von dem wir eine Zahl brauchten.
Mit der rechneten wir die neuen Koordinaten aus, gingen zurück zum Weg und folgten ihm. Gut, ein richtiger Wander- bzw. Spazierengeh-Weg war das jetzt nicht, mit einem Kinderwagen oder Omma hätte man da sicherlich so seine Probleme gehabt *g* Steine, Wurzeln, steile Wegstrecken und teilweise auch nur so schmal, dass man nicht nebeneinander hergehen konnte. Juhu, solche Wege sind toll. Hätte eigentlich auch gerne noch ein bisschen unwegiger sein können
Aber trotzdem gut. Wir kamen am etwas tiefer gelegenen Leopoldsberg an, wo wir erneut eine schöne Aussicht auf die Donau hatten. Und zwischen Kritzeleien wir „ich war hier am “ und Namen in Herzchen fanden wir auch neue Koordinaten in einer Steinmauer eingeritzt. Somit hatten wir die finalen Daten und gingen ein Stück des Weges wieder zurück. Und natürlich wieder runter vom Weg, ab in die Botanik. Ein bisschen Gekletter am steilen Abhang voller Laub, schön die Bäume und Baumstümpfe durchsucht, doch nix. Erstmal. Nach ein paar Minuten hatte Andres am richtigen Baum gesucht, ich durfte aber wieder rausziehen. Diesmal wars auch nicht nur ein Döschen mit Logbuch (bzw. Zetteln), sondern eine etwas größere Butterbrotdose. Die war seit November nicht mehr gefunden worden, demnach war die Tüte auch ganz schön mit Matsch versifft, aber die Dose war in 2 Tüten verpackt, also war der Cache noch heile
Hatte vorher noch festgestellt, dass wir ja gar keine Trades dabei hatten, also nichts, was man in die Dose packen könnte, um etwas daraus zu tauschen. Aber es war eh nichts Interessantes drin. Oder wollte jemand einen Marmeladendeckel haben, in dem ein Spruch steht, den man sammeln kann? *g* In der Dose war aber u.a. auch ein schönes Logbüchlein. Woody nahm einen Ast und wir setzten uns drauf (hätten uns wahrscheinlich auch genauso gut auf den Boden setzen können, was der gleiche Effekt gewesen wär *lach*), lasen ein bisschen im Logbuch. Anscheinend hatten viele der Leute vor uns um einiges länger gesucht als wir. Eine Gruppe von 4 Mann schrieb gar von 45 Minuten! Gut, dass wir zu zweit nur 10-15min gebraucht haben. Bzw. gut, dass Woody so schnell am richtigen Baum gesucht hat *g* Also haben wir auch noch geloggt (hat was länger gebraucht, weil wir nicht wussten, was wir reinschreiben sollen, ohje, sind wir unkreativ!). Fertig geloggt gings dann zurück zum Auto. Hat einer gut aufgepasst? Richtig: wir sind fast die komplette Strecke nur bergab gegangen. Na super, also jetzt die ganze Schose wieder zurück. Bergauf. Herrlich! Naja, ich war etwas aus der Puste, als wir wieder oben ankamen, aber zum Glück stand ja da das Auto und ich musste erstmal nicht mehr laufen
So fuhren wir also zurück nach Wien rein. Lustig, ich wusste gar nicht, dass es Hupverbot-Schilder gibt! Bzw. wusste ich auch nicht, dass es überhaupt Hupverbot gibt. Gibt’s das bei uns Innerorts auch? Hält sich ja eh keiner dran, noch nicht mal in Wien, da haben auch genug Leute rumgehupt.
Sind erstmal zurück zu Andres gefahren, erstmal kurz umziehen. War doch ein bisschen warm gewesen beim Laufen, und außerdem hatte sich eine nicht ganz geringe Menge Wiener Matsch auf meinen unteren Hosenbeinen niedergelassen. Hm, ich glaub wir haben nur kurz aufm Sofa rumgehockt, uns unterhalten (hui, ich glaube, die neue Wohnung von Andres+Kati wird ziemlich cool! Fast ein bisschen schade, dass das noch ein bisschen dauert, schon allein vom Grundriss her würd man da gleich mal besuchen fahren kommen
) und dann aber schon bald auch wieder losgefahren, zum International Pub Shebeen, wo jeden Donnerstag Pub-Quiz ist. Sowas sollte es hier auch mal geben! So, erstmal 3 Runden um den Laden rumgefahren um nen Parkplatz zu finden, dann einen kostenpflichtigen genommen. Kati wartete schon im Shebeen, wo an der Bar sogar Plätze reserviert waren, weil die da immer hingehen. Bzw. Ruth, eine Freundin der beiden, die dann später auch noch kam. Aber erstmal was bestellen. Kati bestellte für sich und Andres (der nochmal kurz zum Auto war) und *zack* war der Tuppes auch schon wieder weg. Ähm. Hallo? Ich wollte auch noch was bestellen … bitte! Vielleicht hat er gedacht, da wir nur zu zweit da saßen, brauchen wir auch nur 2 Sachen zu essen, aber dann wäre es doch komisch, dass wir so weit weg voneinander saßen (der Stuhl zwischen uns war ja frei). Na egal, ich irgendwann konnte ich ihm dann auch nochmal zuwinken und er kam zurück
Ich nahm einen Cider (der im Laufe des Abends sogar leer wurde! *g*) und Chicken Nuggets. Als Andres wieder kam, holte er erstmal ein paar Zeitschriften sowie Gratispostkarten – die Zeitschriften zum Lesen und nochmal kurz etwas versuchen sich zu bilden, die Postkarten als Notizzettel für später. Achja, vorher bei dem kleinen Spaziergang am Mittag waren wir an einem Haus vorbei gekommen, wo „Kronen“ dranstand, eine Zeitung, von der Andres meinte, dass sie sehr schlecht ist. Vielleicht nicht so schlimm wie die Bild, aber trotzdem ein bisschen ähnlich. Die bekam ich im Pub dann auf den Tisch gelegt und Kati schimpfte gleich lachend ein bisschen mit Andres, warum er mir denn gerade die Zeitung hinlegte, dass ich da ja einen schlechten Eindruck bekommen würd. Aber dann konnte ich ja direkt mal mit der Bild vergleichen. Und ich muss sagen – ist eigentlich nicht vergleichbar mit der Bild sondern um Meilen besser. Weiß gar nicht, was die andern daran schlimm fanden, war eigentlich ganz ok *g*
Während des Lesens kam dann irgendwann das Essen mitsamt einer Flasche Ketchup. Andres wollte aber auch noch eine Flasche Essig, die aber gerade bei anderen Leuten an der Bar stand. Also fragte er den Typ hinter der Bar (achja, er hatte auch irgendeinen Namen, aber der ist mir auch schon wieder entfallen) nach Essig. Wir erinnern uns: wir befinden uns in einem International Pub. Das Personal spricht Englisch. Nur leider hatte Andres vergessen, was Essig heißt, hatte das aber selber noch nicht bemerkt. So meinte er: „Can I have the acid?“. Der Typ guckte verwirrt, fragte nochmal nach. Andres: „Can I have the acid?“ Bartyp fragt nochmal, was Andres haben will. Andres: „The acid!” und zeigt auf die Essigflasche. Typ: „Aaah, the vinegar!“ Andres: „Oh. Yes.“ Und lacht. Und bekommt seinen Essig
Wir haben dann also gegessen, irgendwann kam der Typ hinter der Bar nochmal vorbei und wollte wissen, ob er den Essig wieder mitnehmen konnte: „Are you finish with the acid?“ meinte er und schmunzelte belustigt. *rofl*
Irgendwann kam dann auch Ruth. Andres hatte mich vorher extra „gewarnt“, dass sie evtl. etwas komisch ist und dass ich manche Sachen von ihr nicht persönlich nehmen darf, sie aber sonst ganz nett ist. Ich weiß nicht, ob sie sonst anders ist als heute, aber eigentlich war sie ganz normal *g*
Das Quiz begann und die erste Frage war, mit wem Sam Mendes bis vor kurzem verheiratet war. Das ist ja einfach, ich hatte vorher beim Zeitunglesen gedacht, dass bestimmt ne Frage kommt, wie lange die verheiratet waren, also Kate Winslet und der, aber ok *g* Leider blieb es aber nicht so leicht. Schon bei der zweiten oder dritten Frage waren wir uns nicht sicher, wer hatte am letzten Sonntag die Formel 1 gewonnen? Puh. So’n Mist, in der Zeitung hatte irgendwas von Formel 1 gestanden, aber das wusste ich jetzt natürlich nicht mehr. Am Ende hatten wir Alonso hingeschrieben, Montoya wär aber richtig gewesen. Oder wars andersrum? Egal, wir lagen jedenfalls falsch. Irgendwann kam die Frage: „Which european countries are the two antipodes of New Zealand?“ – juhu juhu, Neuseeland! Weiß ich bestimmt! … Ääh … dings … was sind denn Antipoden? Nachdem ich das wusste, wusste ich dass ich das nicht weiß, was Neuseelands Antipoden sind. Hmpf! *g* Achja, irgendwann war noch ein Freund gekommen, der wohl immer mit im Team ist, der Christoph. Nach mehreren Überlegungen meinte er, dass es irgendwo da bei Spanien rum sein müsste. Hm, ich hätte eher gedacht, dass es was Nördlicheres sein könnte, Dänemark zB. Am Ende standen noch Spanien, Portugal und Frankreich, eins davon musste als noch gestrichen werden. Ich glaubte, Spanien+Frankreich, Christoph Spanien+Portugal. Portugal wurde durchgestrichen, war aber am Ende richtig, zusammen mit Spanien. Grmpf. Dafür wusste ich schon nach einer Sekunde die Antwort auf die Film-Frage. Da werden wohl immer eine oder zwei Minuten von einem Film gespielt (nur Ton) und man muss raten, welcher Film es ist. War aber piepseinfach, alle andern hätten es sicher auch bald erraten: war 8Mile, der Ausschnitt ein Stück vom Battle.
Es gab auch eine Rechen-Frage, da gings irgendwie um eine Schulklasse, wie viele was für Noten haben. Aso, dafür sind also die Notizzettelpostkarten. Andres schrieb alles mit und rechnete die Brüche schnell aus. Die Frage war eine der … quasi „Sonderfragen“, wo man einzeln was gewinnen konnte. Bei der Rechen-Frage gewinnt das Team, welches die Antwort als erstes abgibt. Noch bevor ich überhaupt mal nachdenken konnte, wie man da als erstes rechnen könnte (gut, hab auch nicht unbedingt mit nachdenken angefangen, weil ich eh schon wusste, dass ich zu lange brauche), da sprang Andres auch schon auf, lief nach vorne und gab die Lösung ab. Weiß nicht mehr, was die Aufgabe war, aber die Lösung war 3 *g* Das hatte Christoph auch raus, aber leider auch ein paar andere Teams, von denen mindestens eins schneller war. Naja. Es gab auch noch eine Musikfrage, bei der mehrere Lieder gespielt wurden und nach dem Erscheinungsjahr gefragt wurde. Dann gabs noch eine Kriegs-Frage (weiß nicht mehr) und die Frage, welche zwei Personen die einzigen waren, die noch lebend die Ehrenstaatsbürgerschaft der USA erhielten. Die ersten Ideen, ich glaube sie stammten von Ruth, waren Ghandi und der Dalai Lama … naja, ich glaub nicht. Später hatten wir dann glaub ich auch noch Albert Einstein da stehen. Andres ließ mal Winston Churchill fallen – doch blöderweise schrieben wir das nicht auf den Zettel, denn es wäre richtig gewesen. Außerdem noch Mutter Teresa (hm, ich glaub die hatte auch irgendwer angesprochen, aber … irgendwie schien uns das glaub ich zu unwirklich *g*). Hmm, was waren da denn noch für Fragen? Ich weiß nicht mehr. Außer eine Frage weiß ich natürlich noch
Das war die zweite der beiden Sonderfragen, bei der einzeln etwas gewonnen werden konnte (übrigens „a round of shots“). Es handelte sich hierbei um eine Schätzfrage und die Frage war: wenn es einen geraden Tunnel einmal durch die Erde durch gäbe und man dort hineinspringen würde, wie lange würde man brauchen, bis man am anderen Ende wieder heraus kommt? Natürlich Gesetz dem Fall, dass man durch die Schwerkraft nicht in der Mitte festgehalten werden würde. Während die anderen Teams um uns herum wahrscheinlich fröhlich schätzten, griff sich Andres die Notizzettelpostkarten und rechnete drauf los. Oha. Es fing ja erst noch fast harmlos mit ein paar Zahlen an, ein bisschen Dreisatz oder sowas ähnliches war glaub ich auch dabei. Dann kamen noch ein paar Brüche hinzu und dann auch noch ein Sigma (gut, dass Andres das an das Foto im Facebook-Album drangeschrieben hat, sonst wüsste ich bis heute nicht, was es ist *g*). Dann fielen die Zahlen weg und er rechnete mit Buchstaben weiter. Die ganze Zeit saß ich daneben, beobachtete das schnelle Gerechne und grinste in mich rein. Wie kann man sowas denn bitte schön im Kopf rechnen?! Ja gut halt im Kopf und auf dem Papier, aber ohne Taschenrechner und Mathematikbuch und sonstigem. Achja, ne Wurzel gabs auch noch! Und am Ende rechnete Andres dann aus, dass 5*n²-5n = 6700000 sind. Klar, ist ja auch voll logisch *am Kopf kratz* Dann hat er kurz überschlagen, noch was umgerechnet und dann doch geschätzt, dass es etwa 40min brauchen würde, um durchzufallen. Die richtige Lösung war 42 Minuten – und unser Team war Dank dieser tollen Rechnung am nähesten dran. Ausgesucht wurde dann eine Round of Jägermeister. Ach Gott ach Gott, na das wird ja was! Ich hatte noch nie Jägermeister getrunken, dafür aber vor allem auf den Ring*Cons nur allzu oft gehört, was für einen durchschlagenden Erfolg der so hatte. Na dann – Prost! Flasche auf, Deckel auf die Nase und weg damit. Aha, das ist also Jägermeister. Bisschen viel Alkohol und bisschen viel Kräuter *g* War nicht so schlimm, wie ich dachte, wird sich aber nicht in die Reihe meiner Lieblings-Alkoholischen-Getränke einreihen
Achso, vor dem Jägermeister war noch die Auflösung vom Quiz, wo wir natürlich nicht gewonnen haben *g* Und kurz nach dem Jägermeister haben wir dann gezahlt und sind gegangen. Haben Ruth noch ein Stück mitgenommen, sind nach Hause gefahren und eigentlich so ziemlich direkt ins Bett gegangen.
Soo, am nächsten Tag
Da Andres noch was bezgl. neuer Wohnung klären musste, hab ich mich erneut ans Geocachen gemacht. Wir hatten zwei Caches rausgesucht, fuhren zusammen Franz-Josefs-Bahnhof, dann suchte ich den Eingang des Liechtensteinparks. Na toll, das war ja irgendwie klar, dass ich erstmal einmal fast komplett drumrum gelaufen bin, bevor ich ihn fand! Endlich im Park tippte ich die Koordinaten ein und ging los. Als ich nicht mehr ganz so weit vom Cache entfernt war, bekam ich eine SMS von Andres, der fragte, ob ich noch im Park sei, dann würd er auch dorthin kommen. Ups, also entweder war er schnell oder ich hatte zu lange zum Eingang suchen gebraucht – oder beides *g* Ich smste ihm also eine grobe Richtung und folgte weiter den Anweisungen des GPS-Gerätes. Zum Glück war fast nichts los im Park … nur ganz in der Nähe des Caches war so ein Gartenfritze beschäftigt und guckte mich komisch an, als ich stehen blieb und mich umsah. Irgendwie sah das, wo man da hingehen sollte, nicht so aus, als gehörte es noch zum öffentlichen Teil des Parks, sondern eher wie eine Art Werkstatt-Teil. Dort standen unter einer Überdachung mehrere Statuen um einen Schotterplatz herum. Naja, nach einem kurzen Abstecher auf einen Parkplatz (hätte ja auch da sein können) stand ich dann doch bei den Statuen. Faulerweise hatte ich mir vorher den Hint angesehen, der „Dach“ hieß. Grmpf, das Dach über den Statuen war schon ein bisschen hoch. Naja, schon niediger als normale Dächer, aber ich kam nur gerade eben so an den Dach-Anfang. Doch ein kurzer Blick nach links und schon wusste ich, wo der Cache stecken muss: da war noch ein Dach von einem kleinen Haus, schon allein die Regenrinne war niediger als Schulterhöhe (da ich mich auf einer Anhöhe befand, die bis ans Haus heranreichte). Kurz geduckt und unters Dach gestellt und da sah ich schon das Döschen hängen. Yay, das ging mal schnell! Als ich gerade das Logbuch (bzw. in dem Fall dann ja eher das Log-Röllchen *g*) aus der Dose gefischt hatte, sah ich etwas rotes durch den Park gehen – da war Andres ja schon! Da er mich nicht winken sah, tippte ich ihm also schnell noch eine SMS mit genauer Richtungsangabe und Ortsbeschreibung
Das war ja mal gutes Timing, da konnte er doch glatt noch mitloggen. Anschließend hing ich das Döschen wieder an ihren Platz und wir verließen den Park. Noch eben den zweiten Cache machen. Das war ein Multicache, allerdings mit nur 2 Stationen. Das GPS-Gerät brauchten wir dazu überhaupt nicht (wahrscheinlich hätte es eh keinen Empfang gehabt, da der Cache im Bahnhof war). An der ersten Station sollten wir eine Zahl suchen. Diese fanden wir schnell, es war eine 5 mit Edding auf einen Betonklotz geschrieben. An Gleis 5 mussten wir nun also nach weiteren Hinweisen sowie dem Cache suchen. Problem: Das Gleis bzw. der dazu gehörige Bahnsteig war ja mal eeeewig lang! Und es gab keinen Hinweis, wir wussten also nur das Gleis! Sind es einmal komplett abgelaufen (bzw. zweimal, einmal hin und einmal zurück), haben manche Ecken mehrmals abgesucht. Gott sei Dank war hier keine Menschenseele, sodass wir überall ausgiebig gucken konnten: unter Metallgittern, hinter Rohren, an Geräten, an Schildern, sogar in so nem Abstell-Eck für Müllcontainer hat Andres geguckt, aber wir haben nix gefunden … Wir haben recht lange gesucht, doch dann irgendwann aufgegeben. Schade!
So haben wir als nächstes einen Stadtrundfahrtrundgang gemacht: sind mit der Straßenbahn hierhin und dorthin gefahren, hier und da ausgestiegen, hier und da hingegangen. Parlament, Burgtheater, TU, Johann-Strauss-Denkmal, … ach ich weiß gar nicht mehr, wo wir überall waren! Noch so n römisches Dingsbums (oder war das das, was nicht da war? Meine dieses Dingen an der Brücke in der Nähe von dem Denkmal) …. Am Ende landeten wir am Rathaus, wo wir uns auf eine Bank setzten, da Andres noch eben telefonieren musste. Eine Bank weiter lag was – ein Portemonnaie! *lol* Wie cool, das letzte Mal in Wien (Klassenfahrt inner 12) hab ich mit Manu auch eins gefunden. Waren aber glaub ich nicht einmal mehr 10 Euro drin und wir habens dann in nem Bahnhof abgegeben. Da Andres ja eh mit Telefonieren beschäftigt war, bin ich kurz rübergegangen und hab das Portemonnaie geholt. Ts, wie blöd. War kein einziger Cent mehr drin. Auch keinerlei Ausweise oder so, nur eine Art Bahncard für den ÖBB. Laaangweilig *g* Habs wieder da hingelegt. Wir haben dann noch kurz ein bisschen in der Sonne rumgesessen, bis wir uns entschieden, etwas essen zu gehen. Today: Schnitzel! Das war einer der wenigen Tipps gewesen, die ich bei Facebook bekommen hatte: Schnitzel bei Figlmüller. Andres und/oder Kati hatten vorher schon gesagt, dass das mehr so ein Touri-Laden ist und Schnitzel anderswo besser schmecken, drum gingen wir da heute auch nicht hin. Stattdessen gingen wir zum Schnitzelwirt. Am Tisch neben uns (bzw vor uns) saß eine Familie mit einem Kind, das Mädel war auch gerade am Schnitzelessen. Das Kinderschnitzel! Andres und Kati hatten vorher schon gesagt, dass ich ja eins nehmen könnte, aber eigentlich hatte ich das eher als kleine Ärgerei aufgefasst, weil ich vorher nicht aufgegessen oder nur so wahnsinnig langsam gegessen hatte *lach* Ich mein – was denkt sich denn dann die Kellnerin, wenn ich als Erwachsene ein Kinderschnitzel bestell? Also bestellte ich ein normales Schnitzel. Die Kellnerin fragte, was es denn dazu sein sollte, weils sonst nur das Schnitzel wär. Da nahm ich noch Pommes dazu. Und was bestellte Andres? Ein Kinderschnitzel! Ok, er hatte schon vor mir bestellt, aber da hatte ich nicht ganz zugehört, weil ich noch mit der Karte beschäftigt war.
An einem langen Tisch neben uns saß wohl eine Schulklasse, so ungefähr Oberstufe, waren aber nur Jungs und eine Lehrerin. Die Lehrerin hatte auch n Kinderschnitzel bestellt, die Jungs mein ich alle nicht. Dafür hatte aber einer das „Geheimnis des Hauses“ bestellt, was ein derart voller Teller war, dass nicht nur links & rechts alles runterguckte, sondern sich auch noch ein riesiger Berg auf dem Teller türmte. Na Gott sei Dank hatte ich das nicht bestellt! Aber mein Schnitzel war auch nicht schlecht, es bestand nämlich aus gar zwei Schnitzeln, die jeweils an mindestens drei Ecken über den Tellerrand ragten. Und eine Schüssel Pommes. Ohje. Na ich fing mal an. Andres hatte sein Schnitzel schon aufgegessen, da hatte ich wahrscheinlich nicht mal die Hälfte des einen Schnitzels geschafft *g* Am Ende war ich froh, wenigstens ein Schnitzel geschafft zu haben und die Pommesschüssel war immer noch fast voll. Und den Großteil derer, die weg waren, hatte Andres gegessen. Aber nachdem die Schachtel mit dem Verpackungspapier bei dem Jungstisch die Runde gemacht hatte (beruhigend, die meisten dort hatten ihren Teller auch nicht leer bekommen), nahm ich mir auch ein bisschen Papier raus, verpackte Schnitzel und Pommes darin und packte es in eine Tüte.
Vom Schnitzelwirt gingen wir zu einer Eisdiele … oh man, ich war so voll, dass da leider kein Eis mehr reinpasste
Dabei gabs da so leckere Sorten! Wenigstens passten zwei Löffel von Andres Eis noch rein *g* Der ging anschließend kurz bei seiner Arbeit vorbeischauen, ich ging zum Haus des Meeres. War ja schon mehrere Male im Meeresmuseum in Stralsund gewesen, jetzt also mal ein anderes. Der Aufbau war komplett anders – in Stralsund ist das Meeresmuseum ja teils in einer alten Kirche, teils in angebauten Gebäuden untergebracht. Das Wiener Museum ist in einem alten Flakturm, was irgendwie ziemlich cool war, weil die Tiere auf 5 oder 6 Etagen verteilt waren. Wie auch in Stralsund gibt’s hier ein sehr großes Becken, allerdings nicht ganz so cool wie in Stralsund (und nicht annähernd so cool wie das riesige Fischbecken im Ozeaneum in Stralsund). Aber trotzdem ganz nett. Dafür gabs hier einen Stück Regenwald, den es in Stralsund nicht gibt. Hier liefen Äffchen rum, Schildkröten und jede Menge Vögel sowie Flughunde. War sehr interessant und man hätte viele schöne Bilder machen können – wenn die Fische mal still gehalten hätten, wenn man hätte Blitzen dürfen oder wenn da keine Scheiben gewesen wären
Naja, nächstes Mal dann vielleicht doch lieber wieder Filmkamera *g* Oben vom Dach runter konnte man dafür umso besser Fotos machen.
Irgendwann wieder unten angekommen waren meine Füße sooo platt! Draußen setzte ich mich auf eine Bank und nicht sehr viel später schrieb Andres, dass er in der Arbeit fertig sei und dann auch zum Museum kommen würde. Also blieb ich noch eine Weile sitzen, sah mir meine ganzen Fotos an, die ich bisher gemacht hatte und sortierte schonmal leicht aus. Und ich beobachtete Leute, was eine tolle Beschäftigung ist: da waren einmal die drei Kinder, vielleicht 6-8 Jahre alt, 2 Jungs und ein Mädel, die dort immer im Kreis um eine kleine Grünfläche herum fuhren. Als die beiden Jungs mal wieder vorbei kamen, hielt der eine an und meinte, er hätte ein Loch im Reifen. Das könne doch nicht sein, meinte der andere. Doch, das wäre ihm schonmal passiert, meinte der andere wieder und machte Anstalten, sein Fahrrad umzudrehen und auf den Sattel zu stellen. Nee echt, das sei dem schonmal passiert? Ja, da musste sein Vater das reparieren. Krass, und jetzt ist es schon wieder kaputt? Neiiin, jetzt ist das doch nicht kaputt, das war nur mal! Steigt wieder auf sein Rad und fährt weiter. Hä?! Na das ist natürlich auch ne gute Möglichkeit, einzuleiten was man unbedingt erzählen wollte aber nicht wusste, wie man anfangen soll *g* Dann waren da noch die beiden Tussis, die ihre Hunde auf dem Rasen ausführten. Ein Pitbull und ein weiß-ich-nicht-mehr. Sonst waren die Hunde die ganze Zeit nur hinter mir in einem eingezäunten Bereich gewesen, die nahmen ihre Tiere aber mit dort hin. Hatte mir nichts dabei gedacht, bis ein Mann vorbei kam, der den beiden Trullas sagte, dass sie mit ihren Hunden in die Hundezone gehen sollten. Die beiden zickten ihn an, dass es ihn ja nichts angehe und machten sich anschließend darüber lustig, dass er sie zurechtweisen wollte. Kurz darauf kam ein Polizeiauto angefahren (*lol* IM Park auf dem kleinen schmalen Schotterweg!). Da guckten die zwei ganz erschrocken, versuchten sich vor ihre Hunde zu stellen, aber die Polizei interessierte es gar nicht und fuhr weiter. Aber lustig, dass die Tussis da kurz Panik hatten. Und dann war da noch der Typ, der irgendwann ankam und sich mit zwei Mädels unterhielt, die schon die ganze Zeit hinter mir auf einer Treppe saßen, die in einen Keller führt (Folter-Museum), war mir nicht ganz sicher, ob die irgendwie auf der Straße lebten, auf jeden Fall waren sie ein bisschen asig und zottelig, allerdings noch nicht so ganz so runtergekommen
Der Typ hatte nen Hund dabei, der war sooo klein! Den konnte der mit einer Hand hochnehmen, der war vielleicht 20cm hoch, der Hund. Der Pitbull kam erstmal angelaufen, da hat der Typ den Hund erstmal hochgenommen. Naja, habe ich die ein wenig beobachtet und noch andere Menschen im Park, bis Andres irgendwann kam.
Wir gingen noch über den Naschmarkt, wo es massig Stände von Gewürzen und Obst und Gemüse und Käse und Fisch und überhaupt irgendwie alles, was man essen kann, gab. Z.B. auch so kleine Steinchen, die sich beim Essen als Schokolade entpuppten.
Danach gings zur Karlskirche und beschlossen, mal zum Donauturm zu gehen und zu gucken, was der denn kosten würde. Ich hatte vorher mal im Internet nachgeguckt und irgendwas von um die 5€ gelesen, aber Andres glaubte, dass das sicherlich mehr kostete. Der Bus, der alle halbe Stunde von der U-Bahn-Station zum Turm fuhr, hatten wir um ein paar Minuten verpasst. War ja irgendwie klar *g* Also sind wir zu Fuß durch den Park gegangen, haben auf halbem Wege noch ein paar Fotos gemacht (aaah, Spiegelreflex, warum bist du nicht mein Eigen?). Der Eintritt zum Turm kostete dann 5,90€ für Erwachsene, 4,70€ für Studenten. Da sich die Tante an der Kasse meinen seit zwei Wochen abgelaufenen Studentenausweis noch nicht einmal halbwegs ansah, konnte ich sogar für 4,70€ auf den Turm (Danke Andres für den Tipp *g*). Als Andres durch die Drehschranke ging, kam direkt ein Fotograf hervorgesprungen und machte Fotos von ihm. Dann stellte er fest, dass er ja gar nicht allein gekommen war und wir sollten uns mal schön hinstellen. So machte er dann noch ein-zwei Fotos. Hui, ob wir die wohl später beim Ausgang für 8 Euro kaufen konnten? Wir holten erstmal den Aufzug. Den darf man noch nichtmal alleine fahren, es ist auch ein Aufzugtyp drin, der für einen auswählt, ob man zur Aussichtsplattform oder zum Restaurant fährt. Wir wollten erstmal nur Aussicht. In dem Aufzug war übrigens ne Anzeige u.a. vom Gewicht, zu dritt haben wir 16% des Gewichtes ausgemacht, was in den Aufzug passt. Soso.
Die Aussicht war dann super! Total klasse! Einzig nicht ganz so super war: der Wind. Meine nicht vorhandene Frisur war sowieso direkt noch weniger vorhanden, aber leider konnte man auch den Fotoapparat nicht ordentlich festhalten, obwohl man ihn schon auf dem Geländer abstellte. Und schon auf den kleinen Displays konnte man sehen, dass Andres Bilder viel besser/schärfer wurden. Deprimierend. Aber manche von meinen wurden auch ganz gut. Trotzdem hätte ich da oben gerne dieses Gorilla-Stativ zum irgendwo dranhängen gehabt, vielleicht wären meine Bilder dann noch besser gewesen. Aber das hätte ich in Wien sowieso öfters mal gebraucht. Hab jetzt hier in Köln mal geguckt, da gabs das auch, für keine 20 Euro. Habs aber nicht gekauft – es war sehr viel rosa! Wer kauft denn ein rosa Stativ??? Wäh! Aber zurück auf den Turm
Nachdem wir eine Runde drumrum gelaufen waren und von hier und da Fotos gemacht hatten, gingen wir erstmal wieder rein, Haare retten *g* Das ist fies, bei Andres passiert da ja nix, oder nicht so viel … oder an sieht es nicht *g* Naja, ich war jedenfalls schön zerzaust und wir gingen eine Etage höher, ne Runde durchs Restaurant um den Turm (haben aber nix gegessen) und fuhren mit dem Aufzug wieder runter. Da hingen dann auch schon unsere Fotos bereit. Was für ne Verschwendung, die waren doch tatsächlich alle ausgedruckt, mehrfach! Vor allem auch das Foto von Andres allein, wenn man schon mindestens zu zweit kommt, kauft man sich doch keins von sich allein? Außerdem waren die Fotos als Postkarte ausgedruckt, mit Bild vom Turm und „Gruß aus Wien“-Druck. Schick…. Das Foto an sich war zwar ganz schön, aber wir hatten jetzt nicht so Lust, das für 6 Euro zu kaufen. Später fiel mir ein, dass man das ja einfach hätte abfotografieren können! Die hingen eh so um die Ecke, dass der Fotograf das gar nicht gesehen hätte. Gnmpf, zu spät! Wobei Andres meinte, ich könnt ja nochmal reingehen, das kostete ja nur 4,70€, wär ja billiger als 6 Euro *g* jo! Naja, wir gingen zur Bushaltestelle, sahen dass der jetzt nur noch stündlich fuhr und noch über ne halbe Stunde brauchte, um hier anzukommen. Also zu Fuß zurück zur Bahn und damit zurück nach Hause. Vor der Haustür begegneten wir noch Kati, die gerade auf dem Weg zu einer Party/Feier/Dings war.
Hm, das war ja auch noch blöd: die ganze Zeit schon lagen im Koffer ein paar Sachen rum, die ich den beiden als Dankeschön mitgebracht hatte. Hätte ich die mal besser direkt am ersten Abend ausgepackt! Jetzt waren irgendwie nie beide da. Gnaa!
Zum Abendbrot teilten wir uns mein zweites Schnitzel vom Mittagessen sowie die Restpommes (uuh, die waren aber irgendwie trocken, so gemikrowellt … nächstes Mal besser sofort essen … oder gar nicht erst bestellen *g*). Und als … „Gegenleistung“ machte Andres Cocktails, mmh
Beim Essen guckten wir Fernsehen, „Die Millionenshow“ – quasi „Wer wird Millionär“, nur ohne Günther Jauch
Wir rieten mit, eine Frage war, in welchem Land Prinz William letztens erstmals auf Staatsbesuch war und in dem er mit einem Hongi begrüßt wurde. Neuseeland Neuseeland Neuseelaaand! Ha! Ich wussts schon, bevor die Antworten da waren! Warum hätte nicht so eine Frage beim Pubquiz kommen können, statt so eine blöde mit Antipoden? Da ich schon wieder so langsam aß (da waren jetzt aber die Pommes schuld!) setzte sich Andres irgendwann schonmal aufs Sofa und zeigte mir ein bisschen österreichische Comedy: Andreas Vitásek. Den hatte Andres vorher schonmal erwähnt und ich hatte mal gegooglet, irgendwie sieht der aus wie Heinz Hönig, vielleicht ein bisschen schlanker *g* Konnte leider nicht alles verstehen, da der Herr einen (für mich) etwas stärkeren Wiener Dialekt, aber das, was ich verstanden habe, war ganz lustig. Ich ging dann kurz duschen, setzte mich dann auch aufs Sofa und wir überlegten, was für einen Film wir gucken könnten, sahen dann Benjamin Button. So, hab ich den Film jetzt auch endlich mal gesehn! Wollte ihn ja eigentlich schon im Kino sehn, aber da bin ich irgendwie nie zu gekommen. Aber jetzt. Ja, doch, der war schon nicht schlecht. War ganz gut
Jetzt nicht ganz so der Überflieger, für den ich ihn nach den ganzen guten Film-Kritiken gehalten hatte, aber schöne Idee, gute Schauspieler, gute Umsetzung. Es war dann irgendwie so gemütlich, da so auf dem Sofa rumzuhängen, dass wir direkt noch nen Film gesehen haben. Ich weiß gerade nicht mehr, wie der hieß, irgendwas mit TV. Es ging um die Erstellung einer Pilotfolge für eine Serie (Pilotfolge = wird gedreht und dann nem Sender gezeigt um zu sehen, wie sie ankommt und ob der Sender sie kaufen würde). Der Film hat mir fast besser gefallen als Benjamin Button. Kam mir manches bekannt vor, war interessant. Einzig das Ende war etwas abrupt, aber sonst wars gut. Irgendwann während des Films kam auch Kati nach Hause, sah ein bisschen mit und ging dann aber bald ins Bett, da sie am nächsten Morgen arbeiten musste. Und was machten wir? Ach, wir saßen doch immer noch auf dem gemütlichen Sofa! Da haben wir doch direkt mal noch einen Film angemacht: Vergiss mein nicht. Sehr komischer Film. Ich kann nicht sagen, ob er gut oder schlecht war, weil irgendwie habe ich ihn nur zur Hälfte kapiert. Könnte evtl. auch daran liegen, dass ich aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit schon fast ein bisschen schläfrig wurde (und die eher liegende Position tat ihr übriges, mich noch müder zu machen ^^), dass ich vielleicht deshalb nicht alles so ganz mitbekommen habe. Aber: ich hab nochmal bei Wikipedia nachgelesen, worum es ging und eigentlich hab ich ja dann doch so ziemlich alles vom Film mitbekommen – es ist also anscheinend nur eine etwas wirre bzw. kompliziertere Geschichte.
Nach dem Film dachten wir, könnte man ja doch besser mal schlafen gehen, es war schon 4 Uhr oder so. Als wir gerade ausmachten, tapste Kati durch den Flur, war mal kurz auf Klo. Die dachte sicher auch, wir sind total bescheuert, dass wir bis mitten in die Nacht Filme gucken *g* Aber dann sind wir ja auch jeder in unser Zimmer verschwunden.
Irgendwann wachte ich auf, dachte dass ich von einem Fön wach geworden bin. Aber das war nur der Rechner, der ja Tag und Nacht lief (hab quasi im Arbeitszimmer geschlafen). Na toll, die Nächte vorher hab ich die gar nicht wirklich gehört, und jetzt, wo ich nur ein paar Stunden geschlafen hatte, da werd ich davon wach? Na egal, Woody war auch irgendwann wach und kam rein, wir haben noch n bisschen gelabert und ich hab dann irgendwann meine Koffer gepackt. Und die „Mitbringsel“ ausgepackt, sonst hätt ich sie wohl wieder mitgenommen, wenn ich noch länger gewartet hätte ^^ Bisschen Schokolade, bisschen Krugmann-Schnaps (einen Frosty). Mit dem Koffer zum Auto, mit dem Auto zum Caffe Latte, in dem Andres (und Kati, wenn sie nicht hätte arbeiten müssen) zum Brunch verabredet war mit Christine. Der Brunch war sehr nett und sehr lecker … auch wenn ich im Nachhinein vielleicht doch besser n Omelette genommen hätte … und die komischen Schokokugeln waren eklig!
Najoa, und irgendwann wars dann schon 14 Uhr rum und Andres brachte mich zum Bahnhof. Im Zug war genug Platz, die meiste Zeit hatte ich sogar zwei Plätze für mich alleine, sehr schön! Irgendne Frau, die in der Nähe saß, telefonierte und meinte: „Der Zug ist total überfüllt!“ – hallo? Die saß auch allein auf nem 2er-Sitz, aber das Beste: ihr Mann saß ebenfalls allein auf nem 2er-Sitz. Wo war denn da was überfüllt?! Naja, aber irgendwann wurds komplizierter. Und hier kopiere ich einfach mal das hin, was ich schon im Fotoalbum (Facebook/StudiVZ) unters letzte Foto kopiert habe, meine obligatorische Bahnfahrtodyssee:
Eigentlich hätt ich nur in Würzburg und Köln umsteigen müssen. In der Bahn hab ich aber gemerkt, dass die von Wien bis Köln durchfährt und ich nur in Köln umsteigen bräuchte. Käme bloß ca 5min später an als mit Umsteigen. Aber dann hatten wir Verspätung. Die einen meinten 30min, die andern meinten 5min. Also Schaffner gefragt. In Köln = 10min später ankommen. Na das reicht ja noch. 20-30min später nochmal nachgefragt: 20-25min Verspätung. Na toll. Hatte doch bloß 15min zum Umsteigen in Köln. Also doch besser umsteigen in Würzburg. In ICEs liegen ja immer die Zettel, wo drauf steht, welche Umsteigemöglichkeiten man an welchem Bahnhof hat. Draufgeguckt. Bei meinem geplanten Umsteige-ICE stand dran “Mo-Fr, So” - war ja aber Samstag. Nochmal den Schaffner gefragt. Ja nee der Zettel gilt, nicht das Internet. Ja super! Und die Verspätung? Ja ich kann in Frankfurt umsteigen *zeigt auf Zettel*. Würd ich da eher ankommen? Ja, der kommt ne Stunde eher an als der Zug in dem ich saß, meinte er. War aber eigentlich nur ne halbe Stunde, aber passt auch, ok. Der Zug, in dem ich saß, solte eigtl bis Dortmund fahren, fuhr jetzt aber wegen der Verspätung und irgendwelchen technischen Problemen nur bis Frankfurt. “Am gleichen Bahnsteig am Gleis gegenüber fährt ihr ICE über Köln nach Dortmund”. Außerdem hat der Umsteigemöglichkeiten angekündigt, u.a. den Zug in den ich umsteigen wollte. Da sagte er aber nur noch “bis Siegburg/Bonn”.
Ich also am Bahnsteig nen Bahntypen gefragt, ob der trotzdem nach Köln fährt. Ja klar. Ok. Hatte noch 15min, hab überlegt ob ich mir noch was zu essen kaufe. Bin aber stehn geblieben. Zum Glück. Bahntyp kam nochmal “Nee, der fährt heute doch nicht nach Köln, nehmen sie diesen Zug” und deutet auf den Ersatzzug von eben. Ich also noch schnell reingesprintet. Und überlegt, wie ich in Köln meine Bahn kriegen soll (=letzte Bahn in der Nacht). Schaffner gefragt, wann wir in Köln ankommen. Wusste er nicht, wollte aber eben Info holen und dann wieder kommen. Durchsage “nächster Halt Frankfurt Flughafen [blabla] Umsteigemöglichkeit xyz nach Köln”. Oh! Köln! Der Schaffner war aber noch nicht wieder zurück, um mir zu sagen wann wir denn ankommen würden. Also schnell Sachen zusammengepackt und zur Tür und da den Bahntypen gefragt: Ob der Zug der gerade angesagt wurde nach Köln fährt. Ja. Ob der schneller fährt als dieser. Ja. Ob der die kürzere Strecke fährt als dieser. Ja. Ob der also eher ankommt in Köln als dieser. Ja. Gut, also bin ich ausgestiegen mit noch n paar Leuten, die auch schon etwas angepisst waren.
Am Bahnsteig erstmal auf diesen gelben Bahn-Abfahrts-Zettel geguckt. ICE nach Köln, Abfahrt 22:25. Wir hatten 22:15 oder so, alles super. Gewartet bis ICE von vorhin weg ist, auf Anzeigetafel gestarrt. Neue Anzeige: ICE nach Köln, Abfahrt 22:47 uhr. Aaaaah!!! Und jetzt? Nochmal zum gelben Zettel gelaufen. Da standen mehrere Züge dran, also ausgerechnet, wie lang man brauchen würde, wie lang der andere braucht usw. aber - Gott sei Dank!! - fuhr der ICE ne viiiiel kürzere Strecke, sodass trotz der Verspätung ich pünktlich in Köln-Deutz ankam, noch 5-10min wartete und endlich in die letzte Bahn einstieg, von deren End-Bahnhof ich abgeholt wurde und keinen Umsteiger mehr brauchte. Puh. Um etwa 2 Uhr war ich dann auch endlich zu Hause, bin ins Bett gefallen und hab erstmal bis nach Mittag gepennt *g*